Hallo 
ich habe einen fast 8 Monate alten Sohn. Mit meinem Freund bin ich nicht verheiratet (logisch, wäre ja sonst mein Mann
) und das steht auch nicht zur Debatte.
Jetzt möchte er das GSR beantragen.
Für mich ist das aber kein Thema, da unsere Beziehung zur Zeit nicht gut läuft. Ich weiß, dass er mir im Falle einer Trennung den Kleinen nicht wegnehmen wollen würde - also ist es nicht deshalb, dass ich das GSR nicht will. Ich will ihm den Kleinen auch nicht vorenthalten, würde immer wollen, dass die Beiden Kontakt haben - deshalb sehe ich keine Notwendigkeit in einer Änderung.
Also: GSR will ich nicht. Ich will nicht für alles auch seine Einwilligung brauchen, wenn ich ein Konto für den Kleinen eröffne oder so (vor allem, wenn wir uns trennen - was derzeit nicht unwahrscheinlich ist)
So wie ich das sehe bringt es ihm keine Nachteile das GSR nicht zu haben noch bringt es ihm bedeutend was das GSR zu haben. Im Falle einer Trennung emfinde ich das GSR aber als Last und unsere Beziehung ist nicht toll zur Zeit und steht arg auf der Kippe.
Ich habe aber das Gefühl, dass die Beziehung auf jeden Fall kippt, wenn ich nicht einwillige, weil er das persönlich nimmt (von wegen ich vertrau ihm nicht, traue ihm nicht zu ein guter Vormund für unseren Sohn zu sein, etc...). Ich könnte da ja aber genauso reagieren, vertraut er mir nicht? weshalb glaubt er, dass das jetzt nötig wäre? in einer funktionierenden Partnerschaft ist das doch gar kein Thema...
Wie seht ihr das? Bitte vielleicht auch Erfahrungsberichte und gerne auch männliche Antworten 
gemeinsames Sorgerecht
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<<<Für mich ist das aber kein Thema, da unsere Beziehung zur Zeit nicht gut läuft.>>>
Was hat eure Beziehungsebene mit der Elternebene zu tun?
<<<Also: GSR will ich nicht. Ich will nicht für alles auch seine Einwilligung brauchen, wenn ich ein Konto für den Kleinen eröffne oder so (vor allem, wenn wir uns trennen - was derzeit nicht unwahrscheinlich ist)>>>
Wollte bisher nicht eine Sau von mir. Die Einwilligung des Vaters. Außer bei ner Operation. Aber da du an seinen Vaterqualitäten ja nicht zweifelst, warum sollte er einer solchen Sache "widersprechen"?
<<<So wie ich das sehe bringt es ihm keine Nachteile das GSR nicht zu haben noch bringt es ihm bedeutend was das GSR zu haben.>>>
Das da wären? Was bringt ihm das GSR für massive Vorteile?
<<<(von wegen ich vertrau ihm nicht, traue ihm nicht zu ein guter Vormund für unseren Sohn zu sein, etc...). >>>
Was spricht objektiv, außer der vorgeschobenen Kontosache, dann dagegen?
Wenn er ein solch toller Papa ist, wieso sollte er automatisch da plötzlich dagegenstimmen, wenn es um eben solche Dinge geht?
So sicher scheinst du dir ob deiner Partnerwahl, bzw. des Papas deines Kindes ja dann doch nicht zu sein...?
<<< Ich könnte da ja aber genauso reagieren, vertraut er mir nicht?>>>
Da du die "Macht" und Entscheidungsgewalt hast, könnte das durchaus sein. Schliesslich bist du diejenige, die den Hebel bewegen kann.
<<<weshalb glaubt er, dass das jetzt nötig wäre? in einer funktionierenden Partnerschaft ist das doch gar kein Thema...>>>
Eine funktionierende Partnerschaft habt ihr aber beide scheinbar nicht.
Frage: Wäre es andersherum, würdest du auf das GSR verzichten? Freiwillig? Und scheinheilige Ausreden alá "Kontoeröffnung" ernst nehmen?
Grüße
Nein, sicher bin ich mir da echt nicht, der Kleine war ein Unfall, keine Entscheidung 
Das GSR bringt eben keine Vorteile mMn, deshalb halte ich es für unnötig.
Objektiv dagegen spricht, dass ich seine Familie hasse und denen nicht traue, die Schwester hat schonmal geäußert, dass sie im Falle einer Trennung den KV dazu bringen wollen würde mir den Kleinen weg zu nehmen...
Und nein, funktionieren tut unsere Beziehung auch nicht.
Die Elternebene stelle ich ja nicht in Frage, er ist da gleichberechtigt, ich beziehe ihn in alle Entscheidungen mit ein.
Bringt es mir Nachteile? Das wüsste ich halt gern. Es wird ja gern mal davon abgeraten das GSR zu wählen...
Also ganz ehrlich: ich habe auch alleiniges Sorgerecht (obwohl in unserer Beziehung alles paletti ist, allerdings haben wir zwei Wohnsitze und es ist eben nicht praktisch, wenn man für jede Unterschrift erst einen heiopei veranstalten muss).
Wenn ich nicht dass alleinige Sorgerecht gehabt hätte, hätte der Papa bei der Kontoeröffnung, beim Kinderarzt, im Kindergarten, bei der Taufanmeldung etc. immer mit unterschreiben müssen (ich bin auch fast jedes Mal danach gefragt worden) und es wäre überhaupt nicht praktikabel gewesen.
In eurer Situation würde ich es mir wirklich überlegen.
Mir hätte es tatsächlich die Nachteile der Lauferei gebracht und wenn es wirklich nicht läuft oder kippen sollte zwischen euch, dann klingt es ja so, als würde Dein Partner mööööglicherweise - ich möchte mich da nicht zu weit aus dem Fenster lehnen - öfter mal rumzicken, wenn etwas anstünde.
Vielen Dank!!!
Das ist doch mal eine nette Antwort, und ja, genau das meine ich, diese Rennerei die man dann hat, ist ja nicht gesagt, dass wir im gleichen Ort wohnen blieben, etc.
Und ich sehe halt keine Nachteile dadurch, dass er das GSR nicht hat, er entscheidet ja mit! Dafür brauchen wir keinen Zettel der das besagt.
Und ich bin auch imstande zu trennen, wenn es um den Kleinen geht oder nur ich grad ein bisschen sauer bin. Das sind 2 unterschiedliche Ebenen - das halte ich auseinander, egal wie sauer ich bin, er ist der Vater und ich frage ihn trotzdem zu den wichtigen Dingen!
und lg
Hallo,
ich habe mit meinem Exmann gemeinsames Sorgerecht und habe noch nie seine Unterschrift für irgendwas gebraucht.
Weder bei den Schulanmeldungen, noch bei Operationen oder sonstigem.
Da ich das aber immer hier lese, ist das vielleicht von Ort zu Ort verschieden? 
Alles Gute für Euch Drei
liki
Es scheint wohl so zu sein.
Mir begegnet es immer mal wieder. Grob geschätzt so alle zwei Monate mal für irgendwas.
aber wie kommen die denn überhaupt darauf, dass Du getrennt vom Partner bist?
Im "Normalfall" gehen die ja davon aus, dass beide Eltern zusammen sind, aber jetzt nur einer da ist um die Unterschrift zu leisten Im NOrmalfall muss Mutter/Vater ja auch nicht jede Geschäftsreise abbrechen, um die Zweitunterschrift zu leisten.. eine genügt da ja.
Fragen die Dich immer, ob Du alleinerziehend bist? Mich hat das noch nie jemand gefragt....?!
Und meine Kinder sind jetzt schon groß, also, wir hatten schon viele, viele Situationen, in denen das der Fall hätte sein können..
LG; liki
Nein, da kommt dann zum Beispiel "Und hier bitte die Unterschrift beider Eltern." Und dann sag ich "Ist nicht notwendig, ich habe das ASR".
Hätt ich auch nicht gedacht, dass mir das tatsächlich so oft über den Weg läuft.
kann sein, dass das mal gesagt wurde... dann hab ich halt (wahrheitsgemäß) gesagt: "oh, der arbeitet unter der Woche in xy"... und damit war's dann erledigt. Das war glaube ich bei den Personalausweisen der Fall - ansonsten wurde das nicht gefragt... naja, dann scheine ich ja gemütlich durchgekommen zu sein
Auf jeden Fall ;)
Vielleicht hätts auch gereicht, wenn ich das so gesagt hätte wie du. Keine Ahnung...
Aber für die TS hängt da ja unter Umständen noch mehr dran als die unterschriftengeschichte.
Es stimmt eigentlich schon, ich musste bei der Spk auch nur "glaubhaft versichern" dass ich ASR habe.
Im Prinzip könnte mein Freund doch auch immer behaupten wir hätten GSR. Sein Ding ist ja auch, dass er glaubt, dass er dann allein was erledigen kann, ist ja aber nicht so. Ich muss ja trotzdem überall mit...
Und was wäre wenn nur er greifbar wäre und mit dem Kleinen ist was? Glauben die ihm dann einfach, dass wir GSR haben? Oder müsste er das immer Beweisen? Quasi mit SRAusweis
?
Er kann ja eh problemlos mit dem Kleinen verreisen, oder? Gäbe das Probleme, weil er nicht heißt wie der Vater? Müsste der quasi immer die Vaterschaftsanerkennung dabei haben
Wir haben in solchen Fällen einen Vordruck nach dem Motto "Ich übertrage das Sorgerecht für die Zeit von... bis... an..."
Ist auch kein Aufwand.
"Und was wäre wenn nur er greifbar wäre und mit dem Kleinen ist was? Glauben die ihm dann einfach, dass wir GSR haben? Oder müsste er das immer Beweisen? Quasi mit SRAusweis
?
Er kann ja eh problemlos mit dem Kleinen verreisen, oder? Gäbe das Probleme, weil er nicht heißt wie der Vater? Müsste der quasi immer die Vaterschaftsanerkennung dabei haben "
Das wäre auch so wenn dein Kind mit den Großeltern, Tante, Onkel etc. unterwegs wäre.
Man kann für solche Fälle jederzeit eine "Vollmacht" ausstellen.
LG
Das finde ich gut.
Nein, Nachteile haben wir bisher nicht feststellen können.
Es ist halt unsere Entscheidung, es SO zu machen und für UNS ist es so am praktikabelsten. Das muss ja nicht für jeden gelten.
Es kommt immer mal wieder, dass so was ansteht und ist mit dem ganzen Formalkram im ersten Lebensjahr nicht getan.
Ich weiß nicht, wieso sich da der Papa benachteiligt fühlen sollte oder deswegen ein Vater 2. Klasse ist (stand irgendwo weiter unten). Das findet doch im Kopf statt und nicht auf dem Papier...
Mein Partner hat damit kein Problem, macht auch keinen Aufstand deswegen und fühlt sich nicht benachteiligt oder angepieselt.
Wir sind ja alle erwachsen und in der Lage das individuell zu regeln.
Wo wohnst du? Beim KiA hat mich noch NIE jemand nach der Unterschrift des Vaters gefragt. Noch NIE. Auch kein anderer Arzt. Wäre ja auch Blödsinn. Erst eine OP stellt eine Körperverletzung dar, die das KH und die Ärzte absichern. Zumindest nach deutschem Recht.
Bei der Taufe ist es bei uns Schnuppe, ob man ASR oder GSR hat - beide ELTERN unterschreiben!
Kontoeröffnung, Kiga und Schule...die Bereiche kenne ich auch.
Beim Kinderarzt wars einmal. Ist schon was her, ich weiß es gar nicht mehr. Aber keine OP.
Bei dem Taufkrams hab ich allein unterschrieben. Mein Mann war unterwegs.
Also ich musste schon mehrfach die Kopie vorlegen, die bescheinigt, dass wir nicht das gemeinsame Sorgerecht haben (Negativbescheinigung also)
Bei der Taufe brauchte ich das Dokument auch, da ich alleine unterschrieben habe. Die Bescheinigung hat die zweite Unterschrift ersetzt.
Wäre ich verheiratet gewesen hätte es die meisten wohl nicht interessiert. "Bei Verheirateten gehen wir davon aus, dass sie zusammen leben und sich gemeinsam dazu entschieden haben, aber aus organisatorischen Gründen nicht immer zeitgleich kommen können"
Ist das nicht eigentlich arm, dass man nur davon ausgeht, dass eine Ehe eine intakte Partnerschaft ist und ohne Trauschein würden die Leute nicht miteinander reden? Da fragt man sich doch ernsthaft, in welchem Jahrhundert die Zeit stehen geblieben ist.
Wir sind zwar inzwischen auch verheiratet, aber nicht weil wir mussten, sondern weil wir unsere Liebe gern besiegeln wollten. Dass das kein Garantieschein für alle Ewigkeit ist, ist ja auch klar, aber wir haben vor der Hochzeit genauso miteinander gesprochen und Entschiedungen gemeinsam gefällt, wie wir es jetzt auch tun...
Armes Deutschland!
LG Steffi
Ja, auch in einer Ehe kann es Streitigkeiten geben und der eine etwas gegen den anderen nutzen. Die meisten schienen davon auszugehen, dass es dann Familienintern geregelt und besprochen werden kann.
Bei nicht verheirateten wurde die Unterschrift (GSR) oder die Kopie dass kein GSR vorliegt verlangt. Dort wo ich war jedenfalls.
Freunde sind nicht verheiratet, haben GSR und sind ohne Trauschein glücklich. Mussten bisher aber IMMER beide unterschreiben und nach Möglichkeit beide zu den Terminen kommen, damit das auch wirklich abgesprochen ist.
Ich hab das ASR weil es nach langem Überlegen zum Wohle unseres Kindes nicht dienlich war (hauptsache dagegen, egal was aus dem Kind wird)
Es gibt sicher auch Situationen, wo das ASR gut ist. Meine Kollegin brauchte sogar die Unterschrift ihres Ex, weil sie den Kleinen im Sportverein anmelden wollte- der hat nicht unterschrieben, weil er nicht noch mehr Kosten haben wollte
Außerdem hat er ihr vom Unterhalt für´s Kind seine Fahrkosten abgezogen, die er hatte, um sein Besuchsrecht wahrzunehmen und ähnliches...
Bei uns hat nie jemand gefragt, im Kindergarten mussten wir nur beide unterschreiben, aber das müssen auch Verheiratete, weil unsere Kita schlechte Erfahrungen gemacht hat
"Bringt es mir Nachteile? Das wüsste ich halt gern. Es wird ja gern mal davon abgeraten das GSR zu wählen..."
Jepp, bringt es dir. Spätestens dann, wenn Dein Sohn psychologisch bereut werden soll (sprich z.B. ADHS ect ect)
Schon alleine bei der Testung muß der Vater dann zustimmen. Man hat genug Rennerei und man KANN durch so jemanden dann Steine in den Weg gelegt bekommen.
Akutelles Beispiel bei uns:
Mein Sohn ist Asperger Autist und hat zusätzlich ADHS. Er bräuchte DRINGEND seit JAHREN eine Schulbegleitung. Der Vater lehnt dieses ab, ja noch besser, laut ihm ist er überhaupt nicht krank und braucht weder Therapien noch Medikamente.
Den Schulbegleiter werden wir dank ihm niemals bekommen. Es ist so schon ein Kampf überhaupt einen zu bekommen, aber ein gefundes Fressen fürs JA nun gar keinen zu stellen.
Meine Meinung:
Wenn Du das alleinige Sorgerecht hast, behalte es. Es hat für den Vater keinerlei Nachteile, nur immer für die Person bei dem das Kind lebt.
LG
Kerstin
Er ist der Vater, er ist auch kein schlechter Vater - also warum bist du gegen das GSR?
Würde er vor Gericht gehen, würde er es mit Sicherheit zugesprochen bekommen. Weshalb willst du ihm etwas verweigern, auf das er ein selbstverständliches RECHT hat?
Falsch, vor Gericht würde er nichts bekommen...
Hallo.
Und aus welchem Grund bitte?
LG

