Woher weiß man, ob man seinen Freund noch liebt?

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Beitrag von sahnihaeubchen 21.08.13 - 23:47 Uhr

Hallo,
ich weiß, es gibt schon 10000000000 Threads zu diesem Thema.
Und doch habe ich dieses Problem und bitte euch um Rat.

Mein Freund und ich (beide 24) sind seit fast 5 Jahren ein Paar.
Wir haben viel miteinander durchgemacht, jeder von uns hat für den anderen einiges aufgegeben, aber irgendwie haben wir es immer geschafft, zusammenzuhalten.
Wir wohnen zusammen, haben zwei Häschen und uns eigentlich ein schönes Leben zusammen aufgebaut.
Heirat & Kinder sind geplant, irgendwann mal.. ein kleines Häuschen zu mieten auch... sowas halt ;)

Aber immer mal wieder schlecht sich bei mir das Gefühl ein, ihn nicht richtig zu lieben.
Dann gibt es wieder Zeiten, wo es besser ist, und ich vergesse das.
Im Moment häufen sich diese negativen Gefühle allerdings ein wenig bei mir, und ich frage mich manchmal, ob ich ihn noch liebe...
Ich habe Momente, da stört mich alles an ihm, mich nervt jede Kleinigkeit... Und wenn ich jetzt gerade an ihn denke, muss ich ehrlich sagen, dann spüre ich nichts. :( Nicht mal ansatzweise... Keine Liebe, da ist irgendwie nichts. Und das, obwohl er gerade 4 Tage weg ist und ich ihn eigentlich vermissen sollte..
Und ich habe wahnsinnige Angst, dass es so bleibt. Ich weiß nicht, ob das vielleicht der Alltag und die Routine ist, aber eigentlich brauche ich nicht ständig dieses "Abenteuer" und schließe das deswegen eher aus..
Aber was ist denn dann los mit mir? Es hat sich eigentlich nicts großartig geändert, wir beide sind nicht so sehr anders wie vor 5 Jahren, und trotzdem... fühle ich nix mehr. :/

Ich habe aber auch Angst, es zu beenden. Wir waren schon einmal getrennt (ging von ihm aus), allerdings nur für drei Wochen und das war auch ganz a Anfang. Aber wir haben uns hier was aufgebaut und er hat mich echt damals aus dem tiefsten Loch gezogen. Und ohne ihn habe ich auch nicht wirklich was... Klar, Job & Wohnung, Freunde... aber halt keine Liebe mehr..
Und ich bin nicht unbedingt mit wahnsinniger Schönheit gesegnet, ich weiß nicht, ob ich irgendwann jemand neues finden würde...

Aber das kann doch nicht der Grund sein, daran festzuhalten???

Es läuft ja auch nicht schlecht... Aber ich versteh nicht, warum ich dann nix mehr fühle, wenn ich an ihn denke... :(

Bitte helft mir :'(

Beitrag von meine Meinung 21.08.13 - 23:56 Uhr

Es ist immer schwierig, wenn Jugendliche zusammenkommen, aus Jugendlichen werden Erwachsene, man ändert sich, entwickelt sich vielleicht auseinander, nicht jede Jugendliebe hält ein ganzes Leben.

Stell dir vor, er käme nach dieser Abwesenheit zurück und würde dir sagen, dass er seine Sachen packt, weil er dich verlassen möchte.
Würde das wehtun, würde deine Welt zusammenbrechen? Falls ja, hast du vielleicht noch Gefühle für ihn.

Beitrag von KannDichVerstehen 22.08.13 - 07:30 Uhr

MIr kommt das bekannt vor...

Ich bin 27 und mein Freund ist 24 (fast 25), wir sind seit 3,5 Jahren zusammen, haben eine Tochter (2) und wohnen zusammen. Das Einzige was bei uns anders ist, dass wir manchmal streiten, da wir beide sehr stur sind.

Manchmal, nicht nur nach einem Streit, frage ich mich auch ob ich ihn noch liebe z.B. wenn er auf Nachtschicht ist und ich abends allein zu Hause bin (Kleine im Bett). Wir sehen uns jeden Tag, daher vermisse ich ihn dann noch nicht wirklich. Seit wir zusammen wohnen, haben wir uns jeden Tag gesehen, keine Ahnung wie es wäre wenn er mal ein paar Tage nicht da wäre. Ich denke mir auch immer das es der Alltag ist.

Wie würdest du dich fühlen wenn du wissen würdest das sich eine andere Frau in ihn verliebt hat? Hättest du Angst ihn zu verlieren, wenn sie alles dafür tut ihn zu bekommen? Wie wäre es wenn er sich trennen würde? Frag dich halt Sachen die dich normal verletzen würden.

Meine ersten Gedanken sind wenn er sich trennen würde: Wer zieht aus und ich muss zum Amt (bin noch in Elternzeit), was ist mit den ganzen Sachen in der Wohnung, wer behält was?
Das liegt aber eher an meinem Stolz das ich nicht kämpfen würde... Würde er mich betrügen, würde ich mich trennen, egal wie sehr ich ihn lieben würde. Ich kann das einfach nicht!
Wenn ich an die Sachen mit der anderen Frau denke würde ich ausflippen...

Was vielleicht auch hilft ist REDEN! Ich hab mit meinem Freund auch schon drüber geredet, ich weiß ja nicht wie es bei euch ist, aber durch unsere Tochter sind, ausser abends, die Dinge zu zweit selten geworden. Wir haben die Kleine dann mal zu Oma gegeben, waren im Kino oder Essen, wir waren unterwegs und haben die Zeit miteinander besser geniessen können.

Beitrag von xegalx 22.08.13 - 08:20 Uhr

Hallo,

mal ne ganz andere Frage. Nimmst du die Pille?
Falls ja, dann setz sie mal ab.
Ich schreib das deshalb, weil ich die Erfahrung bei mir gemacht habe, dass mich die Pille gefühlsmäßig ziemlich abstumpfen lässt. Auch Freundinnen haben das schon berichtet.
Einen Versuch wäre es wert, bevor du über Trennung nachdenkst...

LG

Beitrag von felis02 22.08.13 - 08:37 Uhr

Ganz toller Tip! #augen

Erstmal verwechselst du, glaube ich, sexuelles Verlangen mit Liebe und Geborgenheit und dann bewirkt das Absetzen der Pille vermutlich nichts anderes, als dass es in ca. 9 Monaten ein weiteres Kind geben wird, das entweder in einer krisenbehafteten Beziehung aufwächst oder bei einem alleinerziehenden Elternteil.

Gruß
Suse

Beitrag von xegalx 22.08.13 - 09:26 Uhr

Hallo...
ich berichte hier von meinen Erfahrungen, da gibts nichts zu verwechseln.
Und ICH habe nun mal die Erfahrung gemacht, dass ich gefühlsmäßig abgestumpft bin, nur nur von der Libido her.
Das kannst du nun anzweifeln, wenn du meinst. Aber das ist nicht mein Problem.

Es gibt auch noch andere Möglichkeiten zu verhüten. Die TE dürfte erwachsen sein...

Beitrag von nixfrei 22.08.13 - 11:41 Uhr

"nicht nur von der Libido her"

Beitrag von sahnihaeubchen 22.08.13 - 08:57 Uhr

Guten Morgen,
ja, ich nehme die Pille seit ca. nem halben Jahr wieder.
Würde ich sie absetzen, wäre ich allerdings schon so schlau, anderweitig zu verhüten, um ein etwaiges Kind müsste ich mir dann keine Sorgen machen.
...allerdings glaube ich nicht, dass es daran liegt. Letztes Jahr habe ich sie etwa 1 1/2 Jahre nicht genommen, und auch da hatte ich Phasen, wo ich mir meiner Liebe nicht sicher war.
Trotzdem Danke für deinen Tip! :-)

....wenn ich mich frage, ob ich eifersüchtig wäre bei anderen Frauen, ob ich traurig wäre wenn er gehen würde, dann lautet die Antwort Ja.
Aber trotzdem weiß ich nicht, ob das reicht?? Es ist doch seltsam, wenn man sich das durch solche Fragen bestätigen muss, oder kommt nur mir das komisch vor? :(

Außerdem ist es doch ganz klar, dass man nach 5 Jahren traurig wäre, wenn man verlassen wird...

Ich habe einfach Angst, dass ich mir durch den MIst meine Zukunft verbaue, die ich mich so eigentlich immer erträumt habe (Kinder, Heirat usw...)... Denn würde ich mich jetzt trennen, weiß ich, dass es das endgültig für uns war, und solange ich in dieser Bziehung bleibe, ist dieser Zukunftsplan ja gewissermaßen sicher...

Ich weiß auch nicht...

Ich würde meinen Freund einfach gerne wieder "liebenswert" finden... Bzw. die positiven Dinge an ihm wieder mehr zu schätzen lernen und nicht mehr ausschließlich an die negativen Sachen denken... Vielleicht kommen die Gefühle dann wieder??
Aber wie macht man das???

Beitrag von xegalx 22.08.13 - 09:33 Uhr

Gut, dann hast du es ja schon mal ausprobiert. Diese ganzen chemischen Dinge haben eben auch Wirkungen, die nicht immer auf dem Beipackzettel stehen...

Meiner Meinung nach, kann man auch eifersüchtig auf eine evtl. neue Partnerin sein, ohne dass man den Mann noch liebt. Und man kann auch trotzdem traurig bei Trennung sein.
Mir ging das so, als mein Ex und ich uns nach sehr vielen Jahren getrennt haben. Im Nachhinein weiß ich aber, dass ich ihn nicht mehr wirklich geliebt habe. Es war einfach die Gewohnheit und das eingefahrene Leben.
Auch ich dachte, dass ich niemals einen Neuen finde und schon gar nicht einen, der mich so mit meinen Macken und Fehlern akzeptiert.
Tatsächlich hat es aber nur einen Monat gedauert und diesmal weiß ich, dass es der Richtige ist. Ich bin nach 5 Jahren immer noch sehr verliebt. :-)

Beitrag von anyca 22.08.13 - 09:04 Uhr

Du bist erst 24, vielleicht ist es einfach zu früh für Dich, ans Heiraten zu denken?

Jedenfalls ist es zu früh, die Flinte ins Korn zu werfen und zu sagen, ich find ja eh keinen anderen mehr ...

Beitrag von ella. 22.08.13 - 10:05 Uhr

Hallo!

Dir würde ohne Deinen Freund die Liebe fehlen?! Seine Liebe für Dich, aber Du kannst ihm nichts mehr geben, weil Du nichts mehr fühlst?
Du hast Angst keinen anderen mehr abzukriegen da Du Dich nicht attraktiv empfindest?!
Das sind für mich keine Gründe an einer Beziehung festzuhalten.

Vielleicht wäre es für Dich besser gewesen, es hätte sich in den letzten 5 Jahren auch mal was geändert. Hört sich für mich alles ein wenig fad an. Da ist es doch auch kein Wunder das Deine Gefühle eingeschlafen sind. Ob sich das mit diesem Freund ändern lässt?

Wenn ich einen Mann nicht mehr lieben könnte, wäre für mich die Beziehung vorbei. Du solltest diese Verbindung nicht nur aus Angst vor Veränderung oder Bequemlichkeit aufrechterhalten. Das wird irgendwann der richtig große Frust, vor allem wenn dann Kinder im Spiel sind, die machen die ganze Geschichte nämlich dann auch noch kompliziert!

LG

Beitrag von hibbelbilli-83 22.08.13 - 10:12 Uhr

Liebes sahnihäubchen,

sobald man sich selbst fragen muss, ob man den Partner noch liebt, muss man aktiv was für die Beziehung tun, sonst geht sie irgendwann so kaputt, dass man sie kaum wieder flicken kann. Dennoch bin auch der Meinung, dass man in Beziehungsangelegenheiten niemals zu früh aufgeben darf.

Menschen verändern sich, das ist richtig. Und noch schwieriger wird es, wenn man bereits im Jugendlichen-Alter zusammenkommt und gemeinsam 'erwachsen' wird. Es kann eben passieren, dass man sich so unterschiedlich entwickelt, dass eine Beziehung nach einigen Jahren nicht mehr funktioniert.

Bitte redet miteinander! Versucht mal aus dem Alltag auszubrechen!
Was habt ihr früher gemacht? Wieso seid ihr damals zusammen gekommen?

Die Tatsache nur bei ihm zu bleiben aus Angst niemand neuen zu finden, ist vor allem ihm gegenüber nicht fair. Vielleicht empfindet er tatsächlich tiefe Liebe für Dich und plant gedanklich schon Eure gemeinsame Zukunft!

Und zusammen bleiben, weil man sich ein gemeinsames Nest aufgebaut hat und gemeinsame Pläne hatte, macht keinen Sinn, wenn man sich nicht mehr liebt und dann ist es auch nicht mehr wichtig, wie viel man füreinander getan hat und was man vielleicht für die Beziehung aufgeben musste.

Ihr seid noch kinderlos, ihr habt noch kein Haus gebaut oder dergleichen.

Ihr habt den großen Vorteil, dass es wirklich nur um Euch beide und um Eure Gefühle geht!

Sprecht miteinander, wenn er wieder zurück ist!

Ich wünsch Euch alles, alles Gute! #klee

Beitrag von kirschkern85 22.08.13 - 10:33 Uhr

"Woher weiß man, ob man seinen Freund noch liebt?"

Wenn du dir schon diese Frage stellen musst, liebst du ihn sehr wahrscheinlich nicht mehr. :-(

Beitrag von heute mal so! 22.08.13 - 10:55 Uhr

Hallo!

Ich bin mit meinem Mann dieses Jahr 8 Jahre zusammen, davon 4 Jahre verheiratet. Auch in unserer Beziehung gab es Phasen, in denen ich mir meiner Gefühle für ihn nicht sicher war. Das war nach der Geburt unseres ersten Kindes! Ich musste erstmal mit meiner neuen Mutterrolle klar kommen und fühlte mich von meinem Mann nicht wirklich unterstützt! Ich muss aber auch dazu sagen, dass ich in der Zeit die Cerazette genommen habe und ich habe schon das Gefühl, dass die sich auf meinen Gemütszustand auswirkt. Außerdem habe ich bei beiden Kindern recht lange gestillt und die Lust auf Sex ist da auch sehr gebremmst. Naja, aber um zurück zum Thema zu kommen, ich bin sehr froh, dass ich mich nicht getrennt habe! Klar, gibt es auch Dinge, die ich an ihm nicht so mag, das sind aber so typische Dinge, wie zb kaum im Haushalt zu helfen etc :). Aber die Momente in denen ich merke, wie toll ich ihn doch eigentlich finde, überwiegen. Das war wie gesagt auch mal anders, deswegen würde ich dir raten erstmal abzuwarten! Wart ihr mal ein paar Tage voneinander getrennt? Wenn ja, wie ging es dir dabei?

LG und alles Gute

Beitrag von heute mal so! 22.08.13 - 13:57 Uhr

oh sorry, ich muss gestehen, dass ich deinen text vorhin nur überflogen habe und dabei sind mir 1,2 sachen nicht aufgefallen. ihr seid ja gerade voneinander "getrennt" bzw er ist gerade nicht da! dass du da nichts fühlst ist vielleicht tatsächlich ein zeichen dafür, dass da vielleicht tatsächlich nichts mehr ist. wenn ich mir deinen text so durchlese (und dieses mal konzentriert), dann kommt mir als erstes in den sinn, dass du vielleicht tatsächlich neu beginnen solltest! du lebst nur einmal und wenn du wirklich der meinung bist, dass da nichts mehr ist, dann würde ich an deiner stelle gehen.

und natürlich findest du einen neuen partner! du kannst doch nun nicht bis in alle ewigkeit mit jemanden zusammensein nur aus der angst vor einsamkeit oder einem neuanfang, das ist ihm gegenüber ja auch nicht fair! er muss auch die chance haben einen partner zu haben, der ihn aufrichtig liebt, meinst du nicht?

lg

Beitrag von sonntagskind78 22.08.13 - 10:59 Uhr

Mein Mann und ich sind im selben Alter wie ihr zusammengekommen, mit 19. Das ist jetzt 15 Jahre her. Inzwischen sind wir verheiratet und haben eine Tochter.
Ich liebe meinen Mann, alles ist toll bei uns und wenn ich ihn ansehe, empfinde ich tiefe Zuneigung und es gefällt mir immer noch alles an ihm.

Ich denke daher nicht, dass es etwas mit eurem Alter zu tun hat, sondern mit eurer eingefahrenen Lebensweise - und das ist völlig normal.

Rede mit ihm, erzähle ihm von deinen Gefühlen und gib ihm die Chance, daran etwas zu ändern. Aber auch du musst etwas ändern, denn dazu gehören immer 2.

Viel Glück.

Beitrag von milkasweet81 22.08.13 - 11:36 Uhr

Hallo,

es hat nichts mit dem Alter zu tun, das passiert auch älteren, dass man sich einfach auseinanderlebt oder sich in verschiedene Richtungen entwickelt.

Ich war 17, mein Mann 21 als wir zusammengekommen sind, wir haben in diesem Jahr unser 15 Jähriges gefeiert.

Also du siehst, es kann klappen, wenn man sich in die gleiche Richtung bewegen MÖCHTE und an der Beziehung arbeitet. Ich kenne übrigens einige Freunde von uns die ebenfalls seit Teenagerzeiten zusammen sind und immernoch glücklich. Genauso kenne ich aber auch welche die sich dann nach 10 oder 15 Jahren getrennt haben, das gilt aber auch für welche die erst mit Mitte 20 oder 30 zusammengekommen sind.
Aber wenn man sich schon fragen muss woran man merkt, dass man ihn noch liebt...das würde mir zu denken geben. #gruebel

LG
MIlka

Beitrag von no-monk 22.08.13 - 12:06 Uhr

Kurz und knapp:

Lerne erst mal was vom Leben kennen, ehe du deins an das eines anderes kettest. Schlimmstenfalls noch mehr Leben in die Welt setzt und diese dann aus den Fugen haust, weil du erkannt hast, dass es doch Mist war,

Ich kann dir nicht helfen, nur raten!

Und Schönsein liegt im Auge des Betrachters!

Du bist nur so schön, wie du dich im Inneren fühlst!

Alles Gute

Beitrag von bejona 22.08.13 - 12:15 Uhr

Hallo

Beziehungen entwickeln sich bekanntlich unterschiedlich.
Manche müssen von der Anfangsbegeisterung/ Verliebtheit leben bzw. überleben, andere werden im Laufe der Jahre immer inniger.Die Liebe wächst mit jedem Jahr, es wird immer schöner-selten aber das gibt es und dann sollte man den Sack zumachen.

Dir fehlt natürlich auch die Erfahrung, wie es sich bei dir und deiner Liebesfähigkeit verhält.
Dieses "Nichts fühlen" könnte ein Symtom dafür sein, dass es sich bei deiner Beziehung um eine Jugendliebe handelt, die ihren Zenit überschritten hat.
Vielleicht ist einfach die Luft raus.Nicht aus jeder Verliebtheit wird Liebe und manchmal reicht es halt nur für eine 3 oder 4 jährige Beziehung.

Mach doch mal mehr mit deinen Freunden,such dir ein neues Hobby etc.-----etwas Abstand hilft oft schon klarer zu sehen.
Natürlich solltet ihr auch gemeinsam aus dem Alltag ausbrechen.Kurzreisen, Ausflüge, Unternehmungen etc.----vielleicht braucht eure Beziehung neues Futter.

L.G.

Beitrag von 14 22.08.13 - 12:20 Uhr

Hallo,

ich bin seit 14 jahren mit meinem mann zusammen, wir können selber kaum glauben, dass das bissl weniger als die hälfte unseres lebens ausmacht. er war meine jugendliebe, wenn auch erst mit 18 und ich seine. wir hatten gute, sehr gute, wunderschöne, aber auch anstrengende, nervige, blöde und sehr schmerzhafte zeiten. wir waren zwischendurch (ist schon lange her) auch mal für 2 monate getrennt, was uns im endeffekt aber näher zusammengebracht hat.

was ich dir aber nun aus meiner erfahrung mitteilen kann und möchte:

ich liebe meinen mann immer. aber es gibt zeiten, phasen, in denen ich ihn manchmal nicht besonders mag. ja, das geht beides gleichzeitig. lieben tu ich ihn immer, aber manchmal mag ich ihn einfach auch mal nicht so gern. wenn wir uns streiten, wenn ich stress habe, wenn er stress hat oder wenn das leben mal gerade etwas eintönig ist.
und ich denke, dass ist bei den meisten langjährigen partnerschaften nicht viel anders. die kunst ist, es sich einzugestehen;-)
denn nur wenn man auch ehrlich miteinander ist, kann es dauerhaft auch glück geben.

es ist doch eine illusion zu glauben, dass man immer und zu jeder zeit mit einem menschen nur pures glück empfindet. meinen mann und mich verbindet ein sehr sehr starkes band. tiefe liebe und vertrauen. das zu erschüttern ist nicht mehr so leicht. aber im alltag könnt ich ihn nicht nur ab udn zu auf den mond schießen udn bin auch mal sehr genervt. andersherum das gleiche.

ob dir das nun weiterhilft weiß ich nicht, aber vielleicht gibt es dir mal eien andere sichtweise.

vg

Beitrag von sahnihaeubchen 22.08.13 - 18:21 Uhr

Hallo,
Wow, das sind ja wirklich einige Beiträge, und auch wirklich welche dabei, die mich nachdenklich gestimmt haben...

Klar ist es irgendwie seltsam, sich die Frage stellen zu müssen, woran man merkt, ob die Liebe noch da ist, aber nach so langer Zeit (für mich) muss ich auch für mich den aktuellen Stand prüfen...

Und weil ich das wohl anscheinend irgendwie falsch rübergebracht habe:
Ich will nicht in den nächsten 2,3 Jahren Kinder und Hochzeit - das hat noch Zeit. Ich wollte damit nur sagen, dass ich es mir gut mit meinem Freund vorstellen kann...

Und weil hier viele von Jugendliebe etc. gesprochen haben: Ich glaube nicht, dass das bei uns das Problem ist. Wir haben uns nicht so sehr verändert, also natürlich schon ein wenig.. aber nicht so sehr, dass es unterschiedliche Richtungen sind.

Allerdings klingt das so, als ob immer alles eintönig gewesen ist, das stimmt so auch nicht :o Wir hatten sehr harte Zeiten und es war nicht immer einfach, haben viel miteinander durchgemacht und machen immer noch einiges zusammen. Ich schätze es ja auch an ihm, dass wir auch "ruhige" gemeinsame Zeiten miteinander haben, unsere Interessen sehr ähnlich sind usw.

Also klang das vielleicht ein bisschen negativ, was ich heute morgen geschrieben habe.
Das Ding ist: Ich WILL ihn wieder lieben können, so richtig, ihn ansehen und denken "Ich liebe dich..." Und damit meine ich nicht, dass mir diese Wolke-7-Verliebtheit fehlt, sondern ich will wieder diese innige, stabile und feste Liebe und Vertrautheit fühlen.
Ich will mich ja gar nicht trennen :( Aber ich weiß auch nicht, wie ich das hervorholen soll..

Und sagen kann ich das meinem Freund ja nicht mal eben so einfach..!
Vielleicht müssen wir wirklich mehr Zeit für uns einplanen, AKTIV und intensiv... Und ich muss mir wieder bewusst werden, was ich an ihm liebe...

Gibt es denn noch Möglichkeiten, wie man das so aufleben lassen kann? Wie ich ihn im Moment auch als Partner und nicht nur als besten Freund sehen kann??

Wie gesagt, ich will jetzt nicht jeden Tag so überschwänglich verknallt sein, dass es immer Phasen geben wird, in denen es nicht ganz so verliebt zugeht ist klar, aber ich will diese tiefen Gefühle, die ich für ihn hatte wiederfinden..
Und gerne irgendwann auch solche Geschichten erzählen können wie ihr alle :)

Ist alles nicht so einfach...

Beitrag von seelenspiegel 23.08.13 - 17:54 Uhr

<<<Ich habe aber auch Angst, es zu beenden>>>

Vielleicht hilft es Dir ja, wenn Du darüber nachdenkt, wie genau diese Angst die Du empfindest aussieht...bzw. worauf sie sich begründet.

Der Spruch "dass einem jemand fehlt erkennt man meist erst, wenn diese Person weg ist" stimmt schon zu einem grossen Teil.

Stell Dir vor, er wäre nicht mehr für Dich da und Du wärst alleine....was empfindest Du bei dem Gedanken?

Würde Dir nur die Begleitung für den nächsten Besuch im Kino fehlen, oder dreht sich Dir bei dem Gedanken nie wieder neben ihm aufzuwachen....nie wieder mit ihm zu lachen, Dich nie wieder nachdem ihr Euch gezofft habt Versöhnung zu feiern usw. doch eher der Magen um?

Der Alltag ist für eine Beziehung eine lustige Sache.....für manche ist er die Klippe für einen Schiffbruch....für andere aber auch der Kleber der die ganz besonderen Momente verbindet, von denen man letztendlich zehrt, und die das eigentliche und besondere sind.

Erkennen musst Du das aber für Dich ganz alleine....wie das nunmal bei allen Dingen von Wert so ist. :-)

Tomm

Beitrag von sahnihaeubchen 13.12.13 - 12:55 Uhr

Hallo zusammen,
bin seit ner Weile mal wieder im Forum rumgeschwirrt und habe meine alten Beiträge gelesen.. und musste irgendwie nochmal was zu meinem Beitrag loswerden:
Es ist viel, viel besser geworden. Ist ja jetzt gut 4 Monate her, dass ich mir s unsicher war, wir waren aber in der Zwischenzeit im Urlaub und ich kann guten Gewissens sagen, dass die Zeit im Sommer nur eine Phase war.

Ich denke, dass gehört bei langjährigen Beziehungen ein Stück weit dazu.
Auf jeden Fall ist es mittlerweile wieder richtig schön zwischen uns und ich denke, es wird noch eine ganze Zeit lang so weiter gehen #verliebt