Rothaariges, hellhäutiges Kind - Urlaub am Strand

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Beitrag von gaeltarra - 09.02.12 - 17:59 Uhr

Hallo Mädels,

würdet ihr mit einem 4jährigen Kind, hellhäutig, rothaarig, wird sofort rot im Gesicht bei Sonneneinstrahlung (auch bei LSF-Creme 50+), Sommerurlaub an einem FKK-Strand in Frankreich machen?

Hintergrund: Es ist davon auszugehen, dass das Kind dort selbstverständlich nackt herumläuft, die Sonnencreme nur sporadisch genutzt wird und man - O-Ton - "nicht aufpassen kann, wenn das Kind in die Sonne rennt und auch nicht den Sonnenschirm ständig nach dem Kind drehen kann".

Es ist Lang- und Kurzarm UV-Kleidung von Hyphen vorhanden, wenn ich das der Kleinen anziehe, bekomme ich immer den hier: #augen - denn ich übertreibe da ja maßlos, sie soll sich schließlich an die Sonne gewöhnen. Da es FKK ist, wird diese Kleidung mit Sicherheit der Kleinen nicht angezogen.

Ihre ältere Schwester (wird schnell braun, dunklerer Hauttyp) war letztes Jahr im Urlaub dort, die mitgegebene Sonnencreme UV-Schutz 50 + (war neu gekauft und unbenutzt) habe ich so zurückerhalten, wie ich sie mitgegeben hatte. Nachfrage, ob sie eingeschmiert wurde: Ja, manchmal, mit der Schutzcreme von Opa (minimialer Schutzfaktor, ich glaube ich habe 20 % gelesen, und ich vermute stark 2 - 3 Jahre alt, weil sie selten benutzt wird - wer das als übertrieben empfindet: die hatten Babyöl, Mindesthaltbarkeit schon seit fast 9 Jahren abgelaufen, nein, das ist KEIN Witz und KEINE Übertreibung, ich habe mir das Fläschchen damals "heimlich" angeschaut!:-[#heul).

Ich werde mich gegen den Urlaub aussprechen! Ich bin selbst hellhäutig und hatte in der Kinderzeit zig Sonnenbrände. Ich habe null Vertrauen darauf (siehe Schwester), dass sie mehrmals am Tag eingeschmiert wird. Zumal das lästig ist, wenn die Sandkörnchen daran kleben und auch lästig, wenns nach dem Baden im Meer halt nochmal sein muss. MIR wäre das nicht lästig, aber den Großeltern ist es dies sicherlich - ich schließe das mal aus so diversen Aussagen. Und da beide Großeltern dunkel sind uns keinen Sonnenbrand kennen, wissen die auch nicht, wie sich sowas anfühlt. Irgendwie - ich habe insgesamt deshal bin ungutes Gefühl.

Würdet ihr auch so entscheiden und das Kind nicht mitgeben? Vielleicht übertreibe ich ja doch#kratz.

VG
Gael

Beitrag von schullek - 09.02.12 - 18:15 Uhr

hallo,

ich glaube nicht dass du übertreibst. wenn die großeltern so nachlässig sind und auch unbelehrbar, dann würdest du dein kind einer gefahr aussetzen.
und das nicht nur, weil sie rothaarig und blass ist.
sonnenbrand ist ja die eine große gefahr. aber die uv belastung die nächste. und davor schützt ja z.t. auch die sonnencreme.

kannst du nicht noch einmal eindringlich mit den großeltern sprechen? wenn du ihnen sagst, dass das kind nicht mit darf, wenn sie nicht regelmäßig und gründlich eingecremt wird, immer einen sonnenhut aufhat, viellicht lenken sie dann ein.

meine mutter fand auch immer mal, dass ich es mit dem cremen übertreibe. hat aber nie wirklich was dazu gesagt und es immer so gehandhabt, wie ich das möchte, wenn sie mit unserem sohn weg waren. daher habe ich kein problem ihn jedes jahr mit ihnen in den sommerurlaub fahren zu lassen (ostsee). hätte ich kein vertrauen, hätte ich ihn wahrscheinlich auch nicht mitfahren lassen.

lg

Beitrag von humdidum - 09.02.12 - 18:46 Uhr

Huhu,

wir sind selber von dieser starken Hellhäutigkeit betroffen und ohne diese UV-Kleidung geht gar nichts. Urlaube am Atlantik nur mit extremer Bedeckung sozusagen.
Leider war es auch bei uns den Großeltern kaum beizubringen. Sie haben mich als ich Kind war immer gut durchbraten lassen sozusagen - dementsprechend häufig muss ich mir Muttermale entfernen lassen.
Ich denke also, du siehst es genau richtig!

Alles Gute

Beitrag von magnoona - 09.02.12 - 19:28 Uhr

du scheinst ja generell nicht allzuviel vertrauen haben, also ist es auch nicht angebracht, deine kinder da mit in den urlaub zu schicken...sollte es "nur" um die haut gehen, wuerde ich sie vor die wahl stellen, hyphen ganztags an, oder keine kinder mit...und auch deine kinder instruieren, mein sohn ist auch hell und weiss genau, am meer gehts nicht ohne langarm und langbei hyphen, ausserdem spart man sich die schmiererei, der ist da schon selbst dahinterher mit 4... gute entscheidungen wuensch ich dir

Beitrag von gaeltarra - 09.02.12 - 20:15 Uhr

*schmunzel* - das "generelle" Vertrauen meinst du wahrscheinlich wegen des Babyöl-Fläschchens. Du, das Fläschchen war so verbeult und verschrumpelt irgendwie und "igitt", zumal noch in optischer Aufmachung, die ich seit Jahren nicht mehr gesehen habe (die Etiketten ändern sich ja immer mal wieder und werden "modernisiert"). Da HABE ich dann einfach mal geschaut, wie alt das angebrochene (!!) Fläschen sein könnte und daran gerochen. Naja, das MHD und der Geruch - ich stand so: #schock#schock davor. Ich glaubs ja immer noch nicht - aber ich habe es mit eigenen Augen gesehen.

Beitrag von corny123 - 09.02.12 - 19:58 Uhr

Meine jüngere Tochter ist auch sehr sonnenempfindlich. Selbstverständlich trägt sie in der Sonne UV-Kleidung und 50+-Sonnencreme sowie einen Hut. Was andere dazu sagen ist mir herzlich egal. Wenn jemand klar sagt, dass ihm Hautkrebs egal ist, würde dieser jemand mein Kind nicht mitnehmen.

Übrigens haben meine beiden (2 und 4) noch nie auch nur eine Rötung durch Sonne gehabt und da bin ich stolz drauf :-)

Beitrag von knatsel - 09.02.12 - 20:09 Uhr

Hallo Gael!

Ganz klare und knappe Antwort:

NEIN, ich würde mein Kind nicht mitgeben!!! Du übertreibst nicht!

LG

Beitrag von gaeltarra - 09.02.12 - 20:26 Uhr

Hallo Mädels,

Danke für die Meinungen. Mein kleiner Frosch bleibt zu Hause!

LG
Gael

Beitrag von mona1879 - 09.02.12 - 20:37 Uhr

da bin ich ganz deiner meinung. meine kinder sind beide sehr hell und wir fahren jedes jahr nach italien. allerdings immer mit uv kleidung und hut und sonnercreme.

sie hatten noch nie sonnenbrand.

ich würde sie auch nie mit meinen eltern schicken, weil ich weiß, wie das laufen würde.

ich habe auch schon rollende augen bekommen, weil ich meinen kindern auch im schwimmbad die uv sachen anziehe.

Beitrag von humdidum - 09.02.12 - 21:10 Uhr

Das mit dem Schwimmbad kenne ich...
Es gibt so viele Leute, die Sonnenschutz für völlig überflüssig halten bei ihren Kindern.
Wenn ich Eltern von Besuchskindern im Sommer beim "Abgeben" frage "Ist er/sie denn schon eingecremt?" sind viele total überrascht.

Ich bin auch schon dumm angequatscht worden, dass mein Kind "brauner" werden müsste. Ich muss dann echt erklären, dass es nun mal so bleich ist und bleibt.

Beitrag von smurfine - 09.02.12 - 21:09 Uhr

Hallo,

unsere Tochter ist auch sehr hellhäutig. Da muss man dann als Eltern die Verantwortung für tragen. Wir haben ihre ersten beiden Sommer in strandnähe gewohnt. Also untenrum hatte sie häufig nur ihre Windel an, Beine mit australischem Sunblocker eingecremt. Obenrum langärmliges UV-Schutzshirt, auf dem Kopf UV-Schutzmütze mit Nackenschuz. Vorher nackt komplett eingecremt.
Unsere Maus hat trotz ihrer Schutzmontur gigantisch Farbe bekommen über den Sommer. Allerdings nie auch nur im Ansatz Sonnenbrand. In meinen Augen darf das auch nicht passieren, und wenn ich denke, dass sich jemand da nicht ausreichend kümmert, dann bekäme der sicher mein Kind nicht mit. Da würde ich mir nämlich zudem noch Gedanken machen, ob andere sicherheitsrelevante Sachen auch so lasch gehandhabt werden. Nie im Leben.

Bei uns zu Hause steht im Sommer die Sonnencreme direkt neben der Haustür parat, da wird sie im Sommer immer nochmal eingecremt bevor man das Haus verlässt. Das weiß bei uns jeder und es wird sich auch dran gehalten. Man fährt die Kinder ja auch nicht ohne Autositz spazieren.

Lg,
FINA

Beitrag von zahnweh - 09.02.12 - 21:10 Uhr

Hallo,

ich gebe mein Kind nur dann mit, wenn ich INSGESAMT Vertrauen habe!

Ich selbst hatte als Kind nie Sonnenbrand. Auch ohne Eincremen. Seit der Pubertät ein paar wenige und das tat saumäßig weh + die Gefahr von Hautkrebs steigt mit jedem einzelnen Sonnenbrand.

Mein Kind creme ich ein. Nicht ständig und dick, aber fürs Freibad habe ich UV-Schutzkleidung gekauft, achte auch Schattenplätze und ich meide die Mittagssonne!

Wir strömen ins Freibad um 17 Uhr, wo uns der größte Strom nach Hause entgegen kommt. Warum? Weil es uns so einfach am besten geht.

Sobald ich über Mittag draußen bin und ein Fleckchen Haut rausschaut, bin ich rot #schock
erst braun und dann rot. Geht bei mir innerhalb von 15 Minuten mittags, abends dauert es 2-3 Stunden und es bleibt bei braun.

Ich hatte und habe einige Freunde, die ähnlich anfällig sind. Da geht nur dick eincremen, Langarm (dünn), UV-Sonnenhut und Gesicht viel nachcremen. Mittagssonne komplett vermeiden.
Braun gibt es nicht. Von weiß zu Krebsrot. Eigentlich kommt das glaube ich vom Krebstier, aber in diesem Zusammenhang kann man auch Hautkrebsrot sagen, wenn es häufiger vorkommt #zitter

Mein Kind würde ich NICHT als Versuchskaninchen mitgeben.

Die Einsicht könnte zwar kommen, wenn sie EINMAL miterlebt haben, welche Schmerzen das Kind leidet, wie sich die Haut schält usw. Aber meinem Kind würde ich das nicht antun wollen.

Im Kindergarten sind sie bei Sommerwetter draußen. Bestehen aber auf geeignete Kleidung!!!
- Sonnenhut
- dünnes Langarm (zumindest bei anfälligen Kindern)
- Eltern die ihre Kinder morgens eincremen
- auf Schatten wird geachtet
- Tagesplan wird auch mal umgebaut, so dass sie z.B. nur morgens rausgehen und zur Mittagszeit wieder rein, wenn es allzu sehr brutzelt.

ok, ich habe jetzt nicht geschaut, wie alt dein Kind ist. Meine ist 4,5 Jahre und noch nicht in der Lage sich selbst einzucremen. Jedenfalls nicht ganz. Mich daran erinnern macht sie :-)

Bei einem älteren Grundschulkind, das sich wehren und weitgehend selbst schützen kann, wäre ich wahrscheinlich lockerer #winke

Beitrag von berry26 - 09.02.12 - 21:11 Uhr

Ich würde mein Kind nur Leuten mitgeben denen ich zu 1000% vertraue und da ist mir das Urlaubsziel und die Hautfarbe des Kindes völlig egal!

Ich finde grundsätzlich nicht das etwas gegen einen Badeurlaub mit einem sonnenempfindlichen Kind spricht, wenn man gewisse Vorsichtsmaßnahmen einhält. Aber die hast du ja bereits genannt. Ansonsten... siehe oben!

LG

Beitrag von brausepulver - 10.02.12 - 08:38 Uhr

Hallo Gael

ich bin hellhäutig und rothaarig und wurde als Kind mti Lichtschutzfakttor 4 eingerieben und hatte IMMER einen Sonnenbrand. Ich kann mich an einen Ostseeurlaub erinnern, wo ich so schlimmen Sonnenbrand hatte, dass ich irre Schmerzen hatte und dazu total Fieber bekam, was meine Eltern nicht abhielt weiter jeden Tag stundenlang (also wirklich morgens bis Abends) am Strand zu sein. Ich kann mich an die Schmerzen noch sehr gut erinnern und würde das heute wohl als Kindeswohlgefährdung einstufen. Meine Eltern finden bis heute Sonnenbrand total normal und nicht ungesund.

Man weiß ja auch, dass Sonnenbrände in der Kindheit die gefahr als Erwachsene an Hautkrebs zu erkranken sehr ansteigen lassen - ich "warte" schon drauf #augen

Was ich sagen will: NEIN! du übertreibst nicht, dein Kind soll den UVAnzug tragen und wirklich mit einem Sunblocker, der MINERALISCH ist eingeschmeirt werden - und zwar dick. Je dicker die chicht ist um sehr mehr wirkt sie. Um den vollen Faktor zu erreichen, müsste das Kind quasi weiß aussehen.

Ich habe superblasse und Hautempfindliche Kinder bekommen, die ich auch wirklich sehr gründlich einschmeire. Bis auf einmal bei meiner Großen haben sie noch nei Sonnenbrand gehabt. Der Eigenschutzfaktor ist bei bei Beiden nur 5-10 Minuten. Bei mir sind es nur 5 Minuten, dann hab ich Sonnenbrand #augen

Liebe Grüße

Beitrag von uppercut - 10.02.12 - 10:07 Uhr

Ich denke, hier geht es gar nicht in allererster Linie um den Sonnenschutz am Strand. Du hast einfach kein Vertrauen, und das aus gutem Grund.

Wenn du Vertrauen hättest, ließe sich für das Sonnenschutzproblem eine Lösung finden. An den FKK-Stränden, die ich kenne, sagt niemand etwas, wenn ein hellhäutiger Mensch ein T-Shirt trägt. Ich bin selbst eher hellhäutig und bin dann nur im Wasser nackt und unterm Sonnenschirm, für Strandspaziergänge ziehe ich obenrum etwas an, auch wenn es entsprechend albern aussieht.

Aber auch dann bliebe die Frage, ob eine Strandurlaub bei derart heller Haut überhaupt eine sinnvolle Sache ist. Wenn schon, dann vielleich in Dänemark oder irgendwo anders, wo die Sonne nicht dermaßen brennt.

Beitrag von punkt3 - 10.02.12 - 11:03 Uhr

Hallo Gael,

ich würde mit meinem Kind selbst keinen solchen Urlaub machen, denn ein FKK Urlaub mit einem so beschriebenen Blaßschnabel... Ist für Mutter und Kind in keinster Weise erholsam. Man würde ständig am "Bevormunden" sein....

Wenn die Großeltern das Kind gerne mal mit in den Urlaub nehemen - schön, aber nicht zu so einem. Wäre eine klare Aussage. Vor allem, weil Du ja schon schlechte Erfahrungen hast!

Bleibt standhaft ;-)

LG
Punkt

Beitrag von woodgo - 10.02.12 - 15:58 Uhr

Ich würde mein 4-jähriges Kind garnicht mit den Großeltern soweit weg fahren lassen #schock Also weg fahren lassen und Urlaub machen schon, aber nicht so weit in dem Alter und für die Zeit.

LG

Beitrag von fjoelnirsson - 15.02.12 - 13:42 Uhr

Nur so interessehalber: Hatte Deine ältere Tochter einen Sonnenbrand oder ist das (trotz Fahrlässigkeit) noch mal gut gegangen?

Obwohl ich grundsätzlich kein "UV-panischer" Vater bin: Sonnenempfindliches Kind, Strandurlaub und fahrlässige Großeltern sind eine ganz ungesunde Kombination. :-[ Ich kann dich nur dazu beglückwunschen, dass du deine Maus nicht mitfahren lässt!