jugendschutzuntersuchung

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Beitrag von kaktus74 06.05.13 - 13:38 Uhr

Hallo

Mein Sohn musste für seine Ausbildung zu dieser Untersuchung. Er möchte gern Landwirt werden.
Mit 5 oder 6 Jahren hatte er mal eine heftige allergische Reaktion,dies habe ich mit angegeben.deshalb wurde ein allergitest angeordnet.dieser zeigte eine Reaktion auf Roggen auf einer Skala von 0 bis 20 war es eine 4 . Nun hat die amtsärztin von dem Beruf ab geraden und angegeben das eine dauerhafte Schädigung auftreten kann.
Er will den Beruf aber gern erlernen und hat auch schon eine Ausbildungsstelle.was wurde ihr jetzt machen.

Freue mich auf eure Meinungen

MFG kaktus74

Beitrag von nuckenack 06.05.13 - 15:21 Uhr

Hallo

ich würde zu einem Allergologen gehen und mich beraten lassen bzw. kommt evtl. auch eine Desensibilisierung in Frage.

Landwirt ist ein sehr schöner Beruf und er muss ja später nicht unbedingt Roggenbauer werden.

Grüße
nuckenack

Beitrag von kaktus74 06.05.13 - 16:26 Uhr

So hatte ich das auch gedacht. Ach ja die Reaktion damals war bei Raps

LG kaktus74

Beitrag von manavgat 06.05.13 - 21:52 Uhr

Pillepalle!

Ich würde das ignorieren.

Gruß

Manavgat

Beitrag von obscuritas 07.05.13 - 14:40 Uhr

Und du bist vom Fach oder was? Du kannst doch nicht einfach behaupten, dass eine Allergie Pillepalle ist.

Als ich meine Haustiere aus dem Tierheim geholt habe, war ich auch überhaupt nicht allergisch dagegen. Kein Schnupfen, keine Hautrötungen oder Quaddeln - nüscht.

Anderthalb Jahre später hatte ich eine heftige Allergie - 4 von 6 auf der Skala und musste sie meiner Gesundheit zuliebe abgeben.

Was hat er davon, jetzt die Ausbildung anzufangen und später wegen der (sich möglicherweise verstärkenden) Allergie nicht mehr arbeiten zu können? Aus einer "kleinen" Allergie kann eine große werden, es kann sich aber auch auf andere Stoffe ausdehnen, wenn der regelmäßige Kontakt nicht vermeidbar ist.

LG obscuritas

Beitrag von manavgat 07.05.13 - 14:49 Uhr

Das ist totaler Unfug.

4 von 20 bei einer! möglichen Pflanze und ansonsten keiner Allergie.

Ich sehe da gar keinen Grund, von einem Beruf Abstand zu nehmen.

Ich bin übrigens selbst auf vieles allergisch, habe außerdem eine schwere Histaminintoleranz. Alles beherrschbar.

Gruß

Manavgat

Beitrag von lacky06 08.05.13 - 21:34 Uhr

Es kann sich aber noch verschlimmern.

Ich wurde nach meiner Ausbildung auf Latex getestet, da war der Indes 2 von 20. Heute 10 später liegt er bei 15 von 20. Also mit pillipalle ist das nicht. Selbst wenn ich operriert werde, müssen die Ärzte andere Handschuhe anziehen.

Beitrag von hikari-chan93 08.05.13 - 23:26 Uhr

Latexhandschuhe werden genau aus dem Grund, dass sehr viele Leute allergisch sind, inzwischen nach und nach abgeschafft.

Ich bin auch leicht gegen alle Möglichen Nager allergisch und noch so einiges anderes. Ich arbeite teilweise an Tieren, also auch dem Allergen ausgesetzt. Geht alles, muss sich nicht verschlimmern und kann vorgebeugt werden.

an die TE: ich würde ebenfalls einen allergologen aufsuchen, der euch näher beraten kann.
vielleicht ist diese Desensibilisierung sinnvoll, bei mir hat die erste runde leider nichts gebracht

Beitrag von 1und1gibt3 07.05.13 - 00:28 Uhr

Mit Allergien ist nicht zu spaßen. Selbst wenn es derzeit "nur" eine leichte Allergie ist... hat man später im Berufsleben vermehrt Kontakt mit diesen Allergenen dann schädigt man nur unnötig den eigenen Körper.

Wäre dein Sohn allergisch gegen Tierhaare (auch wenns nur eine leichte Allergie wäre) dann wäre ein Beruf als Tierpfleger im Tierheim nicht gut.

Ist man gegen Blütenpollen allergisch dann ist der Gartenlandschaftsbau oder eine Arbeit in einer Gärtnerei bzw. im Blumenladen kontraproduktiv.

Man kann dann dem Arbeitgeber nicht einfach sagen "Nein, dagegen bin ich allergisch, ich kümmere mich nur um den und den Bereich". Genausowenig kann man sagen das man im gewählten Beruf nie mit den allergieauslösenden Stoffen (wie jetzt in deinem Fall Roggen) zu tun haben wird. Was, wenn doch?

Allergietabletten sind auf Dauer auch keine Lösung.

Wie auch immer, ein Allergologe wird genaueres feststellen können. Wenn ihr ihm die bestehende Problematik schildert wird er euch sicherlich umso genauer beraten können inwieweit sinnvoll es wäre und was man im entsprechenden Fall machen kann (in Hinblick auf Allergiepräparate)

Beitrag von lassmichclonen 09.05.13 - 11:16 Uhr

Wenn der Wunsch so groß ist würde ich mich auch beraten lassen, ob eine Hypersensibilisierung etwas bringt. Ich kann nur ein Beispiel nennen: mein Bruder hatte wohl eine leichte Holzstauballergie- was er nicht wusste und ausgerechnet den Beruf Schreiner gewählt. Nach der Lehre hat er in dem Beruf einige Zeit gearbeitet, hatte aber irgendwann einen Dauerschnupfen, den er ignoeriert hat, bis er eines Tages Atemnot bekam! Heute kann er seinen Beruf nicht mehr ausüben, da die anfangs leichte Allergie sich zu einer ernstlichen Krankheit hätte führen können. Ein weiteres Beispiel ist meine Cousine, die eine Eier-Allergie hat. Das heißt nicht, sie darf keine Eier essen. Aber sie sollte an Ostern nicht gerade die gefüllten Eier wählen. Pfannkuchen, Kuchen allgemein, auch mal ein 1 gehen, wird es aber mehr, auch über den Tag verteilt, könnte es zu Beschwerden führen.

Hat der Körper irgendwas gegen einen Stoff, dann reicht zum Vorbeugen oft nur vermeidung oder vielleicht auch sensibilisierung....erkundige dich doch einfach.

Es wäre schade, wenn er den Beruf deshalb nicht lernen könnte- aber noch schlimmer, wenn er 3 oder 4 Jahre lang lernt um dann nicht in seinem erlernten Beruf arbeiten zu können- wie mein Bruder der wahnsinnig gerne Schreiner geworden wäre und heute im Büro nicht besonders glücklich ist!