Durchschlafen nur im eigenen Zimmer möglich?

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Beitrag von vubub - 07.02.12 - 22:17 Uhr

Hallo,

meine Frage steht ja schon oben.

Oder gibt es Kinder, die im Elternschlafzimmer oder sogar im Familienbett durchschlafen? Durchschlafen heißt für mich ohne Nahrungsaufnahme.

Welche Erfahrunegn habt ihr gemacht?

LG, vubub

Beitrag von chatta - 07.02.12 - 22:23 Uhr

Von mir aus kann es jetzt mit Steinen auf mich hageln, aber ich glaube, dass Babys am ruhigsten und tiefsten alleine schlafen. (Bei uns ist das auch nur bedingt der Fall, da wir Zwillinge haben.)

Beitrag von littlelight - 07.02.12 - 23:18 Uhr

Ja, das stimmt. Alleine schlafen Babys tiefer - eine Gefahr, kein Vorteil. Denn Tiefschlafphasen sind für ein Baby unnatürlich, das SIDS-Risiko ist erhöht.

Beitrag von chatta - 07.02.12 - 23:24 Uhr

Na, dann haben meine ja Glück.

Beitrag von littlelight - 07.02.12 - 23:26 Uhr

Ja. Es ist ja auch nur einer von vielen Risikofaktoren. Für mich persönlich allerdings der wichtigste, auch wenn es -zum Glück- viele Babys überleben.

Beitrag von chatta - 07.02.12 - 23:30 Uhr

Fein :-).

Beitrag von miss.glueckt - 08.02.12 - 12:33 Uhr

Familienbett ist aber auch nicht optimal, wenn man es mit den SIDS-Faktoren mal ganz genau nimmt. Es sei denn, Mutti und Vati trinken nicht, rauchen nicht und haben einen leichten Schlaf und jeder umklammert sein Kissen. Achja, Medikamente sollte man auch nicht nehmen. (Habe ich erst erfahren NACHDEM ich eine Woche lang Antibiotika geschluckt habe und ich schlief währenddessen neben meinem Sohn im FB, Schreck lass nach...)
Das nehmen sicher nicht viele soooo genau...

(Wir durften uns bei (fremden Vertretungs-) Kinderärzten IMMER anhören, er gehöre in sein Bett, wir überrollen ihn noch, wir ersticken ihn, blablablabla.

Man kann es so sehen, und so sehen... Gibt immer zwei Seiten der Medaille.

Beitrag von marysa1705 - 08.02.12 - 14:58 Uhr

Eigentlich sollte das eine Selbstverständlichkeit sein, nicht zu trinken, zu rauchen, ...

Einen leichteren Schlaf haben stillende Mütter, die neben ihrem Kind schlafen, sowieso automatisch.

Beitrag von littlelight - 08.02.12 - 18:48 Uhr

Das Familienbett ist natürlich nur unter bestimmten Bedingungen sicher, da hast du schon recht. Nicht rauchen, nicht trinken... das sollte selbstverständlich sein. Kein Medikamente - nur bedingt. Ich meine, dass AB kein Problem darstellt. Es geht dabei um wahrnehmungsbeeinflussende Medikamente. Jeder sollte ausreichend Platz haben, man sollte sich an die generellen Regeln zur Verringerung des SIDS-Risikos halten (Schlafsack, Raumtemperatur...). Dann ist das Familienbett auch sicher.

Die Vorteile: häufiges Stillen, die Atmung der Mutter stimuliert das Baby, die Eltern regulieren die Körpertemperatur des Babys, es überhitzt nicht. Der Schlafrhythmus der Mutter passt sich dem des Babys an, daher erwacht man nicht aus einer Tiefschlafphase, wenn das Baby aufwacht.

Man überrollt das Baby auch nicht, wenn man nicht betrunken ist oder wahrnehmungsbeeinflussende Medikamente nimmt. Auch wenn Ärzte oder Bekannte/Verwandte sowas gerne behaupten. Was meine Ärztin vom Familienbett hält weiß ich nicht, wir haben nie über Juniors Schlafplatz geredet. Als mein Sohn mal aus dem Bett gefallen ist hat sie mir aber dazu geraten ihn die nächsten Nächte in unserm Bett schlafen zu lassen, weil man als Mutter dann auch im Schlaf bemerkt, wenn etwas sein sollte.

Beitrag von miss.glueckt - 08.02.12 - 12:28 Uhr

Kommt drauf an wie alt das Kind ist. Mein Sohn ist 10 Monate und zieht demnächst in sein Zimmer, das finde ich legitim.

Dass das Kind die ersten 6 Monate wenigstens im Elternschlafzimmer schläft sollte doch wohl selbstverständlich sein, da melden sich die Kleinen ja auch noch öfter.

Beitrag von marysa1705 - 08.02.12 - 15:08 Uhr

Woran machst Du denn diese "Altersgrenzen" fest?
Also dass es bis zu 6 Monaten selbstverständlich sein sollte, aber dass es mit 10 Monaten nicht mehr so ist?

>>Dass das Kind die ersten 6 Monate wenigstens im Elternschlafzimmer schläft sollte doch wohl selbstverständlich sein, da melden sich die Kleinen ja auch noch öfter.<<

Genauso aber auch wieder nach dem 1. Lebensjahr. Das haben z.B. Kast-Zahn und Morgenroth bei ihrer Elternbefragung zum Durchschlafverhalten festgestellt. Mit 1 Jahr haben etwa die Hälfte aller Kinder durchgeschlafen.

Mit 2 bzw. 4 Jahren waren es nur noch gut ein Drittel.

Insofern werden etwa 2/3 aller Eltern, die es wie Du "legitim" finden, ihr Baby mit 10 Monaten auszuquartieren, möglicherweise bis zu 3 Jahre lang "am Stock" gehen, weil sie nachts aufstehen und ins Kinderzimmer gehen müssen.

Alles Dinge, die man bedenken sollte, bevor man sein Kind ausquartiert, ohne dass es selbst das möchte...

Beitrag von miss.glueckt - 08.02.12 - 19:38 Uhr

Du schon wieder, meine Güte...

Beitrag von .antonia - 08.02.12 - 22:14 Uhr

#rofl#liebdrueck

Beitrag von marysa1705 - 09.02.12 - 12:49 Uhr

Keine Antwort ist auch eine Antwort, oder wie? ;-)

Beitrag von littlelight - 07.02.12 - 23:16 Uhr

Hallo!

Ja, es gibt auch Babys (ich denke mal nicht, dass du von Kleinkindern sprichst?), die im Familienbett durchschlafen. Aber ich muss meiner Vorschreiberin recht geben: es ist eher selten. Meist schlafen die Kinder im eigenen Zimmer ruhiger und eher durch. Allerdings ist das nicht erstrebenswert, denn es ist sinnvoll und wichtig, dass Babys nachts häufig aufwachen. Das ist von der Natur so vorgesehen, die Atmung der Eltern stimuliert das Baby und es schläft daher nicht so fest. Das ist ein wichtiger Aspekt bezüglich SIDS. Wird das Baby durch die Atmung der Eltern stimuliert rutscht es nicht in eine Tiefschlafphase und "vergisst" daher nicht zu atmen. Das Risiko dafür ist im eigenen Zimmer erhöht. Auch wenn das einige Eltern nicht hören/lesen wollen.

LG littlelight

Beitrag von motmot1410 - 08.02.12 - 13:03 Uhr

Ach weißt Du, ob und wann ein Kind durchschläft hängt von deutlich mehr Faktoren ab. Es gibt genug Eltern, die nachts durch die Wohnung rennen, weil ihr Kind (auch jenseits des Kleinkind-Alters) immer noch die elterliche Präsenz verlangt.
Aus entwicklungspsychologischer Sicht ist das nicht verwunderlich. Ein Mensch ist er im Alter von 3-4 Jahre im Stande eine Gefühle zu regulieren. Es gibt auch Untersuchungen, die eine Korrelation zwischen dem Bindungsverhalten von Kleinkinder und "Durchschlafstörungen" (sprich: die Kinder melden sich nachts oder eben nicht) sahen. Sicher gebundene Kinder melden sich tendenziell eher, als Kinder mit einem unsicherem Bindungsverhalten.

Daraus könnte man nun schließen, dass ein Kleinkind, dass von der nächtlichen Nahrungsaufnahme entwöht ist und bei seinen Eltern im Schlafzimmer schläft, eher "durchschläft". Es braucht bei Erwachen nicht nach den Eltern rufen, sondern hört und spürt ihre Präsenz.

Letztendlich spielt aber auch das Temperament des Kindes eine Rolle. Manchen Kinder gibt das Kinderzimmer als gewohnter Ort schnell so viel Sicherheit, dass sie dort ohne Hilfe der Eltern wieder in den Schlaf finden können. Kinder mit einem "schwierigerem" Temperament brauchen mehr Sicherheit und häufiger die Eltern zum wiedereinschlafen.

Tatsache ich aber auch, dass gestillte Kinder, die bei ihren Müttern schlafen, sich nachts selten selbst abstillen. Häufig schlafen sie aber nach dem nächtlichem Abstillen dann durch.

Du siehst: Es gibt viele Faktoren, die beim "Durchschlafen" eine Rolle spielen und nicht einmal "Experten" sind sich einig über diese Thematik. Siehe "Selbstregulationsstörungstheorie" vs. "emotionale Integration"

Ich bin der Meinung, dass ein Kind in den ersten Lebensjahren NICHT alleine schlafen sollten (was nicht bedeutet, dass es zwingend bei den Eltern schlafen muss. Geschwister können durchaus zusammen schlafen), weil es emotional dazu einfach noch nicht reif genug ist und ich für mein Kind die optimalen Startbedingung schaffen möchte.

Und verschont mich jetzt bitte mit dem "Mir hat es nicht geschadet" #bla#nanana

Beitrag von annibremen - 08.02.12 - 18:27 Uhr

Interessanter Beitrag, den du da geschrieben hast. Aber eine Frage hab ich dazu noch: War das Absicht, dass du den Plural verwendet hast im letzten Absatz? Also dass ein Kind in den ersten LebensjahreN nicht allein schlafen sollte?

Wie lange soll ein Kind denn deiner Meinung nach im Elternzimmer schlafen? Also ich hab das erste Kind und er ist auch noch ganz klein, darum fehlt mir die Erfahrung, aber möchte man bei aller Mutterliebe nicht auch mal wieder mit dem Partner alleine sein? ;-)

Beitrag von littlelight - 08.02.12 - 18:34 Uhr

Ich denke schon, dass sie den Plural meint. Und wie lange das Kind nun bei den Eltern schlafen sollte? Bis es diese intensive Nähe nicht mehr braucht, das gibt sich ja von ganz allein. Zweisamkeit als Paar kann man aber auch schon vorher genießen, ist eine Frage der Organisation und der eigenen Vorstellungen von "Zweisamkeit". Ob das Kind nun im Ehebett liegt und man dann im Wohnzimmer allein ist, oder es im Kinderzimmer schläft und man im Schlafzimmer allein ist - wo ist da der Unterschied? Wirklich "allein" ist man ja nur, wenn das Kind wo anders schläft.

Beitrag von annibremen - 08.02.12 - 19:18 Uhr

Ich meinte eigentlich eher, dass man sich ja auch mal körperlich näher kommen möchte und mache Eltern finden es vielleicht irritierend, wenn das Kind daneben im Bett liegt. Wenn die Babys noch klein sind, ist das eine Sache, aber ich weiß nicht, ob ich es gut fände, wenn ein Dreijähriger den elterlichen Beischlaf mitbekommt - aber vielleicht bin ich da auch altmodisch oder verklemmt ;-)

Beitrag von motmot1410 - 08.02.12 - 20:18 Uhr

Brauchst Du denn für körperliche Nähe zu Deinem Mann unbedingt das Bett? ;-)
Wenn man etwas kreativ wird, dann kann das Kind im Elternschlafzimmer sogar etwas Schwung ins Eheleben bringen (natürlich nur INDIREKT!...nicht, dass hier noch irgendwer auf komische Ideen kommt).

Beitrag von motmot1410 - 08.02.12 - 19:31 Uhr

Ja, der Plural war beansichtigt und ergibt sich eigentlich auch aus meinem Beitrag ;-)
Ein Kind erreicht zwischen dem 4. und 5. Lebensjahr die nötige emotionale Reife, um mit negativen Gefühlen alleine klar zukommen. So lange sollte es nicht alleine schlafen. Das ist übrigens auch das Alter in dem die meisten Familienbett-Kinder aus dem Elternschlafzimmer freiwillig ausziehen.

"Also ich hab das erste Kind und er ist auch noch ganz klein, darum fehlt mir die Erfahrung, aber möchte man bei aller Mutterliebe nicht auch mal wieder mit dem Partner alleine sein? ;-)"

Wieso bei aller Mutterliebe? Eher bei aller Elternliebe :-p Mein Partner und ich sind da einer Meinung. Es soll ja Väter geben, die ihre Kinder nachts gerne bei sich haben.

Aber zu Deiner Frage: Mein Partner und ich sind z.B. jetzt gerade alleine ;-) Unser Sohn liegt friedlich in seinem Bett in unserem Schlafzimmer und schläft. In der 2. Nachthälfte rutscht er dann meistens zwischen uns, weil er dann noch mehr Nähe benötigt.

Wir gehen meisten zwischen 23 und 24 Uhr schlafen. Also gehört die Zeit von ca. 19 - 23 Uhr uns (naja, und Urbia #rofl) Es ist ja nicht so, dass wir zusammen mit unserem Kind schlafen gehen. Nur manchmal, wenn wir wirklich richtig fertig sind. Wir genießen diese nächtliche Nähe zu unserem Kind sehr. Warum auch nicht? Sie werden sooo schnell groß und dann ist Kuscheln und bei den Eltern schlafen gar nicht mehr angesagt ;-)