Guten Morgen,
ich habe gestern erfahren, dass es nicht mehr leben wollte. Vor fast 2 Wochen haben wir noch gejubelt. Das Herzchen hat feste geschlagen und alles war gut.
Aber gestern hatte ich wieder so einen Tag, an dem es mir überhaupt nicht gut ging. Ich habe wie von Sinnen beim FA angerufen und ihm gesagt, dass etwas nicht stimmt. Und so war es leider auch. Ich hatte weder Blutungen, alle Anzeichen waren wie immer.... Und dann habe ich es gestern bei 8+4 erfahren, dass es seit ein paar Tagen nicht mehr bei uns ist.
Ich mache mir nur so viele Gedanken, ob es der Stress war, ob es deswegen entschieden hat zu gehen oder ob es einfach nur nicht leben konnte.
Die Vorgeschichte:
Mein Chef hat mir eine völlig haltlose fristlose Kündigung geschickt. 3 Tage später habe ich erfahren, dass ich schwanger bin. Und dann der übliche Weg: Kündigungsschutzklage (die hätte ich schwanger durchbekommen oder auch wie jetzt eben nicht mehr schwanger), psychologische Behandlung, etliche Gespräche mit dem Anwalt aber vor allem haben wir kein Gehalt seit Dezember gesehen. Das hat den Stress natürlich wenig gemindert. Eine Mahnung nach der anderen flattert hier ins Haus.
Aber ich muss sagen, dass ich relativ gefasst bin. Ich habe nur Angst vor dem, was noch auf mich zukommt. Ich kann es nicht länger in mir tragen, aber habe auch tierische Angst vor der Ausschabung.
Viele wussten bereits von meiner Schwangerschaft und gestern mussten ich ihnen sagen, dass es vorbei ist. Aber ich bereue es kein Stück, dass sie es wussten, denn es gab viele aufmunternde Worte und kaum einer hatte Scheu mit diesem sensiblen Thema umzugehen. Es gab viele liebe Worte, die mir und meinem Mann wirklich gut getan haben. Eine Freundin stand plötzlich vor der Tür und brachte mir eine Rose, da sie keine Worte finden konnte um mir zu schreiben oder mich anzurufen.
Für euch alle, die das gleiche Schicksal erleiden musstet zünde ich eine
an!
Fühlt euch gedrückt!
Suse mit Paula (14 Monate) an der Hand und einem
ganz ganz feste in unserem Herzen!
Ich habe es geahnt.......
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Beitrag von suse3009 - 07.02.12 - 08:16 Uhr
Beitrag von anja1078 - 07.02.12 - 08:25 Uhr
sei ganz lieb gedrückt!
kenn die situation! egal welche worte, viele ereichen einen gar nicht in einer solchen situation!
ich wünsche dir viel kraft, starke nerven& ganz viele von solchen lieben freunden in deinen umfeld... auch wenn es abgeklärt klingt, die zeit nimmt etwas den schmerz.
wünsch dir alles gute!
liebe grüße anja mit paula (fast 4jahre) &
hannes an bzw.auf beiden händen/armen &
mai 2007&
juni 2010
Beitrag von kerstini - 07.02.12 - 08:37 Uhr
Guten Morgen Suse,
tut mir leid das ihr jetzt ein
chen habt und das alles mitmachen müsst.
Ich glaube aber das Stress in solchen Sachen nur einen sehr sehr kleinen Teil darstellt warum so etwas passiert. Gerade in den ersten Wochen zählt einfach das alles oder nichts Prinzip. Wenn man überlegt wieviele Kinder unter schlimmsten Zuständen gezeugt und geboren werden glaube ich einfach nicht daran das es an unserem "Europäischen" Stress liegt.
Dein
chen war mit großer Warscheinlichkeit krank und einfach nicht bereit zu Leben.
Alles Gute für die Zukunft mit Eurer kleinen Familie!
LG
Kerstin mit Ida
an der Hand und MADITA, LEO &
im
Beitrag von sehnsuchtsengel20 - 07.02.12 - 08:42 Uhr
Also das stimmt nun mal ned das du der Meinung bist das ihr Sternchen krank war.
Sowas ist nicht bewiesen und mit solcher äusserung würde ich mal etwas vorsichtiger sein.
Beitrag von kerstini - 07.02.12 - 10:33 Uhr
ICH gehe davon aus das bei einer FG etwas nicht in Ordnung war und das Baby z.B. krank war. Das ist MEINE Meinung und die werde ich auch ohne deine Erlaubnis äußern.
Beitrag von sehnsuchtsengel20 - 07.02.12 - 08:39 Uhr
Guten Morgen
erstmal tut es mir auch leid das du einen Sternenkind hast.
Ich habe meins auch vor 17 tagen ziehen lassen müssen.So richtig begreifen will und kann ich es immer noch nicht.Und seit dem ich mir hier drin angemeldet habe,lese ich jeden Tag das es wieder eine Mutter gibt dir ihr kleines hat gehen lassen müssen.Und da trifft es mich immer wieder wie grausam die welt doch zu uns Mütter ist!
Das mit dem stress kann ich wohl auch gut verstehen,ich hatte faste jeden Monat den nervenkampf wegen Lohnzahlung,allerdings von meinem Mann.Nur das der noch angestellt ist aber der Chef nie pünktlich gezahlt hat und im Januar wurde die zahlung noch später überwiesen und ich weiss nicht ob es daran lag das ich am nächsten tag meine Fruchtblasse geplatzt ist wegen dem stress.Aber ich glaube so langsam man soll echt versuchen so wenig wie möglich an stress abbekommen.
Und wegen deiner angst vor der Ausschabung,glaub mir es ist nicht schlimm.Nur wegen der Nadel brauchst dir etwas sorgen machen,falls du wie alle Frauen sicher schlechte Venen hast wo die Ärzte immer jammern das sie nix finden wo man die Nadel reinstechen soll.
Mach dir keine Sorgen wegen der Ausschabung.
LG.
Beitrag von suse3009 - 07.02.12 - 08:50 Uhr
Danke schön für deine Worte!
Und dass du mir etwas die Angst nimmst! Und ich kann dir sagen, dass ich auch keine Angst vor der Pieks habe, denn ich habe eine Traumvene. Meistens ein Stich und es sitzt!
Wenigstens etwas.....
Auch dir wünsche ich viel Kraft und starke Nerven!
LG
Suse
Beitrag von suse3009 - 07.02.12 - 08:51 Uhr
Auch wenn es schrecklich ist, es tut gut, dass man mit seinen Sorgen nicht alleine ist....
Vielen Dank für Eure Worte und Euch auch alles erdenklich Gute!
LG
Suse
Beitrag von dup30 - 07.02.12 - 10:52 Uhr
Oje das tut mir sehr sehr leid für dich. Aber bitte mach dir keine Vorwürfe und ich glaube auch nicht dass es der Stress war.
Bei mir hat auch in der 11. Woche das Herz aufgehört zu schlagen. Ich tröste mich einfach damit, dass der Embryo höchstwahrscheinlich gestörte Erbanlagen hatte und sowieso nicht lebensfähig gewesen wäre. So hat es mir mein FA zumindest erklärt.
Leider kommt das gar nicht so selten vor. Es ist schlimm aber da müssen wir nun eben durch.
Bei mir wußten es auch schon sehr viele und ich bin auch froh, alleine schon deshalb weil man Zeit braucht, und weil die anderen wissen sollten warum man sich zurückzieht oder es einem nicht gut geht.
Ich wünsche Dir von Herzen dass du dir Zeit zum trauern nimmst und dass sich das mit deinem Job noch gut lösen lasst!
Alles Liebe und Gut!
Beitrag von jenny-brhv - 07.02.12 - 19:59 Uhr
Hey....
ich drück dich erstmal ganz doll und mir ging es am 22.12 genau so...
Hallo Ihr Lieben!
Ich wollte erst Mal ein dickes #Danke aussprechen, da vorgestern mir viele gut zugesprochen haen das die AS garnicht so schlimm ist! Danke dafür.
Ich glaube das wenn man weiß, das man ein totes Baby in sich hat ist das schlimmste was es geben kann. Denn ich muss sagen, die 2 Wochen wo ich das jetzt wusste, und auf Blutungen gewartet habe war die Hölle.
Es lief gestern wie folgt hat. Ich musste um 15:30 da sein, habe dann vor Ort 2 Tabletten bekommen und die Schwester meinte zu mir, wenn ich irgendwas merken würde solle ich doch bescheid sagen. So hieß es dann erstmal warten. *etwas nervig aber was will man machen* Nach ca einer Std bekam ich leichte schmerzen, so wie Regelschmerzen ...alles gut auszuhalten. Eine weitere hale Std später wurde das ziehen etwas doller und es wurde mir leicht schwindelig (...kann aber auch die Aufregung gewesen sein und das ich ja 6 Std vorher nix essen/trinken durfte)...jedenfalls habe ich dann bescheid gesagt und ich durfte sofort in den Vorbereitungsraum.
Meine Mama war die ganze Zeit an meiner Seite bis ich in den raum kam, denn dort durfte sie nicht mehr mit, aus hygienischen Gründen. Ich wurde umgezogen und habe eine Braunüle gelegt bekommen und dann eine Infusion damit mein Kreislauf sich stabilisiert.
Der Doc kam dann auch nochmal und schaute nach mir und sagte die Tabletten sollen ja den Muttermund öffnen, damit man nichts verletzt da die nächste Schwangerschaft ja ohne Probleme ablaufen soll. ....*Da hat er recht* Also erklärte er mir, das dass ziehen kleine Wehen sein! Okay habe ich gedacht dann is das ja nichts schlimmes.
Musste dann noch ca 20 min. warten bis es dann endlich los ging. Meine Nerven lagen zu dem Zeitpunkt igrendwo im Nevada....also echt aber weinen konnte ich komischerweise nicht.
Habe mich dan in den OP auf den Tisch gelegt und ich wurde gelagert. Erst als die Narkoseärztin da war und meinte sollen wir anfangen und ich soll an was schönes denken *die ist gut an was will man denn jetzt bitte denken, also hab ich an meinen Urlaub nächstes Jahre gedacht.
Also ich aufgewacht bin waren es grade mal 15 min später und mir ging es gut....okay ich muss ehrlich zu geben ein paar Tränchen sind dann doch noch geflossen *aber ich denke das ist normal* Um 19:10 durfte ich dann schon nach Hause, habe 2 Tabletten (Diclo) mitbekommen und mir ging es erstaunlicherweise echt gut.
Habe dann zu Hause sogar eine Pizza gegessen und alles ist soweit okay. Gut die Trauer ist irgendwo da, aber ich sag mir irgendwann wird es schon klappen und da mich mein Freund ja eh verlassen hat, kann ich nächstes Jahr komplett neu starten.
Also es ist zwar traurig ein Baby zu verlieren, aber vor der AS werde ich in Zukunft keine Angst mehr haben und hoffe auch das ich NIE wieder eine benötige.
LG und schöne Feiertage Jenny mit Benni im #herz
