Warum klappt es mittags und abends nicht?

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Beitrag von moeriee - 08.02.12 - 16:56 Uhr

Hallo ihr Lieben! #winke

Unser Kleiner hat schon seit längerem ein Problem, abends in den Schlaf zu finden. Es zehrt mittlerweile doch schon an unseren Nerven, denn jeden Abend ein bis zwei Stunden in seinem Zimmer verbringen!? Ich find's heftig, denn meist sind wir dann erst irgendwann zwischen 23.30 und 0.30 Uhr fertig und können selber ins Bett.

Mittags ist alles ganz easy. Ich gehe mit ihm in sein Zimmer, lasse den Rollo runter, er kuschelt sich an meine Schulter, ich trage ihn ein bißchen und er schläft innerhalb von vier bis fünf Minuten ein. Ich lege ihn ab und gut ist.

Abends ist es jedoch ein Kampf. Früher hat er die Flasche bekommen und ist beim Trinken eingeschlafen. Irgendwann schlief er dabei nicht mehr ein, aber wenn man ihn ein paar Minuten getragen hat, dann schlief er dabei ein. Doch auch das funktioniert nicht mehr. Mein Mann setzt sich mit ihm in den Stuhl, der neben seinem Bett steht und dann turnt er so lange rum, bis er irgendwann an seiner Schulter einpennt. Ich hab' für das Theater keine Nerven und mein Mann ist mittlerweile total fertig, weil unser Zwerg selten vor 23.30 Uhr schläft und mein Mann um 5.30 Uhr wieder aufstehen muss. Wir haben schon alles versucht: Ihn mit in unser Bett nehmen, ihn in sein Bett legen, Abendritual ändern, ... Es fruchtet einfach nichts. In unserem Bett turnt er rum und an Schlafen ist nicht zu denken. Er fängt dann an und räumt Schubladen aus, klatscht mit der Hand gegen das Kopfteil des Bettes, fummelt uns im Gesicht rum, usw. In seinem Bett bleibt er nicht liegen, auch wenn wir uns dazu liegen. Dieses Kind hat einfach Hummeln im Hintern. Weder beim Wickeln, noch sonst wo kann er mal liegen bleiben. Es ist ein Kraftakt, denn zumindest wenn er die Pampers vollgek*ckt hat, kann ich ihn ja nicht munter auf dem Wickeltisch krabbeln lassen. Einige Bekannte haben mir auch schon gesagt, dass sie mich um diesen kleinen Wirbelwind nicht beneiden.

Jedenfalls habe ich jetzt versucht, ihn abends in den Schlaf zu tragen, so wie wir das mittags auch machen, aber es klappt nicht. Gestern Abend hat er nach 45 Minuten immer noch nicht geschlafen. Und ich kann das auch mit meinem Rücken nicht mehr machen. Ich leider unter Skoliose, habe Arthrose in den Lendenwirbeln und vor zwei Wochen wurden zwei Bandscheibenvorfälle in der Halswirbelsäule festgestellt. Das alles führt dazu, dass ich sowieso schon große Schmerzen habe. So gerne ich den Kleinen länger tragen würde, aber es geht einfach nicht. Er turnt auf mir herum, versucht über meine Schulter zu klettern, zuppelt an meinen Haaren herum, macht Schmatzgeräusche, knackt mit dem Kiefer, usw. Nur damit er nicht schlafen muss. Wenn er dann erst einmal schläft, dann schläft er momentan recht gut. Wobei er nach dem Theater gestern Abend auch schon wieder nach 4 Stunden wach war und gestern insg. nur 5 Stunden geschlafen hat.

Der Kleine ist jetzt 14 Monate alt und ich frage mich einfach, wie wir das abends in den Griff bekommen können. Ich kann ihn ja schlecht festbinden. Ich möchte mein Kind wirklich gerne sanft in den Schlaf begleiten, aber ich bin mit meinen Ideen einfach am Ende. Es wäre ja OK, wenn er erst später ins Bett geht. Damit habe ich kein Problem, denn er will seinen Papa ja auch noch sehen und Zeit mit ihm haben. Aber wenn er dann stundenlang braucht, um einzuschlafen, dann ist das einfach heftig.

Ich verstehe vor allen Dingen nicht, warum es mittags so gut klappt und abends nicht. Wenn ich ihn zum Mittagsschlaf hinlege, ist er gerade mal drei oder vier Stunden wach gewesen und schläft in ein paar Minuten ein. Und abends war er schon recht lange wach (sechs bis sieben Stunden) und er schläft trotzdem nicht ein, obwohl man meinen müsste, er sei müde. Aber nichts ist zu wollen.

Ich hoffe nun einfach auch ein paar Tipps von euch. #danke

Liebe Grüße #herzlich

Marie

Beitrag von jessie27 - 08.02.12 - 21:04 Uhr

Hi!

Nur mal eben schnell ein paar Einfälle dazu:

Ist er viell. drüber? Wann versucht ihr es denn mit Hinlegen?
Evtl. früher hinlegen?

Vorm Schlafen mal so richtig austoben?

Wie lange geht das schon so? Bei uns hat sich sowas meist nach 2-3 Wochen von selbst erledigt.

Zähne im Anmarsch?

LG

Beitrag von moeriee - 08.02.12 - 23:02 Uhr

Huhu! #winke

#danke für deine Antwort! Es geht schon bestimmt zwei Monate so. Leider... :-( Zähne sind dauernd im Anmarsch. Derzeit Nr. 7 und Nr. 8.

Ich glaube nicht, dass wir seine Müdigkeit übergehen und er dann überdreht. Er macht abends immer so einen fitten Eindruck... Wir haben es auch schon um 21.30 Uhr versucht. Um 22 Uhr. Aber nichts zu wollen. Und wenn er doch früher schlief, wachte er kurz darauf auf und war wieder hellwach. #augen

Austoben müssen wir mal versuchen. Bin mal gespannt...

#danke dir für deine Antwort!

Liebe Grüße #herzlich

Marie

Beitrag von .antonia - 08.02.12 - 21:52 Uhr

Verdammt mal

sei vernünftig. du kannst einerseits nicht Tasbletten in dich schieben und andererseits das Kind TRAGEN!!!!! mit solch einer Krankengeschichte. Wo ist deine Vernunft ?????? Brauchst du Ausfallerscheinung, noch größere Schmerzen.

himmel.

Marie,

ich habe nicht die Weisheit der Welt gefressen. Ich würde mir anschauen, was ein Gesamtbedarf deines Kindes ist. Mein Sohn schläft z.B. 13,5 Stunden am Tag. Er ist inzwischen wirklich angewöhnt binnen des Tages nicht zu schlafen (in der Regel), dafür dann wirklich um 7 Uhr schlafen gehen und dann druchschlafen.

Was passiert, wenn ihr euch dazu hinlegen und einen toten spielt ???? Das Kind darf doch rumtoben oder ? Es ist stockdunkel, du liegst dabei und machst nichts ? Was passiert dann ?

Es ist wie bei uns. Ich habe in der Regel - es geht nicht um Bock- aber vor Schmerzen kann ich nicht, so bleibt es in der Regel an meinem Mann. 2 Lieder und fertig.

Wie sieht es aus, wenn Louis anfängt zu meckern ? Wie sieht die Frustrationstoleranz d.h. wie viel Zeit gibst du ihm, um zu sehen, ob er selbst runterkommt ?

Ich kann dir dazu (wenn ich Zeit finde) wirkliche fachliches Infos verlinken, dass man NICHT in den Schlaf tragen soll. Das Ort des Geschehens sollte BETT sein, nichts anderes. Umso mehr, wenn ihr solche Probleme habt.

Schicke mir deine Adresse per PN, dann leihe ich dir Dr. Ferbers Buch aus. Ich bin überzeugt, dass ihr euch da an einigen Stellen wiederfindet. Sobald ich mich erinnere, hat er sogar eine Kapitel zu dem Thema.

Ich melde mich später, bekomme morgen unerwartet eine Magenspiegelung mit irgendwelcher KO-Spritze. Wenn sie nachläßt, schaue ich bei Urbia nach.

Ich shcicke euch superdicke Küsse#herzlich

Beitrag von moeriee - 09.02.12 - 17:03 Uhr

Danke für deine Antwort!

Anschiss ist akzeptiert! Weißt du, ich wollte einen letzten Versuch starten, meinen Mann abends ein bißchen zu entlasten. Meine Mutter hat mir dafür heute auch die Leviten gelesen. Ich weiß, dass er abends sehr kaputt ist, aber er muss auch verstehen, dass ich mit meinem Rücken nicht mehr kann. Er sieht momentan die Ernsthaftigkeit der Sache noch nicht. :-( Aber das ist leider seine Art! Er spielt gerne alles runter, ohne es böse zu meinen.

Zu deinen Fragen! Der Gesamtbedarf liegt, ähnlich wie bei euch, bei 13 bis 13,5 Stunden. Allerdings schafft er es noch nicht, den ganzen Tag wach zu bleiben. So ab 14 Uhr ist er furchtbar nölig und nörgelig und dann geht auch nichts mehr. Dann will er die ganze Zeit auf den Arm, weint wegen jedem Pups und ist total neben der Kappe. Wenn ich ihn dann hinlege, schläft er zwei Stunden. Wir haben auch schon versuch, den Mittagsschlaf auf eine Stunde zu verkürzen, aber das hat an der Situation abends überhaupt nichts verändert. Im Gegenteil...

Bei uns gibt es eine "Regel", die irgendwie immer zutrifft: Klappt es mit dem Mittagsschlaf, klappt es auch mit dem Nachtschlaf. D.h. wenn er mittags gut schläft, dann schläft er auch nachts durch. Irgendwie haut es immer hin und wir wissen nicht wieso. Wecke ich ihn also zu früh, pennt er mir nachts nicht mehr durch. Total schizo, ich weiß. Und wenn wir ihn mittags nach einer Stunde schon aus dem Bett "reißen", ist es abends ebenfalls oder, im schlimmsten Fall, noch ein ärgerer Kampf, als sowieso schon.

Wenn wir uns zu ihm legen, spielen wir nicht mehr mit ihm. Licht aus, Mund zu. Natürlich bekommt er auch einen Anschiss, wir halten ihn fest, usw. Aber wenn er dann mal still hält, dann max. fünf Minuten und dann geht das Geranze weiter. Er ist aber auch in seinem Bett total oft "unterwegs". Wir haben ja die Kamera und es ist der Hammer, wie viel der Kleine nachts durch sein Bett kriecht. Manchmal liegt er am Fußende, dann wieder am Kopfende, usw. Das könnten wir stundenlang so betreiben, aber er fängt irgendwann immer wieder damit an.

Wir haben auch schon versucht, ihn einfach so in sein Bett zu legen, aber dann kreischt er ganz panisch und klammert sich danach so fest an einen, dass man denkt, er würde einen erwürgen, wenn er könnte. Und danach lässt er sich auch nur schwer ablegen und krallt sich bei jedem Versuch panisch fest.

Weißt du, er ist an sich so ein lieber Kerl. Er ist total vertrauensseelig, schläft ohne Probleme auch in anderer Umgebung und ich habe einfach das Gefühl, dass wir da ein sehr selbstbewusstes Kerlchen herangezogen haben. Aber abends habe ich das Gefühl, dass er Angst vor'm Alleinsein hat. Dabei braucht er das gar nicht. Wir sind ja immer sofort da, wenn etwas sein sollte.

Ich schicke dir meine Adresse nachher per PN. Jetzt muss ich mich fertig machen. Ich hab' um 17.30 Uhr einen Arzttermin wegen der Schmerzmittel, Krankengymnastik und Akupunktur. Ich habe nämlich bisher noch kein einziges Rezept bekommen. #augen

Liebste Grüße #kuss

Beitrag von .antonia - 09.02.12 - 20:19 Uhr

Meine allerlibste Marie,

weißt du, was mir nur auffällt. Wenn mein sohn ERSt um 14 Uhr schläft und dann schläft er noch 2 Stunden, dann GARANTIERE ICH DIR (!!!!), dass er auch erst um 23 müde wäre. Wenn du erzählst mit 13 Stunden, dann fallen auf den Nachtschlaf 11 Stunden d.h. er steht aber dann doch sehr sehr spät auf ???????

Wann ist es denn genau ?

Ich kann dich versichern, dass die Umstellung total easy ist, du wirst dir den Ferber in Ruhe durchlesen und dann ohne jeglichen Stress umsetzen können.

Es ist NICHTS anderes als eine Verschiebung der Zeit.

Mein Sohn geht etwa um 19 Uhr schlafen, dann schläft er bis 7. wenn ich ihm Flasche gebe, dann halt noch länger (selten), dafür ist binnen des Tages so gut wie nichts. Es ist nicht mein Kind, das es so will. Es ist pure ANGEWOHNHEIT. Genauso wie bei euch die Verschiebung eine Angewohnheit ist. Und da geht locker ein Weg raus.

Liebe Marie, ich wollte dich nicht anscheißen, nur tust du mir sehr leid! Bei mir kam heute wieder eine weitere Diagnose dazu. Ich bin sehr traurig :-(

Schlaf schön, meine Liebe.

Beitrag von mimi3011 - 10.02.12 - 14:38 Uhr

Hallo Marie,

dachte schon du schreibst hier über meine Tochter. Wir haben auch Probleme unsere Kleine ins Bett zu kriegen. Mittags lege ich sie oft einfach in ihr Bett und sie schläft, aber abends dauert es bis zu zwei Stunden :(
Wir haben Schlaftagebuch über ein paar Tage geschrieben und festgestellt, dass unsre Kleine immer erst gegen 21 Uhr einschläft, egal, wann ich sie hinlege...dann haben wir angefangen, sie erst um 21 Uhr reinzulegen und bisher ist es echt besser. Ich warte auch ab, bis der Papa heimkommt (kommt auch erst gegen halb acht), damit sie ihn nochmal sieht und sich von ihm "verabschieden" kann.

Tipps hab ich glaub auch keine richtigen, aber habt ihr ein Nachtlicht? Ritual? streichel den Kopf (das möchte meine auch, sie nimmt dann immer meine Hand und streichelt ihren Kopf). Meine kreischt auch richtig panisch, selbst wenn ich mich zu ihr ins Bett beuge und sie relativ eng bei mir habe, sie lässt sich nicht beruhigen, dann nehme ich sie auf den Arm (setz mich auf einen Stuhl, ohne Tragen) und streichel ihren Kopf. Uns viel auch auf, dass wir immer viel zu leise waren, wenn wir die Kleine hingelegt haben, einfach weiter machen wie bisher auch.

Glaub ich konnte dir nicht wirklich weiterhelfen, aber wenn mal eine Lösung gefunden hast, gib mir bitte bescheid.

Grüße

mimi