Fruchtwasseruntersuchung, FD, Nackenfalte etc

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Beitrag von aurika1985 - 09.02.12 - 14:55 Uhr

Hallo Mädels,

mal eine Frage an Euch...

Ich hatte bei meiner ersten Schwangerschaft, 2008 eine Fruchtwasseruntersuchung. Da war ich 22 Jahre alt. Da ich bei circa ES+5/6 in der Notaufnahme im KH gelandet bin mit etremer Migräne und nur noch heulen konnte vor Schmerzen, haben die bei mir damals ein CT gemacht (Bluttest hatte damals 0 HCG) und mich mit Schmerzmitteln etc vollgepumpt.

Meine FÄ riet mir damals sicherheitshalber zu einer FWU. Ich fand die gar nicht schlimm, es ist eine erfahrene Klinik / Abteilung gewesen, ein Prof der das tagtäglich macht, und mir sagten auch alle dass das Risiko bei weit unter 1 % liegt, circa 0,5 % (FG)

Ich muss sagen, ich würde gerne wieder eine FWU machen, sehe aber dass es wohl viele Alternativen gibt, wie Feindiagnostik? Oder diese Nackenfaltenmessung. Wobei mir mehrere Ärzte gesagt haben dass die NFM kein wirklich eindeutiges Ergebnis einem gibt und es Fälle gibt, da ist das Ergebnis schlecht - und die Kinder kommen trotzdem gesund zur Welt, oder eben andersrum.

Dann gibt es auch einen "Bluttest" wo die Chromosomen untersucht werden?

Was gibt es sonst noch so und gibt es hier überhaupt Frauen die "freiwillig" die FWU machen lassen?

Bin momentan gar nicht mehr so sicher was ich so machen lassen soll... ;-) Man liest ja hier so viel.

Lieber Gruß
Aurika

Beitrag von babybel88 - 09.02.12 - 14:57 Uhr

das würde mich auch alles brennend interessieren. Bin mir jetzt schon total unsicher was man alles für Untersuchungen machen "soll" oder besser nicht und womit man sich viell. nur verrückt macht.... ich finde das total schwierig!

Beitrag von aurika1985 - 09.02.12 - 15:01 Uhr

Ja :-)

Ich fand damals FWU super, ging schnell, da wurde ja US gemacht während er mit einer feinen Nadel FW abnahm. Man sah das US Bild rieeeensengroß auf einem xxl Flat Tv auf der Wand vor einem :-D

Ich fands gut, dass ich nach einigen Wochen den Brief im Briefkasten hatte und die 100 % Sicherheit dass alles stimmt und alles okay ist. zudem wünschten wir uns ja gleich mal mit dass das geschlecht ermittelt wird bzw dass es auch auf dem Brief steht.

:-)

Beitrag von anyca - 09.02.12 - 15:16 Uhr

Welche Untersuchungen Du machen "solltest", hängt davon ab, was Du damit anfangen willst.

Willst Du die Möglichkeit, ein behindertes Kind noch abzutreiben? Dann mach NFM oder auch FWU.

Willst Du das Kind nehmen, wie es ist, aber rechtzeitig wissen, ob es z.B. einen Herzfehler hat und gleich nach der Geburt operiert werden muß? Dann "reicht" die Feindiagnostik.

Beitrag von fuxx - 09.02.12 - 15:07 Uhr

Hi,

bei der Nackenfaltenmessung bekommst Du kein eindeutiges Ergebnis, sondern nur eine Wahrscheinlichkeit. Diese Messung wird meist mit einem Bluttest kombiniert.

Die FD schaut sich eher die Organe des Kindes an und stellt ev. Herzfehler etc. fest.

Welchen Bluttest mit Chromosomen meinst Du? Es wird gerade überprüft, ob man die FWU auch per Bluttest machen lassen kann. Zugelassen wird der Test frühestens im April und kostet wohl ca. 1000 Euro.

Ich habe freiwillig eine FWU machen lassen - da ich aber Ü35 bin, hat die Kasse die Kosten getragen. Wenn es bei Dir keine Indikation gibt, musst Du die Kosten wahrscheinlich selbst tragen.

Beitrag von aurika1985 - 09.02.12 - 15:11 Uhr

Danke für Deine Antwort.
Dieser Bluttest der die FWU ersetzen soll, soll ab eventuell ab April 2012 zugelassen werden?
Ich würde die Kosten auch selber tragen.

Finde ich ja intressant. Muss ich mal meine FÄ darauf ansprechen.

Beitrag von fuxx - 09.02.12 - 15:14 Uhr

wenn er positive Ergebnisse hat, dann wohl ja.
HAbe damals im Pränatalzentrum in Düsseldorf angerufen - die machen die entsprechende Studie. Sonst ruf doch dort einfach mal an - weiss nicht, wer sowas in Bayern macht.

Beitrag von anyca - 09.02.12 - 15:13 Uhr

Nun ja, auch bei 0,5 % Risiko ist die Wahrscheinlichkeit, durch die FWU in Deinem Alter eine Behinderung zu entdecken geringer als die Wahrscheinlichkeit, daß dabei ein gesundes Baby abgeht.

Und auch wenn bei der FWU alles o.k. ist, kann Dein Kind immer noch behindert sein - es wird ja nur auf die häufigsten Chromosomendefekte hin untersucht, nicht auf jeden nur denkbaren Gendefekt. Und die meisten Behinderungen entstehen eh bei oder nach der Geburt, nicht vorher.

Von daher frage ich mich, warum Du mit 26 und ohne besondere familiäre Belastung unbedingt eine FWU willst?

Beitrag von aurika1985 - 09.02.12 - 15:19 Uhr

Hallo,

hmmm interessant. Darüber hab ich mir jetzt keine Gedanken gemacht weil mir die Ärzte eigentlich sagten dass die die gesamte Genetik untersucht wird. Sie sagte mir das eine FWU wirklich sehr sicher sei um ALLES ausschließen zu können. Das was Du sagst (Geburt / nach Geburt) verstehe ich, aber an sowas will ich jetzt nicht denken. Mir gehts es ja um den IST zustand und die Genetik.

Beitrag von fuxx - 09.02.12 - 15:22 Uhr

anyca hat recht, die FWU testet nur auf Trisomie 13,18 und 21 und auf offenen Rücken.
Mehr wird nicht getestet, ist auch gar nicht möglich Gendefekte auf den einzelnen Genen zu erkennen.

Beitrag von anyca - 09.02.12 - 15:26 Uhr

Das wäre irrwitzig teuer, wenn man auf ALLE nur denkbaren Gendefekte untersuchen würde.

Bei meinem Neffen hat es Monate gedauert, bis nach einer Blutabnahme die Genuntersuchung auf EINEN Gendefekt da war. Er hat was, das nur einer von 2 Millionen Menschen hat. Da müßte man also 2 Millionen Schwangere untersuchen, bis EIN Baby mal genau das hat. Und das ist nur einer von Tausenden von möglichen Gendefekten.

Und bei manchen Behinderungen ist ja noch gar nicht bekannt, wo das entsprechende Gen sitzt.

Bei einer "normalen" FWU werden die grade mal zählen, ob die richtige Chromosomenanzahl vorliegt, also keine Trisomie o.ä., nicht die Gene untersuchen. Dir ist schon klar, was der Unterschied zwischen Chromosomen und Genen ist?

Klar, man kann dann - im Gegensatz zur NFM - sicher ausschließen, daß das Kind Downsyndrom o.ä. hat, das schon. Aber wenn die Dir was von 100 % Garantie erzählen, daß sie ALLES ausschließen können, dann sind das entweder Lügner oder Du hast sie nicht ganz richtig verstanden.

Beitrag von aurika1985 - 09.02.12 - 19:14 Uhr

Naja, wahrscheinlich habe ich es damals nicht richtig verstanden. Damals war alles sehr neu, frisch, ich war 22, war etwas schockiert von der FWU und was sein könnte.... danke für die Antwort, werde wohl nur NFM machen. :-)

Beitrag von anyca - 09.02.12 - 20:10 Uhr

Alles Gute!#klee

Beitrag von zweiunddreissig-32 - 09.02.12 - 15:22 Uhr

Du kannst NFM + Blutwerte (Hormone) machen lassen und daraus entseht eine auf dein Alter abgestimmte Wahrscheinlichkeit, ein Kind mit Trisomie 21 zu bekommen (man sucht meistens danach). Wenn was auffällig ist bei NFM, wirst du zu FWU überwiesen, wo die Diagnose bestetigt bzw. widerlegt werden kann. Aber man sucht nur nach einem bestimmten Gendefekt, wobei es noch viele andere Defekte gibt, obwohl viel seltener.

Mach es nur in dem Fall, wenn ein behindertes Kind für dich nicht in Frage kommt und du nach einer sicher gestellten Diagnose das Kind abtreiben kannst.

Ansonsten mach dir keinen Kopf und geniesse deine Schwangerschaft. All die Untersuchungen und Wahrscheinlichkeiten machen einen einfach kirre. Wenn du jung und gesund bist und in deiner Familie keine Vorbelastung gibt, lass es sein.

Beitrag von aurika1985 - 09.02.12 - 16:20 Uhr

Ih habe eine Schilddrüsenunterfunktion... muss meine Werte erstmal anschauen lassen habe lange keine Hormone mehr genommen und kenne den aktuellen wert nicht. Anonsten hat mein Mann Diabeties in der Familie. Ansonsten ist soweit alles okay.