Hallo ihr lieben!!
Wo fange ich am besten an .... Ich brauche dringend ein paar Ratschläge denn ich mache mir allmählich Sorgen um meinen "kleinen" mittleren Sohn ..... ein sog. Sandwichkind.
Felix ist vier Jahre alt und war bisher immer der Sonnenschein der Familie. Er lachte einfach immer und war immer gut drauf. Seitdem unsere kleine Lisa da ist ist das irgendwie anders. Felix schaut oft sehr ernst und ist nicht mehr so fröhlich wie sonst.
Der grosse Bruder (Elias fast sieben) hat ihn im Moment auch echt oft auf dem "kiecker". Wann immer er kann ärgert er ihn und lässt ihr spüren das er ja der "kleine" Bruder ist....obwohl er ja nun nicht mehr der jüngste ist. Ich gehe da natürlich zwischen und unterbinde das, denn Elias ist weder Erziehungsberechtigter noch Bestimmer über alles.
Zum Verhältnis zur Schwester kann ich von beiden nur sagen das sie ihre Schwester sehr lieben und sehr liebevoll mit ihr umgehen. Das wundert mich bei meinen beiden Rüpelrackern wirklich, aber da sind beide total umsichtig.
Aber die älteren untereinander geht im Moment garnicht...... wenn wir beide bitten den Tisch zu decken zanken sie sich wer was machen darf. Und wenn wir das von vornherein festlegen (z.B Elias nimmt die Teller, Felix das Besteck) zickt auch immer einer. Wenn Felix mir zur Hand gehen möchte funkt der ältere dazwischen und schon ist das geschrei wieder sehr gross.
Ich hoffe ihr versteht wie ich das meine. Ich versuche dagegen anzugehen wo ich kann, denn Felix ist nunmal der schwächere und würde immer den kürzeren ziehen. Aber dieses geschrei und gezanke ich halte das bald nicht mehr aus.
Bis zur Geburt des Geschwisternchens haben die beiden sich immer gut verstanden seitdem könnte man meinen fechten sie jeden Tag aufs neue die Rangordnung miteinander aus. Dabei sind wir immer zu allen fair. Bekommt einer ..... bekommen alle.
Was kann ich dagegen noch machen.... und was meint ihr wie lange dauert das?? Wie gesagt ich denke Felix leidet schon darunter und er tut mir echt leid.
LG
Mein "kleiner" leidet ....
Sie befinden sich im Archiv des urbia-Diskussionsforums.
Hier geht es zur vollständigen Version dieser Seite. Dort können Sie auch aktiv am Diskussionsgeschehen teilnehmen.
Beitrag von henzelinos - 09.02.12 - 12:00 Uhr
Beitrag von jenny133 - 09.02.12 - 12:07 Uhr
Hallo
wie alt ist denn die kleine jetzt? Irgendwie sucht jeder seine neue entsprechende Rolle wenn ein Geschwisterkind kommt. Wir haben jetzt ja erst das zweite (weiter sind auch nicht geplant) und trotzdem hat es eine weile gedauert - und dauert immer noch an! - bis Nico sich irgendwo mit eingefügt hat.
Kannst du nicht mal deinen großen beiseite nehmen und mit ihm darüber sprechen? Wie geschrieben bei uns gibts nur einen 4 Jährigen. Dem kann ich viel erklären wenn der Tag lang ist, aber umsetzen ist dann ein anderes Thema. Aber vielleicht geht das mit dem 7 jährigen besser? Wegen dem Tisch decken - wäre es vielleicht eine Idee, das mal der eine - mal der andere es ganz alleine macht? So darf zb. am ersten Tag Felix das alleine machen (du kannst ja etwas helfen) und der große soll erstmal raus. Und am zweiten Tag darf der große das alleine?
LG
Melanie
Beitrag von henzelinos - 09.02.12 - 12:18 Uhr
Hallo !!!
Lisa wird jetzt 4 Monate alt und ja man könnte sagen die beiden suchen noch ihre Rolle.
Ich habe ja gewusst das das kommen wird nur ist Felix ein ganz sensibler.
Mit Elias sprechen ..... ja das tue ich ..... Elias denke ich hat selbst noch genug mit sich selber zu tun. Er geht jetzt ein halbes Jahr zur Schule und muss sich also nicht nur zu Hause neu einfinden. Gerade deswegen wundert es mich ja das er ständig auf dem kleinen Bruder rumhackt. Er muss ihm immer wieder klar machen das er der ältere ist. Felix weiss das ja und es ist ja auch so das Elias eben auch schon Dinge darf die Felix nicht darf.
Das mit dem helfen haben wir auch schon mehrfach umstrukturiert um eben auszuprobieren aber selbst das klappt nicht. Wenn heute z.B Felix alles macht streiten sie sich morgen wer denn heute dran war und letztendlich weint dann Felix weil er nicht helfen darf weil Elias dran ist. Ich hab auch schon probiert, wenn der eine den Tisch deckt darf der andere eben was anderes machen. Nein, Elias will wenn es geht immer alles machen.
Wenn ich Elias frage warum er das macht, kann er mir das nichtmal beantworten. Er weiss es eben nicht.
Auf der anderen Seite sehe ich aber auch das das Verhältnis ansich nicht gestört ist, denn wenn Felix irgendwas hat ist Elias sehr besorgt und kümmert sich dann um seinen Bruder. Umgekehrt ebenso.
Es scheint wohl normal zu sein. Nur ist es für mich nicht einfach meinen kleinen so zu sehen.
Beitrag von jenny133 - 09.02.12 - 12:30 Uhr
Wahrscheinlich hast du recht und es ist einfach so und man kann nicht wirklich viel machen
Wie geschrieben - meine kleine ist nun 7 Monate alt - und bei uns hält der "Umstrukturierungsprozess" immer noch an!
Alles Liebe für euch
Melanie
Beitrag von lisasimpson - 09.02.12 - 18:47 Uhr
leider ausverkauft, aber wenn du es mal in die finger bekommst-
trotz des eigenartigen covers und komichen titels und wenn man über die sehr"amerikanisch" angehauchte schreibweise hinweg sieht - ist es einfach ein super tolles buch zum thema geschwisterstreit und eltern.
im günstigsten falle hälst du dich weitgehen raus. wenn der mittlere sich beschert bei dir, tröte ihn und überlege mit ihm zusammen, was er tun kann, was ihm hiolft, was er anders mache nkann, wie er sein ziel erreiche nkann aber misch dioch wenn möglich nicht ein, in den internen streit- das heizt die ganze sache an.
vieles von dem, was wir eltern denke, was eifersucht vermeiden könnte und was hilft, den streit "klein " zu halten ist eher kontraproduktiv.
ihr seid nicht fair- das leben ist nicht fair. die jungs müssen lernen, damit klar zu kommen.
jeden gleich zu behandeln beutet immer mindestens einen falsch zu behandeln.
dieses streben nach ausgleich, ist für uns erwachsenen logisch- aus kindlicher perspektive ist es dsa nicht und es vermindert solche konflikte nicht, es heizt sie eher an, weil sie immer mehr um ihre abgrenzung individualität und wie du auch sagt "rangordnung" kämpfen müssen
also wie gesagt- ich fand das buch sehr spannend- leider schon lange nicht mehr vorrätig. falls doch: es lohnt sich
Beitrag von punkt3 - 10.02.12 - 10:51 Uhr
Ja, wie heißt es denn nun, das Buch????
Beitrag von lisasimpson - 10.02.12 - 18:36 Uhr
uuups
http://www.amazon.de/Kinder-streiten-Ratschl%C3%A4ge-ersch%C3%B6pfte-Eltern/dp/3426078716/ref=sr_1_2?ie=UTF8&qid=1328895383&sr=8-2
Beitrag von mona1879 - 09.02.12 - 20:46 Uhr
hallo
bei uns ist die kostelation genau die gleiche. greta 6 seit einem halben jahr in schule, carla 4 kindergarten und arthur vier monate.
carla ist auch die, die am meisten zu kämpfen hat. ist sie klein oder groß? sie wehrt sich nach oben und nach unten. mal ist sie ein baby, mal will sie nächstes jahr in die schule. es ist nicht leicht für sie ihre neue position zu finden. sie braucht ganz viel nähe und geschmuse.
die mädchen streiten viel mehr, seit das baby da ist. es wird gehauen, geschubst und gezwickt. ich denke es alles ganz normal.
ich versuche jeden kinder eigene zeiten einzuräumen.
ich gehe mal mit carla alleine wohin, mal mit greta. ich versuche immmer mal am wochenende was besonderes zu machen.
wir schlafen gerade fast jede nacht zu fünft im bett.
also du siehst du bist nicht alleine
deine mona
Beitrag von starshine - 10.02.12 - 13:34 Uhr
Ich bin auch ein "Sandwichkind", die mittlere von 3. Mir kam es immer so vor, als wären meine Eltern dauernd entweder mit dem Grossen oder mit der Kleinen beschäftigt, ich lief so neben her. Der Grosse hat sich darüber genervt, dass ich mich an ihn "dranhängen" wollte und die Kleine hat mich genervt, weil sie sich an mich "dranhängen" wollte. Unbefriedigend.
Als ich älter wurde, vor allem dann in der Pubertät, fand ich es gar nicht mehr so schlimm, denn mich "hat man in Ruhe gelassen" 
Mein grosser Bruder und ich haben uns auch sehr oft und sehr heftig gestritten.
Ich weiss nicht, ob das nun wirklich an der Konstellation "Sandwich" liegt, denn bei meinen 2 habe ich die gleichen Streitereien erlebt. Rückblickend kann ich zu allen Situationen sagen, dass "Abgrenzung" als allgemeines Thema durchschimmert. Ich denke auch, man sollte jedes Kind für sich Dinge alleine machen lassen und nicht gemeinsam. Das unterstützt die Individualität des Einzelnen. Wir alle haben diese Vorstellung von der glücklichen Familie, in der alle gemeinsam etwas tun. Heute glaube ich, dass das eher die Ausnahmen sind, denn jedes Familienmitlglied hat verschiedene Bedürfnisse und sollte diese auch erfahren dürfen.
Dein Felix wird sich da schon durchbeissen. Es ist gewöhnungsbedürftig nicht mehr der Jüngste zu sein! Er muss erst noch in seine Rolle hineinwachsen. Und auch Dein Grosser muss damit umgehen lernen, dass sein kleiner Bruder nun nicht mehr der Jüngste ist
Das braucht alles etwas Zeit.
Viel Glück Euch!
Beitrag von luckylike - 12.02.12 - 23:13 Uhr
hallo
bei uns ist die gleiche konstellation
Junge 7,5 jh, junge 5,5 jh und schwester 22 monate
der mitterle bereitet mir auch sorgen ich versuche gradauf ihn besonders einzugehen, aber er der sonst immer so lebhafte glückliche kuckt meist traurig und wird jetzt ein sorgenkind, er rastet aus versucht sich seinen platz zu chaffen und findet ihn nicht..
mein mann ist leider eher auf den gr0ßen gepischt und versteht nicht das der mittlere eben auch besoners sein will und eben noch nicht alles versteht wie der große..
die kleine schwester wird geliebt von beiden aber ich binmanchmal sehr hilflos wenn ich ihn sehe, und verwöhne ihn auch manchmal zu sehr und dann wiederrum kommt er zu kurz..
der große da schaue ich wegen schuhe ect die kleine will immer mama ect und der mittlere läuft nebenbei, hat keine eigenen freunde wie der große, hat kein nintendo wie der große, spielt kaum mit seinem spielzeug er ist traurig ..
ich hilflos..
vg luckylike
