Hallo,
ich hab paar Fragen zu Mifegyne. Wie habt ihr das Medikament cytotec vertragen ? Wie stark waren die Blutungen bzw. wie lange dauerten sie an ? Wann hattet ihr wieder Sex ? ( ich meine es fand ja kein operativer Eingriff statt, beträgt die Wartezeit trotzdem 2 Wochen ? )
Und bitte keine "Contra Abtreibung" Diskussion, ich habe mir das sehr lange und sehr gut überlegt , 3 Wochen hatte ich deswegen schlaflose Nächte, schließlich kam ich zu dem Entschluß, dass ein Kind momentan einfach nicht geht, zudem die SSL viel zu klein ist für die Wochenanzahl, keine Herzaktivität in der 8. Woche da war und somit eine Fehlgeburt sehr wahrscheinlich ist.
Abtreibung mit Mifegyne - Erfahrungen
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Beitrag von milena25 - 07.02.12 - 08:18 Uhr
Beitrag von so ist es besser - 07.02.12 - 09:29 Uhr
Hallo.
Also ich habe auch einen SS Abbruch mit der Mifegyne hinter mir. . .
Ich hatte Montags den 1. Termin, wo man die Mif Tabletten bekommt, die muss man in der Praxis direkt schlucken, vor den Augen der Arzthelferin. Die haben bei mir noch nichts ausgelöst. Der Termin hätte nicht lange gedauert, wenn ich ihn nicht noch hinausgezögert hätte (mit Fragen, teilweise zweifelnd, usw.). Eigentlich war nur die Aufklärung vom FA von nöten und dann nochmal ein US, um irgendwelche Sachen auszuschließen.
Naja, Donnerstags musste ich dann wieder hin, dann gab es die anderen Tabletten. Normal sollte man die beim FA direkt einnehmen und dann stundenlang da bleiben, bis die Blutung eintritt bzw. bis sie wieder normal geworden ist. Er macht es aber so, dass er die Tabletten nach Hause mitgibt (wir hatten über 1 Std. Anfahrt, die hätte ich blutend nie im Leben geschafft). Die habe ich dann gegen halb 12 Uhr zu Hause genommen, hatte Kreislaufprobleme, hab mich dann auf die Couch gelegt, bin eingeschlafen und gegen 14 Uhr aufgewacht. Ich merkte einen wahnsinnigen Druck und das irgendwas nicht stimmte und bin nur noch versucht so schnell es geht zur Toilette zu kommen und auf dem Weg dorthin ging es dann schon los. Ich hatte wahnsinnige Blutungen, mit riesigen Gewebestücken (sorry) und konnte erst 4 Stunden später die Toilette verlassen. Gegen 18 Uhr war die Blutung dann ca. so stark wie eine normale Regelblutung.
Leider ist die med. Abtreibung oft nicht vollständig, wie bei mir. Normal hätte die Blutung nach 2 Wochen aufhören müssen, bei mir hielt sie ca. 5 Wochen an, da ich noch Plazentareste hatte. Der FA legte mir nahe, noch eine Ausschabung zu machen, ich könnte allerdings auch bis zur nächsten Mens warten und hoffen, dass die Reste rausgingen. (wenn ich in der zwischenzeit Beschwerden bekommen hätte, hätte ich sofort ins KH gemusst). Naja, ich hab mich zum Abwarten entschieden, aber die Zeit war echt schlimm.
Kurz vor der anstehenden Mens hatte ich nochmal einen Termin beim FA, wiel ich doch leichte Beschwerden hätte (die aber scheinbar von der Mens kamen) und der hat mir dann nochmal ein Wehenmittel gespritzt, in der Hoffnung, das alles rauskommt. Am nächsten Tag setzte wieder eine sehr sehr starke Blutung ein, diese hielt nochmal 2,5 Wochen an. Bei der nächsten Kontrolle war GsD alles ok, so dass ich keine weitere Ausschabung mehr brauch.
Sorry, wenn es so lange geworden ist, aber ich möchte nur, dass du dir über die Risiken richtig bewusst bist. Klar, mir hat der FA auch gesagt, dass es schief gehen könnte, aber richtig realisiert hatte ich es nicht.
Trotz allem würde ich (vermutlich) wieder dieselbe Entscheidung fällen und einen med. Abbruch einer AS "vorziehen"
Egal wie du dich letztendlich entscheidest, ich wünsche dir viel Kraft, denn auch wenn du hinter der Entscheidung stehst, wirst du sie brauchen. 
LG
soistesbesser
Beitrag von böser Traum - 07.02.12 - 09:40 Uhr
<<<Trotz allem würde ich (vermutlich) wieder dieselbe Entscheidung fällen und einen med. Abbruch einer AS "vorziehen">>>
Könntest Du mir bitte erklären, warum Du dies vermutlich vorziehen würdest?
Nach allem was ich da eben von Dir gelesen habe, würde ich niemals auf die Idee kommen.
Mir ist klar, dass es bei Dir wohl eine Ausnahme war.
Also ich verstehe die Beweggründe für einen med. Abbruch nicht.
LG böser Traum
Beitrag von so ist es besser - 07.02.12 - 13:14 Uhr
Hallo böser Traum.
Meine Entscheidung hat damals hauptsächlich darauf beruht, dass ich wirklich wahnsinnige Angst vor Narkosen habe. Und da es bei der med. Abtreibung eben die Chance gibt das ohne Narkose machen zu lassen, habe ich mich eben dafür entschieden. Und auch wenn die Chance noch so klein ist, würde ich es aus dem Grund (vermutlich) wieder machen. Außerdem würde ich darauf hoffen, dass der Abbruch bei einem weiteren Mal ohne Komplitkationen verläuft. Wobei wir jetzt natürlich noch mehr Maßnahmen haben, um eine SS zu verhindern.
Im Nachhinein (das konnte ich vor dem Abbruch ja nicht beurteilen) fand ich es auch "besser" med. abzutreiben, da ich so alles richtig mitbekommen hab und einfach viel besser mit der ganzen Situation klar kommen konnte. (eigentlich der Grund, warum vielen Frauen davon abgeraten wird, weil man eben so "nahe dabei ist", bei mir war es dadurch aber "leichter").
LG
so ist es besser
Beitrag von na ja lieber so! - 07.02.12 - 09:30 Uhr
Myfgene habe ich gut vertragen cyotec ist doch das Medikament was man bekommt damit es kontaktionen auslösst das klappt auch gut. Man kriegt leichte Bauchschmerzen bzw. Periodenschmerzen ist aber nicht schlimm. Sex könntest du eigentlich sofort wieder haben aber du hast ja Blutungen ich hatte eine Woche Blutung gehabt habe wohl sofort an dem Tag die DMS bekommen.
Beitrag von milena25 - 07.02.12 - 11:03 Uhr
Die Mifegyne Tabletten habe ich gestern abend genommen ( habe sie mit nach Hause bekommen ), eigentlich wartete ich auf irgendwelche Nebenwirkungen, aber nichts passierte. Morgen muss ich dann die anderen nehmen.
Beitrag von pummelfee1984 - 07.02.12 - 10:14 Uhr
Hallo meine liebe...
Ich weiß zwar nicht wie es ist mit den Tabletten,aber ich möchte dir von meiner operativen as erzählen...
Ich hatte in der 9.ssw eine missed abortion,sprich kein embryo,herzchen etc...eine leere fruchthöhle...
Bin dann am morgen von der as ins kh,bekam ein zäpfchen zum weichmachen des mumu...
Dann wurde ich 2std später in den op gefahren..man was hab ich geheult...und dann bin ich irgendwann wach geworden und alles war vorbei...
Durfte dann gegen Mittag nach Hause,alles lief ohne Probleme...
Ich würde diese Art immer der tablette vorziehen..weißt du warum??
Ich könnte es nicht ertragen mit zu erleben wie mein Körper etwas abstößtwas eigentlich mein baby hätte werden sollen...
Das würde mich fertig machen..dennoch wünsche ich dir alles gute und ich hoffe du nimmst es mir nicht übel,das ich dir nur meine Erfahrung geschildert habe statt auf deine frage zu antworten...
Alles gute von der pummelfee
Beitrag von milena25 - 07.02.12 - 11:02 Uhr
Hallo, danke für deine Antwort. Ich habe mir die Entscheidung, abzutreiben auch nicht leicht gemacht, 3 Wochen hatte ich schlaflose Nächte in denen ich überlegt habe, soll ich das Kind bekommen oder nicht. Bei mir haben zwei FAs gesagt ( zuletzt gestern ), dass der Embryo viel zu klein ist, ich bin jetzt fast in der 9. Woche, die Entwicklung des Embryos ist ca. 2-3 Wochen hintendran und dann war auch kein Herzschlag feststellbar. Das hat mir die Entscheidung leichter gemacht, abzutreiben, wäre alles normal entwickelt gewesen und vor allem ein Herzschlag dagewesen, hätte ich wahrscheinlich anders entschieden, aber so war eine Fehlgeburt eher wahrscheinlicher als eine normale Entwicklung, daher kann ich mit meiner Entscheidung ganz gut leben.
Beitrag von pummelfee1984 - 07.02.12 - 11:14 Uhr
Das war nichts gegen deine Entscheidung diesen Schritt zu gehen...
Es sollte lediglich ein Beitrag sein,dich ggf in der Entscheidung umzustimmen es medikamentös zu machen..habe aber grade schon gesehen,das du die erste schon genommen hast...
Ich wünsche dir alles alles gute...
Beitrag von kyra97 - 07.02.12 - 15:43 Uhr
hallo milena,
ich hatte dir schon mal einen private nachricht geschickt - und heute auch.
du bist ja noch nicht lang angemeldet hier - hast du das schon entdeckt, wie das läuft?
schau´doch mal nach, ja?
liebe grüße von kyra
Beitrag von Nur interessehalber - 07.02.12 - 11:53 Uhr
Hallo,
leider kann ich dir zu deiner Frage nichts sagen. Mich würde aber mal interessieren, ob die Krankenkasse die Kosten für den Schwangerschaftsabbruch bezahlt oder ob man selber dafür aufkommen muss?
Schonmal Danke und LG
Beitrag von schokomaus001 - 07.02.12 - 13:23 Uhr
Hallo also ich war in der ähnlichen Situration aber habe mich letzendlich für mein Böhnchen entschieden zu deiner frage zwecks Kostenübernahme man muss wenn man vor hat einen abbruch zu machen einige Gespräche führen, das war bei mir zuerst meine Frauenärztin sie machte mir einen Termin im Kh wegen solch Konfliktgespräch, auch sollte ich zum Gesundheitsamt, und ebend meine krankenkasse anrufen und fragen ob sie ebend im falle eines Abbruchs die kosten übernehmen.
Hab ich auch getan, und es hieß sie würden es schon machen, doch solange noch keine genauere Entscheidung fest steht machen die nichts. Gestern war ich dann zu diesen Gespräch im KH und die wollten mich gleich Stationär aufnehmen...
bis ich dann ebend meine Entscheidung mitteielte das ich das Baby behalte und siehe da man bekam Glückwünsche und alles war gut.
Beitrag von lisatha - 07.02.12 - 14:02 Uhr
Hallo,
also so wie schokomaus das beschrieben hat, ist es nunmal (in Deutschland) nicht.
Ich kopiere das jetzt mal aus wikipedia raus. Da ist es eindeutig erklärt:
http://de.wikipedia.org/wiki/Schwangerschaftsabbruch
Kosten und Kostenübernahme
Die Kosten für den Schwangerschaftsabbruch selbst betragen in den ersten drei Monaten etwa 360 Euro (medikamentöser Abbruch) bis 460 Euro (Vakuumaspiration).
Die Kosten für Vor- und Nachuntersuchung sowie Behandlung etwaiger Komplikationen werden von allen Kostenträgern (gesetzliche Krankenkassen, Beamtenbeihilfe, „Sozialämter“, private Krankenversicherung) übernommen. Ebenso werden die Kosten für Abbrüche von Schwangerschaften mit medizinischer Indikation übernommen. Schwangerschaftsabbrüche mit kriminologischer Indikation werden von den gesetzlichen Kostenträgern ebenfalls übernommen, von privaten Krankenversicherungen teilweise auch.
Schwangerschaftsabbrüche nach der Beratungsregelung müssen selbst bezahlt werden. Frauen mit geringem eigenen Einkommen (2011 nicht mehr als 1001 Euro bzw. 990 Euro in den neuen Bundesländern) erhalten (unabhängig von ihrer Versicherung) die Behandlung kostenfrei, wenn sie dies vor dem Eingriff beantragen. Die Kosten für diese Abbrüche werden über die gesetzlichen Krankenkassen abgerechnet und dann der Krankenkasse vom jeweiligen Bundesland erstattet.
LG lisatha
Beitrag von Bitte nicht mit Mifegyne - 07.02.12 - 19:50 Uhr
Du hast sicher deine Gründe einen Abbruch vornehmen zu lassen und das ist dein gutes Recht!
Jedoch möchte ich dir ganz dringend von der Tablette abraten, denn diese Art des Abbruches dauert Tage und somit erlebt das Embryo über Tage Qualen bis es stirbt.
Ich habe mich vor paar Jahren genau deshalb für einen operativen Abbruch entschieden und das sehr gut verkraftet.
Auch wenn eine FG sehr wahrscheinlich ist möchte ich dir raten, denn du hast sich 100% für den Abbruch entschieden, operativ abzutreiben. Du bist ca. 20min. im Schlaf und die Operation verläuft meistens unkompliziert und ohne spätere schädliche Folgen.
Das Kind würde einen schnellen Abgang haben und du selbst hättest nicht die Gefahr später doch noch zur OP anzutreten.
Letztendlich ist es deine Entscheidung und ich wünsche dir alles Gute und einen unkomplizierten Verlauf des Abbruches und viel Kraft danach!
Beitrag von milena25 - 07.02.12 - 20:13 Uhr
der Embryo lebt nicht !! es gibt keine Herzaktivität und das obwohl ich in der 8. fast 9. Woche bin !
Und selbst wenn ich es ändern wollte, ich habe gestern schon die ersten 3 Tabletten genommen.
Beitrag von Bitte nicht mit Mifegyne - 07.02.12 - 20:16 Uhr
Tut mir Leid, ich habe nur deinen ersten Beitrag gelesen und habe es so verstanden das in der 8ssw der Arzt noch keine feststellen konnte.
Beitrag von juk-sabi - 09.02.12 - 17:47 Uhr
dann les ma das
Wann schlägt ein Herz zum ersten Mal ?
Bereits vier wochen nach der Vereinigung von Ei-und Sammenzelle ist der sich entwickelnde Keimling 40-mal größer als das befruchtete Ei.
Und schon in diesen nur sechs millimeter großen, zarten Gebilde schlägt das Herz. Exakt am 22.Tag beginnen die Zellen, die zum Herzmuskel heranwachsen, zum ersten mal rhythmisch zu pulsieren.Allerdings gleicht dieses frühe Herz noch nicht dem eines erwachsenen.
Es besteht lediglich aus einem u-förmigen Rohr von zwei millimetern länge und ist fast halb so groß wie der ganze embyro.
Beitrag von sibirienfrost - 07.02.12 - 20:35 Uhr
Der Embryo stirbt nicht unter Qualen so ein Blödsinn.
Wenn du informiert wärst wüßtest du daß noch gar keine Nerven vorhanden sind, ein Abbruch ist immer grausam auch operativ stirbt der Embryo gewaltsam und wird nicht auf rosa wolken heraus getragen.
Beitrag von Bitte nicht mit Mifegyne - 07.02.12 - 21:05 Uhr
Hier eine kurze Erklärung:
Das natürliche Hormon Progesteron spielt in der frühen Phase der Schwangerschaft eine wichtige Rolle. Es regt das Wachstum der Gebärmutterschleimhaut an und bereitet so die Einnistung der befruchteten Eizelle vor. Findet keine Befruchtung statt, wird vom Körper die Ausschüttung von Progesteron gebremst und die normale Monatsblutung setzt ein. In diesen Hormonhaushalt greift der künstliche Wirkstoff Mifepriston ein: Er ist in seiner Struktur dem körpereigenen Progesteron ähnlich und besetzt dessen Andockstellen in den Gebärmutterzellen, den so genannten Rezeptoren. Das blockiert die Wirkung des Progesterons: Als Folge wird die Gebärmutterschleimhaut oder Plazenta zurückgebildet. Dadurch wird dem Embryo die mütterliche Versorgung mit Sauerstoff und Nährstoffen entzogen. Er stirbt langsam ab.
Ich muss es wissen. Ich arbeite in der Praxis, in denen wir das Medikament geben bzw. auch Abbrüche vornehmen!
Beitrag von sibirienfrost - 07.02.12 - 23:25 Uhr
Ich kann aber nirgendwo lesen das der Embryo unter Qualen stirbt das er in so einem frühen Stadium schon fühlt, bewusst Schmerzen empfindet, darum geht es doch.
So schrecklich wie das alles ist, auch eine operative Methode , eine Absaugung finde ich genauso schlimm, ob man jetzt zu den Tabletten greift oder einem Arzt die Erlaubnis gibt das eigene Kind aus dem Bauch zu saugen 
Das muss natürlich jede Frau selbst entscheiden, Abtreibung ist traurig egal wie man es macht und nie schonend für den Embryo das ist meine Meinung.
Beitrag von Bitte nicht mit Mifegyne - 08.02.12 - 17:22 Uhr
Dem Kind wird die Versorgung mit Sauerstoff weggenommen. Er bekommt keine Nahrung über die Mutter und kann somit nicht wachsen. Und außerdem ist es egal in welchem Stadion das Embryo sich befindet es hat Angst und Schmerzen. Das weiß ich von Schulungen. Aber jeder sieht es halt anders.
Ich finde natürlich auch das ein Abbruch, egal welche Methode, schlimm ist. Dennoch ist es mein Job und ich verurteile niemanden!
Die Väter haben das Recht sich zu verpissen und die Verantwortung ganz der Mutter zu überlassen. Es ist nur fair das die Frau selbst entscheiden kann ob sie ein Kind möchte oder nicht. Auch wenn es eben ein härterer Weg ist es muss auch möglich sein.
Beitrag von Bitte nicht mit Mifegyne - 07.02.12 - 21:07 Uhr
Außerdem habe ich niemals gesagt das das Embryo durch den operativen Abbruch weniger Schmerzen hat. Ich habe geschrieben das es schnell stirbt!
Mit Mifegyne ist das nicht der Fall.
Ein Abbruch ist grausam aber jede Frau hat das Recht zu entscheiden ob sie ein Baby bekommt oder nicht. Ich assistiere lediglich dem Arzt bei dem Eingriff. Das heißt nicht das ich sowas immer schön rede!
Beitrag von sibirienfrost - 07.02.12 - 23:28 Uhr
Ich bin keine Abtreibungsgegnerin nur mal so am Rande , ich denke auch so jede Frau hat das Recht zu entscheiden.
Wie hälst du das denn gefühlsmäßig aus bei den Abbrüchen, wenn ich mal fragen darf das muss doch emotional total schwer sein
Beitrag von Bitte nicht mit Mifegyne - 08.02.12 - 17:30 Uhr
Ich muss zugeben als ich vor 10 Jahren in der Praxis angefangen habe zu arbeiten war ich nicht bei den OPs dabei.
Ich war vorher in einer anderen Praxis durch die Auflösung aber wurde mir bei der jetzigen Praxis ein Platz freigehalten und ein unbefristeter Vertrag entgegen geschwungen.
Bis ich erstmal gelernt habe das mich die Probleme und Entscheidungen anderer Frauen nichts angehen (ich wollte auch immer sagen das es einen anderen Weg gibt, ist aber nicht gefragt!) sind 3 Jahre vergangen. Danach war der Platz zur Assistentin frei und ich habe eine Schulung zur OP- Assistentin bekommen. Zuerst waren es nur kleinere Eingriffe, danach folgten die größeren OP wie Ausschabung nach einer FG.
Man wird niemals ins kalte Wasser geschmissen sondern hat die Möglichkeit sich langsam daran zu gewöhnen. Ich durfte erst nach 7 Jahren bei Abbrüchen assistieren und ja es ist anfangs grauenvoll gewesen zu kleinen Menschen zu sehen. Es sind natürlich Menschen. Man sieht die winzigen Arme und Beine. Man sieht alles. Das kann man sich gar nicht vorstellen.
Jetzt nach 3 Jahren und jeden Tag ca. 2 Abbrüchen kann ich sagen das ich es geschafft habe die Arbeit und das Gesehene auf der Arbeit zu lassen und nach Hause als normaler Mensch zu gehen. Zuerst hatte ich immer ein schlechtes Gewissen aber es ist nun mal so das wir den Frauen helfen. Solange es gesetzlich stimmt (nicht nach 12+0 ssw abtreiben) und es den Frauen wirklich ernst ist ist es richtig.
Wir machen auch keine Abbrüche, die weiter als 12+0 sind. Egal was es für ein Befund ist bei uns wird das nicht gemacht.
Kurz und knapp :
Es ist schwer, aber man muss lernen damit umzugehen.
Beitrag von genaudasgleiche - 07.02.12 - 20:02 Uhr
Ich habe genau das gleiche hinter mir. Ungeplant schwanger, über Abtreibung nachgedacht, dann MA. Nachdem es eine Woche lang nicht begonnen hat zu bluten habe ich mich für eine AS entschieden. Ich wollte das es schnell vorbei ist! Ich habe es verschlafen und hatte danach keine Beschwerden. Ich weiß das es für alle besser so war. Trotzdem eine
für unsere
!
