Also, mein "Problem" ist folgendes:
Sohnemann knapp 7,5 Monate alt, schläft bei uns im Bett und kann nicht alleine einschlafen sondern nur beim Nuckeln an der Brust. Ab und an klappte es auch so, aber eher die Ausnahme.
Vor einer Woche ungefähr schrieb ich schonmal
http://www.urbia.de/forum/52-schlafen/3459047-7-monate-alt-kein-guter-schlaefer-so-wird-gesagt/22017679
Montag war der Besuch bei der Schreiambulanz, mein Freund war mit, alles soweit gut, wir waren guter Hoffnung.
Heute hatte ich einen Termin bei meiner Ärztin und nun bin ich verwirrt.
Erstens war sie sauer, weil ich eine Einweisung haben wollte. Dann ließ sie sich das Problem schildern und kam mit dem Ratschlag "Jedes Kind kann schlafen lernen!" nachdem sie meinte, mein Kind müsse schon wissen, wo sein Schlafplatz ist. Als ich sagte, dass ich von dem Buch nichts halte, da wurde sie komisch (kann aber auch an meiner empfindlichen Art liegen, vllt war sie auch wie immer).
Nun haben wir ersteinmal ein Rezept zur GK bekommen (mein Sohn ist etwas drehfaul) und ich bin überfordert, weil ich nicht weiß, was ich denken soll.
Einerseits bin ich von ihr begeistert, weil sie nicht sfort Antibiotika verschreibt sondern auf Homöopathie steht und weil sie einen tollen Umgang mit meinem Sohn hat und alles immer prima erklärt ... Außerdem sagt sie, mein Sohn sei soweit völlig normal entwickelt (die Ärztin im KH monierte, dass er noch keinerlei Ambitionen zum Sitzen zeigt) und sie fragt sich, an wen ich da im KH nur gelangt bin.
Bin hin und hergerissen ...
Sie sagte auch, dass das o.g. Buch gute und schnelle Erfolge zeigen würde.
Seit 3 Tagen nun ungefähr mag mein Sohn den Schnuller. An sich war ich nie dafür, aber wenn es anders scheinbar nicht geht?
Altes Schlaf"problem" ... Besuch bei KiÄin und nun verwirrt
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Beitrag von leeoo - 09.02.12 - 12:41 Uhr
Beitrag von adameva - 09.02.12 - 12:51 Uhr
Dein Gefühl sagt Dir doch schon alles!!
Ärzte sind da um Krankheiten zu behandeln und keine Schlaf/Ernährungsexperten.
Es gibt auf dem Markt viel bessere Bücher als dieser Mist!
Ich finde übrigens das Verhalten Deines Sohnes überhaupt nicht so unnormal
Wenn er jetzt einen Schnuller akzeptiert,könnt ihr mal probieren ob es ohne Dauergenuckel an der Brust klappt.
Deine Nähe wird er aber Nachts immer noch brauchen/wollen!!
Alles Gute
Adameva
Beitrag von leeoo - 09.02.12 - 13:00 Uhr
Danke für Deine Antwort.
Bei der Schreiambulanz sagte sie auch, dass wir nicht alles sofort hoppladihopp erreichen können. Ich teste gerade, wie das Einschlafen OHNE meine Brust funktioniert.
Mein Sohn liegt nun seit 30 Minuten im Bett, Babyfon an ... er brabbelt vor sich hin, schinpft ab und an, aber weint nicht. Er hat seinen Schnuller mit dem er herumspielt.
Ich habe ihm noch etwas Brust gegeben, er hat selber abgedockt ... er trinkt immer ein zwei Schluck, dann schaut er sich um. Nach dem zweiten Mal hab ich - mit Ansage - eingepackt. Lag noch etwas neben ihm und bin dann nach ca. 10 Minuten aus dem Zimmer.
Wir ziehen bald um, aber ich will sehen, ob sein Kinderbettchen nicht doch auch dann in unser Schlafzimmer passt ... Dann schläft er "allein" im eigenen Bettchen, aber ich kann jederzeit zugreifen ...
Will und eh ein größeres Bett holen, derzeit haben wir 1,40 m ... udn wenn Zwerg dann doch mal kuscheln kommen will ... dann reicht es eben nicht. Darauf spare ich gerade ...
Beitrag von juliz85 - 09.02.12 - 19:22 Uhr
Hallo!
Wenn du einfach weiter neben ihm liegen bleibst, bis er schläft? Und später kannst du ja versuchen, vorher rauszugehen. So hab ich das gemacht 
Klappt auch noch nicht immer, aber oft!
Ansonsten würde ich meine Kiä auch nicht wegen sowas fragen! Ich wüsste, sie würde auch so antworten wie deine! Dewegen frag ich erst garnicht 
lg julia
Beitrag von motmot1410 - 09.02.12 - 12:58 Uhr
"Liebe Julia(?), wahrscheinlich habe Sie ja schon viele Antworten von mir zum Thema Einschlafprobleme gelesen und kennen meinen Standpunkt. In meinem Langtext über das emotionale Bewußtsein(link oben links) erkläre ich die gefühlsmäßige Situation des Neugeborenen und Säuglings. Ich begründe die Notwendigkeit eines einfühlsamen, zugewandten und zuverlässigen Elternverhaltens bei inneren Konflikten (z.B. "Verlustangst", Trennung beim Einschlafen) des Säuglings mit der Theorie der emotionalen Integration. Die ist in der Tat neu, beruht aber auf den derzeitigen Erkenntnissen über die psychosoziale Entwicklung des Kindes. Sie begründet sich auf Ergebnissen der tiefenpsycholgisch orientierten Entwicklungspsychologie, der Hirnforschung und der Verhaltensbiologie des Menschen.
Dagegen steht eine etwas anders gestrickte Lehrmeinung, die sich an die verhaltenstherapeutische Psychologie anlehnt und die Möglichkeit favorisiert, auch Säuglinge schon konditionieren zu müssen. Müssen heißt, daß solche Schritte einzuleiten sind, um unerwünsche Verhaltensweisen wie Schreien, Schlafstörungen und Fütterungsprobleme zu beseitigen. Diese unerwünschten Verhaltensweisen werden dazu mit dem Terminus Regulationsstörungen der frühen Kindheit belegt (diese Diagnose ist bis heute offiziell nicht anerkannt). Die sogenannte Regulationsstörungsthoerie wird hauptsächlich aus München von Frau Prof. Papousek und Ihren Mitarbeiter(inne)n seit ungefähr 10 Jahren propagiert. Auf sie geht die anerkennenswerte! Einrichtung von Schreiambulanzen zurück.
Die Regulationstheorie geht von der Vorstellung aus, daß bei bestimmten Säuglingen mit schwierigem Temperament die angeborene Fähigkeit zur Selbstregulation versagt und die deswegen unbedingt die Ko-regulation ihrer Bezugspersonen brauchen. Diese Ko-regulation muß aber dabei so gestaltet sein, daß vor allem die Selbstregulation dadurch wiederhergestellt wird oder überhaupt erst in Gang gebracht wird. Nach dieser Theorie richten sich die meisten Kinderärztinnen und Kinderärzte ohne genau zu wissen, was das alles beinhaltet (z.B. auch das Ferber-Konzept). Und da sind wir bei Ihrem kompetenten Kinderarzt.
Der Begriff Selbstkompetenz des Säuglings soll besagen, daß der Säugling bei emotionalen Erregungszuständen in der Lage sein müßte, sich selbst zu beruhigen. Wenn nicht, dann muß er das lernen.
Die Tiefenpsycholgie und die Verhaltensbiologie sagen eher das Gegenteil. Die Regulation der emotionalen Erregungszustände kann der Säugling nicht! alleine herstellen, dazu fehlen ihm -sagen wir- lerntheoretische Voraussetzungen. Das kann man alles auf komplizierte Weise auch noch begründen. Selbstregulation ist danach erst im 3.-4. Lebensjahr möglich. Bis dahin bedürfen der Säugling und das Kleinkind unbedingt der Regulationshilfen ihrer Eltern. Und das ist von der Natur um der ungetrübten Sozialisation des menschlichen Nachwuchses willen so gewollt. Auch das läßt sich gut erklären. Im 1. Leb.jahr gebührt der Part vorzugsweise der primären Bezugsperson, die in der Regel die Mutter ist (daher primäre Bindung), im zweiten dann auch dem Loslösungsvorbild, das meistens der Vater ist (daher triadische Lösung, Mutter-Vater-Kind als Grundform der Familie).
Erst im 3. Lebensjahr besteht demnach durch die gelungene Loslösung und das Ich-/Selbstkonzept des Kindes soviel Selbstkompetenz, daß das gelingen kann, was die Regulationstheoretiker schon im 1. Lebenjahr dem Säugling abverlangen.
Die Gefahr der Regulationstheorie besteht meines Erachtens in zwei Dingen: 1. die Bindung droht dadurch unsicher zu werden (Urvertrauen geht verloren). 2. die Gefühle von Unheimlichkeit und Angst in der Verlassenheit werden ins Unterbewußtsein verdrängt und bilden potentielle Störherde für das spätere Selbstkonzept und die weitergehende Persönlichkeitsentwicklung. Durch beide Störungsmomente sind also die gesunde Persönlichkeitentwicklung und das seelische Wohlbefinden auf Dauer bedroht.
So, jetzt habe ich in Kürze noch einmal zusammengefaßt, worum es mir geht und was ich in der Entwicklungspsychologie erreichen möchte. Aber jetzt haben Sie eine Möglichkeit, sich für das eine oder andere Konzept zu entscheiden. Viele Grüße"
http://www.rund-ums-baby.de/entwicklung/stichwortsuche.htm?stichwort=emotionale-integration-selbstkonzept
Beitrag von maria-33 - 09.02.12 - 13:36 Uhr
Bin mit meinem KiA auch nicht 100% zufrieden aber er ist besser als der, den wir zuerst hatten. Ich handhabe das so: Was mir gefällt "nehme" ich mit, bei Dingen, die ich anders sehe, handle ich eben auch anders und/oder hole mir Rat von anderer Stelle, u.a. auch weitere Ärzte.
Beitrag von juliz85 - 09.02.12 - 19:24 Uhr
mach ich auch so 
gute Kinderärzte sind scheinbar rar gesäht!
Beitrag von matsel - 09.02.12 - 14:14 Uhr
hallo,
habe die anderen beiträge nicht gelesen. ABER: wie du schon selber feststellst ist sie eine super ärztin: kann krankheiten diagnostizieren, schlägt nicht mit der chemiekeule um sich usw. aber warum, wenn mit deinem sohn gesundheitl. alles ok ist, sollte sie euch beim schlaf"problem" helfen können? und ich versteh die kh-ärztin nicht warum ein 7 mon. altes kind ambitionen zum sitzen machen muß - völliger quatsch.
und mal was anderes: klar ist es jedem selber überlassen wie er, wann und wo sein kind schlafen läßt. aber dein kind hat ja kein schlafprobelm (schlechter schläfer hin o her), sondern du bis in der bedruille (da dein freund zwar anweist, fb gibs nicht mehr - aber bei der umsetzung dich alleine läßt) . jetz versuchst du natürl. alles mögliche um ihn ins eigene bett zu bekommen. aber so wird das nicht funktionieren. es gibt kinder die sind eben einfach - die legt man ins bett, macht das licht aus u tür zu - und ruhe ist. aber es sind nicht alle so. und wenn dein kind die nähe braucht würde ich mich dem auch nicht verwehren. und wenn mein mann stur darauf beharren würde: kein familienbett u kind halt brüllen lassen. dann würde ich ihm den gefallen tun - nämlich mit kind aufs sofa umziehen. dann hat er kein familienbett mehr und seinen seelenfrieden.
Beitrag von leeoo - 09.02.12 - 15:04 Uhr
Mein Freund sieht es mit dem FB derweil schon fast etwas anders als bisher, denn als er hörte, dass Babys irgendwann eh "ausziehen" - von der Theraoeutin, wenn ich es sage ist es ja blödsinn ^^ - da wurde er ruhiger.
Seine Angst ist, das weiß ich nun, dass ich unseren Sohn zu sehr verhätschel und begöschere. Doch leider ist er ja tagsüber kaum hier und sieht uns. Sicher kuschele ich viel mit ihm, aber ich putze auch unsere Wohnung, kümmere mich ums Ausmisten der Rumpelkammer und lese ab und an auch gerne. Mein Sohn liegt dann auf seinem Spieleteppich und düddelt vor sich hin. Aber eben nicht immer, ich spiele auch mal mit ihm, albere mit ihm rum und solch Sachen.
Mein Freund kapiert nicht, dass er sich als erwachsener Mann schon um sich selbst kümmern kann und sich selbst beschäftigen kann, ein so kleines Kind allerdings nicht.
Ich glaube, er beschäftigt sich einfach nicht genug mit dem Thema und brabbelt alles seinen Eltern hinterher - so wars früher, so muss es auch heute noch sein.
Dass ich aber meinen Sohn anders erziehen will, als ich es erlebt habe (soweit habe ich liebevolle Eltern, aber eben keine Kuscheleltern gehabt, sie spielten nicht mit mir und überließen mich laut eigener Aussage die meiste Zeit des Tages mir selbst.
Nun bin ich fast 36 und mir fehlen meine Eltern ungemein - ich sehe sie zwar jede Woche, aber das ist nicht das, was ich meine. Mir fehlt die Zeit, die ich gern früher vermehrt mit ihnen verbracht hätte ...
Erstmal ist das eigene Bett kein wirkliches Thema für mich - wichtig wäre mir, dass der kleine Mann mal komplett durchschläft. Bis er 5 Monate alt war, da wachte er nur einmal auf um zu essen. Seither wird er bis zu 5 mal in der Nacht wach ... weil er neben mir liegt kümmert es mich nicht, selber so oft wach zu werden.
Ach, schön immer wieder Eure Meinungen zu lesen ... das bestärkt mich dann doch in meinen Muttergefühlen
Beitrag von uta27 - 09.02.12 - 16:14 Uhr
Hallo!
Les dich doch in ruhiger minute hier mal durch:
http://www.rabeneltern.org/index.php/wissenswertes/schlafen-wissenswertes
dann wirst Du erkennen, dass Ihr kein Problem habt!
LG, Uta
Beitrag von leeoo - 10.02.12 - 09:54 Uhr
Danke für den Link 
Ehrlich gesagt WEISS ich, dass wir kein Problem haben, nur muss ich es meinem Partner auch aufzeigen und deutlich machen ...
Wir haben einen aufgeweckten freundlichen kleinen Sohn, der überall nur bewundert wird, weil er nicht schreit, aufmerksam ist und sich an vielen Dingen freut ... alle wollen ihn behalten oder gegen ihre Schreikinder austauschen. Oder ihn als drittes Kind haben, wobei nach dem Zweiten eigenltich Schluss sein sollte ... er ist eben einfach pfelegleicht!
Mich stört das alles ja auch nicht, ICH bin es doch, die nachts wach wird und ihn beruhigt; mein Freund kann seelenruhig weiterschlafen, er ist in den fast 8 Monaten glaube ich 1al wach geworden! Er bestätigt ja auch überall, dass er nichts mitbekomme.
Aber er beschäftigt sich eben nicht wirklich mit dem Thema ... er hört nur auf das, was er von früher kennt oder was seine Eltern ihm erzählen.
Beitrag von motmot1410 - 10.02.12 - 10:33 Uhr
Und ich bin mir sicher, dass euer Kleiner so wenig weint, WEIL Du ihn so behandelst, wie Du es eben tust.
Das ist bei uns auch so. Alle denken immer, dass unser Sohn absolut pflegeleicht ist. Ist er auch, weil wir eben auf seine Bedürfnisse eingehen. Das Problem ist nur, dass genau diese den meisten Eltern zu anstrengend ist und dann ist so ein Kind plötzlich nicht mehr so pflegeleicht.
Ich bin mir sicher, dass unser Sohn entweder ständig weinen würde oder schon völlig resigniert hätte, wenn wir ihn anders behandeln würden.
Du schreibst ja, dass Dein Partner durchaus zum Umdenken bereit ist, wenn er einen Experten vor sich hat. Vielleicht wäre diese Lektüre etwas für ihn?
http://www.amazon.de/Vom-Urvertrauen-Selbstvertrauen-R%C3%BCdiger-Posth/dp/383091797X
Danach dürfte er klarer sehen
Beitrag von .antonia - 09.02.12 - 20:41 Uhr
Liebe Leo, es ist schon mal gut, dass du da warst. Hör mal zu. Stell dir vor, dass das Schlafen in eigenem Bettchen im eigenem Zimmer ein Mount Everest ist. Du stehst im Basislager mit dem Kind. Dein Kind hat die Fähigkeit es zu besteigen, wenn du ihm hilfst. Natürlich kannst du ein flugzeug mieten und runterspringen, dann ist dein Kind tot, weil er auf die Höhe nicht gewöhnt ist! Du bist schön durch alle Lager durch d.h. du musst ein Plan entwickeln - ZIEL - eigenes Bett aber du musst dir Zwischenenttapenziele setzen!!!! Das ist deine Pflicht!!!!
ich könnte vor Wut und allem Schreien! Wenn dein Kind den Schnuller akzeptiert, ist es das beste was du machen kannst! Dann gibst du in der Nacht nicht die brsut zur Beruhigung aber den Schnuller - was DU davon hältst, ist sowas von EGAL!!!!
Mache dir solche etappenziele und arbeite daran!
