Hallo!
Ich lese hier immer so viel von Trotzphasen! Da kann man ja ganz schön Angst bekommen! 
Da es mein erstes Kind ist und ich daher keine Ahnung habe, muss ich doch mal fragen, wann diese Trotzphasen so in der Regel auftreten?
Meine Tochter ist jetzt knapp 15 Monate alt und fängt schon an, ihren Kopf durchzusetzen. Wenn sie dolle zickt, ignoriere ich sie einfach und lass sie machen. Meist bekommt sie sich dann wieder ein. Aber manchmal liest man hier ja gruslige Geschichten! 
LG
Christina mit Annalena
Wann kommt denn die Trotzphase?
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Beitrag von hasi59 - 06.02.12 - 13:24 Uhr
Beitrag von ellalein - 06.02.12 - 13:30 Uhr
Mit 15 Monaten gings bei uns noch,jetzt mit 19 Monaten topt sie das vorherige allerdings so langsam.
Wann ein Kind genau in die Phase kommt ist denke ich unterschiedlich,wir sind wie ich finde schon mal am Anfang dessen.
Das auf den Boden werfen,kann sie super,wild um sich kreischen ebenso.
Alles ist oftmals scheiße und wenn ich mich nicht mit ihr befasse,dankt sie mir das ebenso mit tobenden Gebrüll.
Ihr Lieblingswort ist "Nein".
Wird und ist also spaßig bei uns.
Beitrag von sillysilly - 06.02.12 - 13:42 Uhr
Hallo
bei meiner Mittleren und dem Kleinen kam vor dem zweiten Geburtstag schon mal so ne kleine Phase
und dann ging es um den zweiten Geburtstag nochmals ab ..... und die Phase hielt sehr lange
meine Große hatte gar keine, da kam dann der Boomerang mit 4 Jahren .....
Manche Kinder haben sie gar nicht
manche Kinder wenig ausgeprägt
viele Kinder haben eine zeitlang schlimme Phasen
und manche Kinder fallen von einer anstrengenden Phase in die nächste anstrengende Phase
Grüße Silly
Beitrag von sunflower.1976 - 06.02.12 - 14:29 Uhr
Hallo!
Phasen, in denen sie ihren eigenen Willen entdecken und durchsetzen möchten, haben alle Kinder mal.
Aber wie stark es ist, hängt zum Beispiel vom Temperament des Kindes ab, aber auch die Eltern haben Einfluss darauf.
Mein großer Sohn war diesbezüglich eher "pflegeleicht" und unkompliziert. Dagegen weiß mein kleiner Sohn sehr genau, was er will und möchte das unter allen Umständen durchsetzen. Das ging auch schon recht früh los.
Ich habe gemerkt, dass meine Söhne ein Verbot leichter akzeptieren, wenn sie eine klare Handlungsanwesung bekommen, das Verbot also nicht mit "nein" formuliert wird. Also z.B. "Stell die Tasse wieder hin!" anstatt "Nein, nein, nein (du darfst nicht mit der Tasse spielen)!".
Denn wenn man sich selber beobachtet (oder andere Mütter zu "Übungszwecken") merkt man, dass ein Kleinkind teilweise ganz schön viele "Neins" am Tag zu hören bekommt. Das ruft Frust beim Kind hervor und kann die Situation noch verstärken.
Und Vieles kann man auch umgehen. Anstatt 20 Mal am Tag hinter dem Kind herzurennen und zu schimpfen, weil es schon wieder an den gleichen Schrank geht, kann man auch einfach den Schrank kindersicher verschließen.
Trotzverhalten ist keine Schuld der Eltern, aber man hat auch ein bißchen Einfluss darauf, wie stressig es wird.
LG Silvia
Beitrag von hasi59 - 06.02.12 - 14:53 Uhr
Interessant! Bei uns fällt auch oft "Nein"! Ich hab auch schon so gedacht, dass es doch deprimierend sein muss, ständig ein "Nein" zu hören. Allerdings versuche ich auch ganz oft Annalena zu erklären, warum sie das nicht machen soll.
Jetzt kann ich sie auch noch gut ablenken. Bin ja mal gespannt, was noch so kommt! 
Vielen Dank für deine Ansichtsweise!
LG
Christina mit Annalena
Beitrag von sunflower.1976 - 07.02.12 - 08:39 Uhr
Hallo!
Ja, Erklärungen sind aus meiner Sicht auch wichtig. Aber wenn man ein Kind "zutextet", v.a. wenn es eh schon sauer ist, bringt es jedenfalls bei meinen Söhnen wenig.
Das "Nein" ist auch noch aus einem anderen Grund schwierig. Das Gehirn - auch das Gehirn Erwachsener - klammert Wörter wie "nein" und "nicht" schnell aus und es bleibt der Rest des Satzes übrig. Aus "Nein, lauf nicht auf die Straße" bleibt nur noch übrig "lauf...straße".
Wenn Du magst, kannst Du es ja mal ein kleines "Experiment" machen. Wenn nicht, lies einfach nicht weiter.
Ich bitte Dich jetzt, zwei Minuten nicht an Deine Tochter zu denken. Denke nicht an Annalena. Du darfst jetzt zwei Minuten lang auf keinen Fall, keine einzige Sekunde an Annalena denken!
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Was ist passiert? Ich nehme an, dass es Dir recht schwer gefallen ist, nicht an Deine Tochter zu denken. Sie wird sich immer wieder in Deine Gedanken "geschlichen" haben.
Hätte ich Dich statt dessen gebeten (mit dem unausgesprochenen Hintergedanken, dass Du nicht an Deine Tochter denken sollst) zwei Minuten lang an Deine Lieblingslieder bzw. Lieblingsband zu denken und welche CD Du Dir vielleicht kaufen magst, wäre es Dir nicht schwer gefallen, nicht an Deine Tochter zu denken.
Genauso geht es Kindern mit dem "Nein". Ohne bösen Willen wird es häufig aus den Gedanken ausgeklammert und zudem ist es natürlich frustrierend.
Mir rutscht natürlich auch immer wieder mal ein "nein" raus. Aber mit ein bißchen Übung kann man es gut umgehen, ohne dass das Kind alles darf.
LG Silvia
Beitrag von lyss - 06.02.12 - 16:30 Uhr
Ach, kommt drauf an... jedes Kind ist anders.
Der Grosse hatte auch schon so mit 15, 16 Monaten seinen Dickschädel gezigt. War aber nicht weiter schlimm, gut auszuhalten 
Wirklich "trotzig" wurde er so mit 2,5 Jahren... Hatte seinen Höhepunkt als er so 3 war (was aber auch sicherlich an der Ankunft vom Brüderchen lag).
Der Kleine kann sich durchsetzen, zickt und motzt auch mal rum - aber entweder bin ich durch Sohn Nummer eins abgehärtet oder die wirklich schlimme Trotzphase hat er nicht durchlaufen. Er wird jetzt 4 - aber so wirklich schlimm war es noch nie... finde ich. Er ist einfach ausgelichener - die Erzieherinnen sagen immer, er sei vom Typ "durch nichts zu erschüttern" 
Aber solche Phasen, wo sie sich vermehrt durchsetzen wollen und Grenzen austesten, werden sie immer wieder haben - egal ob mit 2, 3, 5, 6 oder 8 Jahren 
LG,
Lyss
