Neugeborenes und Haushalt

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Beitrag von evrika-87 - 05.02.12 - 23:36 Uhr

Hallo zusammen,

der Betreff ist noch sehr vorsichtig gewählt.

Es geht um meinen Bruder. Er ist vor drei Wochen Vater geworden. Dass er keinen Sinn für Ordnung und Sauberkeit hat, ist mir bewusst. Aber ich dachte, das ändert sich, wenn er mit seiner Freundin zusammen wohnt und das Baby dann da ist.

Aber seine ehemalige Single-Wohnung sieht aus wie eh und je. Ich würde mich in dem Dreck nicht wohfühlen. Als ich kürzlich zu Besuch war, kostete es mich einiges an Überwindung mich überhaupt hinzusetzen. Es ist nicht unaufgeräumt, aber so wahnsinnig schmutzig. Der Boden klebt und geputzt wurde vermutlich das letzte Mal vor einem Jahr. Aber das schlimmste ist der Gestank. In der Wohnung wird geraucht und es riecht nach vergammeltem Essen. Die Heizung ist überall bis zum Anschlag aufgedreht.

Sein Kind ist ein Frühchen und liegt noch auf der Intensivstation. Bald soll es nach Hause kommen. Mir wird richtig schlecht bei dem Gedanken, wie das Kleine dann aufwachsen muss.
Ich würde gerne irgendwas tun. Ich weiß nur nicht wie und was.
Soll ich fragen, ob ich mal durchputzen soll? Soll ich nett formulieren, dass das kein Zustand für ein Kind ist? Leider habe ich kein gutes Verhältnis zu meinem Bruder.

Die beiden werden sicherlich keine schlechten Eltern sein, sie sind auch selbst sehr gepflegt, nur mit der Reinlichkeit in der Wohnung haben sie es nicht so.

Habt ihr einen Tipp für mich? Mir bereitet das wirklich Kopfzerbrechen.

Viele Grüße, evrika

Beitrag von lullatrulla - 06.02.12 - 00:02 Uhr

Erst einmal Herzlichen Glückwunsch zur Tante!!!#torte

Oh je ich kann dich gut verstehen!!

Gerade die Schlechte Luft ist ja Gift für so einen Wurm! Da hätte ich auch wahnsinnige Angst vor dem plötzlichen Kindstod!!!!!
Frühchen, Rauchen und Überhitze Räume sind ja absolute Risikofaktoren!!!!#schock

Tja was ist zu tun?

Ich würde ihnen einen " Putzgutschein" zur Geburt schenken!
Frischgebackene Eltern haben ja nun wirklich anderes im Kopf!;-)
Kannst es ja auch begründen das du andere Eltern gefragt hast was sie sich nach der Geburt gewünscht hätten! (Ich hätte mich tatsächlich auch gefreut obwohl es bei uns jetzt nicht schlimm aussah)
Außerden möchtest du ja auch was tun damit dein Neffe/Nichte einen schönen Emfang hat!

Dann kannst du wenigstens mal Lüften!
Ansonsten weiß ich auch nicht! Will auch gar nicht darüber nachdenken was alles passieren KÖNNTE #heul!

Vieleicht kannst du ja eien Geschichte von einer Bekannten deren Bruder....... erfinden!
Die haben Geraucht und die Schlafräume überhitzt und hatten auch ein Frühchen und und ........ oh je.........

Aber sowas ist echt schwer beizubringen vor allem wenn man kein gutes Verhältnis hat!

Ich hoffe ich konnte dir etwas helfen und wünsche euch von Herzen alles Gute!!!!

#winke

Beitrag von carrie23 - 06.02.12 - 09:39 Uhr

Bei Chaos, grad wenn das erste Baby da ist versinkt man schon mal ein bissl im Chaos, würde ich nichts sagen bei richtigem DRECK und verklebten Böden sieht es schon anders aus.
DAS ist kein Leben für ein Kind.
Als der Große geboren war bin ich mit vielen Dingen auch nicht hinterher gekommen, nicht zuletzt weil ich liegen mussten da meine Kaiserschnittnarbe schwer entzündet und offen war und gesaftelt hat.
Auch weil der Große ein Schrei und Kollikkind war und wir kaum zum Schlafen kamen.
ABER Dreck gab es bei uns nicht, das Wichtigste musste einfach gemacht werden.
Jetzt hab ich komischerweise den Haushalt im Griff obwohl ich mittlerweile drei Kinder habe und man meinen sollte dann ists schwerer aber man wächst anscheinend wirklich mit den Aufgaben.
Wir rauchen auch, aber man kann nicht die ganze Wohnung verrauchen wenn man Kinder hat.
Nicht nur weils nicht gesund ist, sondern weil die Kinder sich nicht äußern können ob sie der Geruch stört.

Beitrag von gh1954 - 06.02.12 - 00:28 Uhr

Wenn dein Bruder und seine Freundin im Dreck leben wollen, ist das ihre Sache.

Ich würde nichts "nett" formulieren, sondern Tacheles reden, im Interesse des Neugeborenen.

Beitrag von celest28 - 06.02.12 - 07:29 Uhr

Guten morgen,

Wenn meine Schwestern so im Dreck leben wollten, dann bitteschön! Aber wenn da ein Säugling im Spiel wäre würde ich kein Blatt vor den Mund nehmen und denen sagen wie dreckig es ist und das es für das Baby Gift wäre.

Biete ihm an ne Grundreinigung zu machen. Das würde ich tun.
Kannst ihm dann gleich mit einspannen! Wenn das Baby zuhause ist muss er auch was tun.

Lg celest

Beitrag von alizeeceline - 06.02.12 - 08:41 Uhr

Ich würde 1-2 Tage bevor das Baby nach Hause kommt zu ihm hingehen. In der Hand 2 Eimer mit Putzutensilien. Und wenn mein Bruder die Tür aufmacht, würde ich sagen: Los gehts, morgen kommt ja schließlich Dein Baby, da muß es hier sauber sein. #putz

LG

Beitrag von jurbs - 06.02.12 - 09:24 Uhr

wie wär als Geburtsgeschenk ein paar Mal putzen, weil sie ja sicher sooooooooooo im STress ein werden (werden sie nicht, aber behaupten ja immer alle) und vielleicht fühlen sie sich dann in weniger Schmutz wohler und behalten es bei #gruebel

Beitrag von lejana - 06.02.12 - 10:41 Uhr

Hallo,

dein Vorhaben in allen Ehren. Find ich super, das Du Dir Gedanken machst.

Aber ganz ehrlich, ich hab selber ein Frühchen. Und da hat man einfach ganz andere Sachen im Kopf als zu putzen. Also wenn damals jemand so besserwisserisch dahergekommen wäre (sorry, aber so hätte ich das in dieser Situation empfunden) - das hätte mächtig Ärger gegeben.
Das das da schon vorher so aussah spielt dabei keine Rolle. Denn dann hättest Du vorher während der SS auch schon was sagen können. Denn auch für ein Ungeborenes ist z.B. Passivrauchen schädlich.

Ich würde es so machen, dass ich meinem Bruder und seiner Freundin beistehen. Ihnen zuhören, ect. Aber alles, was wie ein Vorwurf klingt, solltest Du unterlassen. Und wenn Du das mit der Wohnung machen willst, dann würd ich es eher über die Hilfe-anbieten-Schiene machen. Ich nehm mal an, sie sind momentan viel im KH. Du könntest ja sagen, Du kannst Dir vorstellen, dass sie momentan bestimmt anderes im Kopf haben, aber wenn sie Hilfe beim Kochen, Putzen, Einkaufen, Fahrdienst oder sonstwas brauchen, dann bist Du da. Mehr kannst Du nicht machen. Deine Hilfe nur aufs Putzen zu beschränken wäre ja schon fast ein Wink mit dem Zaunpfahl.

LG
Lejana

Beitrag von twins - 06.02.12 - 11:51 Uhr

Naja, die Wohnung schaut ja nicht so aus - weil jetzt das Kind da ist - die Wohnung schaut immer so aus. Das sehe ich als kleinen Unterschied.
Denn wenn das Kind da ist, werden sie noch weniger Zeit haben - wie soll es dann dort ausschauen?

Ich finde verschiedene Ansätze die hier schon geschrieben worden sind recht gut.
Leidtragende sind nicht die Eltern sondern das Kind!

Grüße
Lisa

Beitrag von evrika-87 - 06.02.12 - 12:45 Uhr

Hallo Lejana,

wie ich oben beschrieben habe, habe ich kein gutes Verhältnis zu meinem Bruder. Nach einem Streit hatten wir ein Jahr keinen Kontakt. In dieser Zeit ist seine Freundin schwanger geworden, die ich bis heute erst zwei Mal gesehen habe.

Kurz vor Weihnachten haben wir uns alle bei meiner Mutter getroffen und uns geeinigt wieder einen freundlichen Umgang miteinander zu haben. Ich hatte bei diesem Treffen einige Sachen von meiner Tochter mitgebracht, die sie für ihr Kind gut gebrauchen können. Sie haben sich auch sehr gefreut.
Als sein Kind geboren wurde, rief er mich unter Tränen an und bat um meinen Beistand. Den bekam er natürlich auch. Wie du siehst, konnte ich wegen des spärlichen Kontakts nicht schon vorher etwas zu der Wohnung sagen, zudem seine Freundin in der Ss nur sporadisch bei ihm wohnte.

Dass man mit einem Neugeborenen bzw. Frühchen anders als Putzen im Kopf hat, ist mir mehr als bewusst. Aber dennoch, es soll ja ein Wink mit dem Zaunpfahl sein. Denn es ist wirklich, wirklich schmutzig. Es ist der Dreck von Monaten. Und der Gestank ist unerträglich.

Hausmädchen für meinen Bruder spielen kann und will ich nicht. Zumal er über 100 km von mir entfernt wohnt und ich kein Auto habe und mitten im Umzug stecke. Außerdem finde ich, dass mein Bruder selber putzen kann. Selbstverständlich will ich trotzdem helfen und putze, koche und stehe ihnen bei. Solange das nur für kurze Zeit ist. Aber eben nicht für die Zukunft. Und ich kenne meinen Bruder, wenn ich z.B. an einem Tag vorbeikomme und putze, weiß ich, dass es schnell wieder so aussieht und von seiner Seite nichts unternommen wird. Ich möchte nicht, dass das Kind im Dreck leben muss und vielleicht im schlimmsten Fall dem Plötzlichen Kindstod erliegt.

Ich muss also etwas tun, was die beiden auch in Zukunft auf Sauberkeit achten lässt - zum Wohl ihres Kindes.

Danke für deine Antwort und viele Grüße,
evrika