Erzieherin wochenlang krank

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Beitrag von bienemajaundwilli - 07.02.12 - 22:03 Uhr

Hallo!

Wir haben einen altershomogenen Kindergarten.
Meine Tochter ist in der Gruppe der 3-4 jährigen (25 Kinder in diesem Alter #schwitz).
Die Erzieherin kenne ich noch von meinem großen Kind. Sie war damals schon sehr häufig krank geschrieben.
Nun ist sie seit einige Wochen (ca. 5) wieder nicht da.
Die Kinderpflegerin kriecht auf dem Zahnfleisch seitdem.
Sie hat noch eine andere Kinderpflegerin an die Seite gestellt bekommen.
Aber solche Sachen wie Stuhlkreis, Projekte z.B. war Märchenland geplant, alles paar Wochen ein neues Märchen zu behandeln, dazu zu malen u. zu basteln, bleiben auf der Strecke.
Eine Erzieherin oder weiteres Personal aus anderen Gruppen kann auch nicht entbehrt werden.
Ich finde das sehr schade, weil das altershomogene Arbeiten ja deswegen eingeführt wurde, um mich dieser Alterskategorie sinnvoll zu arbeiten bzw. sie zu fördern.

Turnen gehen ist auch nciht mehr möglich #schmoll.
Mein großes Kind hatte die Dame damals in der Vorschule, bei der mir die altersgetrennten Gruppen am sinnvollsten erschienen. Jedoch wurde das Zahlenland unheimlich spät z.B. angefangen und nicht durch die vielen Fehlzeiten wochenverzerrt durchgeführt, sodass wir im August, wo viele schon im Urlaub waren, erst fertig waren. Auch sonst hätte man mehr mit einer "reinen Vorschulgruppe" tagtäglich tun können. Aber das ist Geschichte, darum geht es nicht....
Mir geht es um die Kleine.

Ich weiß ja nicht wie lange die Dame krank ist diesmal, mir tut es auch leid, denn scheinbar hat sie eine schwerere Erkrankung welcher Form auch immer...
Aber im Sinne der Kinder (meines Kindes) muß es doch irgendwie weitergehen und nicht jetzt wochen oder gar monatelang auf Notbesetzung gefahren werden...
Würdet ihr mal in der Gruppe ansprechen, wie es weitergehen soll?
Das hab ich versucht, aber man versucht dem aus dem Weg zu gehen. Ich will ja nicht wissen, was die Dame hat, nur wie es weitergehen soll. Man sagte mir, dass man ja nciht weiß, wann sie wieder kommt etc.
Aber irgendwie ist das doch doof.

Was würdet ihr denn tun?

VG

Beitrag von musicalfever4 - 07.02.12 - 22:08 Uhr

Hallo,
ich komme gerade von der Kita-Beiratssitzung nach Hause. Auch bei uns ist ein Erzieher nach einem Unfall länger krank. Die Kitaleitung sagte uns, dass es erst, wenn er mehr als 6Wochen krank ist und somit auf Krankengeld geht, Ersatz geben kann. Bis dahin gibt es nicht einen cent. Somit bleibt der Kita nichst anderes übrig als eine Notbesetzung zu fahren. Das wird bei euch nicht anders sein. Wenn die Dame immer rechtzeitig, bevor sie auf Krankengeld wechselt, wiederkommt, bekommt die Kita keinen Ersatz. Traurig, aber was soll man machen. Ist leider in allen Bereichen so.
LG Petra

Beitrag von twins - 07.02.12 - 22:17 Uhr

Hi,

Bei uns hat wieder die alte Kiga- Leitung angefangen, seit dem ist Chaos bei uns.
Die Erzieherin, die zwei Jahre den Job übernommen hat hat den Kiga gewechselt um wieder Leitung zu machen und hat eine tolle Erzieherin mitgenommen.

Tja, jetzt ist die Alte wieder da und stellt eine neue Kinderpflegerin ein ( vorher waren nur Erzieher bei uns tätig) , die nach einer Woche aufhört, Praktikanten die Monate dableiben sollten, waren auch schnell weg, die neue Kinderpflegerin die endlich Monate später gefunden worden ist, hat sich drei Tage Ausreden einfallen lassen und kommt jetzt auch nicht mehr.
Eine Vertretung aus dem anderen Kiga wechselt wieder zurück.
Eine alte Dame die Geschichten erzaehlt hat, ist nach einigen Monaten auch nicht mehr gekommen....

Für die vorschulischer gibt es mit müh und Not noch die Vorschule aber keine extra Aufgaben zum bearbeiten, die müssen immer noch die babybastelarbeiten erledigen....

Grüße
Lisa

Beitrag von brille09 - 07.02.12 - 22:30 Uhr

Weißt du, was für ne scheiß Wut ich bei solchen Beiträgen bekomm? Weißt du überhaupt, was du da schreibst? Wenn die Erzieherin ernsthaft krank ist - und davon geh ich jetzt einfach mal aus - dann wird ihr das doch grad noch erlaubt sein, oder? Es sind DEINE Kinder und somit bist du primär für deren Entwicklung und Erziehung zuständig. Nen pädagogisch wertvollen Kindergarten rauszusuchen und zu bezahlen, damit ist die Sache nicht abgetan, dann hätte man besser die Pille genommen. Sorry, wenn ich das jetzt so sag.

Ich war damals ein Jahr im Kindergarten, da gabs einmal die Woche Turnen und einmal die Woche Vorschule für die "Großen" - also uns. Wenns mal nicht war, wars halt nicht, na und? Turnen bzw. bewegen sollten sich hauptsächlich die Eltern mit dem Kind, das bisserl recken und strecken und Hampelmann ist wirklich nur für die, die sonst gar nicht von der Kiste wegkommen. Und zahlen haben wir genauso daheim gelernt wie Farben, Uhr, ... Im Kindergarten haben wir GESPIELT, in der Bauecke, Puppenecke, usw., gemeinsam Brotzeit gemacht und schon hat uns die Oma wieder abgeholt. Aber das ging ja heut gar nicht mehr, 3, 4 oder 5 Jahre ein Kind in die gleiche Bauecke setzen, das seh ich echt ein.

Weißt du, welches Budget diese Einrichtungen haben, wie die Möglichkeiten sind, einen ERsatz zu bekommen? Gleich null. Ruf die Frau Schröder an und beschwer dich bei der, aber sonst bei niemandem oder meinst du die Leiterin sucht aus FLeiß keine Aushilfe, damit noch mehr Erzieherinnen/Kinderpflegerinnen krank werden?

Sorry, aber denkst du 1 SEkunde an irgend jemand anders als an deine "heiligen" Kinder und deren Entwicklung??? Sei froh, dass es so läuft, dann hast du wenigstens ne Schuldige, wenn trotz optimal geplanter Frühförderung doch kein Topmanager aus den Kids wird, weil sie lieber Moferlfahren als Lernen.

Beitrag von haruka80 - 07.02.12 - 23:25 Uhr

Na, da schaust aber auch du grad nur einseitig...

wenn jemand so oft krank ist, würde ich das mit der Leitung besprechen, es liegt in solchen Fällen immer ne Erkrankung vor, die nicht in 3 Monaten verschwunden ist, da muß einfach ne dauerhafte Lösung her.

Es ist einfach kein Zustand, dass immer wieder wochenlang einer ausfällt- da ist es egal warum. Sowas bedeutet nicht, dass man jemanden abwertet, denn krank werden kann jeder. Aber gerade in Bereichen, wo mit Menschen-gerade mit KINDERN gearbeitet wird-muß ein Ersatz vorhanden sein. Das Ganze geht sonst einfach auf Kosten der anderen ErzieherInnen und auf Kosten der Kinder.

In der KiTa meines Sohnes möchte ich auch, dass eine bestmögliche BEsetzung vorhanden ist-wenn dem nicht so ist, geh ich auch zur Leitung und frage, was man tun kann. Wobei das bisher nicht der Fall war,selbst wenn 2 von 4 Erzieherinnen krank waren, gabs Erzieherschülerinnen, wurden GRuppen zusammengelegt, habe ich geschaut, ob ich meinen Sohn früher abholen kann mal um das Ganze mit zu entlasten (tut ja auch keinem Kind gut so eine Unterbesetzung)

Ich selbst habe lange im Hortbereich gearbeitet und 2x war ich aufgrund einer Erkrankung längere Zeit nicht da. Die Leitung bei uns hat reagiert und unsere ehrenamtliche Mitarbeiterin hat für die Zeit ne Aufwandsentschädigung bekommen, damit sie öfter da ist.

Ich finde es auch schade, wenn bei meinem Sohn Musik, Tanzen oder Sport ausfällt, ICH hatte nämlich als Kind genau die selben Aktivitäten und fands super und war immer tottraurig wenns nicht stattfand.

L.G

Beitrag von ficus - 08.02.12 - 04:56 Uhr

Kindertagesstätten haben nicht (nur) die Aufgabe, Kinder aufzubewahren, sondern auch einen Bildungsaspekt zu erfüllen

http://www.ph-heidelberg.de/wp/schoeler/datein/bildungsfachtag_heidelberg_6-10-03_buntedruckversion.pdf

Deine Sicht ist ziemlich einseitig.

vG
ficus

Beitrag von hummelinchen - 08.02.12 - 10:24 Uhr

So ein Quark macht mich ärgerlich und das obwohl ich Erzieherin bin... #cool

Beitrag von silkes. - 08.02.12 - 21:34 Uhr

Hallihallöle...

ich bin auch Erzieherin und es hat mehrere Monate gedauert um nach einem Ausfall wg. SS eine ansatzweise qualitativ hochwertige Vertretung zu finden.

Also bedingt ist es einfach so, dass gutes Personal als Krankheitsvertretung also befristet nicht einfach zu finden ist.

Grüssle Silke

Beitrag von brille09 - 09.02.12 - 14:30 Uhr

Danke, so etwa in der Richtung hab ichs gemeint. Ich selber bin Lehrerin und weiß, wie schwierig es ist, ne Aushilfe zu bekommen. Es hat ja nicht gleich jeder ein Attest für 5 Monate, meist sind es wochenweise oder für 14 Tage ausgestellte Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen, Folgebescheinigungen und wieder und wieder welche. Und da bekommt man einfach NIEMANDEN!!! Selbst wenn feststeht, dass wer 2 Monate fehlt (warum auch immer), ist es nicht leicht und dauert und dauert. Die Kollegen müssen das auffangen, in ihrer Freizeit, Überstunden werden - zumindest bei uns Lehrern - erst ziemlich spät vergütet, so viele kann man oft gar nicht ansammeln, dass man was ausbezahlt bekommt. Und selbst wenn, ists 1. minimal und 2. kein Ausgleich für die fehlende Regenerationszeit, die man einfach braucht. Ich denke also mal, dass sich auch in der beschriebenen KiTa die Verantwortlichen (Leiter, Kollegen, Träger, ..) den A... aufreißen um die Krankheit der Kollegin irgendwie hinzubekommen. Freuen tut sich sicher keiner und extra machts auch niemand. Eine Aushilfe wär wohl für die Leitung auch am aller-aller-einfachsten. Aber wie eine bekommen, man kann sich ja keine schnitzen.

Wenn dann zu diesen Problemen, zur ganzen Belastung und Mehrarbeit noch Eltern kommen, deren größte Sorge ist, dass ihre Herzschätzchen nicht genug gefördert werden, dann krieg ich die Krise. Denn fördern sollte man m.E. ein Kind daheim. Im Kindergarten sollen sie spielen, mit Gleichaltrigen umgehen, selbständig werden. Die Zahlen, Farben, Uhr, ... kann und will ich meinem Kind daheim beibringen. Und selbst wenn es das mal ein paar Monate später lernt, was solls? Das ist doch nicht schlimm. Ich kenn zumindest keinen Erwachsenen, der die Uhr nicht kennt, weil die Erzieherin nen Monat krank war.

Mir wär im Kindergarten halt wichtig, dass die Kindergärtnerinnen (ob das dann Pflegerinnen oder Erzieherinnen sind, wär mir egal) mit den Kindern umgehen können, mit ihnen was unternehmen (rausgehen, spielen, gemeinsam essen, singen, ...) - pädagogisch fundierte Angebote bräucht ich da gar nicht.

Beitrag von bienemajaundwilli - 09.02.12 - 00:07 Uhr

Ich war damals ein Jahr im Kindergarten,...

-> ich hoffe, dass das nie wieder der Fall sein wird.

Deine Einstellung, dein massiv eingeschränktes Denken und vor allem Deine dummen und unverschämten Schlußfolgerungen zeigen mir, wie froh ich sein kann, noch nie einer solchen Person in den Betreuungstätten meiner Kinder begegnet zu sein.

Da ich Medizinerin bin, weiß ich zu gut (wie wohl alle andere auch) welch schwerwiegende und langwierige Diagnosen möglich sind.
Wenn in unserem Bereich ein Kollege erkrankt kann ich nicht auf Sparflamme fahren und nur nötige Behandlungen / Op´s auf unbestimmte Zeit verlagern oder gänzlich weglassen...
Auch hier sind wir (trotz engem Budget!!!!!!! - ja der Kigabereich ist nicht der einzige!) gezwungen zum Wohle unserer Einrichtung zu handeln.

Sicher ist der Vergleich einer monatelangen Aufbewahrungsanstalt für Kinder ohne jegliche Förderung nicht mit Menschenleben zu vergleichen, aber ich weiß nicht, wie ich mich anderweitig auf Dein Niveau begeben kann...

Deine Schlußfolgerung mit "hätte man lieber die Pille genommen" zeugt einfach nur von Dummheit.

Ich hoffe wiegsagt nicht, dass sich Eltern mit Dir und Deiner Einstellung auseinander setzen müssen.

Grußlos

Beitrag von pinklady666 - 07.02.12 - 22:51 Uhr

Hallo

Wir haben momentan auch die Situation, dass die Erzieherin / Gruppenleiterin meiner Tochter länger ausfällt. Sie hat schwere Probleme mit den Bandscheiben. Vor Jahren ist sie schon mal sehr lange deswegen ausgefallen (ich glaub, damals wurde sie auch operiert, bin mir aber nicht sicher). Damals hatte ich mit ihr zusammen im Zimmer gearbeitet und es direkt mitbekommen. Jetzt hatte sie lange Zeit Ruhe, aber im Dezember hat es sie wieder richtig schlimm erwischt.

Esatz gibt es erst, wenn sie mindestens 6 Wochen krank ist und ins Krankengeld fällt. Vorher kann niemand für sie eingestellt werden. Hinzu kommt dass wir hier gerade einen Fachkräftemangel haben (ich hätte mich ja beworben, aber mich nehmen sie nicht mehr, weil ich noch nicht kirchlich verheiratet bin) und man bis jetzt leider noch niemanden gefunden hat. Alleine in der Gesamteinrichtung, in welcher ich zuletzt arbeitete fehlen mindestens 6 Fachkräfte.

Ist natürlich doof, dass die Kinderpflegerin alles nun alleine auffangen muss, aber zu ändern ist es leider nicht.

Ansprechen kannst du die Situation gerne mal, aber was versprichst du dir von solch einem Gespräch? Du hast ja bereits erfahren, dass man nicht weiß wie lange die Erzieherin ausfällt.

Liebe Grüße

Bianca

Beitrag von ficus - 08.02.12 - 05:00 Uhr

Hallo,

ich finde es gut und auch richtig, dass du dir Gedanken darüber machst. Kindertagesstätten haben nicht nur die Aufgabe, Kinder "aufzubewahren", sondern auch einen Bildungsauftrag zu erfüllen. Ich weiß, dass dem (häufig) auch nicht entsprochen wird und eher die Kinder "nur" aufbewahrt oder sich selbst überlassen werden.

Wenn du mal nach "Bildungsauftrag" und "Kindertagesstätte" im Internet suchst, findest du einiges Interessantes. Z.B. folgendes:

http://www.kindergartenpaedagogik.de/844.html

http://www.ph-heidelberg.de/wp/schoeler/datein/bildungsfachtag_heidelberg_6-10-03_buntedruckversion.pdf

http://www.kita-bildungsserver.de/praxis/beratung-und-unterstuetzung/landesarbeitskreis-zum-bildungsauftrag-von-kindertageseinrichtungen/

Bei uns in der Kita wird nicht gewartet, wenn jmd. ausfällt, dass oder ob die 6 Wochen voll sind, sondern es wird eine Lösung gesucht und gefunden und es wird vor allem geredet und es werden die Eltern informiert.
In Krankheitszeiten kann es zwar mal etwas eng werden, aber da wir einen sehr guten Personalschlüssel in der Kita haben, kann so etwas bei uns in einem gewissen Rahmen kompensiert werden.

Und ja, die Kita sollte sich da mal schleunigst Gedanken machen, wie weiter vorgegangen werden soll. Auf dem Rücken der Kinder austragen ist natürlich immer die einfachste Art. Denn anders kann ich das nicht bezeichnen.
Kranke Erzieherin hin, kranke Erzieherin her. Es muss eine Lösung gefunden und nicht dieser ausgewichen oder geschwiegen werden.
Bei uns in der Kita gibt es z.B. regelmäßig Praktikante / Studenten. Und wenn Not am Mann ist, springen diese auch mal außerhalb ihres Praktikums ein.

Ich würde es ansprechen. Krankheit ist immer eine ärgerliche Sache, für alle Beteiligten. Aber hier scheint mir wirklich eine Lösung notwendig. Hast du mal gefragt, was andere Eltern davon halten?

vG
ficus

Beitrag von trollmama - 08.02.12 - 06:45 Uhr

Hallo!
Ich würde dem Träger Feuer unterm Hintern machen!
Wenn Ihr Eltern Euch zusammen schließt und geschlossen dem Träger klar macht, daß er endliche in die Pötte kommen soll, ihm ankündigt ggf. die KiGa-Beiträge zu kürzen und evtl. die Presse einschaltet, erst dann wird etwas passieren.
Ach ja, da die Erzieherin schon seit längerem fehlt, stellt sich mir die Frage, ob der Kinderpflegerin die Gruppenleitung übertragen wurde. Das ist meiner Meinung nach nicht erlaubt (ich kann mich aber auch irren) und wohl auch von Bundesland zu Bundesland verschieden.
Ach ja, Ihr könnt Euch auch mit der Fachaufsicht UND der Personalaufsicht des KiGa in Verbindung setzen. Auskunft darüber muß Euch der Träger erteilen.
Viele Grüße
Trollmama

Beitrag von nicolina01 - 08.02.12 - 08:51 Uhr

wenn du wüßtest was in Kindergärten alles erlaubt ist, dann würdest du die Hände über dem Kopf zusammeschlagen...

Beitrag von trollmama - 08.02.12 - 14:08 Uhr

Ich war u. a. einmal dafür mitverantwortlich, daß eine KiGa-Leiterin fristlos gefeuert wurde und es gab Zeiten da kannte ich das Kindertagesstättengesetz fast auswendig, weil die Zustände in dem damaligen KiGa katastrophal waren bzw. wohl auch noch sind.
Und wenn ich noch einmal die Wahl hätte, dann würde ich es niemals wieder zulassen, daß eines meiner Kinder einen KiGa von innen sieht.

Beitrag von sunflower.1976 - 08.02.12 - 09:05 Uhr

Hallo!

Die frühere Erzieherin meines großen Sohnes war leider monatelang krank. Die Kinder haben sie heiß und innig geliebt, sie hat tolle Angebote gemacht usw. Sehr lange war eine Erzieherin alleine in der Gruppe. Natürlich ist dabei viel auf der Strecke geblieben.

Wir haben gehofft, dass diese Erzieherin wieder kommt, aber leider konnte sie es nicht. Es hat lange gedauert, bis "Ersatz" kam. Der Träger kann nicht so einfach eine Vertretung "herzaubern", auch nicht nach mehreren Wochen Krankheit.

Es ist schade für die Kinder - aus Sicht der Eltern. Die Kinder waren damals traurig, dass ihre Erzieherin nicht da war. Aber dass sie weniger Angebote hatte, hat sie nicht gestört ;-) Und fördern kann ich mein Kind auch zuhause. Belastender für die Kinder war, dass es dann häufiger Erzieherwechsel gab (u.a. wegen Schwangerschaft usw.).
Im Nachhinein hat es meinem Kind aber nicht "geschadet".

Wenn Du etwas tun möchtest...kontaktiere freundlich die Leitung und frag nach der weiteren Planung in der Gruppe.

LG Silvia

Beitrag von littlecat - 08.02.12 - 09:32 Uhr

Hi,

ich denke auch, dass dringend für Ersatz gesorgt werden sollte. Sicherlich kann die Erzieherin nichts dafür, aber da sie in der Vergangenheit auch schon öfter längere Krankheitszeiten hatte, sollte die Kita-Leitung aus der Erfahrung heraus für solche Fälle einen für alle tragbaren Ersatz haben.

Im ersten Krippenjahr meiner Tochter ist eine ihrer Erzieherinnen ernsthaft erkrankt. Für den Übergang konnte zumindest für drei feste Tage eine Vertretung aus einer anderen Kita desselben Trägers organisiert werden. An den übrigen 2 Tagen sind teilweise 2 Gruppen zusammengelegt worden bzw. ist die Leitung zu den Kernzeiten mit in den Gruppendienst gegangen.

Damit war ein relativ normaler Betrieb in beiden Kitas möglich - sowohl bei uns als auch in der Kita, aus der die Vertretung kam. Und das wurde über insgesamt 4 Monate so aufrecht erhalten, bis jemand Neues eingestellt wurde. Außerdem ist es auch schon mal so gewesen, dass ehrenamtliche Mitarbeiter in Urlaubszeiten ausgeholfen haben oder die Praktikanten neu "verteilt" wurden. Dann wurde es so organisiert, dass in jeder Gruppe eine Erzieherin und eine Praktikantin/ehrenamtliche Kraft waren. Damit war aber auch der normale Betrieb gewährleistet und für die Kinder gab es eine konstante Betreuung und nicht ständig jemand Neues.

Ich würde die Leitung nochmals um ein Gespräch bitten und ggf. auch die Elternvertreter mit ins Boot holen. Betreibt Euer Träger mehrere Einrichtungen? Vielleicht ergibt sich tatsächlich die Möglichkeit, dass die Kitas in solchen Situationen kooperieren können, ohne dass für den Träger die Notwendigkeit besteht, neues Personal einzustellen. Damit entfällt das Kostenargument.

Tatsache ist jedenfalls, dass die Situation so wie Du sie schilderst, für keinen der Beteiligten dauerhaft nicht tragbar ist. Und da würde ich mich mit ausweichenden Antworten nicht abspeisen lassen.

LG
Littlecat

Beitrag von angietoao - 08.02.12 - 09:45 Uhr

Hallo,

ich möchte nur mal anmerken (auch, weil ich das jetzt hier so oft gelesen habe), das im normalfall nicht die Leitung jemand einstellt, sondern der Träger! Die Leitung ist auch nur ne Angestellte und kann nicht mach Lust und Laune Leute einstellen oder entlassen.
Sie kann zwar versuchen, einen Ersatz aufzutreiben, aber es bestimmt der träger, ob jemand dafür zur verfügung steht.
Wenn es dich stört, kann die Leitung leider auch nix dagegen machen, dann solltest du dich an den Träger wenden und dein Anliegen vorbringen.

Lg Alex

Beitrag von liasmama - 08.02.12 - 09:45 Uhr

Hm ... ich versteh ehrlichgesagt nicht, warum die zweite (also derzeit vorhandene) Kraft nichts mehr auf die Reihe bekommt? WO ist denn da bitte das Problem, morgens einen Stuhlkreis zu machen und ein Märchen zu lesen??? #kratz

Mein Sohn ist im Kindergarten in einer Gruppe mit 24 Kindern.
Die Leiterin der Einrichtung, die auch seine Gruppenleiterin war, "wurde" im Oktober "gegangen" ;-), vom 2. Oktober ab war die frisch aus der Elternzeit zurückgekehrte und demnach neue Erzieherin mit der Gruppe allein, Mitte November wurde endlich eine neue Erzieherin gefunden & eingestellt, die zwei Tage vor Antritt ihrer Stelle einen Bandscheibenvorfall erlitt und nach einer Woche Krankenhaus für 3 Wochen in Reha ging ... 10 Tage vor Weihnachten war sie erst wirklich anwesend.
In der Zeit hat die übriggebliebene Erzieherin mit den Kindern sämtliche St-Martins-Lieder gelernt, Laternen für 24 Kinder gebastelt, sich mit den Vorschülern beschäftigt, angefangen die Weihnachtsgeschenke für die Eltern mit den Kindern zu basteln, das Krippenspiel einstudiert ... sie hat das sicher außergewöhnlich gut gemacht und ist bestimmt kein Maßstab für JEDE Erzieherin oder Kinderpflegerin, aber dass nicht mal der Stuhlkreis und das Märchenland-Projekt fluppen ... ehrlichgesagt würde ich mich DARÜBER beschweren als über das Fehlen der ersten Erzieherin. #schwitz

Beitrag von mellika - 08.02.12 - 10:39 Uhr

Hallo,

unsere Gruppenleiterin ist seit dem 09.09.2011 krank und wart auch nicht mehr gesehen. Es gab dann immer wieder wechselnde Erzieherinnen von einer Zeitarbeitsfirma. Die meisten blieben ca. 2 Wochen und dann wurde wieder gewechselt. Entweder hatte die Erzieherin dann einen anderen Einsatz (in einer Krippe) oder aber sie hatte eine andere Arbeitsstelle gefunden. Die Eltern sind auf die Barrikaden gegangen und haben richtig Theater gemacht. Wir haben einen Brief an den Landesverband (es handelt sich um einen kirchlichen Kindergarten) geschrieben und unser Problem geschildert. Die wussten natürlich um die Situation. Unsere ganzen großen Aktivitäten konnten auch nicht gemacht werden. Der wöchtentliche Wandertag und das turnen fiel natürlich auch aus.

Da unsere Gruppenleiterin, wahrscheinlich, nicht mehr wiederkommt, haben wir jetzt eine neue junge Frau bekommen. Die hatte vorher schon einige Zeit die Gruppenleitung übernommen und wurde dann von der Zeitarbeitsfirma weggelockt und arbeitet nun fest für unseren Kindergarten.

Ich würde immer wieder das Gespräch suchen und nach einer akzeptablen Lösung fordern. Habt ihr einen Elternbeirat? Die sind ja für solche Sachen da.

Gebt nicht auf und besteht auf eine Lösung.

LG

Melanie

Beitrag von myimmortal1977 - 08.02.12 - 12:20 Uhr

Das ist Sache der KiGa Leitung!

Bei uns sind immer mal wieder Erzieher länger erkrankt. Auch wenn man's als Mutter nicht gut findet, die Betroffenen haben's sich ja nicht ausgesucht.

Gründe gibt's verschiedenster Art. Von schwerer Erkrankung, verschleppter Erkrankung, psychischer Erkrankung, Erkrankung aus Gründen der körperlichen Überlastung, auch Erkrankungen durch Unstimmigkeiten unter Kollegen oder Leitung......

Bei uns gibt's eine feste Springerin, die die Fehlzeiten ausgleicht. Für eine andere längerfristig erkrankte Erzieherin ist jetzt ein Erzieher von der Zeitarbeit gekommen.

Du musst mit der Leitung sprechen. Das ist Organisationaufgabe der KiGa Leitung. Nicht der Erzieherinnen, die in der Gruppe tätig sind.

Euch alles Gute, Janette

Beitrag von silkes. - 08.02.12 - 21:39 Uhr

Hallihallöle...

das ist Aufgabe des Trägers einer Vertretung zuzustimmen. Suchen muss die Leitung aber es braucht erstmal das OK des Trägers.

Grüssle Silke

Beitrag von myimmortal1977 - 09.02.12 - 10:37 Uhr

Ja, das wäre ein Schritt weiter. Aber den Missstand besprechen muss man erstmal mit der Leitung. Und diese muss tätig werden, ggf. Anträge beim Träger stellen auf Kostenübernahme für Ersatzkräfte oder oder oder....

Beitrag von silkes. - 09.02.12 - 19:02 Uhr

Hallihallöle...

achso. Ja- klar.

Grüssle Silke