Abhängigkeit

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Beitrag von komm da nicht raus 01.03.12 - 22:45 Uhr

Hallo...

habe nie gedacht, daß ich mal in so einer Situation bin....

Ich bin abhängig von meinem (Ex) Freund :-) und habe Angst da nicht wieder raus zu kommen...

Es ging ganz schleichend:

Wir waren 5 Jahren zusammen. Wir haben aber nicht zusammen gelebt, wollten es, aber es hat irgendwie nicht geklappt....
Er hatte (angeblich) nie Geld... Er ist selbstständig. Ich habe ihm immer geholfen..also beruflich habe ich für ihn Sachen ausgefahren, Kunden betreut, Buchhaltung, habe meinen Job dadurch vernachlässigt...
Habe ihm locker eine 400 Euro Kraft pro Monat erspart.
Er hat immer gesagt, wir machen das für uns.
Er hat mir nie richtig gesagt, was er über Tag macht...Hat immer gesagt, er hätte Termine und das würde er mit keiner Beziehung mehr besprechen. Habe ich gefragt, was er so den Tag gemacht hat (aus Interesse) hat er gesagt, ich würde ihn kontrollieren...
hatte ich Probleme, weil ich ihn vermißt habe z.B. oder mit dieser räumlichen Trennung nicht klarkam, hat ihn das nicht interessiert.
Es gab keine Geschenke zum Geburtstag oder Weihnachten (er hatte Probleme was zu besorgen...es könnte mir ja nicht gefallen). Meine Geschenke hat er aber angenommen. Wir haben nur die Dinge gemacht, die er wollte...Eishockey, Fußball etc) Kino etc wollte er nicht...
Urlaub hat er versprochen, aber nicht eingehalten.
Habe ich mal nicht gemacht, was er wollte, hatte ich das Gefühl von ihm bestraft zu werden...mit Ignoranz..er hat sich dann den ganzen Tag nicht gemeldet z.B. ich habe dann immer Angst bekommen...und den ganzen Tag wie süchtig auf das Handy gestarrt... Er hat immer nur blöde Sprüche gehabt... Sein Lieblingsspruch: Die Frau ist die niedrigste Form von Leben " Hat aber immer behauptet, daß sei nur Spaß....
Ach ja..und seine Lieblingssätze waren: hast du mal ... und ... kannst du mal...

Wir hatten dann doch mal über ne gemeinsame Wohnung nachgedacht...war seine Idee...haben wir Heiligabend zusammen unterschrieben...Dachte mein Glück ist endlich greifbar... Aber eingezogen sind wir da nicht...und wer hat die Bude bezahlt...ich...7000 Euro weg..er hatte wieder kein Geld...
Ich habe am Schluß immer mehr das Gefühl gehabt, ich bin zu dock, zu häßlich, zu dumm etc... und wenn ich nicht springe hat er direkt ne Neue...
Ich bin so krank geworden und da immer weiter reingeschlittert... Hab dann Antidepressiva genommen, weil ich nichts Schönes mehr gesehen habe... Habe Angst, daß er mich alleine läßt...richtig Panikattacken hatte ich...
ich liebe dich kann er nicht sagen, telefonieren macht er nicht... Ist verbal sehr beleidigend gewesen...bis hin zur Schubserei...was auch andere mitbekommen haben.

Ich habe jetzt eine Psychologin, die mir eindringlich sagt, ich muß von ihm weg.

Aber ich schaffe es nicht :-(

Ab und zu meldet er sich, weil er was will... Und ich kann einfach nicht nein sagen.

Ich bin mir dessen völlig bewußt, daß meine Abhängigkeit ein krankhaftes Verhalten ist. Also das übliche wie: bist du selbst schuld, wenn du das mit dir machen läßt, ist hier überflüssig. Der Alkoholiker weiß auch, daß der Schnaps nicht gut ist...und macht es trotzdem.
Mittlerweile möchte ich manchmal tot sein.
Ich denke jeden Tag, was er wohl macht...und mit wem...

Jeden Tag geht dieses entsetzliche Kopfkino los... Und nachts wache ich schreiend auf...
Hilfe

Beitrag von image1 01.03.12 - 23:08 Uhr

Du musst dringendst eine qualifizierte Psychotherapie machen, die einfache Aussage einer Psychologin: du musst von ihm weg, reicht dafür nicht aus. Wenn Du aber noch nicht lange bei ihr arbeitest, kannst Du ja auch mal abwarten, wie sie arbeitet. Es geht verhaltenstherapeutisch um Dinge wie Ich-Stärkung. Versuche, Dich selbst wahr zu nehmen und entwickele eigene Interessen. Und vor allem, liebe Dich selbst.
Du schaffst das, brauchst aber momentan professionelle Unterstützung, aber Du bist mit der Erkenntnis, dass Du in einer krankhaften Abhängigkeit bist, immerhin schon mal auf einem guten Weg! Das wird.

Beitrag von komm da nicht raus 02.03.12 - 15:10 Uhr

Danke für deine Antwort :-)
Ich habe erst vor ein paar Wochen angefangen, zu der Psychologin zu gehen. Das Problem ist gerade diese blöde Kostenübernahme, da ich meine berufliche Selbständigkeit auf Grund der aktuellen Situation aufgegeben mußte/aufgegeben habe
Dadurch bin ich seit gestern wieder in der gesetzlichen KK.
Die wollen jetzt erst mal ein Gutachten...
Ich weiß aber, daß ich ganz dringend Hilfe brauche !!!! Und ich wünsche mir das auch aus dieser Abhängigkeit rauszukommen !!!!

Beitrag von witch71 01.03.12 - 23:09 Uhr

"Wir waren 5 Jahren zusammen."

Nein, das wart Ihr nicht. Du warst vielleicht mit ihm zusammen, wolltest seine Partnerin sein. Aber er war nicht eine Sekunde bei Dir. Er war immer nur mit sich selbst zusammen.
Das ist aber einfach noch nicht bei Dir angekommen.

Ich habe mich beim Lesen gefragt, was Dir passiert ist oder was Du glaubst angestellt zu haben, dass Du Dich so bestrafst? Und mich würde interessieren, was Du Dir von ihm wünschen würdest, wenn Du drei Wünsche an ihn richten dürftest?

Beitrag von komm da nicht raus 02.03.12 - 15:17 Uhr

Danke für deine Antwort...
Ich frage mich tatsächlich, was ich ich meinem Leben falsch gemacht habe...und was ich angestellt habe, daß ich das jetzt so mitmachen muß :-(
Und ich suche meistens die Schuld bei mir... Ich habe ihn zu sehr genervt...immer wieder auf Änderung gedrängt...und wenn ich mich mal verbal gewehr habe (was durchaus öfter vorkam) hatte ich sofort NACHDEM ich es gesagt habe, diese entsetzliche Angst, er haut jetzt ab und ich kann nicht mehr mit ihm sprechen... Hsbe dann entsetzlich geklammert denke ich...er konnte dann aber nicht gut sein, braucht erst mal ne Zeit... Diese Zeit war so schlimm, daß ich dann beim nächsten Mal lieber weniger oder nichts mehr gesagt habe...
Auch die aktuelle Situation bereitet mir Schuldgefühle...

Beitrag von .roter.kussmund 02.03.12 - 00:53 Uhr

schlimm, ganz schlimm... ohne hilfe kommst du da nie raus.

du bist ihm hörig und brauchst dringend eine gute therapie.

"Unter Hörigkeit versteht man ganz allgemein die gefühlsmäßige Bindung an andere Menschen in einem Ausmaß, in dem die persönliche Freiheit und menschliche Würde aufgegeben werden."

http://arbeitsblaetter.stangl-taller.at/SUCHT/Hoerigkeit.shtml

Beitrag von komm da nicht raus 02.03.12 - 15:18 Uhr

Danke für deine Antwort.
Ich stimme dir eindeutig zu...und die Definition ist genau das was ich (leider) fühle... keine Würde mehr :-(

Beitrag von blaue-rose 02.03.12 - 06:33 Uhr

Hallo,

deine Abhängigkeit ist sehr stark und ich denke du weißt selbst das er dir nicht gut tut.

Als Beziehung würde ich es auch nicht sehen da ich unter einer Beziehung etwas anders verstehe. Es ist wirklich eine Abhängigkeit auf unterstem Niveau. Ich weiß auch nicht ob er in dir eine Partnerin sieht oder nur eine Untertanin. Er benutzt dich regelrecht.

Überbelege dir ein mal bitte was in deinen Augen eine Beziehung ausmacht und was du davon in deiner Abhängigkeit bei ihm findest.

Du hast mittlerweile enorme gesundheitliche Probleme bekommen die ich in direkten Zusammenhang mit seinem Verhalten sehe. Versuch zu erkennen das du von ihm weg musst.

Darf ich fragen ob es deine ersten Beziehung ist oder du schon mehre hattest und ob es eventuell Problem in deiner Kindheit/ Jugend gab die du eventuell noch nicht verarbeiten konntest.

Wenn du möchtest kannst du auch gern über Vk antworten.

Freundliche Grüße blaue-Rose

Beitrag von komm da nicht raus 02.03.12 - 15:27 Uhr

Danke auch dir für deine Antwort.

Ich hatte ein paar wenige Beziehungen, aber die waren immer ein paar Jahre lang. er ist jetzt der zweite, der sagen wir mal so mit mir umgeht, wenn gleich ich sagen muß, so war noch keiner.

und ... ja..du hast Recht...ich habe Probleme aus meiner Kindheit mitgenommen...Ich komme aus einem nach außen hin gut situiertem Elternhaus..keine Geschwister...und es ist nicht mein Vater das Problem, sondern meine Mutter...die leider psychisch so weit erkrankt ist, daß mit ihr ein Zusammenleben nicht mehr möglich ist... Soweit ist die Aufarbeitung schon im Gange... und der Mann um den es jetzt hier geht hat ebenfalls starke psychische Probleme aus seinem Elternhaus (beide Eltern waren Alkoholiker, er hat große Gewalt erfahren). Ich habe keine Gewalt erfahren aber durch die Krankheit meiner Mutter bin ich sozial sehr eingeschränkt gewesen, da mir Mutter in der Jungend sehr peinlich war, da sie jeden verbal angegriffen hat. Ich habe heute mit meiner Mutter keinen Kontakt mehr (ich habe irgendwann es geschafft, mich von ihr zu lösen). Auch da war eine Abhängigkeit vorhanden. Es sieht im Moment so aus, als habe ich die Abhängigkeit "gewechselt"... von ihr zu ihm

Beitrag von blaue-rose 02.03.12 - 17:19 Uhr

Hallo,

ich habe mir deine Antworten durchgelesen.

Als erstes möchte ich dir sagen das du nicht zur Lachnummer wegen der Schwangerschaft wirst. Wer es zum Lachen finden hat nicht den geringsten Eindruck mit welchen Problemen du zu kämpfen hast.

Such auch bitte nicht die Schuld für irgendetwas bei dir. Du hast große Probleme durch deine Kindheit, durch das Verhalten deiner Mutter. Ich weiß nicht ob man schon von einer Traumatisierung sprechen kann, geprägt hat es dich aber auf jeden Fall.

Du hast auch schon einen sehr großen Schritt geschafft und das ist der Kontaktabbruch zu deiner Mutter. Es ist gut möglich, das du dadurch in eine andere Abhängigkeit gerutscht bist. Du bist jetzt aber so weit und hast erkannt wohin der richtige Weg führen sollte. Du bist auch bemüht etwas daran zu ändern. Leider macht deine KK noch einige Probleme. Du kannst aber in der Zeit zu einer Beratungsstelle gehen. Dort bekommst du meist schneller und vor allem unbürokratischer Hilfe.

Ich meinen Augen wäre es auch nicht schlecht wenn du jemand hättest mit dem du offen über deine Ängste und deine Probleme reden könntest.

Schau nach vor und gehe deinen eingeschlagen Weg weiter. Deinen Weg aus der Abhängigkeit.

Freundliche Grüße blaue-rose

Beitrag von bruchetta 02.03.12 - 08:18 Uhr

Die Probleme kommen aus der Kindheit. Wie war Dein Verhältnis zu Deinem Vater?
Du solltest den Therapeuten wechseln.

Beitrag von eineWieDu 02.03.12 - 09:18 Uhr

Es tut mir sehr Leid, dass es Dir so schlecht geht... in etwas abgeschwächter Form kenne ich das. Stell Dir vor: mein Mann ist jetzt 4 Tage weg. Ich weiß nicht, wo er ist und wann er wieder kommt.

Ich krieg so einen Hass auf diese Menschen, die die Schwäche bei anderen erkennen und daran ihre Machtspiele ausüben.

Andererseits: ich bin irgendwie auch dankbar. Ohne ihn, hätte ich meine Wunden nicht erkannt und mit ihnen gelebt. So kann ich daran arbeiten.

Du gibst das Beispiel mit dem Alkohol, das finde ich ganz gut. Nun musst Du erst einmal schaffen, dass kein Alkohol mehr in Deine Nähe kommt. Entzug tut weh, ist aber notwendig!!! Also: wechsele Deine Telefonnummer, schmeiß seine weg. Mach die Tür nicht auf, wenn er klingelt. Reagiere nicht auf Briefe und Mails. Gib ihm keine Chance!!! Sei froh, dass Du nicht mit ihm zusammen gezogen bist. Das Geld ist pfutsch. Aber man muss eben auch mal Lehrgeld zahlen im Leben! Haks einfach ab! Hast Du Freunde? Vielleicht hast Du sie vernachlässigt, aber wahre Freunde nehmen das nicht übel. Geh raus, unternimm was. Lenk Dich ab. Geh in einen Verein, egal. Hauptsache, Deine Gedanken drehen sich nicht mehr um ihn.... Alles Gute! Du schaffst das. In Dir ist soviel Stärke, Du musst sie nur wachrütteln!!!

Beitrag von komm da nicht raus 02.03.12 - 15:34 Uhr

...Das tut mir auch leid mit deiner Situation :-(
Diese Ungewißheit erlebe ich im Moment auch :-(
Du hast Recht, ich habe im Moment keine Freunde mehr. Es wußten nur ein paar (situationsbedingt) und die wollten es irgendwann nicht mehr hören...und ich wollte nicht hören, daß es nichts wird zwischen uns...war dann total sauer und habe spätestens da den Kontakt abgebrochen...ich habe keinem mehr vertraut...
Mir fällt es UNGLAUBLICH schwer soziale neue Kontakte aufzubauen...da ich sofort meine, mich mag keiner...komme mir in einer Gruppe sofort ausgeschlossen vor...denke die gucken mich an und sagen, die ist aber unsympathisch, doof etc...

Klingeln würde der nie hier !!! Und anrufen auch nicht... Höchstens per SMS...und wenn er schreibt, habe ich sofort diesen Drang, ich müsse sofort zurückschreiben, daß er bloß nicht sauer ist. Ich schaffe es aber in den letzten Tagen auch mal, ein paar Stunden es nicht zu tun. Im übrigen meldet er sich so gut wie gar nicht mwhr, nur wenn er was will (ich soll ihm heute Nacht helfen, da er meine Kunden übernommen hat...und es alleine nicht schafft)...ich habe so große Angst vor ihm, aber noch mehr NEIN zu sagen...Es gibt da noch ein großes Problem, welches noch keiner von euch weiß...

Wünsche dir alle Gute!

Beitrag von eineWieDu 02.03.12 - 16:13 Uhr

Och Mensch - tut mir so leid für Dich...

Schau, ich denke auch oft: ich will niemanden mit meinem Jammern nerven. Aber Du würdest doch in der Situation auch für Deine Freunde da sein, oder? Ich würde wieder probieren Kontakt aufzunehmen. Du kannst nur gewinnen. Denn so siehst Du, wer Deine wahren Freunde sind.

Du willst da wirklich heute Nacht einspringen? Was auch immer es ist, was wir nicht wissen. Bist Du sicher, dass es das rechtfertigt? Erpresst er Dich? Du kannst Dir doch immer noch eine Notlüge einfallen lassen. Zum Beispiel: Du musst auf das Kind einer Freundin aufpassen, weil deren Mutter im Krankenhaus liegt... oder so...

Keine Ahnung, irgendwas, weißt Du? Das ist vielleicht einfacher, als "Nein" sagen.

Was das Kennenlernen neuer Leute angeht: da bin ich ja auch kein Held drin. Ich versuche in einer neuen Gruppe andere zu beobachten, wie die das machen und dann mach ich genau das selbe. Ein paar Floskeln helfen oft schon, das Eis zu brechen. Das kann man auf jeden Fall lernen!!! Wenn Du Dich ein paar mal überwunden hast, dann wird das auch einfacher!

Alles Liebe

Beitrag von KOMM DA NICHT RAUS 02.03.12 - 16:21 Uhr

Guck mal mein allerletztes Posting unten...da steht das aktuelle Problem :-(
Und von meiner ehemaligen Freundin bin ich so enttäuscht...die schreibt mich ständig übers Internet an uns per SMS...man ahnt das was im Busch ist...weil ich meine Selbstständigkeit aufgeben...und ich das den Kunden letzte Woche mitgeteilt habe...und sowas spricht sich schnell rum...

Das ist alles nur die Lust nach Getratsche...Ich vertraue keinem mehr... Wenn jetzt "mein Problem" rauskommt...bin ich eh die größte Lachnummer hier...haben mir ja eh alle gesagt und jetzt bin ichs selbst schuld !!!

nein, ich will da eigentlich nicht hin...hab aber Angst nein zu sagen...

Himmel...laß Hirn auf mich regnen !!!!

Beitrag von eineWieDu 02.03.12 - 17:36 Uhr

also, hab gerade Dein Problem gesehen...

wieso Lachnummer? Quatsch! und wenn, lass die doch reden!

Hey, ich find super, dass Du nicht abgetrieben hast!

Leider verstehe ich nicht, weshalb Du aus diesem Grund weiter für ihn arbeitest.

Hoffst Du immer noch, dass alles gut wird irgendwann?

Ich finde ja eher: gerade WEIL Du schwanger bist, musst Du jetzt an Dich denken (und an Dein Kleines!)

Weißt Du, so ein Kind im Bauch kann Dir eine ganz besondere Stärke geben! Es kann Dir sogar helfen, von ihm loszukommen. Klar, es ist eine riesige Verantwortung, aber: Du wirst jetzt nie mehr alleine sein!!! Und über Kinder lernt man ne Menge neuer Leute kennen und schon vorher kannst Du in irgendwelche Schwangerschaftskurse gehen... da wird sicher noch die ein oder andere ohne Papa sein... ist doch heute nichts besonderes mehr!
Und kann es nicht sein, dass sich Deine Freundin nur Sorgen um Dich macht???

LG

Beitrag von komm da nicht raus 02.03.12 - 17:54 Uhr

Nein, sie macht sich definitiv keine Sorgen...sie ist schadenfroh...sie tratscht überall herum...und das ist auch herausgekommen...

und ja...ich hoffe natürlich noch immer...aber es ist komisch....was soll er eigentlich noch machen..bis ich es schnalle...????
Gerade kam ne SMS...: Bis nachher ja ????
Mir hat sich direkt der Magen umgedreht....

Und ganz ehrlich ??? Im Moment kann mir auch ein Kind nicht das geben, was ich mir von ihm gewünscht habe... Klar braucht mich dann das Baby...aber ich brauche eine Menschen, mit dem ich reden kann, bei dem ich mich geborgen fühle, wo ich mich anlehnen kann...ich kann dass so schlecht beschreiben...und das Baby ist auch noch nicht greifbar, hat kein Gesicht...fühle mich einfach sehr einsam im Moment...
Und ich habe immer noch das Gefühl, ich darf es ja eigentlich gar nicht bekommen. Und ich darf auch nicht drüber reden, da es keiner rausbekommen soll...das will er nicht...Es gibt da Leute, die könnten ihm schaden, wenn sie wüßten, er würde Vater werden.. und da hat er Angst vor

Beitrag von Einewiedu 02.03.12 - 18:46 Uhr

Er kann es Dir aber doch auch nicht geben. Im Gegenteil! Bevor er in Deinem Leben war hattest Du Geld, Arbeit und Freunde... Und nun klammerst Du Dich an den Menschen der Dir so geschadet hat! Es gibt da draußen so viele wunderbare Menschen. Du brauchst ihn nicht! Schreib ihm, Dir sei schlechtund Du kannst nicht helfen. Ist doch nicht mal gelogen, oder?

Beitrag von defekt 02.03.12 - 10:28 Uhr

Ich kann deine Situation ganz gut nachvollziehen, weil ich mich auch mal nicht von einem Mann lösen konnte, der mich nur schlecht behandelt hat. Es hat lange gedauert bis ich es geschafft habe, und dass auch nur in kleinen Schritten. Ich habe einfach versucht mich ganz langsam von ihm zu lösen. Ich habe die abstände zwischen unseren Treffen vergrössert, bin nicht mehr ans Handy wenn er angerufen hat. Erst habe ich mir gesagt " in den nächsten drei Tagen ruf ich ihn nicht an" in den nächsten fünf Tagen ruf ich ihn nicht an"etc. Wie gesagt das ganze hat lange gedauert, mehrere Monate aber dann hatte ich mich tatsächlich emotional so weit von ihm gelöst, dass ich gehen konnte. Für manche mag ein klarer Schlussstrich das beste sein, aber das hätte ich nicht übers Herz gebracht. Am Anfang kam mir jeder Tag ohne ihn wie eine Ewigkeit vor, aber ich habe durchgehalten, habe mich abgelenkt, sehr viel Sport gemacht ( da hast du auch den angenehmen Nebeneffekt das du abnimmst:)
Ich weiss nicht ob dir das was hilft, aber das war mein Weg raus aus dieser Hölle.

Beitrag von sniksnak 02.03.12 - 10:35 Uhr

Ich kann deine Lage recht gut nachvollziehen.

Such dir schnellstens einen guten Verhaltenstherapeuten, der dir Wege aufzeigt, dich zu lösen.

Alles Gute!
sniksnak

Beitrag von komm da nicht raus 02.03.12 - 15:36 Uhr

An Alle...

Das Problem ist....

ich bin schwanger von ihm

Ich habe gegen seinen Willen nicht abgetrieben und das läßt er mich jetzt spüren.

Beitrag von emma1962 02.03.12 - 17:48 Uhr

Hallo,

ersteinmal möchte ich dich ganz#liebdrueck. Es ist eine schwierige Situation in der du gerade steckst. Ich lese aus deinen Zeilen heraus, dass du unter großen Verlustängsten
leidest. Das was du beschreibst nennt man "Coabhängigkeit". Es ist schon ein erster Schritt wenn du eine Therapie begonnen hast, denn das kannst du nur mit professioneller Hilfe angehen. Erst wenn du selbst an die Ursachen kommst und diese verstehst, bist du auch wirklich in der Lage, dich aus diesem "Abhängigkeitsverhältnis" zu lösen.
Wegen deiner Arbeit, lass die Leute reden und zieh dir die Kommentare nicht rein. Für dich ist es jetzt wichtig, dass du gesund wirst und dich auf deine Schwangerschaft konzentrierst. Nimm alle Hilfsangebote an, die du kriegen kannst.

Ganz liebe Grüße Sibylle