Hallo... hatte schon mal wegen etwas ähnlichem gepostet - weil mein Mann das in-den-Schlaf-Stillen problematisch fand. Er meinte, es wäre doch besser, unsere Kleine (jetzt 5Monate) solle lernen, dass sie auch alleine einschlafen kann. Um es für uns, aber v.a. auch für sie leichter zu machen, abends schlafen zu gehen.
Nun ist es so, dass es sogar mal eine Phase gab, wo es nicht geklappt hat - sie schlief beim Stillen einfach nicht ein und ich habe sie dann mehrer Wochen jeden Abend ca 20-30 min in den schlaf geschaukelt... mittlerweile bin ich wegen Rückenschmerzen bei der Krankengym. Dann hat es wieder funktioniert, jetzt gerade geht es wieder nicht mehr.
Was sind denn so Eure Erfahrungen? Mündet das irgendwann in einen Einschlaf-Kampf, weil das Kind nicht mehr beim Stillen einschlafen kann, aber alleine ja auch nicht... und wäre es besser, sie dran zu gewöhenen... erst mal tagsüber üben (da geht das nämlich auch nicht alleine)??
Bin etwas ratlos. Wenn sie beim Stillen einschläft, bin ich eigentlich zufrieden und finde es auch schön und kuschelig (liege dann mit ihr im großen Bett). Aber wenn es nicht geht, dann wird es ziemlich anstrengend und ich frag mich dann, ob ich das richtig mache so... mit dem Stillen... oder ob ich nur zu faul bin, das alleine-einschlafen zu trainieren, denn das bedeutet ja auch für mich erst einmal mehr "Arbeit" und Stress. Ich würde es so machen, dass ich bei ihr bin, sie streichel etc und singe. Allerdings habe ich das schon mal versucht und sie quengelt erst, weint aber recht schnell und laut. Das kann ich schlecht ertragen und nehme sie dann eh schnell wieder auf den Arm...
Mach ich das falsch??
In den schlaf Stillen bringt nur Probleme??
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Beitrag von nane03 - 07.02.12 - 21:46 Uhr
Beitrag von mieze77 - 07.02.12 - 22:10 Uhr
Hallo!
Ich habe unsere Tochter auch immer in den Schlaf gestillt. Die ersten Wochen im Wohnzimmer bei uns und dann haben wir sie schlafend ins Bett gelegt, dann später in ihrem Zimmer, wenn es ein abend war der schon unruhig anfing habe ich sie in unserem Bett gestillt und sie schlafend rübergetragen.
Ich habe mir nie Gedanken gemacht ob das mal Probleme gibt da ich es so gemacht habe wie die Kleene das brauchte. Jetzt ist sie 5 Monate alt und ich stille sie in ihrem Zimmer, nur ein kleines Licht an und manchmal kann ich sie wach ins Bett legen und sie schläft ein. Ich bleibe wohl noch bis sie eingeschlafen ist, ganz selten gehe ich raus, nur wenn ich mir sicher bin das sie fast eingeschlafen ist. Sie braucht ihren Nuki, Kuscheltier und manchmal meine Hand im Gesicht.
Wenn sie mal nicht gut einschlafen kann und weint sage ich ihr nochmal Gute nacht und setze mich dazu. Klar ist das sie satt ist ansonsten habe ich sie nochmal angelegt. Ich halte ihre Hand und streichel ihr über den Kopf, mein Mann hat leider mal den " Fehler" gemacht und sie rausgeholt, das Theater war schrecklich danach. Er hat es gut gemeint aber es war nur noch schlimmer.
Jeder macht es so wie er oder sie es für richtig hält. Unsere Tochter geht super abends ins Bett weil sie sich auf uns verlassen konnte das wir sofort kommen oder bei ihr geblieben sind egal wie lang es gedauert hat, wenn sie weint. Die Abende waren zwar
für uns "kaputt" aber es hat sich gelohnt und wir haben ein zufriedenes Kind.
Manche Dinge ergeben sich von alleine, wenn man auf sein Bauchgefühl hört ist das nie verkehrt oder ich habe mit unserer Maus einfach Glück gehabt.
LG
Mieze77
Beitrag von marysa1705 - 07.02.12 - 22:14 Uhr
Hallo,
ich denke, man sollte sich da nicht so viel Stress/so viele Gedanken deshalb machen.
Wir haben unsere Kinder immer genau so in den Schlaf begleitet, wie es gerade gepasst hat. Entweder sind sie beim Stillen eingeschlafen oder beim Tragen oder einfach auf dem Schoß oder dem Arm etc.
Wir haben weder einschlafen "trainiert" noch etwas "angewöhnt".
Und das Ergebnis: Kein Einschlafkampf bei allen 5 Kindern.
LG
Beitrag von matsel - 07.02.12 - 22:21 Uhr
natürlich ist es am einfachsten das kind in sein bett zu legen, türe zu und aus. aber das funkioniert nun mal meist nicht. beim einschlafstillen ist nun mal ausschließlich die mutter gefragt u jemand anderes kann das kind nicht ins bett bringen. ist auch schwierig wenn man zb krank ist. und ja, man darf auch faul sein, wenn man die "nachteile" kennt. was ist denn die alternative? schaukeln?brüllen lassen? ...obs das besser mach wage ich zu bezweifeln, leider denken männer of zu raional und vergessen einfach unseren mütterrlichen urinsinkt - und gegen den würde ich pers. nicht allzusehr ankämpfen.
lg
Beitrag von waschbaerbaby - 07.02.12 - 22:29 Uhr
hallo, ich glaube, da gibt es verschiedene ansichten und auch erfahrungen zu diesem thema und du mußt vor allem mit deiner gewählten taktik zufrieden sein! und dein mann kann dir da nur beratend zur seite stehen, wenn du sie ins bett bringst. also gebe ich hier nur meine meinung wieder, aber die ist nicht die einzig richtige, sondern nur meine persönliche! mit dem einschlafstillen ist das so eine sache, weil es natürlich erstmal schön einfach geht, aber irgendwann merken die kleinen, das mamas brust heimlich abhaut, wenn sie einschlafen und das ist nicht so toll. aber für viele ist es eine gute und auch dauerhafte lösung. herumtragen ist für den rücken nicht so toll und meist nach einer gewissen zeit ein zur unendlichkeit gedehntes ritual, welches darin gipfelt, das mama und papa sich die nacht abwechseln. aber jedes kind hat zeiten, wo es den körperkontakt und auch das tragen benötigt. auf dem arm einschlafen ist eine lösung, die es irgendwann schwierig macht, das kind in sein bett zu bekommen. doch gerade für kurze tagesnickerchen, vielleicht in ungewohnter umgebung ist es toll, seinem kind eine so geborgene hülle zu geben.
kein kind kann das einschlafen trainieren, denke ich, aber es kann es erlernen und sich daran gewöhnen, das es allein auch in den schlaf findet. das ist eine leistung, auf die ein kind zu recht dann stolz sein kann. also kann man es dabei helfen, selbst einzuschlafen. das hat nix mit schreien oder alleinelassen zu tun, sondern damit, sein kind zu beobachten und im richtigen moment, nämlich, wenn es müde wird, zu reagieren, also das kind ins bett zulegen, am besten über die seite, dann bleibt es entspannt. wenn die augen zufallen, geht man dann leise weg, das kind schläft, überwältigt von müdigkeit, allein ein und lernt, das es auch ohne mama geht. vielleicht aber bekommt es auch angst und weint los, dann geht man wieder zurück und dann kann man verschiedenes machen, um das kind wieder zuberuhigen, aber schaukeln, herumtragen, gut zureden sollte nicht dazugehören. wohl aber hochnehmen und festhalten, ganz umhüllend und summen, vielleicht im atemrhythmus. wenn die augen zufallen, wieder hinlegen. das kann man eine halbe stunde machen. schläft das kind nicht, raus aus dem bett und nach einer weiteren halben stunde wieder von vorn beginnen. der ablauf sollte immer gleich sein, damit das kind das ritual erkennt. das wäre mein vorschlag. das stillen kannst du dann auch unabhängig vom schlafen durchführen, wenn du einschlafstillen beenden möchtest. probiere das am tage aus, dann hast du mehr ruhe. nach einer weile kannst du das für die nacht übernehmen. es hat nix mit faulheit zu tun, wenn du das momentan noch nicht machen möchtest. du bist die mutter und hast das beste gefühl dafür, wann die zeit reif ist für das allein einschlafen und wie die beste taktik ist. mein vorschlag ist nur einer von vielen!
viel glück und gute nacht!!!
Beitrag von motmot1410 - 07.02.12 - 23:18 Uhr
"Allerdings habe ich das schon mal versucht und sie quengelt erst, weint aber recht schnell und laut. Das kann ich schlecht ertragen und nehme sie dann eh schnell wieder auf den Arm...
Mach ich das falsch?? "
Nö, das machst Du ganz richtig. Ein weinender Säugling gehört in die Arme seiner Bezugspersonen. Anders kann er sich nicht beruhigen!
Ich finde, dass man sich hier ganz gut orientieren kann, wenn man nicht den "alternativen" Weg gehen möchte.
http://www.rund-ums-baby.de/entwicklung/stichwortsuche.htm?stichwort=einschlafprobleme-beim-saeugling
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass sich sowohl Schlafort als auch Einschlafart mit der Zeit ändert. Mein Sohn wurde erst in den Schlaf getragen, dann gestillt und schläft nun mit Schnuller in seinem Beistellbett ein. In den ersten 6 Monaten hat er abends bei uns auf dem Sofa geschlafen und von heute auf morgen schlief er dann im Schlafzimmer ein.
Meiner Meinung nach schlafen Säuglinge dann alleine ein, wenn sie die nötige Sicherheit erlangt haben, die sie eben benötigen. Wann das ist und was es dafür benötigt, ist von Baby zu Baby verschieden. Man sollte sein Kind einfach kennenlernen und schauen was es gerade benötigt.
Wenn ihr euch wohl fühlt, wieso dann jetzt ändern? Du kannst das Stillen auch einfach irgendwann innerhalb des Einschlafrituales "verschieben". Sprich: Du stillst dann nicht mehr in den Schlaf, sondern zur Entspannung in einem Sessel und legst Deine Tochter dann kurz vor dem Einschlafen mit einem Schnuller ins Bettchen. So kann man Schrittweise das Einschlafstillen abschaffen.
Du brauchst Deiner Tochter aber nicht von jetzt auf gleich das "alleine einschlafen" beibringen. Alleine einschlafen sollte ein Säugling eh nicht. Im ersten Lebensjahr sollte man beim Säugling bleiben bis er eingeschlafen ist.
Beitrag von littlelight - 07.02.12 - 23:39 Uhr
Hallo!
In den Schlaf stillen ist etwas wunderbares. Einfacher kann man es gar nicht haben 
Ich habe meinen Sohn so lange in den Schlaf gestillt, wie er es wollte. Irgendwann ist er von allein nicht mehr dabei eingeschlafen. Dann wurde er anders in den Schlaf begleitet - getragen oder wir haben uns mit ihm hingelegt. Das machen wir heute noch so und es ist ganz entspannt. Mein Sohn sagt selbst, wenn er ins Bett möchte und ist dann auch müde. Wir hatten jetzt zwar eine kurze Phase in der er nicht ins Bett wollte, da hat er sich im Wohnzimmer an mich gekuschelt und ist eingeschlafen. Aber auch da kam er von alleine wenn er müde war. So entspannt war es nicht immer, ich musste erst lernen, dass es am einfachsten und schönsten ist, wenn ich mich nach meinem Kind richte und ich wusste nicht immer gleich, was es nun möchte und braucht. Aber das Ergebnis (ein Kind, das freiwillig und gerne ins Bett geht) zeigt mir, dass es richtig war mich nach seinen Bedürfnissen zu richten. Trainiert haben wir dafür nichts.
LG littlelight
Beitrag von sim123 - 08.02.12 - 08:48 Uhr
Ich kann mich dem Beitrag von waschbaerbaby voll und ganz anschließen und hätte es besser nicht formulieren können!
Außerdem hatte ich dir ja auch schon auf deinen vorangegangenen Thread geantwortet...
Ich möchte nur noch eines hinzufügen:
Du schreibst, dass deine Kleine zur Zeit durch das Einschlafstillen nicht mehr in den Schlaf findet. Das würde ich als Zeichen deines Kindes sehen und mir Gedanken über Alternativen machen. Dies wurde hier ja auch schon in anderen Antworten thematisiert.
Wenn du das übergehst und aus Mangel aus Alternativen weiterhin dein Kind "zwingst" beim Stillen einzuschlafen, würde es mich nicht wundern, wenn du mit 1-2 Jahren deine Tochter noch immer in den Schlaf stillst. Wenn das für dich kein Problem ist, sollte das Einschlafstillen nicht deine Baustelle sein.
In den Schlaf Schaukeln wäre hier übrigens keine Alternative für mich, da du bereits über körperliche Probleme klagst und dies eine ähnliche Einschlafhilfe wie Stillen ist.
Ich würde mich da eher an den Vorschlag von waschbaerbaby halten. Voraussetzung ist hier in dem Alter aber meistens, dass deine Kleine einen Schnuller nimmt. Wenn sie das noch nicht macht, kann sie dies lernen. Das dauert ungefähr eine Woche. Aber das steht auch alles in dem Link den ich dir bei dem anderen Thread gepostet hatte...
