Hallo !
Unser Großer wird am 25.06. 6 Jahre alt und müsste somit dieses Jahr eingeschult werden.
Da er sehr klein ist (108 cm) und auch teilweise sehr verspielt, plädieren wir für eine Rückstellung.
Wir hatten dann gestern unsere Einschulungsuntersuchung und die hat er ohne Probleme fast fehlerlos gemeistert. Meinte immer mal zwischendurch "das ist ja pippileicht" ,-).
Ich habe dem Arzt ja noch gesagt, daß wir eine Rückstellung wünschen und er meinte noch, daß er eigentlich dafür keinen Grund sähe, generell aber nicht dagegen wäre, vor allem, wenn die Kinder so nah am Stichtag liegen.
Er hat aber bei "psychosozialen Problemen" ein Kreuz gemacht und auch bei Artikulationsproblemen (SCH und Lispeln).
Ich habe dann heute noch mit seiner Kindergärtnerin gesprochen, ob sie evtl. ein paar Zeilen mit Gründen verfassen könnte, die für eine Rückstellung sprechen. Sie meinte jedoch auch, daß ihr da keine einfallen würden, er hätte sich sehr gut gemacht in der letzten Zeit (sie war anfangs auch skeptisch).
Nun bin ich am zweifeln, ob wir ihn evtl. doch regulär einschulen lassen sollen.
Im Endeffekt entscheidet wohl die Schulleiterin, zu der wir dann sicher auch noch zu einem Gespräch müssen.
Was würdet Ihr machen ? Weiter für eine Rückstellung kämpfen oder einschulen. Mein Mann war als Kind auch so ein Spätzünder und hat auch erst nach der Schule erkannt, daß man auch mal was tun muss und er wurde schon später eingeschult und das wollen wir bei unserem Großen vermeiden.
Wie gesagt, er ist kognitiv sehr fit, sehr wissbegierig und merkt sich alles. Er hat aber auch Momente, wo er eben den "Ernst" einer Sache nicht erkennt und rumkaspert bzw. nicht zuhört.
Ich danke Euch
Ines
Schuluntersuchung hinter uns - nun unsicher
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Beitrag von inessa73 - 08.02.12 - 09:59 Uhr
Beitrag von sillysilly - 08.02.12 - 10:17 Uhr
Hallo
wie ist er in der Großgruppe, Kindergarten
kann er abwarten
sich zurück halten
20 Minuten sitzen bleiben, sich konzentrieren
kann er nachfragen wenn er etwas nicht verstanden hat
versteht er Arbeitsaufgaben, "Anweisungen"
wie geht er damit um - wenn etwas falsch ist, nicht schön genug, - hat er Nerven für einen neuen Versucht
soziale Aspekte, Sozialverhalten, kann er sich zurück nehmen, wie löst er Konflikte
Was belastet ihn
ist er ehrgeizig, belastbar
wie kann er mit Regeln umgehen ? Kann er sich anpassen auch wenn er keine Lust hat
das sind ein paar Aspekte die ihr bedenken solltet
wenn er vom Kopf her fit ist
Wenn da nichts auffälliges dabei ist, kann er bestimmt in die Schule
aber man muß auch bedenken, daß es oft erst in der 3. oder 4. Klasse auffällt, daß es den Kleineren schwerer fällt
Grüße Silly
Beitrag von inessa73 - 08.02.12 - 10:29 Uhr
Hallo !
Danke für die Liste der Aspekte.
- Abwarten fällt ihm sehr schwer
- Konzentrieren hat er keine probleme, spielt z.B. gern Gesellschaftspiele
- Ehrgeizig ist er nicht gerade (hat er von mir)
- Anweisungen verstehen ist kein Problem
- Konflikte löst er verbal ganz gut,
- ist auch gut in seiner Vorschulgruppe integriert, wobei er da eher zurückhalten ist, aber ansonsten recht beliebt.
- er ist eben manchmal noch recht zappelig
Wie gesagt - es ist so eine fifty-fifty-Entscheidung.
Evtl. suchen wir nochmal ein Gespräch mit seiner Erzieherin. Die hat ja schon langjährige Erfahrung als Vorschul-Gruppen-Erzieherin.
Ach mensch - nur gut, daß unsere Zwillinge erst im Oktober geboren sind, da stellt sich die Frage nicht.
Ines
Beitrag von sillysilly - 08.02.12 - 10:36 Uhr
Hallo
dann würde ich mir das mit dem Frust nochmal genauer anschauen
wie geht er mit Frust um
was ist wenn man ihm auf die Nerven geht und er z.B. was schriftliches machen muß ( Vorschulblatt ) - ist er dann bereit es nochmals zu machen ?
In der Schule ist es halt so, daß alle in etwa gleich alt sind - alle etwas lernen sollen - und der Einzelne nur einer von Vielen ist - jeder muß mehr für sich selbst sorgen, Verantwortung übernehmen, seine Sachen im Griff zu haben, und auch den Alltag zu Organisieren ( Turnbeutel mitnehmen, an was denken, sich umziehen )
Ich bin in der Regel für ein Jahr abwarten - beruflich wie als Mutter
aber wenn du alle meine Fragen - außer Abwarten - positiv siehst, dann denke ich schon das dein Kind in die Schule gehen kann
Grüße Silly
Beitrag von sandra7.12.75 - 08.02.12 - 10:24 Uhr
Hallo
Wir stehen vor dem selben Problem mit unserem Sohn.Wir haben allerdings die feste Zusage da er in Ergo und Logopädie geht.
Muß dazu sagen das er eine Schwester hat die Epilepsie hat und er laut Kindergarten ähnlichkeiten zeigt
.
Wurde aber letzte Woche ausgeschlossen.Jetzt haben wir im März das Mainzer Einschulungsspiel und dann wird entschieden.
lg
Beitrag von njeri - 08.02.12 - 10:41 Uhr
Warum wollt ihr ihn denn zurückstellen lassen? Weil er eher klein ist und noch verspielt?
Die Größe würde ich jetzt mal außer Acht lassen und verspielt sind doch eigentlich alle normalen 5jährigen.
"er ist kognitiv sehr fit, sehr wissbegierig und merkt sich alles. Er hat aber auch Momente, wo er eben den "Ernst" einer Sache nicht erkennt und rumkaspert bzw. nicht zuhört."
Diese Momente hat aber doch auch jeder 5 jährige. Man kann, glaub ich, in dem Alter einfach nicht immer ernsthaft bei der Sache sein. Viele schaffen das mit 10 Jahren und darüber noch nicht
.
Ich versteh die Zwickmühle, in der ihr steckt, auch ich würde mein Kind nicht früher einschulen, als unbedingt sein muss. Wenn sich aber, auch im Gespräch mit Erziehern und KA, keine ernsthaften Einwände gegen einen Schulbesuch ergeben, würde ich ihn regulär einschulen. Von einem Jahr Langeweile im KiGa hat er ja dann auch nichts.
Beitrag von inessa73 - 08.02.12 - 11:16 Uhr
Hallo !
vielen Dank für Deine Antwort.
Ich weiß, die Größe wird nicht das Haupargument sein.
Aber eben seine Zappeligkeit manchmal, woebi er sich auch sehr gut konzentrieren kann, wenn er will.
Er geht seit einiger Zeit in Handball, weil ich möchte, daß er 1. seine Koordination verbessert und regeln lernt bzw. auch Zuhören.
Aber da merkt man ihm sein Alter ganz deutlich an. Er zappelt rum, hört nicht zu bzw. setzt das Gehörte dann nicht richtig um. Und beim Spielen an sich, ist er etwas überfordert mit Ball fangen, abspielen - Abwehr und Angriff - also schnelle Wechsel der Situationen. Und das macht mir etwas Sorgen.
Vor allem, wenn sich Vieles um ihn herum ereignet - hat er zu tun, zu gucken und vergisst ganz, was er eigentlich machen soll. In der Beziehung fehlt ihm offensichtlich noch die Reife.
Ich denke, in einem Jahr würde sich da viel tun, mal abgesehen davon, daß sich sein Ego da noch sehr entwickeln könnte.
Und ich glaube auch nicht, daß er sich langweilen würde und wenn doch, könnte man ja evtl. in der Freizeit etwas machen, was ihn fordert.
Ach mensch - ist echt schwierig.
Ines
Beitrag von sillysilly - 08.02.12 - 12:04 Uhr
Hallo
seien wir mal ehrlich
du hast dich doch im Herzen schon für eine Rückstellung entschieden 
mach das wo du dich besser fühlst
wo du dich wohler fühlst
wo du denkst dein Kind ist besser aufgehoben
wie geschrieben, meist bin ich dafür den Kindern mehr Zeit zu geben
Grüße Silly
Beitrag von njeri - 08.02.12 - 12:52 Uhr
Das, was du beschreibst, ist aber doch für einen 5jährigen ganz normal, oder?
Ich hab eine Tochter, die fast genauso alt ist wie dein Sohn (übrigens auch so "klein") und die könnte solche Dinge bestimmt auch nicht besser umsetzen, ist aber definitiv ganz normal. Sie wird wohl dieses Jahr eingeschult werden, allerdings ist unser Stichtag auch erst am 30.9.
Wirklich vorstellen kann ich mir aber auch nicht, dass dieser Wildfang 4 Stunden stillsitzen soll...
Vielleicht kannst du die Entscheidung ja noch etwas aufschieben und abwarten, wie er sich entwickelt?
Beitrag von froehlich - 08.02.12 - 11:40 Uhr
Ich würde meiner ersten Eingebung folgen....Du hast viele (wie ich finde vernünftige und nachvollziehbare) Gründe geliefert, warum Deinem Sohnemann ein Jahr Kindergarten noch gut täte. Dein Sohn verliert nichts, wenn er noch ein Jahr "gewinnt", im Gegenteil: er kann nur weiter reifen dabei. Wenn sich hingegen herausstellt, daß er einfach doch noch zu verspielt und verkaspert ist hat er unter Umständen einen schwierigen Schulstart, der sich dann seine gesamte Laufbahn erst mal weiterzieht - das finde ich schade. In der Klasse meines Sohnes sind einige sehr junge Kandidaten wie Dein Sohn - sie fliegen ständig wegen Schwätzens oder Herumalberns aus der Klasse und haben viele Konflikte mit der Lehrerin. Das finde ich immer jammerschade, denn SO sollte Schule ja nun nicht beginnen. Du musst auch bedenken, daß es viele Kinder in der Klasse Deines Sohnes geben würde, die ein ganzes Jahr älter sind als er - und das merkt man extrem, in allem. Also, Fazit: ich würde ihn zurückstellen lassen, so wie Du's geplant hast. Da kannst Du nichts falsch machen. Anders herum aber schon.
Lg, babs
Beitrag von inessa73 - 08.02.12 - 12:20 Uhr
Hallo !
Danke auch Dir für Deine Antwort.
So sehe ich das eigentlich auch. Schaden wird ihm das zusätzliche Jahr sicher nicht, im Gegenteil, so hat er mal das Gefühl, der "Große" zu sein und tankt evtl. bissher mehr Sicherheit.
Und ich denke eben auch an die Zeit nach den ersten 2 Klasse, wo es dann wohl anziehen soll bzw. wenn es draum geht, Gymnasium oder nicht. Es wäre echt blöd, wenn er nun gerade dann wegen des einen Jahres eine ganz andere Ausgangslage hat und sich so sein ganzes Leben evtl. verändert.
Ich habe eben nur Angst - das ich die Gründe, die wir haben, der Schulleiterin nicht richtig vermitteln kann, zumal ich ja selber unsicher geworden bin, weil 2 Personen, die ja einschlägige Erfahrung haben, sich für eine Einschulung aussprechen. Gerade bei der Erzieherin hörte sich das ja vor etwa einem halben Jahr, als sie ihn neu in die gruppe bekam, noch anders an.
Am besten, ich schreibe mal alle Kriterien auf und übe sie ein bisschen, falls wir zum Gespräch müssen 
Ines
Beitrag von froehlich - 08.02.12 - 18:49 Uhr
Ja, mach das, und viel Glück dabei!!!!! Du musst immer bedenken: niemand kennt Deinen Sohn so gut wie Du, auch die Erzieherinnen nicht.....
viel Glück!!!!
babs
Beitrag von muggel04 - 09.02.12 - 02:28 Uhr
Meine Tochter ist am 27.06 geboren und wir hatten genau das selbe Problem. Wir haben es dann so mit der Schulleitung einvernehmlich gelöst, dass sie auf Probe eingeschult wurde. Wir haben also ausprobiert, ob sie das TÄGLICHE Schulpensum, auch mit Hausaufgaben etc. gut schafft. Dabei haben wir festgestellt, dass sie es geschafft hätte, es aber eine Quälerei für sie war. Wir sind in Bayern, sie wurde regulär eingeschult und dann in einer gemeinsamen Entscheidung von uns, der Klassenlehrerin und (am wenigsten) der Schulleiterin, im November 2010 zurückgestellt.
Diese "geschenkte" Jahr war für ihre Entwicklung ganz ganz wichtig. Sie hat einen riesen Sprung in jeder Hinsicht gemacht. In diesem Jahr war sie auch in Logopädischer Behandlung, da ihr das "R" noch gelegentlich Schwierigkeiten machte.
Als sie nun im September 2011 erneut eingeschult wurde, hatte sie von Anfang an einen ganz anderen Stand, war viel Selbstsicherer, fühlte sich den kommenden Aufgaben gewachsen und freute sich auf die Schule. Das ist so geblieben. Sie durchläuft die Schule bisher völlig unkompliziert, macht ihre Sachen selbständig, hat ihre Schulsachen zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort und hat viel Freude an neuen Dingen und den Lernen. Also für uns Eltern läuft das richtig "easy". (Wir haben 5 Kinder, sie ist das 4. Schulkind so haben wir dadurch auch Vergleichsmöglichkeiten).
Es ist wirklich kein Vergleich mit den ersten Einschulversuch. Wenn Du glaubst, Euer Kind braucht noch dieses Jahr, dann gebe es ihm unbedingt. Keiner kennt Dein Kind so gut wie Du, deshalb wird auch Niemand außer Dir/Euch wissen, was das Beste für es ist. Vielleicht kannst Du auch eine Einschulung auf Probe erreichen und dann nach einigen Wochen sehen, wie es läuft und neu entscheiden. Für unsere Tochter war es kein Problem, die Schule wieder zu verlassen. Sie hat sich nicht als Versager gefühlt, im Gegenteil sie sagte, dann bekomme ich halt zwei Mal eine Schultüte..... Wir haben sie in unserer Entscheidung auch mit einbezogen, insofern dass wir ihre eigene Meinung angehört haben und mit ihr auch über die Folgen einer Rückstellung gesprochen haben......evt blödes ansprechen von anderen Kindern etc....
Wir würden es wieder so machen, denn für uns war der Probeweg genau der richtige Weg, ebenso wie die Entscheidung der Zurückstellung - auch gegen die anfängliche Meinung der Schulleitung, die das aber inzwischen genauso sieht.
LG muggel04
Beitrag von inessa73 - 09.02.12 - 11:50 Uhr
Danke Dir für Deine ausführliche Antwort.
Das mit dem Probeeinschulen wäre evtl. auch eine Option, könnte ich ansprechen, falls gar kein Weg funktioniert.
Generell werden wir aber dabei bleiben, daß wir um eine Rückstellung kämpfen. Ich habe schon so oft gelesen, daß gerade dieses 1 Jahr so viel bringt und das würden wir unserem Großen gerne ermöglichen.
Ines
