ZDF - Tsunami - keiner gesehen?

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Beitrag von schlunzjul83 - 06.02.12 - 13:09 Uhr

Hallo miteinander,

noch keine Diskussion über den Film gestern abend?

Ich saß nur da und hab den Kopf geschüttelt und Tränen weggeblinzelt, über soviel Grausamkeit, die den Menschen da passiert ist. Einfach nut Wahnsinn!!!!

Und dann den Mut zu haben, noch einmal neu zu beginnen - HUT AB!!!!
Auch die Reportage danach war gut. Sehr ergreifend!
Mit einer super Schauspielerin, die der Rolle sehr gerecht wurde.

Ich wünsche der Familie Cramer - Schäffer eine glücklichere Zukunft, als es die Vergangenheit war!!! #herzlich

Beitrag von pittjes - 06.02.12 - 13:27 Uhr

Hallo Schlunzjul,

hab gerade auch hier geschaut und mich gewundert, dass noch nicht diskutiert wurde. Ich fand den Film auch sehr fesselnd... ich sitze jedesmal, wenns im TV kommt, vor diesen Originalaufnahmen und bin fassungslos ob dieser Naturgewalt und welches Leid über soviele Menschen gekommen ist. Ich kann nicht umhin, mir vorzustellen, wie die armen Leute sich gefühlt haben... ich finds noch immer genauso schlimm wie "damals", es ist nicht so, als wenn das schon mehrere Jahre her ist.

Allerdings, und da ist wohl jeder Mensch verschieden, kann ich es überhaupt nicht nachvollziehen, wie man sich nach so einer schrecklichen Verlusttragödie neu verliebt. Und dann auch noch so schnell. Ich spiele hier nicht den Moralapostel, von wegen ein Jahr abwarten oder so. Gott behüte! Aber ich denke, ich könnte garnix anders mehr fühlen, als immer an meine Lieben zu denken, die umgekommen sind. Ehrlich gesagt kann ich mir sowieso überhaupt nicht vorstellen, wie man selbst nach soetwas überhaupt weiterleben kann.

Die Reportage danach fand ich gut, weil sie den Film etwas "geradegerückt" hat. Dass die Oma auch dabei war zum Beispiel. Ob die nun eine große Hilfe war oder nicht: ich fand die Vorstellung sehr schlimm, dann bei soetwas in einem fremden Land zu sein ohne jemanden "neben" sich (na, die wirds auch viele viele gegeben haben, die ganz allein da durch mussten).

Ich bin gespannt, wie die Meinungen der anderen sind.

VG
pitti-lise

Beitrag von cinderella2008 - 06.02.12 - 15:38 Uhr

*Allerdings, und da ist wohl jeder Mensch verschieden, kann ich es überhaupt nicht nachvollziehen, wie man sich nach so einer schrecklichen Verlusttragödie neu verliebt.*

Vermutlich hat es was damit zu tun, dass die beiden sich nicht in "Irgendwen" verliebt haben. Sie waren erst mal Leidensgefährten, die verstehen konnten, was der jeweils andere durchmacht. Die Freundin z.B. konnte das nach einer gewissen Zeit nicht mehr. Ich würde sogar so weit gehen zu vermuten, dass es Menschen gibt, die nach so einem Schicksalsschlag gar nicht mehr in der Lage sind mit einem Menschen, der sowas nicht erlebt hat, eine Beziehung zu führen. Auch nicht nach Jahren.

Diese Beiden können ein Leben lang um Kinder und Ehepartner trauern, ohne dass der andere vielleicht eifersüchtig wird ... "weil das alles doch so lange her ist".

Aber vielleicht täusche ich mich auch. Ich habe den Bericht nach dem Film nicht gesehen, das wäre zu spät für mich geworden.

LG, Cinderella

Beitrag von zaubertroll1972 - 06.02.12 - 18:13 Uhr

Es wurde doch schon darüber geschrieben!

Beitrag von lulu2003 - 06.02.12 - 19:56 Uhr

Schade dass du gerade den Part im Film nicht wirklich verstanden hast und dann wohl auch den Bericht, nach dem Film, nicht gesehen hast.

Den beiden ging es anfangs überhaupt nicht um Liebe o.ä. Sie waren zwei einsame Seelen die durch das selbe Schicksal zusammengefunden haben und es dadurch "etwas" besser ertragen konnten.

Ich denke dass beide noch heute ihre verstorbenen Partner über alles lieben und sich halt durch das gemeinsame Schicksal "arrangiert" haben.

Mich hat der Film so bewegt dass ich heute den ganzen Tag an nichts anderes denken konnte.

Beitrag von .prinzesschen. - 06.02.12 - 13:31 Uhr

Hallo wurde schon diskutiert.

Leid, Hoffnung,Liebe- Tsunami 2004

Paar Beiträge weiter unten.

LG

Beitrag von mamavonyannick - 06.02.12 - 14:00 Uhr

Hallo,

wir haben es gesehen und ich hab so geheult#heul

Nicht auszudenken, welches Leid diesen Menschen widerfahren ist und vor allem beachtlich, dass sie ihren Lebensmut wiedergefunden haben.

vg, m.

Beitrag von twins - 06.02.12 - 14:50 Uhr

Hi,

Ich habe das Paar schon sooo oft im TV gesehen...die haben immer wieder Phasen wo sie durch die Sender tingeln.
Darum ist es für mich eher " nur" eine verkaufte Geschichte.
Die Tragödie ist irrsinn....die will ich doch nicht immer wieder im Fernsehen sehen.

Vor kurzem gab es eine Geschichte, das ein Mädchen wieder nach Hause gefunden hat, die jahrelang unter schlechten Verhältnissen gelebt hat ....das fand ich beruehrend.

Grüße
Lisa

Beitrag von galeia - 06.02.12 - 16:39 Uhr

Ich mag die Ferres nicht... Die spielt jede leidende Frau in der deutschen TV Landschaft. Grund genug, nicht einzuschalten.

Beitrag von diebings - 06.02.12 - 17:34 Uhr

#pro#pro#pro!

Beitrag von asimbonanga - 06.02.12 - 18:07 Uhr

Sie versucht zu spielen.

Beitrag von firewomen73 - 06.02.12 - 18:44 Uhr

hi!

irgendwie "nuschelt" die auch so komisch!
oder hab ich was mit den ohren?

LG ;-)

Beitrag von dornpunzel - 06.02.12 - 18:23 Uhr

Ich habe den Film gesehen, kannte auch schon länger die Geschichte, die dahinter steht. Die Tsunami-Katastrophe 2004 gehört zu den Dingen, die mich bis heute nicht loslassen. Da können noch so viele Jahre vergehen, es gibt Bilder und Momente, die sich in die Erinnerung brennen.

Dem Film stehe ich etwas zwiespältig gegenüber. Die Erklärung des Ehepaares Cramer-Schäffer klingt einleuchtend, sie wollen anderen Mut machen. Aber dann frage ich mich: Wenn mir der Film schon so nahe geht, wie ergeht es der betroffenen Familie? Und da die Rechte an der Geschichte zur Verfügung gestellt wurden, gehe ich davon aus, dass auch das Drehbuch abgesegnet und der Film vorab angesehen wurde.

Grundsätzlich finde ich es gut, dass auch durch solche Filme an diese Katastrophe erinnert wird. Was ich nicht so gut fand, ist die Zentralisierung auf nur ein, beziehungsweise zwei Schicksale. Von über 200.000. Aber ich lehne mich wohl nicht zu weit aus dem Fenster, wenn ich davon ausgehe, dass es nicht der letzte Film zu diesem Thema gewesen ist.

Beitrag von asimbonanga - 06.02.12 - 18:43 Uhr

Die Erklärung war auch , das sie sich nach der Geburt der gemeinsamen Tochter für den Film entschieden haben.Warum auch nicht? Sie versuchen normale Eltern zu sein, die Besonderheiten wird sich die Tochter auch durch den Film,vielleicht später besser erklären können.

Beitrag von cinderella2008 - 07.02.12 - 11:53 Uhr

"Was ich nicht so gut fand, ist die Zentralisierung auf nur ein, beziehungsweise zwei Schicksale"

Was meinst Du denn, wie viele Schicksale ein 1,5 h Film behandeln sollte?

Beitrag von deserteur - 08.02.12 - 12:28 Uhr

"Grundsätzlich finde ich es gut, dass auch durch solche Filme an diese Katastrophe erinnert wird."

Rein interessehalber: Warum findest du das gut? Ich finde es egal. Die Welt wird keine bessere und keine schlechtere, wenn die Menschen hier daran erinnert werden, dass es vor ein paar Jahren mal irgendwo eine Naturkatastrophe gegeben hat.

Eine Naturkatastrophe übrigens, die nur deshalb so viel Anteilnahme gefunden hat, weil Urlaubsregionen betroffen waren und dadurch auch Urlauber. Jeder kannte auf einmal irgendwen, der auch schon mal "da unten" war.

Abseits der Touristenströme hätten auch 400.000 Asiaten absaufen können, ohne dass man sich hier darum allzu viel gekümmert hätte.

Beitrag von nane29 - 06.02.12 - 20:57 Uhr

Hallo,

ich habe den Film nicht gesehen.

Ich weiß nicht, ich empfinde es irgendwie als geschmacklos, diese Geschichte zu verfilmen.

Das ist ein bisschen unlogisch, denn es gibt ja sehr viele Verfilmungen von realen Schicksalen und Tragödien und ich finde das nicht grundsätzlich schlecht.

Aber in diesem Fall bereitet es mir Bauchschmerzen. Vielleicht, weil mir als Mutter von 2 Kindern diese Tragödie so wahnsinnig nah geht und mir das Herz zerreisst.

Die Vorstellung, dass es Castings gab, dass es Regieanweisungen gab, dass alles dann "nachgespielt" wurde, PR gemacht wurde, dass Veronika Ferres sich wieder aalen kann in ihrer Betroffenheits-Rolle, all das - irgendwie stößt es mich ab.

Und das, obwohl ich selbst beim Fernsehen arbeite und viele Reportagen über Schicksale gemacht habe.

Es ist ein ganz persönliches Empfinden. Es gibt Geschichten, die sind so tragisch und die Hintergründe und Gefühle so fragil - dass man einfach aus Respekt die Finger davon lassen sollte. Auch, um das neue Glück, das sich irgendwie seinen Weg gebahnt hat, nicht zu gefährden.

Die Motive der Betroffenen scheinen ja ehrenvoll zu sein - aber "um anderen Mut zu machen" hätte auch die Doku gereicht, als Grund für den Film finde ich das sehr dünn.

Es steckt ja doch eine ganze Vermarktungsindustrie dahinter.

Wie gesagt, ich sehe das nicht immer so, es ist einfach in DIESEM Fall mein Empfinden.

LG