Er mag nicht in die Kita

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Beitrag von grandi - 06.02.12 - 11:05 Uhr

Mein kleiner wurde im Januar 3 Jahre alt und geht seit August in die Kita.
Wir haben immernoch jeden Morgen das gleiche Problem.
Zuhause fängt es an...
-will zu Hause bleiben
- schmeißt sich auf den Boden
- lässt sich nur unter Stress und Theater ankleiden
auf dem Weg zur Kita...
- geht nur im Kinderwagen (sonst komm ich nie an)
- ist nur 3 Min. Fußweg
in der Kita...
- schmeißt sich auf den Boden
-brüllt
-klammert sich fest
wenn ich weg bin...
-ist nach spätestens 3 Min. ruhe

Wie ich reagiere?
- ziehe mein Ding durch
- geht regelmäßig
- rede ruhig mit ihm darüber
- reagiere schon gar nicht mehr groß auf seine Wutanfälle

Ich habe das Gefühl das er mich total an der Nase rum führen möchte, finde aber ich lass mich nicht rumführen.
Ich meine er kommt damit ja nicht durch.

Wie kann ich das abstellen.
Die Eingewöhnung war auch gaaanz langsam und ruhig.

...und wenn ich weg bin fühlt er sich wohl, spielt und macht alles gut mit.

Was soll ich eurer Meinung nach noch tun?

Danke für eure Hilfe, gehe so langsam echt am Stock.

LG Grandi

Beitrag von hustinetten - 06.02.12 - 11:18 Uhr

Was sagt er denn, WARUM er nicht möchte?

Meine Große hat auch immer wieder Phasen, in denen sie nicht in die Kita möchte.

Manchmal liegt es an Streitereien mit den anderen Kindern, dann war sie mal traurig, weil nur die Vorschulkinder Mandalas malen durften und sie nicht, mal braucht sie einfach einen Tag Urlaub, zur Zeit ist ihr einfach langweilig (nachmittags gibt es grade leider kaum Programm)...

Bei den meisten Gründen reicht schon ein kurzes Gespräch. Im Falle der aktuellen Langeweile veruche ich sie nachmittags eher abzuholen und wir machen zu Hause noch Sachen, bei denen man auch mal ein bisschen nachdenken muss (und sei es nur eine Runde das Verrückte Labyrinth).

Kinder ignorieren finde ich eigentlich nicht sonderlich toll. Diese Brüllanfälle hatten wir auch schon, teilweise auch im Doppelpack. Bei uns half, dass die Erzieherinnen Bescheid wussten und sofort auf meine Tochter reagiert haben. Meist durfte sie dann direkt bei der Vorbereitung des Frühstücks helfen, das hat sie gut abgelenkt. Auch ist in solchen Fällen ein kurzer Abschied meist besser, da die Kinder dann weniger Zeit haben, um sich in ihre Gefühle hineinzusteigern.

lg

Beitrag von grandi - 06.02.12 - 11:55 Uhr

Erstmal vielen lieben Dank!
Mein kleiner geht nur von 9 bis 12.30 in die Kita.
Einen kurzen Abschied machen wir auch und die Erzieherinnen (eigentlich immer die selbe), nimmt ihn wenn sie es schafft auch sofort mit in die gruppe und versucht ihn mit vorlesen, malen oder frühstücken abzulenken.

Er sagt einfach nur das er zu Hause bleiben möchte. Warum, hat er mir noch nie gesagt.
Wenn ich ihn abhole, ist er immer überglücklich und erzählt auch wie toll es war und was er gemacht hat (meistens das gleiche).
Insgesamt finde ich ignorieren auch voll doof, aber irgendwann weiß ich einfach nicht mehr was ich machen soll. Gehe dann halt einfach über sein Verhalten weg, ziehe ihn auch im Toben an und klemme ihn mir unter den Arm damit ich überhaupt zu hause mit ihn raus komme.

Er hat einfach echt einen unheimlichen Dickkopf.

Beitrag von hustinetten - 06.02.12 - 12:18 Uhr

Hm... als meine Tochter mal eine ganz schlimme Phase hatte, in der sie nur zu Hause bleiben wollte, habe ich den Spieß mal rumgedreht.

An meinem freien Tag durfte sie dann auch daheim bleiben. Aber ich musste ja putzen und aufräumen und die Wäsche machen und dann noch was für die Uni machen und...

Ihr war natürlich langweilig und ich glaube, sie hat eingesehen, dass sie im Kindergarten mehr Spaß gehabt hätte.

Manchmal hilft es auch, wenn wir morgens überlegen, was sie denn alles tolles im Kindergarten machen könnte.

lg

Beitrag von knueddel - 06.02.12 - 13:15 Uhr

Hallo,

das haben wir mit unserer Tochter auch durch, sie kam ebenfalls im August in den Kiga.

Die ersten drei Wochen liefen voll super, sie schickte mich während der Eingewöhnung nach Hause, sie wär ja schließlich groß und die anderen kinder sind ohne Mama da. Die Erzieherinnen kannte sie schon etwas und ich hab dann mit denen besprochen, dass sie mich sofort anrufen sollen, wenn meine Tochter nur etwas quengelig wird oder so. War nicht der Fall.

Dann kam eine Zeit, in der die Lieblingeserzieherin meiner Tochter Urlaub hatte und da fing unser Problem an.
Morgends ging sie ungern, weinte usw.
Wir haben dann erstmal wieder etwas kürzer getreten mit Kindergarten, sie blieb nur 3 Stunden, aber trozdem wars schwer.
aber es war genauso, als "ihre" Erzieherin wieder da war.

Ich hab ihr auch morgends erzählt, was sie alles machen kann und mit wem sie spielen kann und dann gings etwas. Ihre Erzieherin hat sie jeden Morgen in Empfang genommen und sich gleich mit meiner Tochter was gesucht, sei es ein Spiel, malen oder so. Zuerst haben sie mir noch gewunken und dann sind sie losgezogen.

Dann irgendwann hat meine Tochter sich selber einen festen Start in den Kiga-Tag gesucht, sie geht immer zuerst frühstücken.
Und was bei uns total wichtig ist, dass sie nicht erst kurz vor knapp in die Gruppe kommt.
Wir haben es jetzt so gemacht, dass wir immer gegen acht im Kiga sind, dann sind da nur wenige Kinder und 3 Erzieherinnen, da kann meine Tochter erstmal in Ruhe allen ihre wichtigen Mitteilungen machen ( sie erzählt jeden Morgen den Erzieherinnen ihren geplanten Tag) und das geht natürlich besser, wenn nicht so viele kinder sind ;-)
Ihr fällt der Start einfach leichter so.

LG Cindy