kann mein ehemann mir miene Kinder nehmen?

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Beitrag von annaundmaus - 09.02.12 - 11:15 Uhr

Ich brauche dirngend eure Hilfe:

Unsere Familie: Mama, Papa Tochter 6 Jahre und Sohn 9 Monate.

Hintergrund: Seit der Geburt vor 9 Monaten habe ich noch monatelang Schmerzen (Kaiserschnitt, Rückenprobleme usw.) und Wahrnehmungsstörungen gehabt. Das hat mich psychisch ganz schön runtergezogen. Bis mich dann ein Arzt mal eingerengt hat. Nach Wochen waren die körperlichen Beschwerden weg, aber psychisch machen mir nun auch zusätzlich andere Dinge zu schaffen. Seit dem Zeitpunkt der Geburt gibt es keinen Tag mehr bei uns an denen es keine Streitereien gibt. Schreien, schimpfen, beschimpfen usw. sind zur Tagesordnung geworden. Ich habe mich meinem Mann anvertraut, dass ich einfach nur noch am Ende bin. Brauche mal jemanden mit dem ich mich mal austauschen kann z,B, von Mutter zu Mutter. Schaffe meinen Haushalt nicht mehr, kann auch zur Zeit keine Freude aufbringen - eigentlich bin ich Reif für eine Kur. Der große Stress für mich ist seit langem auch unsere 6 jährige Tochter. Die treibt es jedes Mal auf die Spitze; befindet sich in der großen Trotzphase; macht aus jeder Situation einen Machtkampf zwischen mir und ihr. Ich weiß Sie nicht mehr zu packen und da kann mir auch schon mal meine Hand ausrutschen - was mir ungeheuerlich leid tut. Wie gesagt: Schreien und schimpfen auch Bestrafungen sind an der Tagesordnung. Habe mir durch eine Erziehungsberaterin auch schon die erste Hilfe geholt. Ist aber trotzdem noch nicht besser geworden. Bin leider keine Maschinen an der man einfach so herumschrauben kann. Habe auch deswegen ständig Stress mit meinem Mann. Der hat mir nun auch schon angedroht, dass er bei einer Trennung (da denkt er länger drüber nach) alles dafür geben wird, dass die Kinder bei Ihm wohnen werden. Das macht mir tierische Angst!!! Kann er mir meine Kinder wegnehmen? Ich habe sehr große Angst deswegen. Ob ich mich von Ihm Trennen werde? Darüber denke ich auch schon seit Monaten nach. Denn zwischen uns ist auch alles kaputt. Eigentlich will ich auch nicht mehr mit Ihm zusammen sein. Aber ich habe solche Angst meine Kinder zu verlieren. UND: Ich bin allein. Mit meiner Familie habe ich seit Jahren keinen Kontakt mehr. Seine Mutter mag mich auch nicht besonders gern. Die fällt mir in den Rücken und unterstützt natürlich in jeder Lage ihren Sohn. Den einzigen Freundespaar (die hatte mein Mann in die Ehe mitgebracht. Kennen uns seit 10 Jahren) denen ich mich mit meiner situation anvertraut habe, haben mich wüst beschimpft und beleidigt. Das war ein großer Fehler von mir. Für meine Blödheit könnte ich mich Ohrfeigen!!Ich stehe vor dem totalen Scherbenhaufen und jetzt noch die Drohung meines Mannes, er nimmt mir die Kinder weg.
Ist das wirklich so einfach? Auch wenn ich durch Überlastung seit ein paar Monaten nicht die perfekte Mutter bin? Können Aussagen seiner Freunde und Familie gegenüber dem Jugendamt für mich belastend werden? UND: Was sollte ich tun, wenn ich mich doch von ihm trenne? Gibt es Wichtiges für mich zu beachten? Habe auch keine Arbeit weil ich seit 6 Jahren Hausfrau bin. Habe für meine Kinder meinen Beruf aufgegeben. Woher nehme ich Geld zum Leben? Habe Fragen und Ängste die nicht still stehen wollen. Und fühle mich nicht nur einsam sondern bin es auch. Muss alles selbst bewältigen.

Bitte um ehrliche Antworten. DANKE!!

Beitrag von kati543 - 09.02.12 - 11:50 Uhr

Zu deiner Frage ersteinmal: Nein, natürlich kann dein Mann dir deine Kinder nicht wegnehmen. Es sind und bleiben deine Kinder. Allerdings hast du ja - und das gibst du selbst zu - massive Probleme derzeit. Es kann also sehr wohl passieren, dass im Falle einer Trennung, die Kinder vorübergehend zu deinem Mann kommen, bis du dich wieder auskuriert hast.
Hol dir Hilfe und mach endlich eine Mutter-Kind-Kur. Niemand nimmt dir deine Kinder, wenn dir bestätigt wird, dass du mit ärztlicher Hilfe deine Probleme in den Griff bekommen hast und dein Verhältnis zu deinen Kindern wieder normal ist.

Beitrag von an-mi - 09.02.12 - 15:39 Uhr

Nein, natürlich kann dein Mann dir deine Kinder nicht wegnehmen. Es sind und bleiben deine Kinder.

es sind auch seine......manche scheinen das nicht zu raffen.

Beitrag von babylove05 - 09.02.12 - 21:17 Uhr

Hallo

Ich glaub nicht des sie gemeint hat des es NICHT auch seine Kinder sind , sondern eher des ihre Kinder ihre Kinder bleiben , egal WO sie leben .... so wie mein Sohn auch immer des Kind von meinen Ex bleibt , auch wenn er bei mir wohnt .

Zumindest hab ich des so verstanden .

Lg Martina

Beitrag von my-opinion - 10.02.12 - 10:31 Uhr

Hallo,
ich glaube schon das sie es so gemeint hat, die Kinder gehören zur Mutter.

"Es kann also sehr wohl passieren, dass im Falle einer Trennung, die Kinder vorübergehend zu deinem Mann kommen, bis du dich wieder auskuriert hast."

Vorrübergehend, der Vater sozusagen als Pflegefamilie.
Da kann man schon erkennen wer gedanklich noch im aufenhaltsbestimmungsrechtichem Mittelalter steckt.

lg
my-opinion

Beitrag von kati543 - 10.02.12 - 12:43 Uhr

Nein, ich stecke nicht aufenthaltsbestimmungsrechtlich im Mittelalter. Mein Noch-Mann und ich teilen uns das bei unseren Söhnen nämlich auch ganz solidarisch. Also Vorsicht bei solchen Vorwürfen. Ich habe in unserer Familie zu oft die Seite der Männer erleben müssen, die ihre Kinder entweder gar nicht mehr oder nur noch nach Gutdünken der Mutter sehen durften.

Beitrag von my-opinion - 10.02.12 - 16:13 Uhr

dann verstehe ich Deinen Beitrag umso weniger...

Beitrag von kati543 - 10.02.12 - 16:31 Uhr

Ganz einfach. Lies einfach, was ich geschrieben habe und versuche es nicht zu interpretieren oder zu deuten.
Ich habe nur geschrieben, dass NIEMAND ihr ihre Kinder nehmen kann. Es werden immer ihre Kinder sein. Völlig egal, wo sie leben, oder wer das Sorgerecht oder sonstwas hat. SIE hat sie geboren und das kann ihr niemand nehmen. Mir kommt eigentlich schon alles hoch, wenn ich lese "MEINE Kinder". Ich stimme dir also komplett zu. Meiner Meinung nach gibt es Eltern. Und davon sind 50% Mutter und 50% Vater. Und nicht irgendeine kryptische 80/20 oder sonstige Verteilung. Mutter hat keinen Bonus, weil sie die Kinder geboren hat.

Beitrag von my-opinion - 10.02.12 - 19:23 Uhr

Man muss einen Beitrag immer interpretieren :-)

Schön das wir grundsätzlich einer Meinung sind

lg
my-opinion

Beitrag von an-mi - 10.02.12 - 18:21 Uhr

Vorrübergehend, der Vater sozusagen als Pflegefamilie.

jawoll

Beitrag von senior888 - 10.02.12 - 18:30 Uhr

vorübergehend ist Unfug. Der Vater hat das gleiche Erziehungsrecht/Pflicht wie die Mutter.

Beitrag von an-mi - 10.02.12 - 18:37 Uhr

das war ironisch gemeint......vorübergehend!!und pflegefamilie ebenso....

Beitrag von senior888 - 10.02.12 - 18:39 Uhr

ich habe bei meiner Ex die "Psychoschiene " , netter Ausdruck! gefahren und habe das alleinige SR ( narzistische Persönlichkeitsstörung!!)

Beitrag von an-mi - 10.02.12 - 18:43 Uhr

das habe ich nicht böse gemeint mit der psychoschine....aber wenn es erst so im gang ist,dann wird es für sie sehr sehr schwer......

Beitrag von senior888 - 10.02.12 - 18:49 Uhr

seit längerem rechne ich immer mit der Bösartigkeit Anderer. Nicht grundsetzlich aber ich passe eben auf.

Beitrag von kati543 - 10.02.12 - 12:40 Uhr

Danke, wenigstens eine, die mich verstanden hat.

Beitrag von kati543 - 10.02.12 - 12:46 Uhr

Und bitte WO genau habe ich geschrieben, dass es nicht seine Kinder sind?

Beitrag von bruchetta - 09.02.12 - 16:43 Uhr

Ich konnte nirgendwo heraus lesen, dass er nicht der Vater ist.
Also sind es auch seine Kinder! Und da die TE psychisch sehr angeschlagen ist, möchte ich nicht ausschließen, dass die Kinder IHM zugesprochen werden.

Beitrag von senior888 - 10.02.12 - 12:52 Uhr

Herzilein.. nicht vorübergehend sonder es kann sehr gut sein das der VATER das alleinige Sorgerecht bekommt!

Beitrag von kati543 - 10.02.12 - 13:03 Uhr

1. Bin ich ganz bestimmt nicht dein Herzilein, denn soweit mir bekannt ist, kenne ich dich überhaupt nicht.
2. Ehe ein Gericht HEUTE einem Elternteil (egal ob Mutter oder Vater) das Sorgerecht ganz entzieht, muß schon sehr viel vorgefallen sein. Das ist hier absolut noch nicht der Fall. So wie die TE ja schilderte, hat sie sich bereits Hilfe durch eine Erziehungsberatung geholt. Die würden sofort das JA einschalten, wenn die TE nicht mehr in der Lage wäre, auf ihre Kinder aufzupassen. Ja, dass Aufenthaltsbestimmungsrecht kann sehr wohl dem Vater zugesprochen werden. Es kann auch sein, dass die Kinder nach einer Scheidung erst einmal für eine unbestimmte Zeitspanne beim Vater leben...vielleicht für immer, falls es den Kindern dort gut geht. Aber deswegen verliert die Mutter noch lange nicht das Sorgerecht. Also überlege demnächstz besser mal, bevor du einer verängstigten Frau, die ohnehin derzeit Probleme hat, nur noch mehr (total unbegründete) Angst machst.

Beitrag von an-mi - 10.02.12 - 18:33 Uhr

warum unbegründet angst machen?

ich finde schon,das die te angst haben sollte,das ihr verhalten zu den kindern(sagt sie ja selber)konsequenzen haben sollte....und wenn ihr diese angst hilft,das sie etwas unternimmt.....dann hat sie schon ne menge begriffen.

denn nur auf eine krankheit schieben und das verhalten damit zu entschuldigen........sehr einfach,nur leider nicht für die kinder.

das sorgerecht wird ihr dadurch sicherlich nicht abgesprochen.

aber im interesse ihrer kinder und dann für sich selber,wäre es besser,wenn sie das ohne großes theater mit dem kv intern klärt....versucht ne lösung zu finden,das sie zeit hat ihr problem in den griff zu bekommen....aber die kinder nicht unter ihren ausbrüchen leiden müssen.

denn wenn der vater vor gericht die psycho-schiene fährt,glaub mal......dann hat sie es noch viel schwerer gesund zu werden.

Beitrag von kati543 - 10.02.12 - 19:27 Uhr

Also derjenige schrieb, dass sogar höchstwahrscheinlich dem Vater das ALLEINIGE Sorgerecht zugesprochen wird...wenn das mal nicht -unbegründete-Angst-machen- ist, was dann?
Du selbst schreibst: "das sorgerecht wird ihr dadurch sicherlich nicht abgesprochen"

Niemand hat gesagt, dass sie nicht an sich arbeiten muß. Selbst ich habe gesagt, dass sie ärztliche Hilfe braucht und dass es mit Erziehungshilfe nicht getan ist. Aber das Sorgerecht wird deswegen eben noch nicht entzogen und wenn man in einer Frau solche Ängste dann auch noch schürt, kann das manchmal zu sehr extremen Handlungen führen. Also sollten sich Manche hier wirklich überlegen, welche Sachen sie androhen. Diese Frau steht schon unter massiven Druck und hat wahnsinnige Angst, dass ihr die Kinder genommen werden (siehe Überschrift) und dann noch so eine Antwort, dass gießt nur Öl ins Feuer.

Beitrag von annaundmaus - 10.02.12 - 15:44 Uhr

Halli Kati543,

ich habe immer wieder und viel über eine Kur nachgedacht. Aber eine Mutter-Kind-Kur mit einem Baby? Mir wurde bislang davon abgeraten, weil ich mich nicht auf mich konzentrieren kann. Dafür mache ich mir viel zu viele Sorgen und Gedanken um meine Kinder. Abschalten ist mit Baby leider nicht so einfach. Ich versuche ja immer wieder neue Wege zu finden, um das Chaos in der Familie zu bewältigen. Und Trennungs"gespräche " machen die Situation noch kniffliger. Manchmal denken ich auch, dass eine Trennung für mich auch gut wäre. Denn die Auseinandersetzungen mit meinem Mann belasten mich sehr.

Beitrag von swety.k - 09.02.12 - 12:20 Uhr

Du kommst ja schon mit den Kindern nicht klar, wenn Dein Mann und Du Euch gemeinsam um sie kümmert. Dann wird's doch im Falle einer Trennung noch schwierigier, denn dann mußt Du die Kinder allein versorgen.

Und: Es sind ja nicht nur Deine Kinder, es sind auch seine. Was wäre, wenn Dein Mann hier fragen würde "Kann meine Frau mir die Kinder wegnehmen?" Ich finde, Mutter und Vater haben das gleiche Recht auf die Kinder und keiner sollte dem anderen Elternteil die Kinder "wegnehmen", wenn das den Kindern nicht schadet.

Ja, Aussagen von Freunden oder Familie können Dich vor dem Jugendamt belasten. Eine Mutter ist nicht unangreifbar, nur weil sie die Mutter ist.

Ich denke, Du solltest erstmal versuchen, Deine Schwierigkeiten auf die Reihe zu bekommen. Vielleicht wird dann auch Eure Partnerschaft besser und Ihr müßt Euch gar nicht trennen.

Liebe Grüße von Swety

Beitrag von annaundmaus - 10.02.12 - 15:54 Uhr

("Ich denke, Du solltest erstmal versuchen, Deine Schwierigkeiten auf die Reihe zu bekommen. Vielleicht wird dann auch Eure Partnerschaft besser und Ihr müßt Euch gar nicht trennen.")

Hört sich schön an.