Hallo zusammen,
meine beiden Schwager (Zwillinge meines Mannes, 25 Jahre alt), kommen in recht regelmäßigen Abständen zu uns, um sich Geld zu leihen. Summenmäßig nicht die Welt, mal 30€ oder 50 €. Ich/Wir haben da auch kein Problem mit, wir fragen auch nicht groß nach, wofür sie es brauchen. Sie brauchen es halt.
Nun war am Samstag Abend einer meiner Schwager hier, um seine letzten Schulden zu begleichen, es ging um 50€. Nebenbei erwähnte er dann, dass sie ganz stolz schon ca 3600€ gespart hätten
. Er meinte, dass sie momentan im Monat zusammen 400€ auf ein Sparkonto legen.
Als ich dann etwas angefressen fragte, warum sie 400€ sparen, auf der anderen Seite aber bei UNS 50€ leihen, meinte er nur, er komme ja so an das gesparte nicht ran.
Ich habe grundsätzlich kein Problem damit, Geld zu verleihen (wenn es im Rahmen ist und ich weiß, dass ich es von dieser Person auch wieder bekomme). Aber selbst soviel sparen und dann was leihen find ich etwas unverschämt. Hab ich ihm auch so gesagt.
Sie werden bestimmt nicht das letzte mal was leihen wollen, aber ich bin unter diesen Umständen nicht unbedingt gewillt, das zu machen.
Wie seht ihr das?
Gruß Melle
Geld verleihen - habe mal eine Frage dazu!
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Beitrag von schmerle123 - 06.02.12 - 14:06 Uhr
Beitrag von hausbauer-hh - 06.02.12 - 14:11 Uhr
Warum kommen die da nicht ran????
Sehe ich aber wie Du. Die lassen ihr Erspartes arbeiten (Zinsen) und Du verlangst ja keine...
Beitrag von schmerle123 - 06.02.12 - 14:13 Uhr
Keine Ahnung, wieso sie da nicht ran kommen. Wir kommen zu jeder Zeit an unser Sparkonto ran!
Beitrag von alegria72 - 06.02.12 - 14:59 Uhr
das wird wohl ein Sparvertrag sein. Da kann man keine Einzelverfügungen machen.
Beitrag von vwpassat - 06.02.12 - 14:13 Uhr
Ich würde denen keinen Cent mehr leihen.
Beitrag von schmerle123 - 06.02.12 - 14:16 Uhr
Sehe ich eigentlich auch so. Uns tun die 50€ absolut nicht weh, aber ich spar ja auch nicht die dicke Kohle und leih mir dann Geld. Ich würd garnicht auf so eine blöde Idee kommen!!
Beitrag von kati543 - 06.02.12 - 14:34 Uhr
Naja, ich schätze mal das wird irgendein Vertrag sein, an den er wirklich nicht rankommt. Also auf der Bank liegt das mit Sicherheit nicht so einfach. Vielleicht irgendein Bausparer oder sowas. Und generell würde ich einem 25-jährigen kein Geld (permanent kleine Summen!) mehr leihen. In dem Alter sollte man allein zurechtkommen.
Beitrag von rosaundblau - 06.02.12 - 14:52 Uhr
Hallo!
Wenn ich jemanden Geld leihe (da kommen nicht viele in Frage!) sind mir Zweck und Umstände egal, daher ist mir auch egal ob und wie derjenige evtl. anders an das Geld kommen könnte.
Unser Spargeld steht auch nicht von jetzt auf gleich zur Verfügung, daher kann ich verstehe, wenn sich jemand "auf die Schnelle" 50 EUR bei seinem Bruder leiht. Auch wenn ich das so nicht machen würde, ggf. sogar lieber kurzfristig das Konto überziehen.
Leiht sich der Bruder mtl. 50 EUR sollte er überlegen ob er sein Konsumverhalten ändert oder ggf. seine Sparrate um eben diese Summer kürzen. Das ist aber letztlich seine Sache und geht Euch nichts an.
Ich kann nicht verstehen was Du daran unverschämt findest, wenn Euch die 50 EUR nicht weh tun und Euch im Großen und Ganzen egal ist wofür sie es brauchen.
Entweder verleihe ich Geld und mir sind die Umstände egal, wenn es wie vereinbart zurück gezahlt wird, oder ich sollte meine Bereitschaft Geld zu verleihen grundsätzlich überdenken.
vg rosaundblau
Beitrag von schmerle123 - 06.02.12 - 15:00 Uhr
Das sehe ich anders!
Er erzählt ganz stolz, dass sie so und so viel sparen und kommen monatlich zum Geld leihen. Wenn ich weiß, dass ich jeden Monat in Bedrängnis komme, weil ich evtl zuuu viel aufs Sparkonto packe, dann kürze ich diese Summe.
Ob er das Geld nun leiht, um feiern zu gehen oder den Kühlschrank aufzufüllen ist mir wirklich egal. Es geht darum, dass sie das Geld eigentlich haben, nur davon zu viel sparen!
Das ist nicht der richtige Weg!
Beitrag von rosaundblau - 06.02.12 - 15:11 Uhr
Und dennoch ist es seine Sache!
Wenn mir egal ist wofür ich das Geld verleihe, dann spielt es keine Rolle ob es für die Party, die Kühlschrankfüllung ist oder es sich um falsches Sparverhalten geht.
Was anderes ist es, wenn ich Geld nur verleihe um aus einer Notlage herauszuhelfen. Leerer Kühlschrank etc...
vg rosaundblau
Beitrag von nick71 - 06.02.12 - 19:06 Uhr
"Er erzählt ganz stolz, dass sie so und so viel sparen und kommen monatlich zum Geld leihen."
Ich finde auch, es geht um die Regelmäßigkeit (und offensichtlich auch Selbstverständlichkeit), mit der ihr angepumpt werdet. Käme das nur selten in einer Notlage vor, wäre es wieder was anderes.
"Wenn ich weiß, dass ich jeden Monat in Bedrängnis komme, weil ich evtl zuuu viel aufs Sparkonto packe, dann kürze ich diese Summe."
Eben...das sollte die logische Konsequenz sein.
BTW: Seid ihr euch wenigstens einig, nichts mehr an seine Brüder zu verleihen?
Beitrag von schmerle123 - 06.02.12 - 20:02 Uhr
Ja, wir sind uns zumindest insofern einig, als das wir das beide blöd finden.
Wird sich zeigen, wenn sie wieder anfragen, ob wir uns tatsächlich einig sind!
Beitrag von woodgo - 06.02.12 - 19:13 Uhr
Hallo,
Na Ihr seid ja auch so na Art Bank für sie 
Ne, im Ernst. Ich würde das nicht so verbissen sehen. Ihr bekommt das Geld immer wieder? Wenn ja, dann ist es doch schön, daß die Beiden sparen und nicht alles verprassen. Andererseits sollten sie vielleicht auch mal lernen, daß man nur das sparen kann, was man übrig hat, bzw. mit dem, was man übrig hat, haushalten muß...
Hm...da Du ja eh überlegst, dem Ganzen ein Ende zu setzen, mach es halt einfach 
LG
Beitrag von witch71 - 06.02.12 - 21:34 Uhr
Ich würd glatt mal ausprobieren, was passiert, wenn Du oder Dein Mann Dir mal spontan was leihen "müsst", weil ihr irgendwie knapp seid. Am Besten gleich dann wenn grad bei Euch alle Schulden bezahlt sind, einen Tag später anrufen und spontane Geldnot anmelden (Kreditkarte verlegt, dringend Tanken müssen, blabla).
Meistens merkt man dann nämlich wirklich, bei wem die Freundschaft bei Geld aufhört.
Beitrag von schmerle123 - 06.02.12 - 21:46 Uhr
Ja, gute Idee. Aber wir würden sofort auffliegen. Kann mich nicht erinnern, wann wir das letzte mal Geld geliehen haben (bis auf mal nen 10er beim Einkauf, weil ich das Portemonaie zu Hause hab liegen lassen). Das passt nicht zu uns - und das wissen die! Aber die Gesichter meiner Schwager würde ich auch gerne sehen
Beitrag von witch71 - 06.02.12 - 22:18 Uhr
Also mir würds da ums Prinzip gehen. Natürlich ist es ein wenig (sehr) dreist, monatlich 400€ zu sparen und sich dann "Flüssiggeld" vom Brüderchen zu leihen. Vor allem, wenn das nicht nur einmalig sondern regelmässig ist.
Wenn Du aber 100% sicher sein könntest, dass Du auch im Notfall den berühmten Tankzwanziger leihen könntest ohne dass das problematisch wäre, dann kann man immer noch sagen, es bleibt ja in der Familie. Dann wirds nämlich so sein, dass das einfach als ganz normal angesehen wird, sich interfamiliär mal auszuhelfen.
