Ich habe im Moment das Gefühl meinem Sohn nicht mehr gerecht werden zu können.
Er ist ein mittlerweile zweidreiviertel Jahre alter sehr aufgeweckter aber auch sensibler kleiner Junge (war ein Schreibaby und reagiert auch heute noch stark auf Überreizung und unbekannte Situationen). Seit über einen Jahr geht er in einen Kindergarten mit Altersmischung. Dort geht er sehr gerne hin.
Mein Problem ist, dass ich ihm im Moment einfach nicht gewachsen bin. Ich bin hochschwanger (morgen 38.Woche) und er tanzt mir einfach auf der Nase herum. Keine schlimmen Sachen, aber er trödelt sehr herum, braucht Stunden mit dem Frühstück, ewig um sich anzuziehen, bzw. um einfach mal zum Anziehen herzukommen, so dass ich es gerade noch kurz vor knapp schaffe ihn in den Kiga zu bringen. Ich bin ihm körperlich einfach nicht mehr gewachsen. früher habe ich bei zu langem Trödeln einfach kurzen Prozess gemacht (z.B. beim Anziehen), dann hatte er kapiert, dass ich es ernst meine und hat eine Zeit lang gut mitgemacht. Das kann ich nicht mehr und er nutzt es einfach aus.
Eigentlich ist er echt toll und ich liebe es, ihn zu beobachten oder mit ihm zu spielen. Ich versuche schon immer ihn möglichst nachmittags "auszupowern", aber ich kann einfach nciht mehr mithalten. Laufrad fahren geht zum Beispiel gar nicht mehr, ich könnte ihm im Notfall ja nicht schnell genug hinterherspringen. Bei der Kälte mag ich jetzt auch nicht so lange ohne Laufrad rausgehen, denn danach bin ich total eingefroren.
Zu allem Überfluss hat der (gar nicht mehr so) kleine Mann vor einer Woche beschlossen, keine Windel mehr anzuziehen. Da er es von sich aus wollte, haben wir es natürlich erlaubt und er darf tagsüber zu Hause und im Kindergarten ohne Windel herumlaufen. Er pinkelt sich trotzdem noch sehr häufig ein, was ich im Großen und Ganzen nicht schlimm finde (die Wäsche macht mir nichts aus). Was mir aber Probleme bereitet, ist, dass er zu Hause zwar keine Windel will, aber auch nicht regelmäßig aufs Klo gehen will. Es endet ab und zu im Kampf, ihn aufs Klo zu setzen. Mache ich es nicht, ist er kurz darauf wieder nass... . Wie gehe ich denn am besten vor? Ist er doch noch nicht reif genug? Androhung einer Windel nützt nur bedingt und wenn ich ehrlich bin hätte ich auch nichts dagegen wenn er trocken würde. Da es aus seiner Initiative heraus kam (ich habe ihn nie gedrängt und war total überrascht) fände ich es schade, es ihm wieder auszureden.
So, das war jetzt lange. Habt ihr Tips für mich?
Wie wird es werden, wenn die Kleine auf der Welt ist und ich die ersten Wochen nicht nur schlapp bin, sondern auch noch ein zusätzliches kleines Bündelchen zu versorgen habe? Was für Erfahrungen habt ihr gemacht?
Ach ja, mein Mann kommt zwischen 18.30 Uhr und 20.00 Uhr nach Hause. Dann kümmert er sich schon, aber die Probleme hat er auch. In der Früh ist er meist schon weg, wenn ich den Kleinen (bald Großen) fertig mache.
Lg Moni, die vor der SS irgendwie besser zurecht kam...
Werde ich meinem Sohn noch gerecht? Sauberwerden und anderes...
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Beitrag von unsicher8981 - 08.02.12 - 09:47 Uhr
Beitrag von kathrincat - 08.02.12 - 10:03 Uhr
er tanzt dir ja ganz schon auf den nase rum, auch wenn es schwer ist hochschwanger, lass es nicht zu, wenn er trödelt beim anziehen, sieh ihn seinen skianzug nur an und er geht so mit schlafi in den kiga. wenn er sich nicht beim frühstück beeilt, hat er keinen hunger und du räumst ab. wenn er zuhause noch nicht auf´s klo will zieh ihn windeln an, können ja hösenwindeln sein und er kann damit auch aufs klo, den stress würd ich mir nicht geben und den macht kampf, er will nicht also ist er nicht soweit, sonst würde er gehen oder er geht einfach nicht, weil du ihn ja fleissig umziehst,.... nur drohen hilft da nicht, er macht nicht mit also windel an.
wenn ihr es soweiter macht, wird es der horror, wenn eurer 2tes da ist, nur weil ein 2tes kommt, kann man die erziehung nicht beim ersten aussätzen
Beitrag von georgiasleute - 08.02.12 - 13:05 Uhr
Um Gottes willen, ich muss widersprechen!
Mach das nur nicht. Das ist ja keine Erziehung, sondern Krieg!
Ich kann wirklich verstehen, dass es schwer ist für dich, bin auch schwanger, musste wegen Komplikationen 6 Wochen liegen und darf die ganze restliche Schwangerschaft nichts körperlich anstrengendes mehr machen.
Aber so we oben beschrieben kann man einen Kinderwillen zwar brechen, man darf aber nicht behaupten, dies wäre Erziehung.
Dein Sohn will keine Windeln mehr. Nun, er hat noch nicht die Konsequenzen verinnerlicht und vielleicht schafft er es auch manchmal nicht, sich früh genug zu melden oder kapiert nicht, dass es erforderlich ist, die Toi auszusuchen. Aber das ist normal, und kein zeichen von Unreife!!! Hab Geduld, übe liebe mit ihm das an- und ausziehen, sowie das selbstständige Händewaschen, sofern er das noch nicht kann. Das nasse Zeug zu waschen wird bald bei der Babywäsche mit aufgehen. Gut Ding will Weile haben. Ihm wieder eine Windel anzuziehen, signalisiert ihm, dass du ihm das Trockenwerden nicht zutraust und schmälert sein Selbstbewusstsein. Kinder in dem Alter wollen groß sein, es ist wirklich das normalste der Welt.
Und was das Anziehen angeht: welche Termine sind so dringend, dass du ihn zwingen musst, schnell zu machen? KiGa morgens? Egal - da kommt es auf 10 min ja nicht an, du hast Zeit. Wenn du selbst einen wichtigen Termin hast, dann sag ihm das, und dass er sich jetzt beeilen muss, sonst ziehst du ihn an. Aber nicht im Schlafi in den KiGa schleifen - das ist demütigend. Und macht ganz viel kaputt.
Das Thema Essen würde ich ganz entspannt sehen, wenn er nciht isst, sondern spielt, ist er fertig. Egal ob es nun viel oder wenig war. Die Kinder verhungern nicht am gedeckten Tisch. Wenn er offensichtlich nicht mehr essen mag, kannst du in Ruhe abräumen.
Wenn du nun mit ihm so hart umgehst wie kathrincat das schreibt, erreichst du zwei Dinge: 1. die Erziehung funktioniert nur noch über Drohungen und Demütigungen, wirkt also definitiv nicht fördernd sondern einschränkend, und 2. dein Sohn wird eifersüchtig aufs Baby, weil du mit diesem viel liebevoller umgehst. Er wird sich also weniger geliebt fühlen.
Nimm Stress raus, mach einfach weniger Dinge in mehr Zeit, lass auch mal 5 gerade sein, dies wird bei 2 Kindern auch immer mal nötig sein. Such dir draußen eine Umgebung, wo er ungestört mit dem Laufrad flitzen kann ohne dass du hinterher rennen musst, ein Park vielleicht?
Oder lass ihn nachmittags mit anderen Kindern zusammen spielen, vielleicht will er mal einen Freund besuchen (oder gibt es das bei euch nocht nicht?).
Alles wird gut, es sind einfach die Nerven, die dir nun blank liegen, nur verständlich, aber das wird schon!!!
LG georgiasleute (die seit 15 Jahren pädagogisch arbeitet und eine 3jährige Tochter hat)
Beitrag von kathrincat - 08.02.12 - 17:21 Uhr
man kann sich aber auch zum affen machen und alles 100 mal erzählen und das kind hört einfach nicht und macht was es will. ein kiga hat bringzeiten und in der zeit sollte man auch da sein und nicht 10 min zu spät, dann ist die tür zu. schön wenn er keine windel mehr will, dann soll er aufs klo, mal nasse hosen sind ja i.o. aber überhaupt nicht aufs klo wollen, dann ist er halt noch nicht bereit oder zu faul und bekommt ne windel.. warum sind eigentlich einige elter immer bereit sich von dein kindern immer so zum affen machen zu lassen und die kinder dürfen alles und kommen immer damit durch, müssen sich an keine regeln halten und müssen überhaupt nicht hören?
die erziehung funktionier ja jetzt nicht, also muss was geändert werden.
Beitrag von christina-gro - 09.02.12 - 11:52 Uhr
@kathrincat -> Dein Kind möchte ich nicht sein! In deinen Zeilen kann ich absolut keinen Funken Liebe zum Kind rauslesen ![]()
Schonmal gehört das nicht jedes Kind gleich ist???
@Georgisleute -> Kann deiner Meinung nur zustimmen!
Lg
Beitrag von monab1978 - 10.02.12 - 06:11 Uhr
"bereit sich von dein kindern immer so zum affen machen zu lassen"
Du machst dich mit deiner Denke selbst zum Affen kanthrinkat. Du fühlst dich immer und von allem verarscht.
Beitrag von joshua0709 - 09.02.12 - 15:25 Uhr
Hallo,
"Und was das Anziehen angeht: welche Termine sind so dringend, dass du ihn zwingen musst, schnell zu machen? KiGa morgens? Egal - da kommt es auf 10 min ja nicht an, du hast Zeit."
Auf diese 10 min kommt es leider ziemlich häufig an, wenn man arbeitet. Viele KiGä haben den sog. Morgenkreis oder eine Kernbetreuungszeit in der keine Kinder kommen oder gehen können. Unser KiGa ist von 9:00 bis 12:30 "zu"
Erfahrungsgemäß ist es auch so, dass man mehr trödelt je mehr Zeit zur Verfügung steht.
Ich habe meine Kinder noch nie im Schlafanzug in den KiGa bringen müssen, aber es schon ein paar Mal angedroht-das genügte auch voll und ganz.
Zum Thema mit den Windeln kann ich so nichts sagen. Bei meiner Tochter trat der Nachahmungseffekt ein und mein Sohn weigerte sich lange trocken zu werden.
Den Tisch räume ich aber auch ab, wenn ich merke, dass nicht mehr gegessen sondern nur noch getrödelt und gespielt wird. Das finde ich auch nicht hart.
LG
Uta
Beitrag von marysa1705 - 10.02.12 - 14:00 Uhr
Sehr schön geschrieben! Genau so ist es! ![]()
Ich finde es schade, dass bei so vielen Eltern die "Erziehung" aus einem einzigen Machtkampf besteht. Aus lauter Angst, die Kinder könnten einem auf der Nase herumtanzen.
LG
Beitrag von thea21 - 08.02.12 - 10:17 Uhr
Die Meinung meiner Vorschreiberin teile ich ganz und gar nicht.
Der Junge ist keine 3 Jahre alt und aus eigener Erfahrung und mit etwas Einfühlungsvermögen, machen Kinder diesen Alters selten die von dir genannten Dinge mit Absicht und um uns auf der Nase herumzutanzen.
Ich denke das langsame Anziehen, aufräumen usw. ist einfach wie es ist und das Antreiben und ihn beschleunigen ist eher das unnormale für ihn.
Mach ein Spiel draus. Wie schnell kann er Socken anziehen, wie schnell einen Pullover. Lock ihn damit, dass danach mehr Zeit für XYZ bleibt.
Bezüglich der Windelthematik würde ich auch eher zur Höschenwindel tendieren, da ganz ohne scheinbar noch nicht möglich ist.
Für dich nicht schön, für ihn aber auch nicht.
Beitrag von ayshe - 08.02.12 - 10:25 Uhr
Sehe ich auch so.
Man muß nicht immer glauben, daß kleine Kinder alle Terrorristen und arglistige Quälgeister mit voller Planung sind.
Beitrag von unsicher8981 - 08.02.12 - 11:20 Uhr
Das mit dem Spiel habe ich schon öfter probiert. Es zieht bei ihm nur sehr selten
. Er macht es trotzdem nicht. So sachen wie "komm, wir schauen wer schneller auf der Toilette ist" oder "Jeder darf dem anderen abwechselnd ein Kleidungsstück anziehen" sind Sachen bei denen er nur nach Lust und Laune mitmacht.
Ich finde die Dinge grundsätzlich nicht so schlimm, aber wenn es einreißt, schon. Und ich habe das Gefühl das tut es mittlerweile.
Deshalb vielleicht eine Mischung aus dem was die Vorschreiberin schreibt (finde die Einstellung auch sehr hart, das würde gar nicht zu mir passen) und dem was du schreibst?
Höschenwindeln habe ich auch schon gekauft. Die will er auch nicht anziehen. Wenn er es doch tut (was ich auch durchsetze z.B. wenn wir rausgehen oder einkaufen) dann macht er auch rein, will sie zu Hause aber wieder ausziehen.
Mir scheint es als wolle er aus irgendeinem Grund nicht auf die Toilette gehen. Ich habe ihm natürlich einen Kinderaufsatz und eine Treppe gekauft, aber trotzdem hat er eine Abneigung dagegen. Er kennt es aber von uns. Habt ihr eine Idee warum das so sein könnte?
Beitrag von hustinetten - 08.02.12 - 11:34 Uhr
Es kann 1000 Gründe haben, warum er nicht auf die Toilette gehen möchte. Vielleicht ist sie ihm einfach unheimlich. Vielleicht sieht er nicht ein, warum er plötzlich dort sein Geschäft verrichten soll (die Windel war ja jahrelang sehr praktisch). Vielleicht ist ihm das Ding auch einfach zu kalt (unsere Klobrille im Gäste-WC ist zur Zeit auch echt kalt, ich gehe immer hoch ins Badezimmer, weils da wärmer ist). Vielleicht fände er ein Töpfchen besser. Vielleicht ist die Farbe einfach blöd (meine Tochter hat schon mit einem Jahr nichts anziehen wollen, wenn ihr die Farbe nicht gefiel)? Vielleicht ist es auch einfach ungemütlich am Po? ...
Meine Cousine muss damals auch sehr eigen gewesen sein und hat nur ein einziges Töpfchen mit ganz bestimmter Form akzeptiert.
Vielleicht darf er sich selber eins aussuchen, weil er ja jetzt so ein großer Junge ist?
lg
Beitrag von unsicher8981 - 08.02.12 - 11:36 Uhr
hihi wir schreiben parallel...
Ich würde die Sache mit den Gummibärchen mal ausprobieren, vielleicht macht ihm das die Toilette schmackhaft? Oder ist das der falsche Denkansatz?
Beitrag von kathrincat - 08.02.12 - 17:22 Uhr
bestichung ist ja immer toll
Beitrag von unsicher8981 - 08.02.12 - 20:34 Uhr
fänd ich jetzt nicht so schlimm wenn´s funktioniert und er danach keine Abneigung mehr gegen die Toilette hat ...
wir scheinen allerdings sowieso unterschiedliche Ansichten über Erziehung zu haben, deswegen hat es wahrscheinlich wenig Sinn darüber weiter zu diskutieren.
Beitrag von georgiasleute - 08.02.12 - 13:09 Uhr
Meine Tochter geht seit sie 3 ist auch ohne Kinderklobrille auf die Toi, sie kündigte uns das an uns so wars dann auch. Da war sie dann schon fast ein Jahr trocken.
Aber kann sein dass dein Sohn auch so aufs Klo will, ohne alles, wie er es bei Mama und Papa sieht, oder setzt ihr euch auch auf die Kinderklobrille? Wäre eine Erklärung!
Beitrag von hustinetten - 08.02.12 - 13:25 Uhr
Ich meinte es so, dass einige Eltern sich immer im Klo einschließen, die Kinder noch NIE gesehen haben, warum dieses große Ding eigentlich im Badezimmer rumsteht, sich dann aber wundern, warum die Kinder die Toilette nicht benutzen wollen. Kinder imitieren ja auch viel, egal ob das jetzt bewusst oder unbewusst ist.
Mein Sohn geht noch nicht auf's Klo, auch nicht auf's Töpfchen, klappt einfach noch nicht. Meine Tochter ging war kurz nach dem zweiten Geburtstag tagsüber trocken, sie hatte eine Klotreppe, und später so eine Familien-WC-Brille. Aber auch wenn ich mich auf die normale Brille setze, hat sie ja dennoch mitbekommen, wafür das Klo da ist.
Inzwischen haben wir auf beiden WCs Familienbrillen, also es kein Problem, wenn er die WC-Treppe nicht benutzen wollen würde.
Beim Zähne putzen war es bei uns ähnlich. Mein Sohn kann erst "ausspucken", seit wir zeitgleich Zähne putzen, vorher hat er die Zahnpasta immer runter geschluckt.
Beitrag von emilia82 - 13.02.12 - 14:23 Uhr
Kuck mal, wir haben den hier: http://www.amazon.de/Reer-4411-1-Kindertoilette-Sitz-Fritz-perlmarine/dp/B002R5ABM8/ref=sr_1_13?s=baby&ie=UTF8&qid=1329139214&sr=1-13
Meine 2 gingen von anfang gern drauf, auch der Kinderbesuch ist immer hellauf begeistert! Es ist nicht zu teuer (bei 2 Kindern lohnt es ja nochmal mehr) und mein großer leert das Töpfchen, das drin ist, auch selbst aus! Ich find es sooooo praktisch!!! Vielleicht wär das was für ihn! Seine eigene kleine Toilette!!
Beitrag von hustinetten - 08.02.12 - 11:08 Uhr
Ich finde das Verhalten auf den ersten Blick nicht ungewöhnlich, mein Sohn ist 2 1/2 Jahre alt und braucht auch ewig, wenn er sich selber anziehen soll. Im Kindergarten geht's noch, hier aber gar nicht. Meine Große (4 1/2) zieht sich auch nicht gerne an und trödelt.
Spielen ist eben spannender. Es klappt teilweise ganz gut, wenn ich beide auf mein Bett setze und wir uns alle zeitgleich anziehen, alleine in den Kinderzimmern würden sie nur spielen.
"Nachdenken" macht meine beiden auch müde. Wenn wir nicht rauskönnen, spielen wir viele Spiele, wir machen Puzzles, Lük-Rätsel...
Gibt es vielleicht ein verlässliches älteres Mädel aus der Nachbarschaft, dass hin und wieder mit deinem Sohn ein Stündchen auf den Spielplatz gehen könnte?
Bei meiner Tochter dauerte es damals auch ein paar Tage, bis sie gemerkt hat, WANN man schnell auf's Klo laufen muss. Die ersten zwei Wochen gab es jeweils ein Belohnungsgummibärchen. Kann man natürlich drüber streiten, aber es hat funktioniert.
Hat er vielleicht Angst vor dem großen Klo? Wie sieht es mit einer Klo-Treppe oder einem Töpfchen aus?
Die erste Zeit mit zweien ist hart! Aber es wird besser. Hast du jemanden, der dir im Notfall helfen kann?
lg
Beitrag von unsicher8981 - 08.02.12 - 11:34 Uhr
Hallo Hustinetten,
danke für die liebe Antwort.
Ich denke das mit dem Gummibärchen probiere ich mal. Ich sehe es jetzt auch nicht als Optimallösung, aber ein Gummibärchen ist ja keine Tafel Schokolade. Ich habe nämlich tatsächlich das Gefühl, dass er irgenwie eine Abneigung hat, sich aufs Klo zu setzen. Er jammert auch immer, bis er draufsitzt. Dann ist es ok. Treppe und Kinderaufsatz haben wir und aufs Töpfchen (steht auch jederzeit zur Verfügung) will er auch nicht.
Mit dem gleichzeitig anziehen werde ich auch mal probieren. Das mache ich nur selten, denn meistens bin ich froh wenn ich mich schon fertig machen konnte, bevor er aufwacht. Ich hatte es auch schon probiert und es hat nur leidlich funktioniert, aber vielleicht klappt es diesmal besser. 
Mein Mann wird die ersten Wochen zu Hause sein, werde also schon Unterstützung haben. Wie es danach aussieht weiß ich noch nicht. Langsam fange ich nur echt an mir Gedanken zu machen...
Ob das die Hormone sind?
Beitrag von hustinetten - 08.02.12 - 11:57 Uhr
Man kann bei Kindern in meinen Augen schlecht pauschalisieren, aber bei meiner Großen hat es damals gut geklappt. Nach relativ kurzer Zeit ging sie freiwillig und selbstständig aufs Klo. Ich weiß nur nicht mehr auswendig, wie lange es gedauert hat, aber es war echt kurz.
Das klingt vielleicht blöd, aber sieht er, wie ihr auf's Klo geht? Unbekannte Situationen mögen manche Kinder nicht. Gegen Ende der Schwangerschaften musste ich im Minutentakt aufs Klo, da hat meine Große sich dann immer aus Sympathie auf ihr Töpfchen gesetzt.
Manchmal klappt hier auch, dass nur angezogene Kinder etwas bestimmtes machen dürfen, z.B. das Lieblingsspiel spielen, oder auf den Spielplatz gehen, oder...
Das können die Hormone sein, oder aber eine Typfrage, ich mache mir auch oft viel zu viele Gedanken. Ich fand es damals sehr entspannend, dass die Große ein einem Tag die Woche ein paar Stunden nicht zu Hause war, ich habe nur 8 Monate Pause gemacht und sie ging einen Vormittag weiter zur Tagesmutter, damit wir den Platz nicht verlieren.
Auch wenn ich kein Freund von Kleinkindern und Fernsehern bin, gab es 2-3 Tage, wo die Pingu-DVD mein Lebensretter war. (Magendarminfekt haben und Kleinkind und Baby im Haus ist keine schöne Kombination, wenn niemand helfen kann und der eigene Kreislauf total versagt).
Bleib einfach locker, je mehr man sich selbst stresst, desto mehr überträgt sich das auch auf die Kinder. Setze Prioritäten, mach nur das, was wirklich wichtig ist! Ich habe mich rückwirkend betrachtet auch viel zu sehr unter Druck gesetzt, was mich so blockiert hat, dass ich viel weniger geschaft habe, als ich geschaft hätte, wenn ich's lockerer angegangen wäre.
lg
Beitrag von punkt3 - 08.02.12 - 11:22 Uhr
Nur mal ein kurzer Denkanstoß: Uns hat eine Psychologin mal beim Kindergartenelternabend folgendes erklärt: Kinder in dem Alter (zwischen zwei und vier) bummeln nicht um des Bummelns willen. Sie haben ein ganz anderes Zeitverständnis als wir. Wenn wir nur ganz wenig Zeit haben, dann machen wir schnell, um es zu schaffen. Für Kinder ist die Zeit „gleich“. Anziehen dauert das ganze Anziehen lang. Wenn ich jetzt hetze, dann fehlt da was. Ich ziehe mich einfach nur an.
Was meiner Eule hilft, ist der „Kampf“ mit dem Kurzzeitwecker. Den will sie besiegen 
LG
Punkt
Beitrag von thyme - 08.02.12 - 14:34 Uhr
Je mehr ich hetze, desto langsamer wird mein Sohn. Und zwar immer noch, obwohl er bald 6 wird. Das scheint ein Naturgesetz zu sein.
Der Trick ist daher so simpel wie einleuchtend: Je mehr Stress wir haben (morgens) desto führsorglicher werde ich. Ich reiche auch mal die Kleidungsstücke ein nach dem anderen. Dabei plaudern wir darüber, ob wir gut geschlafen haben und ob wir geträumt habe. Mein Grosser wünscht sich dann ein "erfundener Traum", also erzähle ich ein paar absurde Dinge bis wir beide lachen müssen.
Und schwupps, Kind ist angezogen und die Welt in Ordnung.
Ich werd nie verstehen, warum sich noch nicht einmal dreijährige Kinder alleine anziehen sollen müssen.
Beitrag von lisasimpson - 08.02.12 - 22:55 Uhr
" Je mehr Stress wir haben (morgens) desto führsorglicher werde ich."
EXAKT!
Bei uns ist das meist ein mal pro woche- und das anziehen, was sonst ca 10 minuten dauert machen wir dann in 2-3 minuten (inklusive bauch pusten:)
würde mir nicht im traum einfallen, da riesen hektik zu machen, denn am ende dauert das doch drei mal so lange
allerdings gilt diese weisheit auch für mich. immer wenn ich merke es wird stressig, ich komm unter zeitdruck, schalt ich nen gang runter und denke mir "mach langsam, wenns schnell gehen muß"
ich habe die erfahrung gemacht, wen nich hetze, vergess ich drei sachen, muß vier mal zurückrennen, arbeite völlig kopflos und somit doppelt so viel, als wenn ich wohlüberlegt in ruhe kurz nachdenke, dann klar und organisiert anfange
Beitrag von hippychick - 09.02.12 - 08:30 Uhr
das finde ich auch.....
ich helfe auch oft morgens noch meinem 6 jaehrigen...(ich weiss, dass er es alleine kann, auch recht schnell, wenn es sein muss) aber oft sind wir morgens was in zeitdruck.....WARUM?? weil ICH mich nochmal rumgedreht hab und dafuer kann ich meine kinder schlecht verantwortlich machen.
