Hallo,
leider fällt mir derzeit kein anderer Begriff für das Kind einer Freundin ein. Obwohl der arme Kerl mit Sicherheit nichts dafür kann...
Der "arme Kerl" ist 15 Monate alt, kennt von Geburt an NUR seine Eltern und Großeltern.
Mal Spazierenfahren ist Fehlanzeige, es sei denn, Opa erbarmt sich. Trifft man die Familie mit Kind, bekommt man aus mindestens 30 Metern mitgeteilt, dass man bitte Abstand halten solle, da das Kind "gerade so fremdelt". Angucken ist schon schwierig und wenn man das Kind auch noch anspricht, wohlgemerkt schon aus sicherer Entfernung, dann geht eine Sirene los, da hat der ganze Ort was von! Und wenn das Kind dann weint, machen die dazu gehörigen Erwachsenen ein Bohei, als hätte man dem Knaben ans Leder gewollt...
Das Kind hat meines Wissens so gut wie noch nie andere Kinder gesehen (Krabbelgruppe, Spielkreis, etc. werden nicht besucht) und ich mache mir langsam echt Sorgen, was aus dem Burschen mal werden soll. Der kleine Kerl macht einen total verschreckten Eindruck.
Ich habe in der letzten Zeit den Kontakt zu meiner Freundin etwas "eingeschränkt", da ich dieses Theater um das Kind nicht gut finden kann. Ist aber vermutlich meine persönliche Meinung und von daher muss sie alles so machen, wie sie es für richtig hält.
Dennoch meine Frage: Ist es normal, dass man sein Kind so einigelt?
Danke und LG!
Verwöhnt?!?!
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Beitrag von lupinella - 05.02.12 - 17:13 Uhr
Beitrag von senior888 - 05.02.12 - 17:17 Uhr
Nicht normal. Als meine in dem alter waren haben wir in einer ecke mit vielen kleinen kindern und einem sehr großen spielplatz gelebt da wurden für die kleinen sogar extra schlammlöcher angelegt ( 4 mal am tag umziehen war normal, genaz wie beulen und Kratzer von anderen grobmotorischen kindern.
Beitrag von lupinella - 05.02.12 - 17:23 Uhr
Danke für Deine Meinung!
Kenne ich übrigens auch so... 
Ich dachte echt schon, ich hätte einen an der Pfanne. Wird einem als "Kinderloser" ja gern mal gesagt, dass man von Erziehung keine Ahnung hat...
LG,
Lupi
Beitrag von senior888 - 05.02.12 - 17:31 Uhr
laut meiner Ma (SEHR ängstlich) schwebten meine kinder bei/mit mir permanent in Lebensgefahr
( außer diversen Beulen/Schrammen/Blutergüssen gab es in 15/17 jahren nur einen Grünholzbruch bei der kleinen und einen Mittelfußbruch der Großen ( aber im Sportunterricht in der Schule), oops fast vergessen 2 x angebrochene nase weil die Große als sie so 5 war nie richtig vor Briefkästen/Warnpfählen-rot/weiß etc bremsen konnte!
Beitrag von lupinella - 05.02.12 - 17:36 Uhr
Okaaaay, das hört sich aber mal robust an 
Klär mich doch mal bitte auf: what the hell ist ein "Grünholzbruch"?????
Beitrag von senior888 - 05.02.12 - 17:41 Uhr
Grünholzbruch ist ein bruch im handgelenk ( sowas passiert wenn mädchen per kopf voraus aus einem baum klettert11 . Bei der kleinen war ich mir nicht sicher ob sie meine tochter oder ein entlaufener schimpanse war. und die Große war schneller als der schall unterwegs.
Beitrag von lupinella - 05.02.12 - 17:44 Uhr
Dankäääää, wieder nicht umsonst aufgestanden heute morgen 
Ich find´s klasse, wenn Kinder Kinder sein dürfen. Aber bei meiner Freundin bin ich mir fast sicher, dass ihre Eltern das mit ihr schon genauso gehandhabt haben.... sie benimmt sich auch manchmal.....mmmmmmhhh, sagen wir mal, leicht weltfremd!
Beitrag von senior888 - 05.02.12 - 17:51 Uhr
bis ich so 10-12 war war ich ständig verschlammt und mit grünen und blauen Flecken übersäht!! mein Pa war SEHR robst! ich bekam mein erstes fahrtenmesser zum schnitzen mit 6 ( klaro hatte ich diverse Schnitte, aber ein Junge lernt schnell dazu wenn etwas richtig weh tut!a ( meine ma fiel ständig von einer Ohnmacht in die Nächste! Ärger gab es nur als ich in Cux mit 10 eine jolle geklaut habe und raus auf die Nordsee bin.
Beitrag von lupinella - 05.02.12 - 18:04 Uhr
OMG, ich stell mir eben das Gesicht meiner Freundin vor, wenn Ihr Bengel vielleicht doch nochmal die Kurve kriegt (man soll die Hoffmung ja nicht aufgeben
) und ein ähnlicher Schlawiner wird.... *freu*
Beitrag von senior888 - 05.02.12 - 18:12 Uhr
ab Einschulung war es so das ich Vormittags in der Schule war, ab nach hause , meine ma kam eine Stunde später ( in der Stunde habe ich huasaufgaben gemacht, dann Mittagessen und klein W-m. war weg bis max 19 uhr! ( es war nicht weit zum wald mit Bächen. wir haben Hütten gebaut, schwarz geangelt und staustufen gebaut....... und je nach erntezeit in den Kleingärten und bei den bauern ( mit dem Fahrrad hin) Obst und Früchte geklaut
Beitrag von golm1512 - 06.02.12 - 07:03 Uhr
Eine Grünholzfraktur bekommen nur Kinder. Die Knochen sind noch weich und nicht so verkalkt wie bei Erwachsenen. Nach einem Sturz o.ä. bricht der Knochen nicht, sondern er "zerfasert". Das ist so ähnlich als wenn du versuchst im Frühjahr einen Ast von einem gerade erblühendem Baum abzubrechen. Das geht auch nicht, weil das Holz noch grün ist. Das zerfasert auch nur. Deshalb Grünholzfraktur.
Diese Art der Fraktur gibt es an allen langen Knochen, nicht nur an der Hand. Sie heilt auch besser als die Brüche bei Erwachsenen.
Gruß
Susanne
Beitrag von inessa73 - 08.02.12 - 13:46 Uhr
Juhuu - was hab´ich gelacht ! 
Danke !
Ines
Beitrag von dentatus77 - 05.02.12 - 22:24 Uhr
Hallo!
Eine Grünholzfraktur gibt es nur bei kleinen Kindern. Da ist der Knochen noch sehr elastisch und die Knochenhaut sehr dick. Dadurch bricht der Knochen nicht richtig durch. Das ist wie bei einem jungen Zweig: Der ist ja auch noch ganz weich und flexibel und läßt sich gar nicht richtig durchbrechen, ist allenfalls an einer Seite ein bißchen ausgefranst. Diese Brüche sind harmlos und heilen i.d.R. innerhalb von ca. 3 Wochen aus.
http://de.wikipedia.org/wiki/Gr%C3%BCnholzfraktur
Liebe Grüße!
Beitrag von senior888 - 05.02.12 - 22:30 Uhr
jupp, Zwerglein war erst 4 und die große Schwester kam angerannt und rief im klettern guck mal soooo hat sie es gemacht... die konnte ich aber auffangen!
Beitrag von sunflower.1976 - 05.02.12 - 17:26 Uhr
Hallo!
Verwöhnt...ich würde eher sagen, dass das Kind "in Watte gepackt" und von der Umgebung abgeschirmt wird. Nein, das finde ich nicht normal.
Ich kann nachvollziehen, dass man schwieierige Situationen vielleicht vermeiden möchte. Und nicht jeder mag Spielkreise usw. und das ist ja auch völlig okay.
Aber so einigeln macht es nicht leichter.
LG Silvia
Beitrag von lupinella - 05.02.12 - 17:34 Uhr
Hallo Silvia,
klar, kann ich nachvollziehen, dass sich nicht jeder für Spielkreise begeistern kann. Aber in der Umgebung/ Nachbarschaft der Familie gibt aber es ganz viele junge Muttis mit Kindern in ähnlichem Alter.
Da haben sich einige Freundschaften entwickelt und irgendwie sieht man auch immer welche von denen zusammen losschippern. Nur meine Freundin gehört da irgendwie nicht zu und/ oder möchte vielleicht auch nicht dazugehören. Offensichtlich gibt es Menschen auf dieser Welt, die sich selbst genug sind. Mir tut es nur um den Knaben leid...
Was meinst Du, sollte ich mal mit ihr darüber reden oder ist es einzig und allein ihre Sache?
LG,
Lupi
Beitrag von sunflower.1976 - 06.02.12 - 08:51 Uhr
Hallo!
Ich finde Spielkreise usw. weniger wichtig als den normalen Kontakt zum bestehenden Freundeskreis. So lernt ein Kind auch einen normalen Umgang mit anderen Menschen. Und Freunde sollten auch damit klarkommen, wenn das Kind mal einen schlechten Tag hat und sich nicht wie ein "Vorzeigekind" benimmt.
Ich bin mit meinen Kindern zwar zur Krabbelgruppe gegangen, hatte aber nicht den "Bedarf", neue Freundschaften zu schließen. Einfach weil ich mit meinem bestehenden Freundes- und Bekanntenkreis sehr zufrieden bin. Hätte sich etwas ergeben, wäre es gut gewesen. Aber ich habe es nicht forciert, indem ich z.B. zusätzliche Treffen mit einzelnen Müttern angeregt habe o.ä.
Gerade beim zweiten Kind hatte ich sehr wenig Lust auf die Krabbelgruppe und die ewig gleichen Gespräche um Windeln, Gläschen, motorischer Entwicklung usw. 
Aber da unser kleiner Sohn durch den großen Bruder Kontakt zu anderen Kindern hat und auch im Bekanntenkreis ein paar Kinder in seinem Alter sind, war es für ihn kein Nachteil, als wir dann nach einem Jahr aus der Krabbelgruppe ausgestiegen sind.
Natürlich dreht sich anfangs alles um das Baby. Aber letztendlich finde ich auch wichtig, dass das Kind "nebenbei" den normalen Alltag kennen lernt. Dazu gehört auch, dass die Mutter sich mal mit jemandem z.B. auf einen Kaffee trifft, weil sie es gerne möchte, auch wenn das Kind dazu vielleicht gerade keine Lust hat.
Ja, ich würde an Deiner Stelle Deine Freundin mal drauf ansprechen. Aber nicht vorwurfsvoll, sondern eher interessiert, warum sie Abstand zu Euch hält o.ä.
LG Silvia
Beitrag von dentatus77 - 05.02.12 - 22:30 Uhr
Hallo!
Also, so wie du es beschreibst tut mir der Kleine leid. Klar, die Kinder fremdeln in dem Alter, aber dem kann man doch nicht begegnen, indem man das Kind isoliert - zumal das Kind ja offensichtlich schon immer isoliert wurde. Ein Kind braucht soziale Kontakte, und das sollten nicht nur Kontakte zu den nächsten Familienangehörigen sein.
Dieser Junge wird - fürchte ich - im Kindergarten erst einmal massive Eingewöhnungsprobleme bekommen, wenn er überhaupt in den Kindergarten darf. Und wenn er nicht darf, wird er der unglücklichste Erstklässler in der Klasse sein
.
Armer kleiner Fratz, ich hoffe, dass er doch noch einmal auf den Spielplatz darf. Kinder brauchen andere Kinder!
Liebe Grüße!
Beitrag von locke1910 - 06.02.12 - 08:02 Uhr
Hi.
Nein, ist es nicht...
Ich habe gerne mal Zeit nur mit meinen Kindern - aber alleine schon ihnen zuliebe, durften, nein, mussten sie Kontakt zu anderen haben...
Ist ja nicht alleine mein "Produkt", sondern ein eigenständiger Mensch mit Neugier aufs Leben und dazu gehören Kontakte, Bewegung und Freiheit...
Beim Lesen schoss mir "Nerd" durch den Kopf (sorry...) - ich habe einige Kinder erlebt, die erst bei der Einschulung zum ersten Mal wirklich Kontakt zu Gleichaltrigen und überhaupt anderen hatten und ganz ehrlich? Katastrophe...
Die nettestesten Spitznamen waren "Polizist"... weil diese Kinder die ganzen Hackordnungskämpfe unter Kindern, Auseinandersetzungen usw nicht kannten...
Und entsprechend fassungslos wurden, brachen Kinder mal Regeln (zb beim Spielen die Reihenfolge nicht einhielten...).
Vielleicht solltest Du sie mal zu einem Vortrag von Rogge mitnehmen - er legt wunderbar den Finger auf "solche" Eltern und predigt immer wieder, dass Kinder zu haben Kür sein soll, nicht Pflicht... Und das zb seine Erziehung durch andere Kinder stattfand - Eltern waren die, die auf Essen, Kleidung, Schulaufgaben achteten - aber der Rüpel auf dem Spielplatz war der, der ihm beibrachte, sich zu behaupten
GlG, Locke
Beitrag von babyschatz2012 - 06.02.12 - 08:35 Uhr
Hallo!
Warum interessiert Dich die Erziehung Deiner Freundin so sehr.?...Da hast Du Dir doch gar kein Urteil drueber zu bilden! Und sich deswegen von ihr zu distanzieren???
----Tolle Freundin!
Jedes Kind ist auch anders....Und Spielkreise und Krabbelgruppen gab es in der Kindheit der jetzt ueber 30 Jaehrigen so viel ich weiss auch nicht, trotzdem koennen sie sich heute durchsetzten....Uebrigens lebe ich in Italien und da gibt es weder Spielgruppen noch Krabbelgruppen....und die Italiener sind ja bekannt dafuer sehr sozial zu sein.....und durchsetzen koennen sie sich auch...und das nicht nur mit Ellenbogen.
Mein Gott, das Kind ist 15 Monate....hier kann man doch noch keine Aussagen ueber seinen Lebensweg geben...da kann sich noch soviel aendern.
Vielleicht braucht dieses Kind auch einen gewissen Schonraum...
Ich geb ja zu, das Kinder auch soziale Kontakte ihres Alters brauchen, aber man kann es auch uebertreiben.
Beitrag von klari198512 - 06.02.12 - 09:29 Uhr
hmm, ich denke wenn er mal bissl geweint hat (als er noch kleiner war) haben die eltern gleich sooo nervoes reagiert, dass der kleine auch glaubte, dass was nicht stimmt. und nun reagieren alle super nervoes, ist wohl deren erstes kind und alles immer wieder neu und sie wollen alles richtig machen und wissen nicht wie, und der kleine bekommt das natuerlich auch ab. die eltern sind ja schliesslich sein orientierungspunkt.
denke, wenn die eltern mal bissl abgelenkt sind (mit der spielgruppe keine schlechte idee...da treffen sie ja andere eltern zum quaddeln), dann sind sie vielleicht auch selber ruhiger.
der kleine ist eben sehr sensibel.
also die eltern muessen mal entspannen :-P
lg,
klari
Beitrag von klari198512 - 06.02.12 - 10:12 Uhr
ach was mir noch eingefallen ist...wegen der nevoesen eltern...
wird er vielleicht zu sehr beschuetzt? rennen ihm grosseltern und eltern immer hinterher damit er sich nichts tut?
es scheint mir naemlich, dass es ihm an selbstbewusstsein mangelt. da waere es besser, wenn sie ihm mehr vertrauen schenken. ihn selbststaendig werden lassen, damit er nicht immer so angst hat vor allem.
rede doch vielleicht nochmal mit deiner freundin. koennte ihr doch auch helfen!
lg,
klar
Beitrag von redrose123 - 06.02.12 - 11:12 Uhr
Ne ich find das auch nicht normal und seh das auch nicht als Fremdeln, sie packen den kleinen ein und werden sicher Ihm so nicht helfen eher schaden.....
Beitrag von zwillima - 06.02.12 - 15:16 Uhr
Hallo,
"Ist es normal, dass man sein Kind so einigelt?"
Warum nicht? Muß ein Kind zwangsläufig Krabbel- und Spielgruppe besuchen? Ich glaube nicht, da es sich dabei in der Regel um Kaffeekränzchenvereine der Mütter handelt. Kinder mit einem Jahr spielen meist nebeneinander und nicht miteinander.
In der Regel werden erste Freundschaften ab Kindergartenalter aufgebaut und es ist völlig ausreichen und meistens auch effektiver ab und zu mit dem Kind einen Spielplatz zu besuchen und sich dort mit ihm zu beschäftigen.
Es ist auch nicht ungewöhnlich, dass ein Kind in dem Alter fremdelt. Manche mehr, manche weniger. Das gibt sich von alleine und als verständisvoller Erwachsener kann man sich in diesem Fall auch etwas zurückhalten. Einer meiner Zwillinge wollte beispielsweise einige Monate lang nicht von Oma und Opa angesehen werden. Ein Blick hat schon genügt und er bekam das große Kreischen. Was solls....der arme, verschreckte Kerl ist ein ganz normaler Junge geworden.
Ich persönlich rege mich über Eltern auf, die sich gar nicht um ihr Kind kümmern. Aber doch nicht um ein Kleinkind, dass wohlbehütet von Eltern und Großeltern aufwächst.
Vielleicht solltest Du etwas mehr Verständnis für andere Ansichten haben.
L.G.
zwillima
Beitrag von babyschatz2012 - 06.02.12 - 15:58 Uhr
Ganz meine Meinung!
