Urlaubsregelung - bei Kindergartenkind

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Beitrag von schatzimilian 26.05.12 - 08:03 Uhr

Hallo!
Mein Sohn ist 3 und seit einem Jahr bin ich von seinem Vater getrennt. Wir haben geteiltes Sorgerecht.
Bisheriger Umgang war mehr oder weniger regelmäßig. Mal 1 mal im Monat, dann alle 3 Wochen oder 14-tätig.
Wir wohnen ca. 100 km auseinander. Nun lies ich es durch den Anwalt so regeln das der Umgang endlich eine feste Regelung bräuchte - im Sinne des Kindes. Jedes 2. Wochenende von Freitag 16 Uhr bis Sonntag 18 Uhr.
Jetzt will er ihn plötzlich 2! Wochen in seinem Urlaub haben. Außerhalb der Ferienzeiten, weil er anderweitig keinen Urlaub bekommt. Klar is es kein Problem weil er noch in den Kindergarten geht.
Aber, für sein Alter find ich das arg überzogen. 4 volle Tage reichen meiner Meinung nach aus, um langsam mehr Kontakt aufzubauen.
Zumal der Kleine natürlich nichts dagegen hätte länger bei seinem Papa zu bleiben. Aber er gar nicht weis was es bedeutet die 2 Wochen ohne Kontakt zu mir und weg von Zuhause zu sein.

Wie regelt ihr das mit "kleinen" Kindern?

Lg

Beitrag von zuckerschneggle 26.05.12 - 08:42 Uhr

Hallo, lass ihn zu seinem Vater gehen in den zwei Wochen und freu dich auf deine freie Zeit. Dein Kleiner wird Spaß haben beim Papa. Abgesehen davon es sind nur 2 Wochen von insgesamt 53 Wochen die ein Jahr hat und der KV hat auch ein Recht Zeit mit seinem Sohn zu verbringen. #herzlich#winke

LG zuckerschneggle

Beitrag von lunacy 26.05.12 - 08:58 Uhr

Der Zwerg ist ansonsten zwei Nächte bei Papa - da wird er auch zwei Wochen überstehen. Wenn er nach Dir fragt und/oder Dich vermisst, dann kann der Vater Dich ja anrufen und ihn mit Dir telefonieren lassen (sofern Du in der Lage bist, dann beruhigend mit Deinem Kind zu sprechen und nicht "mitjammerst" ;-) (nicht angreifend gemeint, das ist ja einfach Typsache)).

Erfahrungsgemäß: Mein Sohn hat kurz vor seinem 3. Geburtstag eine Woche mit seinem Vater bei dessen Familie (weiter weg in Deutschland) verbracht. Ich habe nichts (!!) von ihnen gehört - abgesprochen war, dass sie sich melden, falls was ist (Krankheit, Vermissen, Beinbruch, Weltuntergang). Es gab eine "Wir sind angekommen"-SMS und eine "Alles super"-SMS Mitte der Woche.

Mein Sohn, der wirklich ein total an mir hängendes Mama-Kind ist, hat nicht ein Mal nach mir gefragt. Weil er so viel Spaß und Ablenkung hatte und im Herzen die Gewissheit, dass Mama immer da ist ;-)

Versuchts doch einfach. Wenn Dein Ex nicht gerade vor hat die zwei Wochen mit dem Kleinen in Zentralafrika oder ähnlich schwer erreichbaren Gebieten zu verbringen, gibt es für den Notfall ja immer noch Mittel und Wege.

Beitrag von sunnyside-up 26.05.12 - 18:44 Uhr

Hi

Bei uns klappt die Umgangsregelung ganz gut.
KV und ich leben 350 km auseinander.

Einmal im Monat haben Vater und Sohn ein We zusammen, sowie jeden zweiten Tag wird telefoniert.

Unser Sohn ist vier.

Und alles was recht ist, ich finde 14 Tage einfach zuviel. Es ist eine lange Zeit für so ein kleines Kind.
Zumal es komplett aus dem Alltagsleben raus ist.

Mein Sohn ist jetzt Pfingsten von Fr-Mo bei seinem Vater und ich merke, das es vollkommen reicht und er zufrieden ist.

Länger wie vier Nächte lasse ich ihn momentan nicht zum Vater.
Wenn er älter wird, ist es klar, das auch die Tage mehr werden, aber das wird entschieden, wenn es soweit ist.

LG

Beitrag von parzifal 26.05.12 - 09:39 Uhr

Fährt er überhaupt wegt? Falls ja, wo will er denn überhaupt hin?

Beitrag von schatzimilian 26.05.12 - 09:43 Uhr

Keine Ahnung. Da werd ich vermutlich keine Auskunft von ihm bekommen. Steht ja noch nicht mal ein festes Datum fest. Kam diese Woche erst der Brief vom Anwalt das er ihn im Juli 2 Wochen haben will.

Beitrag von parzifal 26.05.12 - 09:52 Uhr

Du gehst davon aus, dass Du nichtmal erfährst wohin es in dem Urlaub geht?

Was heißt "vermutlich werde ich keine Auskunft bekommen"?

Schreib ihn doch direkt an und bitte um Auskunft. Dann weißt Du es doch und musst nicht mehr vermuten.

Beitrag von schatzimilian 26.05.12 - 10:00 Uhr

Wir reden nicht miteinander, bzw. wenn nur streiten. Deshalb läuft das ganze auch über den Anwalt. Wirklich verpflichtet ist er ja nicht mir zu sagen wo sie hinfahren, bei geteiltem Sorgerecht.

Beitrag von kesh 26.05.12 - 10:30 Uhr

Naja er muß es dir nicht so direkt sagen, da aber gemeinsames Sorgerecht auch heißt:

Zitat: "Urlaubsreisen
Der Elternteil bei dem das Kind lebt, kann die Angelegenheiten des täglichen Lebens für das Kind regeln und damit auch bestimmen, wann und wo er mit dem Kind ins Ausland reist, sofern hierdurch nicht das Umgangsrecht des anderen Elternteils beeinträchtigt wird. Lediglich bei Fernreisen, z. B. einer Reise nach Afrika oder Südamerika, bedarf es der Zustimmung des anderen Elternteils. Dies ist nicht von der täglichen elterlichen Sorge mitumfasst."

Quelle: http://www.svenja-schmidt-bandelow.de/html/seminar_elterliche_sorge.html

Insofern muß er zumindest sagen ob es eine Fernreise wird.

Abgesehen davon finde ich es unpraktisch nicht zu wissen wohin es geht.
Oder sorgt er selbst für die richtigen Klamotten (Schweden oder Türkei ist ja schon ein Unterschied) bzw. eher Badeschlappen oder Wanderrucksack einpacken?

Beitrag von zuckerschneggle 26.05.12 - 10:37 Uhr

spring mal über deinen Schatten und versucht das wie Erwachsene zu Regeln

Beitrag von schatzimilian 26.05.12 - 10:42 Uhr

Liegt nicht an mir - er meint er hat immer recht und ich muss springen. Ich bekomm keinerlei auskunft bei dingen wenn ich ihn frage. Deshalb bleibt nur die Möglichkeit das so zu regeln.

Beitrag von parzifal 26.05.12 - 12:50 Uhr

Was schadet ein neuerlicher Versuch ihn direkt um Auskunft zu bitten?

Wenn das in höflicher Form geschieht spricht nie etwas dagegen.

Es gibt doch nichts zu verlieren.

Beitrag von clementi 26.05.12 - 13:19 Uhr

Hallo,

naja, wenn er ins Ausland will, braucht er einen Ausweis für das Kind (den wohl Du hast) und bei Fernreisen muss er eine Vollmacht von Dir vorlegen, dass er mit dem Kind verreisen darf.

GLG

Beitrag von schatzimilian 26.05.12 - 13:55 Uhr

Meine Problematik liegt auch nicht vorrangig da drum wohin er mit ihm fährt. Ich geh davon aus innerhalb Deutschlands. Sondern da drum das ich nicht möchte das er ihn im dem Alter so lange hat. 2 Wochen find ich viel zu viel. Es is was anderes wenn er schulpflichtig ist.

Beitrag von wildewutzmichaela 26.05.12 - 16:44 Uhr

bei nicht getrennten Eltern mit gemeinsamer!! Sorge darf der Vater durchaus 2 Wochen mit seinem Kind durch D touren da fragt keiner die Mutter ob er das darf...Blödsinn und Kinderei hoch 3

Beitrag von comapo 26.05.12 - 17:46 Uhr

Bei GSR darf er sogar ohne Erlaubnis ins Ausland mit den Kindern.

LG

Beitrag von clementi 27.05.12 - 15:08 Uhr

Hallo,

also es gibt Staaten (z.B. Kanada), die verlangen eine Unterschrift des anderen Elternteils, dass die Reise genehmigt wurde, wenn man nicht durch ein gesondertes Dokument nachweisen kann, dass man im Besitz des alleinigen Sorgerechts ist.

GLG

Beitrag von manavgat 26.05.12 - 17:18 Uhr

Dein Kind hat wirklich Glück. Den meisten KVs ist es nämlich zu teuer + zuviel Arbeit das Kind mit in den Urlaub zu nehmen.

Lass den beiden den Spaß und mach in der Zeit was für Dich!

Meine Tochter war regelmässig ab einem Alter von 1,5 mit den Großeltern im Urlaub (meistens 2 Wochen). Das sind Erlebnisse, an die sie sich immer wieder gerne erinnert.

Ich finde, Du solltest Deinem Kind das nicht vermiesen.

Gruß

Manavgat

Beitrag von yeehaaaaaw 27.05.12 - 05:59 Uhr

eigentlich sollte das wohlbefinden des kleinen im vordergrund stehen - wenn er zwei wochen mit seinem papa in urlaub möchte, dann soll er das auch dürfen (mama hat er ja fast immer, und sie ihn).

leider stehen hier die befindlichkeiten, verletzte gefühle, machtspielchen der streitenden eltern im vordergrund - wie so oft.

schade eigentlich.

:-( yee

Beitrag von schatzimilian 27.05.12 - 07:40 Uhr

Naja, was heißt der kleine möchte das?! Mit 3 kann er überhaupt nicht einschätzen wie lange 2 Wochen sind. Da fehlt ja noch jegliches Zeitgefühl.

Hier gehts nicht um Machtspiele oder sonst was, rein um die Sorge über meinen Kleinen. Weil ich der Meinung bin das es nem kleinen Kind nicht zuzumuten ist so lang von seiner Mama und dem Zuhause getrennt zu sein.

Und ob sich mein ex nicht etwas übernimmt da er ihn noch nie so lange hatte und da schnell überfordert ist.

Beitrag von kesh 27.05.12 - 08:55 Uhr

Hier hast du aber nur 2 Möglichkeiten zu reagieren (wenn Reden wie du sagst nicht möglich ist).

Du sperrst dich und verhinderst einerseits vielleicht eine schöne Erfahrung die dein Kind machen könnte und (!) du rückst dich in die Position derjenigen der Machtspielchen vorgeworfen werden, die den Vater um sein gutes Recht beschneidet.

Die andere Möglichkeit ist dass du den Vater die Chance lässt selbst zu erkennen ob er überfordert ist oder nicht.

Was kann hier schlimmstenfalls passieren?

Nur du kennst diesen Mann, neigt er bei Überforderung den Jungen einfach schnellstmöglich wieder bei dir abzuliefern, oder kommt es zu Handgreiflichkeiten?

Weißt, dein Argument vom fehlenden Zeitgefühl der Kleinen ist ja keine Einbahnstraße, die Zeit kann fürs Kind auch viel zu schnell vergehen.

Es ist immer schwer loszulassen, wenn man lange Zeit alleine die Verantwortung getragen. Nur ist es eben so, dass der Vater auch Verantwortung hat und diese jetzt übernehmen will. (Aus was für Motiven auch immer)
Kannst du es als Chance sehen?

Wärst du glücklich gewesen wenn der Vater mit seinen Kind allein Urlaub machen wollte als ihr noch nicht getrennt ward, hättest du es ihm dann zugetraut?

Beitrag von ich-habe-zwei-davon 27.05.12 - 09:04 Uhr

wenn ich meinen senf zu deinen standpunkten dazu schreibe, würde es den rahmen sprengen.

sieh mal über den tellerrand hinaus, der kv könnte erneut an einem gerichtstermin interessiert sein, in dem fest gehalten wird das er die hälfte der ferienzeiten und abwechselnd die feiertage euren gemeinsamen sohn haben mag.

was wäre dir denn lieber?

mfg

Beitrag von schatzimilian 27.05.12 - 09:13 Uhr

Noch war er nicht vor Gericht - und ich Denk zur Not is es dann vielleicht auch das Beste. Die Dame beim Jugendamt war da auf meiner Seite.

Beitrag von wildewutzmichaela 27.05.12 - 10:17 Uhr

mir wollte das JA auch einreden das die Kinder möglichst wenig zum Vater dürfen, seltsam das das Gericht die Sache anders sah.

Beitrag von comapo 27.05.12 - 11:47 Uhr

Jugendämter mit ihren Mitarbeitern mit einem Denken von 1950 sind die Behörden, die die Welt am allerwenigsten braucht.

Wenn es darauf ankommt, versagen sie und sehen nicht, wenn es Kindern richtig schlecht geht und bei Kindern, die "noch" beide Elternteile haben, sägen sie hübsch daran rum, Konflikte unter die Eltern zu bringen. Entweder, indem sie helfen Umgänge zu sabotieren oder boykottieren oder weil sie zu dämlich sind Unterhalt korrekt zu berechnen (oder einfach nur dreist, man weiß es nicht..).

Tut mir leid für die paar guten und engagierten Seelen, die da arbeiten, aber die Chance auf Fehlgriffe sind da unglaublich hoch. Schlimm, dass viele Menschen meinen, die hätten irgendwas zu bestimmen... was ja GOTTLOB so nicht ist.

LG