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Beitrag von davies - 09.02.12 - 14:37 Uhr

Hallo,

folgende Situation:

Meine Tochter und drei weitere Kinder ihrer Klasse (1. Klasse) sind in Mathe so viel weiter voraus als die restlichen Schüler der Klasse, dass nun der Vorschlag kam, die 4 könnten bis zum Ende des Schuljahres einen Tag in der Woche statt Mathe mitzumachen, im Chor singen.

Was sagt ihr dazu?

Vielen Dank für viele Meinungen.

Beitrag von delfinchen - 09.02.12 - 14:39 Uhr

Hallo,

warum nicht?
Wann sich gerne singt, ist das doch besser, als sich im unterricht zu langweilen und die Lehrerin kann sich intensiver um die kümmern, die nicht so schnell sind.

LG,
delfinchen

Beitrag von lulu2003 - 09.02.12 - 14:41 Uhr

Hallo,

ich finde sie sollten mit extra Aufgaben ganz normal den Klassenunterricht mitmachen. Es gibt so tolle Hefte

http://www.jandorfverlag.de/artikel/rechnen/produkt/d/zahlenfuchs.html

Mit sowas wird unser Sohn (allerdings Klasse 2) beschäftigt. Es könnte schnell zu Neid und Missgunst kommen, wenn die Kinder sehen dass diese Kinder "besondere" Dinge dürfen.

LG
Sandra

Beitrag von carrymarry - 10.02.12 - 11:41 Uhr

oder es könnte eine Motivation für die anderen Kinder sein...

Beitrag von binnurich - 09.02.12 - 14:42 Uhr

ich finde das gut.

So bleiben sie auf Klassenniveau ohne sich zu langweilen

Andere Möglichkeit wäre, dass sie Mathe mit der zweiten machen, aber was würde das letztendlich bringen?

Beitrag von davies - 09.02.12 - 15:04 Uhr

Aber sie sind ja nicht auf Klassenniveau, sondern besser und das sollte doch gefördert und nicht unterbunden werden. Die Kinder langweilen sich und verlieren die Lust an Mathe.

Beitrag von binnurich - 09.02.12 - 15:07 Uhr

nein, sie werden sich eben nich langweilen, weil sie weniger intensiv an Mathe dran bleiben. Ich finde das zwar nicht optimal, aber was wäre, wenn man sie speziell weiter in Mathe fördert. Dann sind sie ihrer Klasse immer weiter voraus - nur in den anderen Fächern aber nicht.

Wenn man sie in die zweite Klasse stecken würde, dann würden sie vielleicht in den anderen Fächern da nachhängen.
Oder es müsste eine besonders gut organisierte Schule sein, so dass sie zwar in Mathe weiter und schneller vorankommen können und in den anderen Fächern aber im Tempo der anderen.

Ich glaube, daran würden viele Schulen scheitern. Insofern finde ich die Überlegung der Lehrer nachvollziehbar.

Beitrag von wasteline - 09.02.12 - 19:34 Uhr

Zum Glück haben viele Schulen heute erkannt, dass man nicht nur schlechte Schüler fördert, sondern auch die guten Schüler.

Aber es ist natürlich viel einfacher, die Kinder in den Chor zu stecken, statt sich Gedanken über eine gezielte Förderung dieser Mathecracks zu machen. Warum müssen alle gleich sein?

Beitrag von binnurich - 09.02.12 - 20:32 Uhr

na wenn man eine solche SChule hat, dann ist das natürlich besser.

meine Tochter kommt erst in die Schule und ich hab bisher aus vielen Schulen eben nicht nur gutes gehört - deshalb finde ich das Modell besser als die reine Ignoranz - aber okay, wenn es besser möglich ist, dann ist es natürlich doof

Beitrag von schullek - 09.02.12 - 14:53 Uhr

klingt im ersten moment vernünftig.

aber mal ehrlich: grundshcullehrerinnen sind dazu ausgebildet verschiedene kinder mit verschiedenem niveau zu unterrichten. wenn sie das nicht hinbekommen bei drei sehr guten schülern, dann frage ich mich tatsächlich, wo sie ihre qualifikation bezogen haben.

es gibt so viele mathematische dinge, die die kinder in der zeit, in der die anderen den normalen stoff durchnehmen, machen könnten. und sei es nur so mathematische rätsel zu lösen!

nein, ich finde das def. nicht gut.

Beitrag von davies - 09.02.12 - 14:58 Uhr

Ganz genau so sehe ich es nämlich auch.

Man darf doch nicht nur den Schwächeren gerecht werden, sondern muss auch die fördern, die eben schon weiter sind.

Ist es nicht schon fast Ausgrenzung der guten Schüler?

Also ich habe da Redebedarf mit den Lehrern, für mich ist das der völlig falsche Weg.

Beitrag von zaubertroll1972 - 09.02.12 - 15:15 Uhr

Ausgrenzung der Schüler? Wieso? Die Kinder sind ( sorry, ich habe es vergessen ) in der 1. Klasse und nehmen ganz normal am Matheunterricht teil.

Wer grenzt denn da wen aus?
Ich denke die Lehrerin sollte den Kinder spezielle Aufgaben geben anstatt sie aus dem Unterricht zu schicken. Irgendwann wird es sich vermutlich wieder ausgleichen.
So wird es in der Klasse meines Sohnes gemacht. Jedes Kind bekommt die Förderung die es braucht aber niemand wird aus der Klasse geschickt weil er es nicht mehr nötig hat am Regelunterricht teilzunehmen.

Die Kinder und Eltern sind so zufrieden.

LG Z.

Beitrag von natalia73 - 09.02.12 - 15:27 Uhr

Sie meint damit, dass die 4 gute Schülerinnen aus dem Matheunterricht ausgeschlossen werden sollen und stattdessen zum Chor gehen sollen.

Gegen eine Lösung, wie du vorschlägst, hat sie sicher nichts gegen. Das ist das einige vernünftige, meiner Meinung nach.

LG

Beitrag von zaubertroll1972 - 09.02.12 - 16:56 Uhr

Ich habe schon verstanden was die TE meint.
Sie versteht aber darunter "Ausgrenzung der guten Schüler".

Beitrag von davies - 09.02.12 - 15:31 Uhr

Da widersprichst Du dir ja schon selber ein wenig:

"Ausgrenzung der Schüler? Wieso? Die Kinder sind ( sorry, ich habe es vergessen ) in der 1. Klasse und nehmen ganz normal am Matheunterricht teil."

"Ich denke die Lehrerin sollte den Kinder spezielle Aufgaben geben anstatt sie aus dem Unterricht zu schicken."

Zum 2. Satz stimme ich Dir nämlich zu. Die Kinder sollten spezielle Aufgaben bekommen, statt etwas ganz anderes zu machen und aus der Klasse genommen zu werden. Das Interesse an Mathe soll weiter gelockt werden, sie dürfen nicht den Spaß verlieren.

Beitrag von zaubertroll1972 - 09.02.12 - 16:52 Uhr

Ich wiederspreche mir nicht. Ich denke Du hast mich falsch verstanden.
Ich sehe keine Ausgrenzung aber die Mutter schon.

Beitrag von natalia73 - 09.02.12 - 15:12 Uhr

Ja, so wird das auch bei uns gemacht. Die Kinder kriegen extra Aufgaben, die ihnen aber keinen Vorsprung im Stoff in dem Sinne verschaffen,sondern viel mehr eher logische und Knobbelaufgaben sind.

Wenn sie eine extra Mathe-Förderung kriegen würden, könnte ich das verstehe, aber Chor statt Mathe? Nein, so eine "Gabe" sollte man doch unterstüzen.

LG
Natalia

Beitrag von delfinchen - 09.02.12 - 20:22 Uhr

Naja, ich gehe schon davon aus, dass in den übrigen vier Stunden, die das Kind am Matheunterricht teilnimmt, mehrfach binnendifferenziert wird.

LG,
delfinchen

Beitrag von schullek - 09.02.12 - 21:11 Uhr

und warum sollte das dann nicht in der weiteren stunde auch der fall sein?
ich finde es irgendwie traurig kinder quasi 'klein' zu halten,damit sie nicht noch weiter vorankommen als die klasse.
es ist sicher nicht so gemeint von der lehrerin, aber wenn ich drüber nachdenke, kommt es so bei mir an.

lg

Beitrag von delfinchen - 09.02.12 - 21:22 Uhr

Ja, ich denke auch nicht, dass es so gemeint ist, sie wird ihnen wohl eher was Gutes tun wollen.

Aber es stimmt schon, man könnte es auch anders lösen. Vielleicht gäbe es ja ne Lernwerkstatt, in der sie sich beschäftigen könnten - ansonsten gibt es ausreichend Knobelaufgaben.

Für mich wäre Chor eher eine Bestrafung gewesen (oder ich für den Chor :-D) und wenn die Kinder nicht gerne singen, aber zur "Strafe für Gutsein" in den Chor MÜSSEN, kann auch schnell mal das Gegenteil erreicht werden - die Leistung wird gedrosselt, damit man nicht weggeschickt wird ....

LG,
delfinchen

Beitrag von kleinjano - 09.02.12 - 14:58 Uhr

Hallo,

für mich wäre das okay.
Meine Tochter - die Mathe liebt - hätte ein Problem damit! Sie rechnet in Mathe Stars Sach- und Knobelaufgaben wenn sie schneller fertig ist. Zusätzliche Arbeitsblätter findet sie auch gut - Haupsache Mathe bleibt Mathe!

Beitrag von sassi31 - 09.02.12 - 15:20 Uhr

Hallo,

finde ich eine gute Idee. Dann langweilen sie sich wenigstens nicht im Unterricht.

Bei uns wurde das in der O-Stufe gemacht mit den Kindern, die in Englisch sehr gut waren. Die Kinder wurden einmal pro Woche aus dem regulären Unterricht genommen und haben dann ein englisches Kinderbuch gelesen, während der Rest der Klasse den Stoff noch einmal wiederholt hat.

Die Kinder wurden übrigens jede Woche neu ausgewählt, je nachdem wie gut sie halt den neuen Stoff verstanden hatten.

LG
Sassi

Beitrag von davies - 09.02.12 - 15:23 Uhr

Das ist ja auch gut, die Kinder, die gut in englisch sind, lesen ein englisches Buch. Aber Singen statt Mathe #gruebel

Beitrag von natalia73 - 09.02.12 - 15:29 Uhr

2 Dummen, ein Gedanke!!!

Ich verstehe dich sehr gut und ich würde auch für eine andere Lösung plädieren (auch wenn mein Sohn, der auch sehr gut in Mathe ist und eine Extra Förderung kriegt, freiwillig zum Chor geht ;-) )

LG

Beitrag von davies - 09.02.12 - 15:32 Uhr

;-)