Bausparvertrag: Bausparer und Begünstigter verstorben?

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Beitrag von parom 28.03.12 - 10:20 Uhr

Guten Morgen ihr Lieben!

Leider nimmt es bei uns mit den Todesfällen kein Ende.
Daher habe ich nochmal eine Frage zu einem Bausparvertrag.

Der Begünstigte verstarb ca. 14 Tage vor dem Bausparer. Wem steht jetzt das Bausparguthaben zu? Den Erben des Begünstigten oder geht die gesamte Summe in den Nachlass und wird durch alle geteilt?

Danke im Voraus schon mal für eure Hilfe!

Parom

Beitrag von sonne.hannover 28.03.12 - 10:28 Uhr

Warum sollte es dem Begünstigten zustehen, wenn der doch schon 14 Tage vor dem Erblasser verstorben ist ? Oder gibt es Begünstigte für den Begünstigsten ? (Das ist ein Scherz). Die Summe geht in den Nachlass und wird aufgeteilt.

Beitrag von myimmortal1977 28.03.12 - 10:55 Uhr

Ne, nämlich wohl eher nicht! Hätte ich auch im ersten Ansatz so gedacht, aber es ist wohl doch so, dass diese Begünstigung an die Erben des Begünstigten weiter gegeben wird.

Diese zu Lebzeiten bestimmte Begünstigung gilt rechtlich wohl als vorzeitige Auskopplung aus der Erbmasse und fließt somit nicht wieder in die Erbmasse mit ein.

Ist eine andere Form von testamentarischer Verfügung und wenn es ein Testament gegeben hätte, wären auch die Erben der Begünstigten eingetreten.

Tücke Tücke....

Aber gut zu wissen....

Beitrag von myimmortal1977 28.03.12 - 10:49 Uhr

Ne vorsicht! Ich habe hier was anderes gefunden.

Du musst in dem Fall ganz runter scrollen und Dir die 2. Antwort des RA durchlesen. Hierbei geht es auch um Begünstigte, zwar um den Erlös einer Sterbegeldversicherung, aber vom Grundthema her das Gleiche.

http://www.frag-einen-anwalt.de/Sterbegeldversicherung-an-Erben-einer-verstorbenen-Beguenstigten-__f8883.html

Es treten wohl doch die Erben des Begünstigten ein.

Und zwar muss man da bei dem Thema Erbrecht ein paar Begrifflichkeiten auseinander halten. Hier hatte der Verstorbene zu Lebzeiten diesen Bausparer schon aus dem Nachlass ausgekoppelt.

Diese Anwartschaft eines 3. Begünstigten erlischt wohl nicht, wenn der 3. Begünstigte vorzeitig verstirbt. Sie wird dann doch an die Erben des Begünstigten weiter gegeben.

Man hat aber als Erbe ersten Grades, sprich leibliche Kinder u. ggf. Ehefrau die Möglichkeit diesem zu widersprechen. Es wird dann darauf hinauslaufen, dass die Erben ersten Grades den Pflichtteil aus der Auskopplung zugesprochen bekommen. Aber nicht alles.

Die betreffende Person sollte sich dringend an einen Fachanwalt für Erbrecht wenden.

LG Janette

Beitrag von manavgat 28.03.12 - 11:17 Uhr

Die Sache ist glasklar.

Wer tot ist, erbt nicht und bekommt nix.

Folglich fällt der Bausparer in die Erbmasse.

Gruß

Manavgat