Hallo ihr alle,
hab mal eine Frage, wir haben 5 Kinder, der Große ist schon fast 21, die Kleinere 15 und bei den Beiden war es nie so das man mal irgendwo von irgendeiner Förderung gesprochen hat.
Aber meine Kleinen 8 Jahre, 6 Jahre und grad 3 Jahre.
Der erste soll zu einer Heilpädagogischen Förderung, er ist eher ruhig und verträumt, hat nicht viele Freunde und es stört ihn auch nicht, er ist nicht so gern mit vielen Kindern zusammen zum spielen.
Der 2. ist ein wuseliges Kerlchen, aber ich finde ihn jetzt nicht unbedingt aussergewöhnlich, spielt gern, fährt Fahrrad u.s.w der soll jetzt mit einer Frühförderung im KiGa beginnen bis zum Sommer da kommt er dann zur Schule.
So nun der Kleinste vor ein paar Tagen 3 geworden, seit letztem Sommer im KiGa, hatte heute ein Gespräch, er spielt ganz toll, aaaber er spricht noch nicht soo gut wie die anderen und Motorisch hällt er sich sehr zurück in der Bewegungsbaustelle, hier im Garten klettert er fährt mit seinem Laufrad u.s.w
Er kann noch keine Kreise und Kreuze malen.
Er soll jetzt auch eine Frühförderung im KiGa bekommen, muß also auch mit ihm die Tests machen.
Was ist los? Kann kein Kind mehr so sein wie es ist? Machen ich alles falsch?
Also irgendwie finde ich es langsam etwas komisch, wenn man was sucht findet man doch immer etwas oder?
Aber bei ALLEN???
Kennt das einer von euch, ich mache ja alles für die Kids, aber muß das denn wirklich sein?
Die Erzieherin meint es wäre gut für ihn, damit es gar nicht erst dazu kommt, das er Probleme bekommen könnte.
Über eure Meinungen bin ich gespannt.
Lieben Gruß
nienicht
falls viele Fehler, ich schreib grad zwichen Tür und Angel
immer diese Förderungen
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Beitrag von nienicht - 08.02.12 - 15:28 Uhr
Beitrag von redfrog - 08.02.12 - 15:33 Uhr
Also ich wäre damals froh gewesen hätte jemand meiner Mutter damals eine Förderung für mich Vorgeschlagen bzw. hätte es sie damals so in der Form gegeben.
Statt dessen sah man lieber zu wie ich vom Kindergarten an bis zur letzten Schule hin gemobbt wurde und das ohne Unterlass.
Klar finde ich auch das ein Kind ruhig so sein darf wie es eben nun mal ist.
Doch halt ich es auch für besser Kinder zu fördern wenn KiGa o. Schule bedarf sehen.
So kann man sich am Ende wenigstens nicht vor werfen man hätte etwas Versäumt den nachholen kann man es nicht.
Irgendwann ist es halt zu spät dafür.
Doch das ist meine ganz private Meinung.
Meine Tochter (4) hat auch Frühförderung und zunehmend sehen wir verbesserungen.
Wo wir vorher garnicht glaubten das es eine geben könnte.
Beitrag von engelshexle - 08.02.12 - 16:30 Uhr
Hallo nienicht,
bin seit über 20 Jahren erzieherin und es ist wirklich so, daß immer mehr Kinder zur Förderung geschickt werden...
Ich denke, daß es einerseits daran liegt, daß die Erzieher immer besser ausgebildet werden und auch sehr viele Fortbildungen möglich gemacht werden, sodaß die Kinder besser beobachtet und eingeschätzt werden können....
Andererseits werden auch oft Kinder in Förderungen geschickt, weil sie "nicht der Norm" ( der Eltern...)entsprechen/ nicht angepasst sind / auch mal schwierig sind.....
Trotzdem ist es ein schmaler Grad zwischen sinnvoller und übertriebener Förderung !!!!
Deshalb beziehen wir immer die Eltern in unsere Beobachtungen mit ein und nutzen die Möglichkeiten der Förderstellen, wobei wir den Eltern immer raten mit offenen Augen hinzugehen, im Gespräch mit dem Kind und der Förderstelle bleiben und die Augen offen halten, welche Fortschritte gemacht werden....
Abschließend bin ich -auch nach über 20-jähriger Erfahrung- immer noch der Meinung, daß die Eltern spüren, was ihr Kind braucht..Und wenn Eltern und Erzieher an einem Strang ziehen und offen sind, kriegt man die Kinder auch ohne übertriebene Förderung groß ( trozdem ist es gut, daß es die vielen Förderangebote gibt und für Kinder, die dies benötigen, ist es seeeeehr sinnvoll und hilfreich )
Grüßle vom engelshexle
Beitrag von bine3002 - 08.02.12 - 16:48 Uhr
Ich denke, dass der Druck in der Schule größer geworden ist, weil die Kinder in kürzerer Zeit immer mehr lernen müssen. Überleg mal, wieviel Wissen allein in den letzten 10 Jahren dazu gekommen ist, z. B. Geschichte, Technik usw. Die Schulzeit wurde in dieser Zeit aber verkürzt und die Kinder müssen dank neuer Kann-Kind-Regelung auch immer früher zur Schule. Da sie aber noch genauso schnell "reifen" wie früher, müssen sie eben künstlich auf schulfähig "getrimmt" werden.
Ich denke, dass viele Entwicklungsschritte auch durch völlig normale Dinge gefördert werden könnten, wie z. B. Vereinssport. Das wiederum hat dann den Vorteil, dass sich ganz nebenbei der Freundeskreis erweitert, dieser Freundeskreis unabhängig von Kindergarten- und Schulwechsel bestehen bleibt, das Sozialverhalten verbessert und das Selbstbewusstsein gestärkt wird. Im Gegensatz dazu wird letzteres meiner Meinung nach durch Therapien eher geschwächt, weil das Kind das Gefühl bekommt, den Ansprüchen nicht zu genügen. Alles sehr schade...
Beitrag von deserteur - 08.02.12 - 18:08 Uhr
"Ich denke, dass der Druck in der Schule größer geworden ist, weil die Kinder in kürzerer Zeit immer mehr lernen müssen."
Ich hab eher den gegenteiligen Eindruck: Jemand, der heute zur Schule geht, muss nur einen Bruchteil der Anforderungen erfüllen, die viele aus der älteren Generation noch kennen. Das Ergebnis ist dann, dass die Arbeitgeber mit dem Rohmaterial aus der Schule oft genug nichts anfangen können.
Beitrag von alexa81 - 08.02.12 - 21:55 Uhr
***Im Gegensatz dazu wird letzteres meiner Meinung nach durch Therapien eher geschwächt, weil das Kind das Gefühl bekommt, den Ansprüchen nicht zu genügen. Alles sehr schade... ***
Im Großen und Ganzen sehe ich das Ganze sehr ähnlich wie Du. Zum Thema Selbstbewusstsein habe ich aber eine etwas andere Meinung...
Unser Mittlere geht seit kurz vor ihrem vierten Geburtstag zur Logopädie - und das hat ihrem Selbstbewusstsein einen riesigen Schub gegeben! Sie merkt selbst sehr deutlich, dass sie nicht so gut spricht wie ihre Freundinnen, sie hat Hemmungen, mit "Fremden" zu sprechen, weil in 90% der Fälle die Frage an mich kommt "Was hat sie gesagt?" Das ist wahnsinnig frustrierend für ein Kind.
Nun geht sie zur Logopädie, ist wahnsinnig stolz auf sich, wenn sie einen weiteren Buchstaben "richtig" aussprechen kann, hat einen großen Batzen Selbstbewusstsein hinzugewonnen und sieht es als absolutes Privileg, dass SIE zur Logopädie "darf".
Sie hat eine ganz tolle, liebe Logopädin, die sie unheimlich mag. Außerdem haben wir nie in irgendeiner Form negativ von der Logopädie gesprochen oder unsere Tochter "bemitleidet", dass sie dorthin muss. Für sie ist das genau so ein Highlight, wie zum Kinderturnen oder zum Reiten zu gehen.
Also, ich denke, ob das Selbstbewusstsein des Kindes unter der Therapie leidet, hängt ganz stark davon ab, wie man ihm vermittelt, um was es dort geht und wie das Umfeld darauf reagiert.
Viele Grüße, Alex
Beitrag von nienicht - 08.02.12 - 16:59 Uhr
Hallo,
Danke für eure Antworten, ja ich finde das mit der Förderung ja auch nicht schlech, aber was mich so na ja stört, na mein Kleiner ist grade erst letzten Monat 3 geworden und jetzt schon förderung 
Da wird einem doch immer gesagt, das die Kinder in der Entwicklung sehr unterschiedlich sind, aber dem ist dann ja gar nicht so, er hat Stärken aber eben auch schwächen, aber MUß man denn mit grade 3 Jahren schon ALLES können?
Lieben Gruß
nienicht
bin wohl auch etwas genervt, ständig von einem Test zum anderen, und dann noch die genehmigungen u.s.w, bis man eine Sache durch hat, fängt die nächste schon wieder an.
Beitrag von kati543 - 08.02.12 - 18:12 Uhr
Hallo nienicht,
ich schreibe es dir mal von meiner - also von der "anderen" - Seite, denn ich bin Mutter von 2 schwerbehinderten Kindern bei denen man die Behinderungen (trotz der immer hoch gelobten U's) nicht erkannt hat. Mein Großer war (angeblich) bis zur U7 völlig normal entwickelt, und mein Kleiner bis zu jenem schicksalshaftem Tag, an dem mir einfiel den Kinderarzt zu wechseln (im April 2009) auch. Ich war mit meinen Kindern bis dahin immer wieder beim (Kinder-)Arzt gewesen wegen allen möglichen Auffälligkeiten - aber es war ja immer alles in Ordnung ...
Der neue KiA war eine Gemeinschaftspraxis von einem Ehepaar - Kinderneurologe und Kinderärztin. Wir hatten eigentlich einen Termin für die U7a bei der Kinderärztin. Ich hatte beide Jungs mit. Sie kam rein mit den Worten: "Ach herje, das kann ich gar nicht. Da muß ich meinen Mann holen." Ihr Mann hat dann meine Söhne 2 Stunden lang untersucht. Ich habe die Praxis mit 7 Überweisungen verlassen. Nach einem Diagnosemarathon der letzten drei Jahre wissen wir nun, dass der Kleine eine schwere geistige Behinderung und zahlreiche Fehlbildungen hat und frühkindlicher Autist ist. Die Tatsache, dass er auf dem linken Auge blind ist, fällt da schon kaum noch ins Gewicht. Der Große ist nicht ganz so schwer krank. Er hat auch alle Fehlbildungen, die der Kleine hat, aber alle eine Nummer "schwächer". Er hat zum Glück einen durchschnittlichen IQ und nur eine Autismusspektrumsstörung. Außerdem noch eine taktile und auditive Wahrnehmungsstörung und natürlich eine globale Entwicklungsverzögerung mit Schwerpunkt auf der Sprache.
... und das alles hat unsere alte Kinderärztin nicht erkannt. Daher sei froh, dass ihr offensichtlich kompetente Ärzte und Erzieher habt, die so etwas erkennen. Bei meinen Kindern hat die Förderung erst angefangen, als es schon zu spät war. OP's konnten nicht gemacht werden, weil das optimale Zeitfenster für die OP schon vorbei war. Und das bei lebenswichtigen Sachen. Wir mussten Entscheidungen treffen, die zu treffen geradezu furchtbar sind. Und alles nur, weil die Ärztin nicht erkannt hat, dass es sich bei meinen Kindern nicht um 2 gesunde, sondern um 2 schwerkranke, schwerbehinderte Kinder handelt.
Mein Ältester war übrigens damals 3 Jahre und der Kleine 1,5. Da fingen alle Förderungen an. Also 3 Jahre kann schon viel zu spät sein. Mein Großer hätte z.B. eher Logopädie und Ergo gebraucht. Dann wäre uns eine Sprachheilschule wahrscheinlich erspart geblieben. Und beim Kleinen ... naja, wir sind froh, dass er lebt. Es gab einige sehr kritische Momente.
Von Förderung kann ich ein Lied singen. Es gab Zeiten, da hatten wir jeden Tag 2 Förderungen. Das war höllisch anstrengend und ohne unser Au pair wäre es gar nicht zu schaffen. Aber die Frühförderung hat geholfen. Dort hat Daniel seine ersten Gebärden gelernt. Und das Zusammensein mit den anderen Eltern hat mir geholfen. Die halbe Stunde jeweils dort, wo die Kinder von den Pädagogen "bespielt" wurden, war die einzige Zeit in der Woche, die ich für mich hatte.
Beitrag von lulu2003 - 08.02.12 - 20:11 Uhr
Ohne dir zu Nahe treten zu wollen, aber fällt einem als Mutter nicht auf dass da etwas nicht stimmen kann? Deine Aufzählung an Diagnosen liest sich schlimm. Da frage ich mich ob es einem auch als "nicht medizinisch ausgebildeter Mensch" nicht auffällt?
Alles Gute für euch.
Beitrag von letoline - 08.02.12 - 20:50 Uhr
Hallo!
So wie ich gelesen habe, war sie ja auch vorher oft beim Arzt, weil ihr was aufviel, oder hab ich das missverstanden?
Jedoch kenne ich das auch zu gut, das man ewigkeiten zum Kinderarzt rennt, weil da doch was nicht stimmt und es schließlich zu spät ist. Gott sei dank ist unser KA da sehr vorsichtig und überweist lieber einmal zu viel.
Leider ist das nicht immer der Fall, vorallem bei der Erkrankung die mein Sohn hat, da die nicht so bekannt ist, selbst bei Kinderärzten nicht!!!
Bekannte von mir, dessen Tochter zeitgleich die Diagnose bekommen hat wie mein Sohn, sind bis sie so weit waren 1 Jahr zum Arzt gerannt, bis sie dann selbstständig zum Augenarzt gingen, der sie sofort in die Uniklinik überwies.
lg daniela
Beitrag von lulu2003 - 08.02.12 - 20:56 Uhr
Puuuh. Echt hart sowas. Man kann echt keinem mehr vertrauen.
Beitrag von kati543 - 08.02.12 - 22:30 Uhr
Natürlich fällt es auf. Deswegen waren wir ja oft beim Arzt. Der letztendliche Grund für den Wechsel war dann, als sie meinen damals 3-jährigen Sohn als normal einstufte, obwohl ich ihr gerade gesagt hatte, dass er beimjedem 2. Schritt hinfällt...nachdem er vorher schon mal perfekt laufen konnte.
Beitrag von xyz74 - 09.02.12 - 08:39 Uhr
wenn man an den "richtigen" Arzt kommt, dann kann man sich als Mutter den Mund fusselig reden.
Man wird als hysterische Mutti hingestellt, die keine Ahnung hat!
Oft genug im Bekanntenkreis erlebt.
Unseren alten Kia hab ich selber auch nicht ohne Grund gegen einen neuen ausgetauscht.
Beitrag von babylove05 - 08.02.12 - 18:12 Uhr
Hallo
ich denke des es daran liegt des diese Förderungen vor 21 oder auch nur 15 jahren eben nocht nicht so gut "Erforscht" und "Ausgebaut" waren .
Ich find es klasse des es heute diese möglichkeiten gibt .
Meine Bekannt von mir hat ein Kind mit Down Syndrom , mittlerweile ist sie 21 , sie musste damals alles selber machen , ihr Kind komplett selber fördern weil es eben diese tolle möglichkeiten und auch diese tollen Techniken und Hilfmittel nicht gab , sie musste viel selber aus tüfteln um des leben für ihre tochter so normal wie möglich zu machen . Sachen die heute einfach selbstversändlich sind .
Mein Sohn hat sprachlich auch Entwicklungsverzögerung , wir mussten auch zum Test da im verdacht autistische züge und andere Entwicklunsgverzögerungen lagen . was aber danke den test ausgeschlossen werden konnte . Er sollte vor den Test auch zu Früh Förderung oder Ergo , und ganz ehrlich , wäre bei den test raus gekommen des es "nötig" gewesen wäre , dann wäre ich froh gewesen des es erkannt worden ist und er sich so selber helfen kann und nicht mehr in manchen dingen selber in weg steht ( eben auch in der Motorik, was nichts mit Toben , Laufrad fahren und co. zu tun hat , den des kann er auch shcon lange . Er ist aber extrem tapsig ) .
Bei den Test kam aber raus des all das nur an der Sprach liegt , des er sich einfach zurück zieht weil er sich nicht ausdrücken kann .
Seit er in die Logo geht kann er z.b auch ein Stift richtig halten , fängt an zu schreiben und kann nun auch richtig malen . Es hat einfach Klick gemacht . Wir haben zuhause auch vor der Logo viel mit ihm gelesen , gesprochen , Stift haltung geübt . Aber wir sind eben keine Fachleute
Also ich find es super des es so viele möglichkeiten der Früh Förderung gibt ( sei es Logo , ergo oder andere Frühförder programme ) . Die ansprüche in den schulen werden auch immer mehr und Kinder die dann den ganzen tag vor sich her träumen und in ihrer eigenen welt leben können da leider schnell untergehen , wenn sie nicht lernen damit umzugehen.
Lg Martina
Beitrag von twins - 08.02.12 - 18:50 Uhr
Hi,
Meiner Meinung ist, dass alles nur noch schubladendenken ist.
Sicherlich - es gibt immer Kinder die eine Förderung dringend notwendig haben aber es gibt immer mehr Erzieher, die. Ur noch Förderung veranschlagen, weil sie keine Lust oder zeit haben sich auch mal um Kinder zu kümmern, die in irgendeiner weise Hilfe benötigen.
Sie sie zu
Zu schüchtern, bitte ergo
zu Wild, ADHS
Sprechen nicht perfekt, logo
Still, lieb und nett als junge, bitte zum Psychologen
Mit drei noch unsicher ob links oder rechtshaendig - bitte ergo
Zwei mal stolpern im Wald, bitte ergo wg. Gleichgewichtsstörung
Stolpert über eine Tasche bitte zum Augenarzt, weil sie übersehen wurde
Redet nicht altersentsprechend- dumm und daehmlich...
Das ist nicht übertrieben ,alles selber erlebt bei j seren kids....und wir hatten eine Gruppe mit 26 Kindern, wo ich schon von 18 Kindern wusste, die in irgendeine Therapie mussten, sollten.....
Da frage ich mich echt, ob die Kids nicht alle einen Schaden haben.
Die Erzieher lernen fünf Jahre, und dementsprechend sind sie Super fleißig ihr Wissen an den Mann zu bringen und Diagnosen zu erstellen.
Anstatt selber bei der stifthaltung zu helfen, gibt es besondere Stifte oder Halter und wenn das nicht klappt geht's zur ergo. ...sie haben halt keine zeit mehr, sich mit dem Kind zu beschäftigen und dem Kind zu helfen.
Und bevor die Eltern Anklagen, das sie dieses im Kiga nicht gelernt haben, zeigen sie ein Defizit auf und geben die Verantwortung an die Eltern mit Hinweis ergo zurück.
Ich habe eins gelernt: das Kind selber einzuschätzen und wenn wirklich ein Defizit ist, dann noch einmal beim Kinderarzt oder fruefoerderstelle prüfen lassen.
Aber nicht einfach etwas machen, was die Erzieher vorschlagen.
Grüße
Lisa
Beitrag von nienicht - 08.02.12 - 21:07 Uhr
Hallo ihr alle,
vielen Dank für die vielen Meinungen 
Wie ich sehe gehen diese hier auch sehr weit auseinander.
Ich werde jetzt zwar diesen Test machen lassen, aber wenn er mich fragt was MIR auffällt, sage ich einfach, das ist ihn ganz in Ordnung finde so wie er ist 
Das gute ist ja wenigstens bei uns, das die Förderung in der KiTa und in der Schule gemacht wird.
Aber ich finde auch das sie lieber die Kinder die wirklich Hilfe brauchen mehr förderung bereitstellen und sich mehr Zeit für sie nehmen, als alles voll zu quetschen.
So lieben Gruß und Danke
nienicht
Beitrag von donaldine1 - 09.02.12 - 01:46 Uhr
Hallo,
ich sehe es ganz genau so wie Du!
Heute soll,ein Kind genau bestimmten Normen entsprechen. Wahrscheinlich, weil es die Erzieher / Lehrer dann viel einfacher haben....
Meine Tochter wird diese Jahr eingeschult. Mich wundert, daß man sie nicht gleich zur Förderschule schickt:
Sie wurde erstmal zum Logopäden geschickt, weil sie lispelt. Dieser versagte. Aber sowas gibt niemand zu. Also ist es wohl noch ein frühkindlicher Reflex mit der Zunge. Ergotherapie. Dort macht sie alles gut, wohl zu gut, da muß man doch was finden.... Ach ja, die Mutter hat eine Brille auf. Schnell Festbeißen. Kind muß unbedingt sofort in eine Augenklinik. Und Kind wird von der Ergotherapeuten (klar, Augenfachfrau!!) gleich mit auf den Weg gegeben, daß es nun Brillenträgerin werden würde, Kind weint. Das geht aber nicht : Sie sollten mal überlegen, ob sie einen Kinderpsychologen zu rate ziehen", etc.
Fazit: Bist Du einmal in dieser Maschienerie drin, kommst Du nicht wieder raus. Es sei denn, Du wehrst Dich massiv selber.
LG
donaldine1
PS: Mein Kind braucht natürlich -abgeklärt- keine Brille. Lispeln ist fast weg. Ohne Therapeuten die Fehler/Defizite wollen. Klar, ist deren Existenz.
Beitrag von lexa8102 - 09.02.12 - 13:49 Uhr
Hallo,
ich habe zwar keine konkreten Erfahrungen damit, aber wenn du Zweifel hast, solltest du das mal mit deinem KiA besprechen.
Sicherlich brauchen einige Kinder eine Förderung, aber nur weil man keine Kreise und Kreuze malen kann? Meiner (im Dez. 3 geworden) macht das auch nicht (aber eher weil er nicht so gern malt).
Und wenn dein Kinderarzt sagt, dass deine Kinder gesund und altersgerecht entwickelt sind, würde ich ihnen keine Förderung antun.
VG
Lexa
Beitrag von tragemama0709 - 09.02.12 - 13:50 Uhr
Hallo,
wir sollen froh sein das es das heute gibt.
Vor 20 Jahren ging es halt auf die Sonderschule. vor 40 Jahren waren es halt die dumm
Beitrag von qayw - 10.02.12 - 10:58 Uhr
Hallo,
ich finde auch, daß heutzutage schwer mit den Förderungen übertrieben wird.
Früher hat man mehr abgewartet und das hat in 90% der Fälle ausgereicht. Ich kann aus meiner Kindheit berichten, daß in Fällen, wo es nötig war, auch damals schon etwas unternommen wurde. Ich war z.B. beim Logopäden, weil ich "zw" nicht aussprechen konnte.
Heute hat jedes wilde oder zu verträumte Kind gleich ADHS. Jedes schüchterne Kind muß zum Psychologen. Wer nicht malen kann, muß auch gleich irgendwo gefördert werden. 
Mein Onkel hätte auch zur Heilpädagogischen Förderung gemußt. Der geht nämlich Menschenmassen (Familienfeiern etc.) aus dem Weg, lebt in der hintersten Ecke von Wales und ist allgemein gerne für sich. Komischerweise hat er trotzdem ein erfolgreiches Berufsleben hinter sich und ist zum 3. mal verheiratet.
Wer weiß, mit Förderung wäre er bestimmt die Stimmungskanone geworden und hätte mindestens bei Siemens im Vorstand gesessen. 
Gerade dieses Theater mit dem Malen geht mir auf die Nerven. Gerade Malen hat viel mit Übung zu tun. Wenn das Kind keine Lust zum Malen hat, kann es das auch schlecht. Soll man die Kinder jetzt zum Malen zwingen?
Meine Tochter konnte bei der U8 schlecht malen, weil sie schlicht keine Lust dazu hatte. Dafür konnte sie bis zu 300 Teile puzzeln. Aber das hat keinen interessiert. Wir sind gerade noch um so einen Förderquatsch drum herum gekommen. Mittlerweile malt sie sehr gerne und mindestens altersentsprechend und das ganz von alleine.
Förderung für Kinder, die es wirklich brauchen, ist ja schön und gut, nur Über-Förderung ist bloß Stress für alle Beteiligten.
LG
Heike
