Hallo zusammen,
wer kennt es nicht? Man kommt zusammen und er trägt einen auf Händen, man ist die Nr. 1, die schönste und tollste Frau die er jemals kennenlernen durfte.
Und dann gehen die Jahre ins Land und man ist nur noch "Alltag", nix spannendes mehr, er hat einen und ist gut, kein Kitzel kein Reiz mehr, der Zauber ist verflogen.
Genau so schaut es doch in den meisten Beziehungen aus.
Und dann gibt es noch die Beziehungen (sehr selten, aber ich kenne sogar zwei!), die Jahre überstehen und der Mann sabbert der Frau noch wie am 1. Tag hinterher. Er zeigt irgendwie, eine innere Verzweiflung sie haben zu wollen, sie noch nicht richtig zu haben.
Wisst ihr was ich meine?
Mir ist aufgefallen, dass Männer die "schlechter" von ihrer Freundin behandelt werden (also er ist nicht ihre Nr. 1 und nicht der Nabel ihrer WElt, Sie kann gut ohne ihn Leben und das weiss er auch, sie ist selbstständig, unabhängig und braucht ihn nicht um glücklich zu sein, sie macht ihr ding usw.) oftmals wie im Bann von so einer Frau sind.
Andersrum die Männer die "gut" von Ihrer Freundin behandelt werden, sprich sie kocht im gerne sein Lieblingsessen, macht es für die zwei zu Hause schön gemütlich, man legt besonders viel Wert auf Harmonie und versucht nicht wegen Kleinigkeiten zu streiten, nimmt immer Rücksicht auf den anderen, behandelt den anderen als was besonderes, Naja da verliert der Kerl irgendwie langsam sein "Brennen". Er wird träge, gelangweilt und lustlos. Es gibt keinen Reiz, alles ist toll und er hat sie, dass weiss er.
Da komme ich doch wieder zum Schluss - so wie die Frauen auf Bad Boys stehen, so stehen doch die Männer auch auf Böse Mädchen, oder nicht? Es ist spannend und reizvoll, es geht auf und ab wie in einer Achterbahn und er bekommt immer neue Impulse, Herausforderungen. Es wird nicht langweilig und Zeit zum gelangweilt sein, bleibt auch nicht.
Nur ist das wirklich möglich? Also wenn ich einen Mann so wie 1. behandelt habe, dann war er meist für mich nur eine kurzlebige Geschichte an der ich kein reges Interesse hatte, jedoch für ihn war ich eine Beute, die er nicht richtig erlegen konnte, die Männer waren immer hinterher.
Wenn ich einen Mann wie 2. behandelt habe, dann kam das Ende nach und nach, ihm gings zu gut, langweile kam auf und der Reiz verschwand.
- und bis jetzt war es schon immer so! Man kann diese Beziehungsmuster natürlich auch umdrehen Mann - Frau, Frau-Mann - aber die Verhaltensmuster bringen doch das jeweilige Ergebnis einer Beziehung.
Sogar hier bei Urbia ist es offensichtlich - die Frau und Mutter deren Ehemann fremd geht, obwohl zu Hause doch alles so schön ist und er sucht sich seinen "Kitzel" bei einer Geliebten. Der Mann der alles für seine Frau tut und dann hüpft sie mit seinem besten Freund in die Kiste.
Ich frage mich nur, wie kann man eine Beziehung überhaupt Jahrelang ausgestattet mit Kitzel und Reiz führen. Ist dies überhaupt möglich?
Ich für meinen Teil kann es mir schlecht vorstellen, ich behandle immer meinen Partner "gut", wenn es nicht so wäre, würde mir nicht wirklich was an ihm liegen.
Jedoch erfahrungsgemäß ist dieses gut behandeln, früher oder später immer das Beziehungsaus gewesen. Aber "schlecht" zu behandeln um für den Mann "interessant" zu bleiben, ist irgendwie echt anstrengend und da müsste ich mich verstellen.
Was meint ihr?
Wie bleibt man jahrelang für seinen Mann "interessant"?
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Beitrag von lieberso.............1 - 07.02.12 - 12:12 Uhr
Beitrag von lichtchen67 - 07.02.12 - 12:28 Uhr
Es funktioniert eben nicht, wenn sie ihn schlechter behandelt und er ihr mehr hinterherhechelt...... dauerhaft. oder umgekehrt.. all diese künstliche aufgestellen Theorien funktionieren nicht, weil sie eben künstlich aufgestellt sind.
Es funktioniert.. in meinem Umfeld bei immerhin 3 Paaren im Freundeskreis, die mehr als 25 Jahre zusammen sind und Glück ausstrahlen, jedes Paar auf seine eigene Art und Weise. Da gibts aber nunmal keine regeln für, außer dem allgemeinen BlaBla wie Respekt und sowas. Es muss eben passen..... und man muss Glück haben, dass man sich mit seinem Partner zusammen irgendwie parallel entwickelt..
aber "schlecht" behandeln und "interessant" bleiben.... naja. Wenns so einfach wäre....
Lichtchen
Beitrag von asimbonanga - 07.02.12 - 13:02 Uhr
Das sind schwarz-weiß gemalte Extreme.
Wer über Jahrzehnte Kitzel und Reiz des Neuen braucht sollte sich z.B. eher Lebensabschnitts-Partner suchen.
Der Mensch verändert sich doch, Prioritäten verschieben sich.Auf Dauer hormonell/psychisch in Alarmstimmung zubleiben----dafür ist der Mensch nicht gemacht.
Wenn ich schon Überlegungen anstellen muss auf Dauer interessant zu bleiben,läuft es nicht rund bei mir oder dem Partner.
L.G.
Beitrag von sniksnak - 07.02.12 - 13:18 Uhr
Genau!
Beitrag von gh1954 - 07.02.12 - 13:35 Uhr
>>>Das sind schwarz-weiß gemalte Extreme.<<<
Sehe ich auch so.
Schwarz-weiß-Malerei, dazu etwas Küchenpsychologie und Klischeedenken...
Beitrag von Praktische - 07.02.12 - 13:10 Uhr
Ich halte diese ganzen Theorien was Beziehungen oder auch Kennenlernen angeht für absoluten Bullshit. Nach diesen Theorien haben wir ohnehin alles falsch gemacht und dürften nicht mehr zusammen sein. Wir sind direkt am ersten Abend im Bett gelandet, haben uns hinterher gut und problemlos verstanden ohne dass ich mich als Frau rar machen musste, und der Grund weshalb wir so lange jetzt zusammen und verheiratet sind (an die 20 Jahre bald) ist dass wir uns nie verstellt haben, immer authentisch geblieben sind, keiner hat dumme Spielchen getrieben um sich sonst wie verkrampft interessant zu machen sondern war einfach echt und das wurde vom jeweils anderen bisher auch immer geliebt und geschätzt. Diese Einzigartigkeit des jeweils anderen und die Passung dieser Einzigartigkeiten macht eine glückliche Beziehung aus nichts anderes, wer da groß Spielchen spielen muss, also auf bad guy oder bad girl machen oder nur angepasst und lieb sein, der hat schon verloren das ist meine Meinung.
Klopp die Theorien in die Tonne und leb einfach dein Leben und wenn du Glück hast findest du jemand mit dem du unverkrampft zusammen alt werden kannst.
Beitrag von glückliche Ehefrau - 07.02.12 - 13:23 Uhr
Hallo!
Ja ich weis zum Teil was du meinst.
"Ich frage mich nur, wie kann man eine Beziehung überhaupt Jahrelang ausgestattet mit Kitzel und Reiz führen. Ist dies überhaupt möglich?"
Was heißt Kitzel und Reiz? Partys? Immer voller Geldbeutel? Offene Ehe führen? Jeden Tag ne neue Stellung aus pobieren?
Es muss einfach passen, man sollte auf einer Wellenlänge sein. Und die Partnerschaft sollte im "Gleichgewicht" sein
Viele bekommen es nicht hin, dass anständig geredet wird. So passieren Missverständnisse oder ein Seitensprung. Der eine hört nicht richtig zu und der andere zieht sich zurück. Sicher gibt es auch welche, denen es gut geht, zu gut und die setzen alles auf`s Spiel. Und jammern dann weil alles kaputt ist. Anstatt das sie das schätzen, was sie hatten.
Es heißt ja immer so schön "Gegensätze" ziehen sich an. Sehe ich aber anders, weil es dann zu viele Konflikte gibt. Und die Menschheit das nicht vernünftig bereden kann.
Bei manchen geht es gut, bei manchen aber nicht, mit den Gegensätzen.
Ich könnte keine Partner haben, der alles darf, ich aber nicht. Ich könnte keinen brauchen, der jede Woche auf ein Saufparty geht. Mein Mann ist da genau so, eine solche Frau könnte er nicht brauchen.
Wir sind noch jung. Mein Mann ist ein toller Vater und ein super Ehemann. Manchmal denke ich mir, ich habe ihn nicht verdient oder er löst sich irgendwann in Luft auf.
(weil man meinen könnte, so einen tollen Mann gibt es nicht)
Gestern als er geschlafen hat, habe ich ihn nur angesehen und ich hatte das kribbeln im Bauch, als wäre ich erst seit drei Wochen verliebt. Einfach glücklich ihn zu sehen und neben mir zu haben. Und dann denke ich nach und merke: "Ups am 01.03. 2012 sind wir genau 9 Jahre zusammen. 
Gruß glückliche Ehefrau
Beitrag von 71068 - 07.02.12 - 13:35 Uhr
Ich biete 20 Jahre Zusammenleben, 15 verheiratet.
Ich arbeite sogar seit 18 Jahren mit ihm zusammen. Ich bin, von ein paar Kleinigkeiten abgesehen, ziemlich glücklich vereiratet.
Aber wir streiten begeistert und leidenschaftlich, wie am ersten Tag. Wir mögen uns noch immer nicht in allen Punkten, weil der jeweilig andere auch nach 20 Jahren nicht das tut, was der eine will.
Wir suchen kein Idealbild, dafür haben wir gar keine Zeit. Wir überleben einfach zusammen, den Arbeitsstress, die pubertierenden Kinder und das Baby, die täglichen Katastrophen ansich und was eben noch so dazukommt. Und sind für jedes kleine, gemeinsame Ausbrechen aus diesem "Teufelskreis" furchtbar dankbar.
Ich glaube, alles in allem lassen wir uns so, wie wir eben sind und verbiegen uns nicht füreinander. Wir verzeihen uns nur manches.
Vielleicht ist genau das das Geheimnis. Sich nicht verbiegen und trotzdem zusammen sein. Eben mit Ecken und Kanten.
Beitrag von derhimmelmusswarten - 07.02.12 - 13:56 Uhr
Also da habe ich mir noch nie Gedanken drüber gemacht und mache ich mir auch keine Gedanken drüber. Wenn mein Mann mich nicht mehr will, soll er gehen. Seine Sache. Ich bin in der glücklichen Lage, dass mir das Haus allein gehört. Ich muss meinem Mann nicht in den Hintern kriechen und ich muss mir keine Sorgen machen, ob er sich mal ne Geliebte nimmt. Wenn er es tut, soll er die Kurve kratzen und Unterhalt für die Kinder zahlen. Wenn ihm das die Geliebte wert ist... bitteschön. Klingt hart, ist aber meine persönliche Einstellung.
Beitrag von chicle - 07.02.12 - 14:09 Uhr
das klingt nicht nur hart, sondern kalt und ziemlich bescheuert!
Beitrag von falkster - 07.02.12 - 14:20 Uhr
klingt nach einer tollen Beziehung, die ihr da führt...
Wohlgemerkt rede ich da von Zweckbeziehung... Oder sind da irgendwie Gefühle im Spiel???
Beitrag von asimbonanga - 07.02.12 - 14:51 Uhr
Eine Schutzhaltung? Zumindest sehr theoretisch.
Beitrag von falkster - 07.02.12 - 14:17 Uhr
würde eine Frau mich schlecht behandeln, um interessanter für mich zu werden, dann kann sie gleich ihre Sachen packen...
Absoluter Humbug!
Meiner Frau, die unser Kind erzieht und sonst auch einfach zuhause ist, sabbere ich den ganzen Tag hinterher, einfach weil sie die heisseste Frau FÜR MICH ist. aus demselben Grund ist sie meine Frau geworden.
Sie passt einfach zu mir und wir teilen ein ähnliches Lebenskonzept für unsere Beziehung.
Jeden Tag kreisen meine Gedanken in Abwesenheit um sie. Wenn sie jetzt Psychospielchen anfangen würde wäre das vollkommen kontraproduktiv...
Beitrag von carumcarvi - 07.02.12 - 14:47 Uhr
Sorry,
meine Frau hat mich nicht gut behandelt, war launisch - und Zärtlichkeiten gab es später auch nicht mehr...sie hat alles für die Kinder gemacht nur nicht für mich...
Letztendlich habe ich nach 8 Jahren das Handtuch geworfen
Es war zwar jeden Tag spannend....lach...aber Harmonie hätte dieser Beziehung definitiv gut zu Gesicht gestanden.
Also: Disagree
Beitrag von fuxx - 07.02.12 - 16:38 Uhr
Ich glaube ich gehöre zu Typ 1 (wenn auch nicht so krass).
Mein Partner hechelt mir sicherlich nicht hinterher, aber nach 16,5 Jahren hat er die Beziehung auch noch nicht in Frage gestellt.
Wichtig ist, dass jeder auch ein eigenes Leben mit eigenen Freunden hat. Ein ständiges Aufeinanderhocken wäre für mich Beziehungskiller Nr. 1.
Beitrag von sonntagsmalerin - 08.02.12 - 07:59 Uhr
Ich denke, deine Gedanken gehen in die richtige Richtung. Eine Frau bleibt für einen Mann interessant, wenn sie sich für eine Beziehung nicht selbst aufgibt und mit dem Tragen des Eherings nicht sämtliche Eigeninteressen aufgibt.
Ich kenne einige Frauen, die spätestens seit sie Kinder haben nur noch über Haushalt und Nachwuchs reden, nichts mehr aus sich machen und nicht mehr alleine etwas unternehmen. Was soll an so einer Frau denn noch interessant sein?
Ich denke ein guter Mix aus Hingabe und Eigenständigkeit ist optimal.
Gilt auch andersherum finde ich - Männer, die nur noch zu Hause hocken und ihre Frau betüddeln, wären auch nix für mich
Beitrag von allexa - 09.02.12 - 12:24 Uhr
Also, mein Mann kennt beides: Seine erste Frau war so ein Typ, dem man hinterher hecheln musste. Sie kam und ging, wann sie wollte, machte was sie wollte, interessierte sich häufig für andere Männer und hat ihn öfters betrogen. Seine Gefühle waren ihr ziemlich egal. Er hat dem Treiben jahrelang zugeschaut, bis er sich endlich getrennt hat.
Ich bin so ziemlich das Gegenteil von ihr. Ich verwöhne ihn, koche und richte ihm die Jause fürs Büro, mache es uns gemütilch, kümmere mich um ihn, sorge mich um ihn - aber ohne ihn zu bemuttern. Ich bin treu, er kann sich auf mich verlassen, das weiß er.
Er würde NIE wieder tauschen wollen. Er ist angekommen (seine Worte).
LG
Allexa
