Waldkindergartenmütter...

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Beitrag von murmel72 - 08.02.12 - 13:28 Uhr

...ich habe eine Frage:

Gehen eure Kinder auch täglich in den Wald bei Temperaturen um die -15 Grad tagsüber?
Ich finde die Waldpädagogik ja super, sonst wären meine Kinder nicht dort. Aber ich frage mich gerade, ob man es nicht etwas übertreibt, die Kinder täglich 5 Stunden bei diesen Extremtemperaturen raus zu schicken.

Ich habe die Kiga-Leitung schon angesprochen, ob es nicht möglich wäre, mit den Kindern wenigstens verkürzt in den Wald zu gehen (es ist ein festes Haus vorhanden) solange es so extreme Temperaturen hat. Das wurde aber kategorisch abgelehnt.

Die Kinder leiden schon sehr unter der Kälte. Die Augen sind knallrot, tränen, die Haut (trotz Kältecreme) extrem angegriffen, sie sind körperlich total fertig. Auch die Aussagen der Kinder besagen, dass sie keine Lust haben so lange draussen zu sein.

Wie seht ihr das? Draussensein geradlinig durchziehen?

Ich ärgere mich gerade ziemlich über so wenig Flexibilität.

Gruss
Murmel

Beitrag von minimix77 - 08.02.12 - 13:38 Uhr

Unser Waldkindergarten verkürzt bei den Temperaturen das "draußen Programm" und ich finde auch, das Kinder in dem Alter bei -15 und mehr nicht den ganzen Vormittag pausenlos draußen sein müssen, nur damit man unter allen Umständen sein PRogramm durchzieht. (auch nicht in nem Waldkindergarten)

lg

Beitrag von katie0072 - 08.02.12 - 13:51 Uhr

Hallo,

unser Waldgruppe hat auch eine feste Hütte sogar mit Ofen und Kamin - ABER - sie waren auch Freitag, Dienstag und heute im Kindergarten und nicht im Wald.
Montag war es laut meinem Sohn ok aber er war auch schon sehr müde nachmittags.
Ab morgen fahren sie wieder in den Wald.

LG Katie

Beitrag von murmel72 - 08.02.12 - 14:13 Uhr

hm, eure Kindergärten scheinen da etwas menschlicher zu sein.

Beitrag von katie0072 - 08.02.12 - 19:38 Uhr

Hallo,

bei uns gibt es aber auch immer die Möglichkeit in den Kindergarten zu gehen - die Waldgruppe hat dort auch einen Raum - dieser ist vor allem für nachmittags, kann aber z.B. bei Sturmwarnung etc. auch sonst genutzt werden. Unser Waldgruppe gehört zu einem der städtischen Kindergärten was in meine Augen ein großer Vorteil ist, da es dann auch Mittagessen und ganz normale Nachmittagsbetreuung im Kindergarten gibt. Von den 20 Kindern haben glaube ich nur 4 keinen Ganztagsplatz.

Vielleicht hat Euer Waldkindergarten auch nicht so viele Möglichkeiten und die Eltern sind auch auf verlässliche Brtreuungszeiten angewiesen.

LG Katie

Beitrag von murmel72 - 08.02.12 - 21:56 Uhr

Hallo,

unser Kindergarten ist ähnlich wie eurer - vormittags draussen, dann Mittagessen im Gebäude (erst um 13.30 Uhr) und danach normale Betreuung drinnen bis maximal 17.30 Uhr. Von daher wäre es gar kein Problem, bei eiskalten Tagen auch mal drinnen zu bleiben oder die "Draussen-Zeit" zu verkürzen. Bei uns ist das eher eine Prinzipienreiterei seitens der Leitung.

Viele Grüsse
Murmel

Beitrag von ratpanat75 - 08.02.12 - 14:13 Uhr

Hallo,

mein Sohn geht zwar mittlerweile zur Schule, aber ja, er war auch bei -15° täglich 6 Stunden draußen.
Ihm hat das allerdings kein bißchen ausgemacht, er war immer gerne draußen und hatte auch körperlich keine Probleme damit, die Waldwiese liegt bei uns sehr windgeschützt.

Wenn ich allerdings sehen würde, dass mein Kind unter den Temperaturen leidet und selbst sagt, dass er keine Lust hat, bei der Kälte so lange draußen zu sein, dann wäre das etwas ganz anderes. Ich kann dich verstehen, dass du da eine gewisse Flexibilität vermisst.

LG

Beitrag von sloujetr - 08.02.12 - 15:27 Uhr

Hallo,

irgendwann ist die Kälte gesundheitsgefährdend. Kein Mensch bleibt bei -15°C draußen, geschweige denn ein Kind. Außerdem besteht das Risiko von Erfrierungen. Und haben wir in Europa nicht schon 300 Kältetote? Sprich die Kitaleitung bitte an, daß sie die Zeit verkürzen.

LG
Sonja

Beitrag von anira - 08.02.12 - 16:00 Uhr

also
ich glaube du ärgerst dich zurecht
ich lauf imo 25mins hin zum kiga und mit den Kids dann heim
etwas mehr als 25mins
da ich kein füherschein habe
gestern kam dazu noch so ein ekeliger wind
man kann nicht alles schützen
gerade das gesicht kann man nicht 100 pro einpacken und da tut die kälte nun mal weh
mein Jüngster hatte vorgestern auch vor kälte geweint

ich finde ab minus 15 grad sollte man nicht raus wenn es nicht sein muss
es sind ja auch immer noch kinder

nächste woche soll es aber viel besser werden
ich drück uns allen mal die daumen;)

und hoff die briefträger zeitungsausträger müllsammler und alle anderne die ihren arbeitsplatz draussen haben halten noch die paar tage durch

Beitrag von la1973 - 08.02.12 - 16:13 Uhr

Unser Waldikindergarten hat ein Tipi (Zelt) mit Feuerstelle zum Aufwärmen.
Eine Bekannte von mir arbeitet dort als Integrationshilfe.
Da ich unsere Tochter auch in den WaldKiGa schicken möchte, habe ich sie drauf angesprochen, was bei diesen Temperaturen passiert.

Sie sagte mir, dass der Tagesablauf eigentlich derselbe sei, nur werden öfter Teepausen am Feuer gemacht und sie achten darauf, dass alle ständig in Bewegung sind. Scheint gut zu funktionieren.

Mein Neffe (anderer WaldKIGA) will auch nach 5h Dauerfrost nicht heim.

Beitrag von bine3002 - 08.02.12 - 16:41 Uhr

In unserem Kindergarten haben diue Kinder die Wahl: Drinnen oder draussen. Die meisten gehen raus. Meine Tochter gehört dazu.

Sie hat eine gute Fettcreme im Gesicht, dazu eine Schalmütze (die zwar vollkommen doof aussieht, aber schön warm hält). Sie trägt gute Stiefel und mehrere Schichten Klamotten. Im Rucksack hat sie Tee und Taschenwärmer. Sie friert nicht. Und selbst am Wochenende hält sie nichts in der Wohnung, da geht sie zur Zeit mehrere Stunden Schlittschuhlaufen.

Ich denke, es ist echt eine Typfrage. U. U. ist die Kleidung deines Kindes auch noch "ausbauhfähig". Vielleicht noch eine Sturmhauge über Mund und Nase ziehen?!?

Beitrag von schmuchi - 14.02.12 - 09:18 Uhr

Hallo!

Wir kennen seit 5 Jahren den Waldkindergarten, aber es war noch nie sooo kalt. Dieses Jahr haben die Erzieher erstmalig die Kinder zu Beginn "Zwangsweise" nur drinnen (Bauwagen) spielen lassen und sind erst später raus gegangen.

Die Erklärung: Kinder merken erst kurz vor dem Schmerzpunkt, dass sie frieren und müssen dann ganz schnell ins Warme, wennn sie dann aber erst noch zur Hütte laufen müssen, dauert dass zu lange. 2. Aussage: es grenzt an Körperverletzung die Kinder den ganzen Vormittag bei -15° draussen zu lassen.

Ich finde das eine gute Lösung. Zwei Stunden am Stück draussen zu sein reicht doch alle mal bei -15°.

Lg, schmuchi