An die KS-Mamis

Sie befinden sich im Archiv des urbia-Diskussionsforums.

Hier geht es zur vollständigen Version dieser Seite. Dort können Sie auch aktiv am Diskussionsgeschehen teilnehmen.

Beitrag von asti-82 - 06.02.12 - 12:49 Uhr

Huhu zusammen,

habe meine Tochter im September per Kaiserschnitt geboren, nach ner Einleitung, heftigen Wehen, ner PDA, Wehenbeschleunigern, weil die Wehen durch die PDA nachgelassen hatten. Die Wehenbeschleuniger hat meine Maus nicht vertragen, Herztöne wurden schlechter bzw. waren zeitweise gar nicht zu finden, Fruchtwasser war grün, und ihre Blutwerte schlecht.
Erst hieß es NOtkaiserschnitt mit Vollnarkose, dann haben sich die HErztöne aber wieder soweit stabilisiert, dass uns zu nem normalen Kaiserschnitt geraten wurde, auch wenn ich es auf eigenen Wunsch auch noch normal hätte probieren können (MM war auf 7 cm).

Für meinen Mann und mich war in der Situation ganz klar, Kaiserschnitt ist jetzt das einzig richtige, weil wir unsere Maus nicht weiter stressen wollten und auch Angst hatten, dass es weitere Komplikationen gibt.

Das ganze, vor allem die Angst, ob es ihr gut geht, war ziemlich traumatisch für mich und ich musste lange daran knabbern.

Jetzt hat ne Freundin normal entbunden und ich gönne ihr das auch von Herzen, bin aber doch ein wenig neidisch und traurig#schmoll, weil ich diese Erfahrung nicht machen konnte!
Rein rational war der KS das richtige, das weiß ich ja, aber trotzdem denke ich, warum musste das alles bei mir so doof laufen!:-(

Gehts euch anderen auch manchmal so, oder bin ich da die einzige?

Weiß natürlich dass diese Gedanken quatsch sind, lieber nen KS und ein gesundes Kind als ne normale Geburt und Komplikationen/gesundheitl. Folgen... doch trotzdem kommen diese Gedanken manchmal... :-[#heul
Und ich wünsche mir so, beim 2. Kind ne normale Geburt zu haben und hoffentlich auch ohne die doofe Einleitung!#zitter

Wie gehts euch so mit eurem Kaiserschnitt? Und was macht eure Narbe - meine tut noch manchmal weh und der Bauch ist noch ziemlich taub, ansonsten ist sie gut verheilt...

LG Asti mit #baby Johanna #verliebt

Beitrag von jimmorrison - 06.02.12 - 13:07 Uhr

Liebe Asti!
Als ich erfahren habe das ich nen KS brauch war ich am Boden zerstört. Ich habe 2 Tage nur geweint, und irgendwie konnte keiner der Kinder auf "normalem" Weg gebar, es verstehen. Ich konnte auch nicht genau beschreiben warum, ich war einfach traurig.
Für uns stand fest: 1 Kind! Und ich wollte so richtig durch die Geburt durch, mit richtigen Wehen, richtigen Schmerzen: so ne richtig taffe Frau sein und vor allem: ne taffe Mutter!
Total gestörter Gedanke im Moment. Hab mir dann noch schön ein KS Film im Internet angesehen um zu sehen wie schlimm doch der KS für meinen Schatz ist und wie schlecht ich bin!!!
Weiß auch net ob das damals alles die Hormone waren, fühle mich jetzt nicht als eine schlechtere Mutter oder habe nicht das Gefühl das die Bindung schlechter ist!
Also mein KS war super gelaufen, war am nächsten Tag kräftig im KH unterwegs, gleich bewegt etc. Achso,der KS war am 4.1.2012. Manchmal zwickt es noch an der "inneren" Naht, aber sonst alles paletti! Bin froh wenn ich wieder schwimmen darf, weil mein Bauch "laddert" ganz schön vor sich hin! Mein Bauch ist auch taub, aber dass ist soviel ich weiß ganz normal. Bei vielen KS Mamis bleibt das auch!
LG#winke

Beitrag von lali333 - 06.02.12 - 13:30 Uhr

Also so eine secundäre Sectio ist auch nicht ohne! Habe bei meinem Großen auch 12 Stunden gelitten, bevor ich den KS bekam. Und der KS an sich ist ja auch nicht ohne. Und als ich den Wurm im Arm hatte, war ich genauso glücklich und stolz, dass wir alles gut gepackt haben, wie jede andere Mami auch#verliebt

Bei meiner Kleinen habe ich Ängste ausgestanden, trotz geplanten KS (sie wurde wegen meiner instabilen Narbe bei 36+1 geholt) und die Schmerzen hinterher waren auch nicht ohne#zitter

Und meine Narbe musste nach dem 2. KS korrigiert werden, weil sie seeeeehr unschön war und Probleme machte. Jetzt ist alles schick, nur bei Wetterumschwung merk ich sie etwas;-)

VG lali333#winke

Beitrag von amavelle - 06.02.12 - 13:33 Uhr

Hallo

bei der Geburt meiner Tochter (11 Monate) gab es auch Komplikationen und nach 11 Std. Wehen wurde sie dann auch per KS geholt.
Es war definitiv die richtige Entscheidung, denn auch ihre Herztöne wurden immer schwächer und waren teilweise ganz weg.
Sie war eine Sternenguckerin und stieß daher immer wieder mit ihrem Köpfchen gegen mein Schambein. Das war einfach zuviel Stress für die Kleine und es war klar, dass sie den Weg allein nichr 'rausfinden' wird.

Und obwohl ich weiß, dass es die einzig richtige Entscheidung war, bin ich trotzdem manchmal traurig dass ich keine schöne, spontane Geburt erleben durfte.
Zumahl unsere Kleine kein weiteres Geschwisterchen bekommen wird und ich daher nie erfahren werde wie es sich anfühlt.
Aber die Hauptsache ist, dass sie alles gesund überstanden hat :-)

Zu der KS - Narbe. Auch nach 11 Monaten ist mein bauch noch ein wenig taub - besonders an der Narbe direkt. Es ist zwar schon deutlich besser aber doch noch immer nicht so wie früher.
Ziepen tut die Narbe bei mir noch manchmal wenn ich schwer hebe oder so.

LG #winke

Beitrag von mond09 - 06.02.12 - 13:36 Uhr

Nee so hab ich noch nie gedacht - im Gegenteil!

Meine Große (2,5) kam per KS, weil die Herztöne abgefallen sind und die Ärzte vermuteten sie hätte Probleme weil sie zierlich war.
Bei meinem Sohn (7 Monate) hab ich mich direkt für einen KS entschieden!!! Zwar passierte auch wieder alles vor dem gemachten KS Termin, aber diesmal wesentlich ruhiger.
Meine Kollegin hat ebenfalls zwei KS. Einen aus der Situation, den anderen dann aus Wunsch. Die Ärzte sagten ihr nach der OP, auf dem normalen Wege wäre es aufgrund der vernarbten Gebärmutter schief gelaufen.

Sollten wir ein drittes bekommen (können wir uns gut vorstellen) muss es ein KS werden.

Beitrag von asti-82 - 06.02.12 - 13:47 Uhr

#winke Danke für eure Antworten! Es tut gut, zu lesen, dass es auch anderen so geht bzw. auch nicht so geht, einfach, was eure Erfahrungen damit sind! und dass man da auch mal drüber traurig sein darf, weil es nicht so geklappt hat, wie man es sich vorgestellt hat.
Meine war übrigens auch ne Sternchenguckerin, das hat auch noch zu den KOmplikationen beigetragen!

mal schauen, wie es beim 2. wird, da ich gerne 3-4 Kinder hätte, hoffe ich, dass ich eine spontane Entbindung auch mal erleben werde bwz. darf!

Euch und euren Kindern alles Liebe!!

Beitrag von lalax3 - 06.02.12 - 13:50 Uhr

Hallo #winke

Ich hätte mir auch so sehr eine normale Geburt gewünscht #schmoll
Nach der Einleitung hatte ich einen Not-Kaiserschnitt.
Meine Maus war schon 3 cm vorm Muttermund ,Muttermund war aber auch nur 3cm offen & ich hatte Presswehen ,Fruchtblase war schon 4 std. vorher geplatzt ,Blut konnten sie auch nicht abnehmen aus dem Kopf(keine Ahnung wie das jetzt heißt #kratz) dann gingen die Hertöne runter...

Ich hab so geheult als die schon angedeutet haben das sie per Kaiserschnitt geholt werden muss. & dann noch die Angst um meine Prinzessin.
& dann haben sie ihr auch noch in die Schulter geschnitten #aerger

Ich hoffe wenn ich irgentwann noch ein Kind bekomme , das ich es normal entbinden kann.

Ich fand diese Hilflosigkeit nach dem Kaiserschnitt soooooo grausam & das ich ihren 1. Schrei nicht hören konnte & der Papa auch nicht #schmoll

Lg Rebecca & #stern Gabriel( 22.ssw. ) & Fiona (12 Monate #verliebt)

Beitrag von asti-82 - 06.02.12 - 13:56 Uhr

Aua, sie haben sie in die Schulter geschnitten - wie übel!!! :-[:-(
Da gings dir ja ähnlich wie mir#liebdrueck, nur dass wir zum Glück ihren ersten Schrei hören konnten, weil sie gleich im Kreissaal ganz leise gequäkt hat. Aber das warten auf sie, so ca. 20 min, als sie bei den Kinderärzten war, war auch nochmal horror, vor allem wegen der Sorge, ob es ihr gut geht!

Und bei mir haben sie sie kaum aus dem Becken bekommen, weil sie schon so tief war, und feststeckte, mussten sehr viel Kraft aufwenden...

Diese Sorgen um die Mäuse sind gar nicht schön :-(

Dir alles Liebe,

Asti mit #stern (12+5) und #baby Johanna

Beitrag von gwenni77 - 06.02.12 - 14:10 Uhr

Ich kann dich sehr gut verstehen, denn bei mir war/ist es nicht anders. #liebdrueck

Bin zum Einleiten ins KH und nach einem heftigen Wehensturm, endete das Ganze in einem KS.
PDA hab ich abgelehnt, weil ich 1 Jahr vorher in einem anderen KH eine Liquorpunktion in der Wirbelsäule hatte und das Schei... weh tat. Darum keine PDA!
Und die Herztöne von meinem Sohn sackten ab, darum dann KS in Vollnarkose.

Aber er ist gesund und das ist die Hauptsache.

Aber auch ich hab Gedanken, dass ich in Sachen Geburt "versagt" habe. Viele erzählen von so tollen Entbindungen und ich war in meiner Praktikazeit auch häufiger bei Entbindungen dabei. War einfach eine tolle Atmosphäre. *seufz*

Doch vielleicht wird mir nochmal eine Schwangerschaft gegönnt und diese kann ich spontan entbinden.

Und auch meine KS-Narbe ist noch an manchen Stellen taub und schmerzen wird sie immer. Vor allem, wenn das Wetter sich massiv ändert, dann ziepts doch gar heftig.

Creme sie regelmäßig ein, dann bleibt sie elastisch.

LG

Beitrag von hsi - 06.02.12 - 14:21 Uhr

Hallo,

ich habe mittlerweile 3 KS hinter mir, alle aus Medizinsche Notwenigkeit. Bei meiner Tochter war ich auch am Boden zerstoert gewesen, lag 25 Std. in den Wehen und dann musste sie dennoch geholt werden. Mein erster Sohn wurde geholt wegen QL und mein zweiter Sohn wegen meiner Placenta praevia totalis und die extreme Fruehgeburt. Und willst du was wissen? Alle meine Freundinne bzw. Bekannten haben alle spontan Entbunden, nur ich nicht. Ja ich fand das teilweise echt unfair, ich habe die anderen beneidet, aber dann wurde ich es mir doch bewusst das es nicht anders ging, alle mussten per KS geholt werden.

Lg,
Hsiuying + May-Ling 5 J. u. Nick 4 J. mit Tim 11 M. (geb. 26+4 SSW/korr. 8 M.)

Beitrag von siem - 06.02.12 - 14:30 Uhr

hallo

unsere erste tochter kam nach 6 einleitungen mit saugglocke bei 40+5ssw , ns 2x um den hals, mehrfach herztöneabfall, 2680g auf 51 cm, ich mußte nachts noch in den op, hatte schlimmen blutverlust, not-as, 3 blutkonsereven und co

unsere zweite kam 21 monate später nach wehencocktail und wehentropf aber ansonsten unkompliziert.

unsere dritte tochter kam vor 4 monaten nach 2 einleitungen mit not-ks weil sie ihre herztöne nicht mehr stabilisieren konnten.

unsere erste ist nicht ganz gesund (kiss, kinderepilepsie, entwicklungsdefizite) aber zum glück nix wirklich dramatisches.die anderen beiden sind gesund.

wir haben schon zwei fgs gehabt und zwei künsrliche befruchtungen.der weg war nicht immer einfach, aber letztendlich ist völlig egal wie sie rein und raus kamen-hauptsache sie sind da und unser größtes glück!!:-)

lg siem

Beitrag von kiwi0308 - 06.02.12 - 15:58 Uhr

Ich hatte am 01.01.12 einen Notkaiserschnitt. nach ca 10std Wehen (die relativ ok waren), und ein paar wirklich starken Wehen habe ich mir eine PDA geben lassen. Diese starken Wehen haben sich schon so angefühlt als drückt der kleine mir irgendwo drauf-aber ich dachte das ist so. Wie gesagt: PDA. Nachdem ich die Wehen nicht mehr gespürt habe, gingen beim kleinen die Herztöne runter. Das haben die Hebammen aber wieder in den Griff bekommen. Kurz darauf gingen sie wieder runter. Und dann ging alles ganz schnell: Lauter Ärzte, Hebammen, Anästhesist, Fruchtblase wurde geöffnet und dann hieß es "ab in den OP". Ich war wie immer ganz ruhig. Vielleicht weil ich auch nicht zeigen wollte das ich Angst hatte. Aber ich habe am ganzen Körper gezittert und mir war eiskallt. Irgendwie war ich auch froh dass es bald vorbei ist.
Der KS wurde nur in Teilnarkose gemacht. Das Gefühl als der Bauch aufgemacht wurde, war der Horror! Als würden sie einen aufreißen! Und als der kleine Mann rausgeholt wurde, hat der Bauch sich richtig leicht und leer angefühlt-war er ja auch.
Die Oberärztin meinte, er hat die Nabelschnur irgendwo festgedrückt+die war um den Hals gewickelt. Außerdem ist mein Becken nur eine 9,5. Um ihn auf natürlichem weg gebären zu können, müsste das Becken mindestens 11cm breit sein, oder so. Das heißt für mich, dass ich so kein Kind mehr bekommen kann. Nurnoch per KS. :-(
Naja, das ganze war schon schlimm, war aber auch schnell wieder vergessen! Ich hab das irgendwie gut verarbeitet. Denkt man garnicht...
Meine Narbe sieht heute wirklich gut aus! Klar, gut ist relativ. Aber wenn sie mal verblasst, wird man sie kaum sehen. Und Schmerzen habe ich auch keine mehr.
Was mich stört ist, dass es jetzt so aussieht als wäre der Bauch am Rücken festgenäht.