Hallo ihr Lieben,
sicher wissen einige von meiner Mama die vor 3 1/2 Jahren an ALS erkrankt ist. Am Sonntag den 5.02.2012 hat sie den Kampf gegen diese scheiß Krankheit verloren.
Der Morgen war wie immer. Papa kochte Wasser für den Kaffee, leerte den Aschekasten vom Kamin und zog Mama an. Er wunderte sich, dass sie überhaupt nicht verschleimt war, so wie die Tage zuvor so schlimm. Ihr Herz schlug nur schneller als sonst. Meine Nichte Angelina gab ihr ihren Kaffee durch den Port in ihrem Bauch.
Gegen 11:00Uhr rief sie Papa, dass Mama sich nicht bewegen würde. Er dachte sie wäre noch einmal eingeschlafen. Er hatte sie am Morgen noch geärgert und ihr dne Gottesdienst angemacht. Alles war wie immer...
Und dann kam er zu ihr, berührte sie und spürte keinen Herzschlag mehr. Er hob sie aus dem Bett auf dem Boden und versuchte sie wiederzubeleben während Angelina den Notarzt rief. Sie kam nicht mehr zurück. Sie ist ganz friedlich eingeschlafen.
Gestern wurde das Pflegebett abgeholt und die restlichen Sachen. Papa hat so geweint. Wir alle.
Mama, du fehlst so schrecklich. Ich kann nicht mehr shclafen, nicht essen, nicht denken...Ich weiß das du jetzt bei Petra bist und das ihr auf der Golden Gate Bridge sitzt in euren weißen Kleidern und mit euren Flügeln, und Kaffee trinkt und über Gott und die Welt redet. Es tut so weh das du nicht siehst wie Jonas seine ersten Schritte macht oder zum ersten Mal Oma sagt.
Wir wollten doch noch am Strand reiten zusammen und nach Kanada fliegen. Wenn wir uns wiedersehen müssen wir das nachholen. Versprochen?
Ich vermisse dich so sehr. Ich bin doch erst 25 und Die Kinder sind noch so klein. Angelina und Laura vermissen dich auch so schrecklich und Papa weiß gar nicht was er jetzt ohne dich machen soll. Pass bitte auf ihn auf. Er vermisst dich so sehr.
Und wenn wir uns wiedersehen, dann musst du mir sagen warum du mich immer "Karlchen" genannt hast. Und dann mecker ich erstmal mit dir. Wie kannst du uns denn einfach so verlassen? Still und heimlich? Das war doch Petras Idee, oder?
Am Donnerstag ist deine Beerdigung. Wie soll es ohne dich nur weitergehen?Wie? Ich hatte noch so viele Fragen...
Es war so seltsam dich da liegen zu sehen. Du hast ausgesehen als würdest du schlafen. Hast du gespürt das ich dich noch einmal geküsst habe? Hast du gehört was ich dir zum Abschied sagte? Steffi hat die die Zehensocken angezogen, weil du das immer so lustig gefunden hast wenn wir die trugen. Und deinen Lieblingspulli hast du auch an. Und die Jeans die du so gerne getragen hast.
Als ich dich da liegen sah, ging mir nur durch dne Kopf das du doch frierst...Am liebsten hätte ich dich in eine dicke Decke gehüllt und festgehalten und nie mehr losgelassen.
Gordon und ich haben im Blumenladen deine Lieblingsblumen bestellt. Blaue Iris. Ich hoffe du freust dich darüber.
Ich liebe dich so sehr. Ich weiß nicht wie es ohne dich weitergehen soll...
http://mifamilia.beepworld.de/mamaistnuneinengel.htm
Ich hoffe du wartest auf mich, damit wir zusammen am Strand reiten können und damit ich dich alles fragen kann, was ich dich fragen wollte.
In liebe dein kleines Mädchen, dein "karlchen"
Meine Mama ist jetzt ein Engel...
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Beitrag von germany - 08.02.12 - 12:34 Uhr
Beitrag von naeuze - 08.02.12 - 12:47 Uhr
...mir kamen eben beim lesen wirklich die Tränen...
würde Dich gerne drücken..es tut mir unendlich leid das Deine Mama so früh gestorben ist. und ich freue mich für Deine Mama das sie scheinbar so still und so friedlich gehen durfte.
Euch allen wünsch ich viel Kraft in der nächsten Zeit und viel Liebe...
Ich bin von Euch gegangen,
nur für einen Augenblick und gar nicht weit.
Wenn Ihr dahin kommt,
werdet Ihr Euch fragen,
warum Ihr geweint habt.“
(Lao Tse)
Beitrag von liebelain - 08.02.12 - 17:01 Uhr
Ein einziger Mensch fehlt und die ganze Welt ist leer.
Schon wieder ist eine Mama gestorben.
Hallo germany,
wie soll man jemanden trösten, der dreieinhalb Jahre dabei zusehen musste, wie sich seine so innig geliebte Mama langsam und qualvoll auflöste und der nun plötzlich für immer Abschied nehmen muss?
Vielleicht damit, dass sie nun ihre unvollkommene irdische Hülle abwerfen durfte und endlich wieder fliegen kann. Vielleicht, dass sie immer bei Euch sein wird, nicht nur in Euren Herzen und Gedanken. Vielleicht, dass wir immer auf das Wiedersehen hoffen dürfen und dass sie dereinst auf uns warten.
Wie kann ich Dich trösten? Ich kann es nicht. Mit viel Glück vermag die Zeit Linderung zu bringen. Der Schmerz wird erträglich, aber er bleibt für immer.
Mit hartem Dröhnen ist das
schwere Tor der Erde
hinter dir ins Schloss gefallen.
Ich lege lauschend an den
Spalt mein Ohr und höre
drüben deine Schritte hallen.
Der Klang stählt mir das Herz
so hart es litt und schlägt
den Lärm des Tages nieder.
Du drüben und ich hier,
wir halten Schritt und treffen uns
am gleichen Ziele wieder.
Sei herzlich umarmt.
liebelain
Beitrag von our_darkness - 08.02.12 - 19:59 Uhr


Beitrag von sandra7.12.75 - 08.02.12 - 20:33 Uhr
Hallo


lg
Beitrag von tauchmaus01 - 08.02.12 - 21:14 Uhr
Ach liebe Germany,
jetzt "kennt" man sich schon so lange und ich kann Dich doch nicht in den Arm nehmen und ganz fest drücken.
Fühl Dich trotzdem von mir urbiadoll 

Ich habe einen richtigen Kloß im Hals........
Sicher wirst Du eines Tages mit Deiner Mama über die Wolken reiten......
Mona
Beitrag von peggyline - 08.02.12 - 21:34 Uhr
Hallo,
ich kann sehr gut nachvollziehen wie du dich fühlst
Mein Vater ist am 10.Januar ganz plötzlich verstorben. Auch ich habe mit ihm noch "eine Rechnung offen" und muß noch mit ihm schimpfen wie er sich einfach so aus dem Staub machen konnte. Auch wir wissen nicht wie alles ohne ihn werden soll
. Die Beerdigung ist sehr wichtig, mein Vater hatte eine wunderschöne, wenn man das so sagen darf. Es tut einfach sooo weh.
Aber, jetzt geht es ihm und auch deiner Mama gut. Wir sehen sie wieder...
für deine Mama
für meinen Vater
LG Peggy
Beitrag von pupsy - 09.02.12 - 05:39 Uhr
Hallo germany,
auch ich wünsche Dir und deiner Familie viel Kraft. Ich habe auch deine bzw Eure Geschichte immer verfolgt.
Kennen uns hier schon so lange. Immer mal wieder geschrieben, und nun weiß man gar nicht was man schreiben soll, aber man dennoch das verlangen hat, etwas schreiben zu wollen.
Fühl dich 
die ist für deine Mama
Lg
NIcole
Beitrag von biasje - 09.02.12 - 08:31 Uhr

Beitrag von galeia - 09.02.12 - 10:05 Uhr
Ich seh deine Mama und Petra richtig vor mir, als Engel auf der Golden Gate Bridge mit einem Käffchen in der Hand 
Mir kamen die Tränen beim Lesen, auch wenn ich dich nicht kenne, denke ich fest an dich, deine Familie und an deine Mama und Petra.
Ich wünsche euch allen für die nächste Zeit viel Kraft um mit dem großen Verlust umzugehen. Ich bin mir sicher, deine Mama ist jetzt von allen Beschwerden befreit, es geht ihr richtig gut und in sehr vielen, vielen Jahren wirst du sie wieder sehen.
FG H.
Beitrag von butler - 09.02.12 - 11:35 Uhr
Sch... ALS, ich drück Dich mal und weiß wie es Dir geht.
Bei uns ist es schon 14 Jahre her das meine Schwiegermutter an dieser blöden Krankheit gestorben ist. Das einzige was uns "beruhigt" hat, ist das Sie nun nicht mehr leiden muß.
Ich finde diese Krankheit so grausam da der betroffene geistig ja voll da ist und den körperlichen Verfall so komplett erlebt.
Jetzt schaut sie von oben herab und mag euch sagen das Sie sich nun endlich wieder bewegen / essen kann.
Ich wünsche euch alles Gute

und eine für Oma Engel die jetzt ihren Mann
an ihrer Seite hat
Beitrag von myimmortal1977 - 09.02.12 - 12:18 Uhr
"Nicht immer kann die Zeit alle Wunden heilen
Sie kann uns manchmal nur dabei helfen
mit den Schicksalen des Lebens besser umzugehen,
irgendwann das Wieso und Warum zu verstehen
und lernen zu akzeptieren"
Ich kann Dir eins versprechen, es wird besser....... Irgendwann.......
Ich verlor beide Eltern auch sehr unschön an die Krankheit Krebs.
Ich wünsche Dir von ganzem Herzen....
- das Du aktuell helfende Hände findest, die Dich in der ersten schweren Phase des Begreifens stützen
- das Du den Mut aufbringst, nach der akuten Trauerphase wieder nach vorne zu blicken
- das Du das Erlebte der vergangenen Zeit für Dich in ein Positiv drehen und gestärkt aus der Sache heraus gehen kannst (frei nach dem Motto: So schnell haut Dich nichts mehr im Leben um)
- das Du im späteren Verlauf wieder mit lachendem Herzen offen über Deine Mutter sprechen kannst, denn das wird sie lebendig halten
- das Du Dir irgendwann die Frage stellen kannst, wie Dich Deine Mutter gern im Leben gesehen hat, was sie Dir gewünscht hätte.... Sicherlich das es Dir gut ergeht, Du sorgenlos und glücklich und lachend durch das Leben gehst..... Dann versuch es so umzusetzen.... Sie wird Dich von oben sehen und sich drüber freuen!
- das Du irgendwann an den Punkt gelangen kannst, Deine eigene Trauer hinten an zu stellen und aus der Sicht des Betroffenen, in dem Falle Deiner Mutter, zu denken, dass sie nun erlöst ist von aller Last und allem Leid
Denk immer daran, sie ist endlich frei!!!!! Losgelöst von allem, was ihr das irdische Leben als Ballast auf die Schultern gelegt hat.
Ich bin mir sicher, Eure Zeit wird irgendwann kommen, um alle Wünsche und Träume, die zu Lebzeiten unerfüllt blieben, dort oben nachzuholen und zu realisieren.
Doch bis dahin hast Du hier hoffentlich noch eine lange Aufgabe zu erfüllen! Deine Familie zählt auf Dich und Deine Mama wird mit Stolz von oben runter blicken, wie toll Du Dein Leben hier unten managen wirst.
Janette
Beitrag von holidaylover - 09.02.12 - 20:04 Uhr

Beitrag von melli-4 - 09.02.12 - 20:30 Uhr
Erstmal mein Beileid für Dich und Deine Familie 
Ich weiß nicht ob es passt in dem Zusammenhang hier, aber ich finde dass Du so eine schöne, mit sehr viel Liebe, gemachte Homepage hast. Das ist so eine schöne und ich denke mit der Zei,t auch sehr wichtige Erinnerung.
Ich wünsche Euch viel Kraft für die nächsten Wochen-Monate....
"Der Tod der Mutter ist der erste Kummer den man ohne Sie beweint"
LG Melli-4
Beitrag von michi3005 - 11.02.12 - 19:50 Uhr
Hallo,
ich verfolge Deine Geschichte schon ganz lange still und wünsche Dir mein Beileid.
Bei Deinem Beitrag musste ich weinen, jetzt ist sie erlöst, ich weiß es ist kein Trost und sie fehlt so sehr, oft stelle ich mir die Frage warum manche Menschen so leiden müssen
.
LG
Beitrag von shira21 - 26.02.12 - 20:03 Uhr
Lass Dich ersteinmal
.
Ich kann Dich so gut verstehen. Meine Mutter ist 9 Tage nach meinem 24 Geburtstag gestorben und 11 Tage nach ihrem 50.
Sie hatte Krebs und vor ein halbes Jahr ein Vollpflegefall. Wir haben sie auch zuhause bei uns gepflegt. Mein Papi, mein Bruder und ich waren auch bei ihrem Tod dabei. Leider ist sie nicht einfach eingeschlafen. Aber ich habe die Hoffnung, dass sie von ihrem Tot und dem Wasser in der Lunge nichts mehr mitbekommen hat. Aber die Bilder vergisst man einfach nie mehr.
Eine Mutter ist einer der wichtigsten Menschen im Leben und einfach nicht zu ersetzen. Meine 3 Kinder haben keine Omi mehr. Dass ist das Schlimmste für mich.
Alle sagen einem immer: Die Zeit heilt alle Wunden.....
und nach 6 Jahren kann ich Dir sagen sie haben alle Recht. Aber das Narben ein Leben lang bleiben werden. Dass sagt einem keiner.
Ich wünsche Dir viel Kraft und eine Familie und Freunde die Dich in der schweren Zeit auffangen.
Ganz herzliche Grüße
Shira
