Guten Abend zusammen,
mmhh, wo fang ich an...
Mein Sohn (5) wird im Sommer eingeschult. Denke auch, dass er das ganz gut schafft. Allerdings seh ich noch ein Problem: wir haben noch immer mächtige Probleme mit dem Einnässen! Nachts ist er seit 2 Jahren trocken und tagsüber haben wir phasenweise immer wieder Probleme - mal nur ein-/zweimal die Woche und dann wieder einige Wochen, wo täglich 2-3 Hosen nass sind! Ganz selten schafft er mal eine ganze Woche ohne einzupullern. Er war noch nie wirklich trocken tagsüber!
Ich muss jetzt unbedingt nochmal einen Termin machen beim Kinderarzt ausmachen. Letztes Jahr war körperlich alles in Ordnung. Aber will das nochmal abchecken lassen.
Er hat Ansgt etwas zu verpassen, wenn er aufs Klo geht. Zögert es dann so lange hinaus, bis es nicht mehr geht und er es nicht mehr aufs Klo schafft. Dazu kommt, dass es ihn einfach überhaupt nicht stört, wenn seine Klamotten nass sind und er stinkt!!! Es ist nicht so, dass er dann gleich kommt und sagt, dass er eine neue Hose bräuchte. Im Gegenteil! Wenn es nicht jemand sieht, trocknet die Hose wieder und man riecht es abends erst beim ausziehen. Es stört ihn einfach nicht!!
Habt ihr noch Tipps? Habt ihr vielleicht Erfahrungen v.a. in Bezug auf die Einschulung. In der Schule können wir doch kein Klamottenfach haben, wo er sich immer umziehen kann. In der Kita nehmen es die anderen Kinder einfach hin und sagen bisher nix. Aber in der Schule wird er sicher dann recht schnell gehänselt. Davor will ich ihn schon ganz gern bewahren!
Sollte man versuchen ihn medikamentös einzustellen. Oder eine Klingelhose mal tagsüber tragen lassen?
Wie bekomm ich ihn dazu, dass er bewusster mit dem Thema umgeht ohne ihn unter Druck zu setzen? Ich war mir eigentlich immer sicher, dass er genau mitbekommt, wenn er einnässt. Aber nun ist er 5,5 Jahre und ich werd langsam unsicher! Und v.a. genervt!
Danke für eure Anregungen!
Lentas
Anregungen gesucht gegen Einnässen bei Vorschulkind?
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Beitrag von lentas - 08.02.12 - 21:05 Uhr
Beitrag von knipke - 08.02.12 - 23:32 Uhr
Hallo
Meine Tochter hat dieses Problem zwar nachts aber ich denke mit Medikamenten macht man mehr "kaputt" als das es hilft. Ich halte nichts vom Vollpumpen. Ist denn die Hose dann richtig nass oder sind es nur Tropfen bzw. Ein kleiner Fleck? Mich wundert das er nichts sagt oder sich heimlich umzieht oder so?! Ja in der Schule wird es dann wirklich ein Problem. Hast du schon mal probiert ihn jede Stunde zu schicken egal ob er muss oder nicht vlt nervt es ihn so sehr das er lieber zeitiger geht. Ich würde ihm deshalb auch nicht weniger zu trinken geben (machen manche) tja Klingelhose erinnert doch auch erst wenn es nass wird oder ? Wenn du dir sicher bist das er es bewusst macht weil er nicht rechtzeitig geht da er was verpassen könnte würde ich vlt mit einem Belohnungssystem arbeiten.
Aber ich würde auch nochmal zum Arzt gehen sicher ist sicher.
Lg Knipke
Beitrag von lentas - 09.02.12 - 19:16 Uhr
Tja, mit dem regelmäßig aufs Klo schicken, haben wir nicht so gute Erfahrungen gemacht. Das ist allerdings nun auch schon wieder ein Jahr her. Damals hat er dann absichtlich und provokativ aufm Klo angehalten bzw. nur wenig rausgelassen und dann absichtlich den rest ein paar Minuten später in die Hose gelassen... war so seine kleine Rache, dass wir ihn ausm Spiel gerissen haben. Das läuft heute schon besser... aber bringt auf die Dauer nicht viel.
Klingelhosen reagieren eigentlich schon, wenn der erste Tropfen rauskommt. Und ihm bleibe ja dann nichts anderes übrig als aufs Klo zu gehen, sons nervt der Alarm ja... Ich weiß nicht, wie man das einstellen könnte mit der Laustärke. Aber vielleicht wäre das ne gute Erinnerung an ihn?! daher mein Gedanke. Obwohl die ja, meines Wissens eher für Nachts konzipiert sind...
Vielleicht probieren wir tatsächlich nochmal ein Belohnungssystem.
Aber erst einmal lass ich das ärztlich nochmal untersuchen.
Danke für deine Gedanken
Lentas
Beitrag von zitronenschnittchen - 09.02.12 - 09:15 Uhr
Hallo,
also meiner (im März 6) hatte das jetzt auch ne ganze Weile (und vorher auch immer mal wieder). Vorher -so denke ich- lag es auch daran, dass er Angst hatte etwas zu verpassen, wir haben es dann zu Hause und bei Familie/ Freunden so gemacht, dass eine kurze Pause eingelegt wurde und er sein Spielzeug mit dem er gerade spielte zum "aufpassen" uns geben konnte (damit der kleine Bruder nicht dran kann), während er auf Toilette verschwand. Wenn was in die Hose ging, konnte er sich die ohne großes Aufsehen wechseln, nasse Hosen in die Badewanne und trockne Sachen anziehen, musste auch nicht Bescheid geben
hab ich ja dank Wannenreglung dann später eh gesehen! Setzt natürlich voraus, dass es ihn stört...
Nun, beim jetztigen Einnässen ist es anders. Hab auch gedacht, es liegt mal wieder an der Ansgt etwas zu verpassen, aber es lag an der ANGST vor Hexen, Gespenstern , Mumien, und anderem Gruselzeug, welches er vom Opa erzählt bekommen hat (über Jahre hinweg, wenn wir nicht dabei waren, trotz mehrfachen Bittens zur Unterlassung) 
Hatte zur Folge, dass er nicht mehr alleine auf Toilette gehen wollte/ konnte, sie ist eine Etage über dem Wohnbereich allerdings alles offen also keine Etagentür dazwischen. Ebenso kann er nicht mehr alleine in sein Zimmer spielen, da auch oben
Naja, wir haben es nun so geregelt, dass er Bescheid sagt, wenn er muss und wenn er Ängste ha, gehe ich mit, je nachdem was er sich zu traut nur bis zur Treppe, bis zur Mitte der Treppe oder bis ins Bad
... und mit dem Opa wird noch ein ERNSTES Wörtchen gesprochen und diesmal muss er sich auf Dauer an die ANWEISUNG halten, sonst kein Kind mehr ohne Aufsicht von uns 
Also, lange Rede kurzer Sinn (es geht ja hier nicht um uns), vielleicht hat es andere Ursachen, vielleicht ängstigt ihn ja auch etwas im Bad???
Leg ihm doch einfach Hosen ins Bad, dass er sich selber umziehen kann ohne das ein Aufhebens gemacht wird. Ich hab die Erfahrung gemacht, dass es so dann besser klappt als wenn ich immer direkt alles mitbekomme und dann sauer bin und auch mal schimpfe. Wir können dann hin und wieder mal darüber in Ruhe reden...
Viel Erfolg und ruhige Nerven
lg zitronenschnittchen
Beitrag von lentas - 09.02.12 - 19:22 Uhr
Guten Abend Zitronenschnittchen,
also ich glaube, mit Angst hat es weniger zu tun. Denn, wenn er Angst oder ein ungutes Gefühl hat, kann er das ganz gut kommunizieren und erklären. Manchmal, wenn wir auf älteren Toiletten sind, die noch eine alte superlaute Spülung haben, sagt er, dass er vor dem Geräusch Angst hat und wir besser abziehen sollen. Ansonsten verbringt er eher viel zeit aufs Klo. Er kann dort stundenlang sitzen und lesen während er nen Stinker macht. Von daher glaub ich eher nicht, dass er aus Angst nicht geht. Er hat schlichtweg keine Lust darauf und will die Zeit nicht damit vertrödeln...
Deine Idee einfach Sachen zum Umziehen ins Bad zu legen, find ich gut. Werd ich mal einführen. ich befürchte nur, dass er sich nicht freiwillig umzieht - denn es stört ihn ja nicht. Er läuft so lange in den nassen Sachen rum bis es wieder trocknet! Und abends, wenn man ihn auszieht, stinkts nach getrocknetem Pipi 
Danke für deinen Tipp
Lentas
Beitrag von blackcat9 - 09.02.12 - 12:57 Uhr
Hallo.
Musste mich erstmal erkundigen, was Klingelhosen sind. Kenn ich gar nicht. 
Mein Stiefsohn (7) ist jetzt in díe 1. Klasse gekommen und ebenfalls ein Kandidat für nasse Hosen. Ihm ist es bisher Gott sei Dank nur einmal passiert, dass er im Hort nach der Schule eingepullert hat, aber dafür ist es oft zu Hause der Fall. 
Im Hort hat er es schlichtweg vergessen, dass er mal pullern muss. Kann also mal passieren. Sagen wir auch nichts dagegen. Wir hatten aber natürlich keine Wechselsachen mit. Er hat sich seinen Schal über die nassen Hosen geschnürt. Habe ich ihm allerdings wieder abgemacht, weil ein hellblauer Schal über eine dunkle Hose doch schon sehr auffällig ist und dann extra geschaut wird, warum macht das Kind das. Gott sei dank haben wir es nicht so weit bis nach Hause.
Manchmal sind in den Schlüpfern nur ein paar Tropfen drin, aber sehr oft ist die Hose wirklich nass.
Bei uns ist es schlichtweg die Faulheit, pullern zu gehen. Hat er selbst schon gestanden. Er will einfach nicht. Zu weit weg, will jetzt nicht pullern gehen, er müsse eh nicht, er will erstmal spielen etc.
Ein bisschen haben wir es damit in den Griff bekommen, dass wir ihn wirklich aller Stunde (oder weniger) auf die Toilette schicken. Meist gibts erstmal großes Theater mit bocken und brüllen, aber wir lassen da nicht locker. Geht er dann auf Toilette, kommt auch fast immer etwas. Wir kommentieren dann nur damit "Und? Gleich viel besser, oder?" 
Manchmal steht er vor einem und erzählt und erzählt. Dabei hüppelt er von einem Bein aufs andere. "Musst Du mal pullern?" "ja" und erzählt weiter. Wir schicken ihn dann auf Toilette mit dem Versprechen, dass wir ihn dran erinnern, wo er grad war, damit er weitererzählen kann.
Manchmal hat er eingepullert und ich finde seine Schlüpfern ein paar Tage später unter dem Bett oder hinter dem Papierkorb beim aufräumen. Oder er hat abends andere Unterwäsche an als morgens. Daraufhin fragen wir ihn und er zieht grinsend seine nasse Schlüpfer aus einem Versteck. Wir erklären ihm dann immer, dass es nicht schön ist, wenn er einpullert. Aber dass es noch schlimmer ist, die nassen Sachen zu verstecken. Dass das irgendwann anfängt zu riechen. Wenn ihm das Malheur passiert und es ihm wirklich mal unangenehm ist (was leider nicht so oft der Fall ist), dann soll er die nassen Sachen schnell in die Wanne legen und sich neue Sachen aus dem Schrank holen.
Ich hab leider keine Ahnung, was man noch machen kann, außer ihn ständig auf die Toilette zu zwingen. In der Hoffnung, dass es ihn irgendwann tierisch nervt und er von selbst auf Toilette geht.
LG
Franzi
