erfahrungen mit mcu wegen reflux?

Sie befinden sich im Archiv des urbia-Diskussionsforums Leben mit Handicaps .

Hier geht es zur vollständigen Version dieser Seite. Dort können Sie auch aktiv am Diskussionsgeschehen teilnehmen.

Beitrag von yve82 02.06.07 - 21:09 Uhr

hallo ihr lieben,
da meine hannah (9 monate) neulich eine schwere nierenbeckenentzündung hatte wird vermutet, dass sie einen reflux hat. der rechte harnleiter war im ultraschall etwas erweitert. sie bekommt jetzt eine antibiotikum-prophylaxe und in zwei wochen soll ein mcu gemacht werden. hat jemand von euch damit erfahrungen? wird die kleine da sediert? wie ist das mit der strahlenbelastung, die eierstöcke können ja nicht durch blei geschützt werden. tut ihr das katheder legen weh, und wie verträgt sie das kontrastmittel???

mach mir große sorgen und mir graut es echt vor dieser untersuchung.
wär sehr lieb wenn ihr mir eure erfahrungen schreiben könntet.

liebe grüße, yvonne mit hannah

Beitrag von verena_13 02.06.07 - 23:08 Uhr

Hallo Yvonne und Hannah!

Unser Sohn Franjo hat einen Reflux 3.-4. Grades und hat seine dritte MCU mit drei Jahren hinter sich.
Diese Untersuchung ist für das Kind nicht angenehm, aber auszuhalten. Franjo hat bei seinen ersten beiden die ganze Zeit durchgeschrien, jetzt mit drei Jahren konnte man schon ganz gut mit ihm reden. Es war ihm zwar sehr unangenem, aber es war auszuhalten.
Das blödeste ist eigentlich das Stillliegen. Das hat ihn glaube ich am meisten gestört. Das Kind wird auf den Rücken gelegt, ev. noch ein bischen seitlich. Es wird ein Katheder gelegt, das tut eigentlich nicht weh, wenn die Ärzte das gut machen. Eventuell wird Euch vorher ein Saft angeboten, den das Kind trinken kann, Franjo hat das nie gemacht, weil er es nicht runterschlucken wollte. Falls ihr so etwas haben wollt und es nicht angeboten bekommt, fragt danach. Vielleicht könnte ihr ja irgendetwas mitnehmen, was Hannah gerne trinkt und da rein mischen.
Dann wird die Blase mit dem Kontrastmittel gefüllt und gewartet bis gepinkelt wird. Im richtigen Moment werden dann ein paar Bilder geschossen und dann sieht man ob und wie weit Urin in Richtung Nieren zurückfließt. Das ganze wiederholt sich noch ein, zwei Mal, damit auch genug gute Bilder da sind und man gut was sieht.
Nachdem Franjo wieder aufstehen durfte, gings ihm immer gut. Habe nichts davon gemerkt, dass ihm das Kontrastmittel etwas ausgemacht hätte. Bei ihm gab es immer einen "Hodenschützer" aus Blei anscheinend, wie das bei Mädchen ist weiß ich nicht.

Das ganze ist halt einfach eine Aufregung und unangenehm, aber da muss man halt durch.

Ich wünsche Euch alles Gute für die Untersuchung!! Falls sich herausstellen sollte, dass Hannah einen Reflux hat, kann ich Dir gerne noch Infos darüber geben.

Aber hoffen wir erstmal das Beste und dass sie sich einfach ihre Nieren und Blase erkältet hat!

Alles Gute!!
Verena

Beitrag von yve82 03.06.07 - 10:43 Uhr

danke, das hat mir mut gemacht. wenn sie einen reflux haben sollte, dann melde ich mich auf jeden fall nochmal bei dir. vielen dank und einen schönen sonntag noch.

yvonne und hannah

Beitrag von nigicat 03.06.07 - 09:31 Uhr

Mein Junior hatte diese Untersuchung mit 8 Wochen und mit knapp 5 Mon.

Klar werden sie leicht sediert, - bei uns wars ein Zäpfchen in den Popsch.

Sie haben überhaupt keine Schmerzen dabei und sind auch während der Sedierung leicht weckbar.

Die Untersuchung hat dir ja yvonne schon ausführlich beschrieben.

PS: Mach dir keine Sorgen, bei uns waren beide MCU unauffällig und nur zur Absicherung.

lg. sonja

Beitrag von fibi7 09.06.07 - 20:52 Uhr

Liebe Yvonne!
Kannst mir gerne schreiben, berichte dir über alles. Frag, was dir auf der Seele liegt....
Mein kleinerer Sohn Nils ist jetzt kanpp eineinhalb Jahre alt, hat nur noch eine Niere. er bekommt seit fast eineinhalb Jahren Antibiotikaprophylaxe mit Trmethoprim. Haben auch schon mehrmals MCU, Szintigraphie und Pyelogrammm "durch".
Nur mal kurz noch ein paar Antworten auf deine Fragen:
* Das Kontrastmittel stört die Kinder nicht, es wir ja auch bei der Untersuchung "rausgepinkelt". Man guckt auch, ob die bLase restharnfrei ist.
* Zum Katheter legen wird meist ein Lokalanästhetikum verwendet, aber es kommt schon drauf an, obs ein Arzt kann. Bislang hat Nils noch nie geweint
* Nils wurde sediert, war auch besser so, weil er ruhig liegen muss.
* Die Strahlenbelastung wird so gering wie möglich gehalten. MCU ist im Gegensatz zum iv-Py relativ harmlos

Schau, ob du dabei beliebn darfst, bei uns gings immer ohne Probleme. Die Kleinen belastet meist die Trennung von der Mama mehr als die Untersuchung selbst.
Schreib, wenn du noch was wissen willst, gerne auch privat (krausalex@web.de)
Liebe Grüße
Deine Alex

Beitrag von celina79 19.06.07 - 21:17 Uhr

hallo ihr lieben ,
unsere Töchter haben auch einen Reflux die eine 3-4 Grad und die kleine 2grades..die große wurde bereits operiert und die kleine hatte eine mcu allerdings wurde hier nie was betäubt oder so natürlich hat sie dann auch geweint..demnächst soll in köln wohl noch eine Untersuchung sein nach wass kann ich denn da fragen damit sie das katheter nicht merkt?
lg melanie

Beitrag von fibi7 19.06.07 - 21:35 Uhr

Liebe Melanie!
Bei uns wurde die MCU immer in Verbindung mit einer Nierenszintigraphie gemacht, für die Nils tief sediert wurde. Meist mit Dormicum, aber auch schon mit Luminal. Er war während der Sedierung NICHT weck- und ansprechbar. Die Atmung und die Herzfunktion wurden mit Elektroden überwacht. In seltenen Fällen kann es bis zur Beatmung gehen, weil die Kinder unter der Sedierung flacher atmen. War aber bei uns noch nie nötig. Normalerweise wird auf den Katheter selbst ein Gel "drauf geschmiert" das wie eine Lokalanästhesie wirkt. Für evetuelle Blutabnahmen verwendet unser Arzt ebenfalls eine Creme, die ähnlich wie die emla-Pflaster wirkt. Ob und wie sediert wird entscheiden die Ärzte meist von Fall zu Fall. Schildere halt, das deine Kleine das letzte Mal sehr geweint hat und das du es vorziehen würdest, wenn sie was bekommt. Dann wirst du sicher Hilfe bekommen.
Kann jetzt halt nur für unser Klinikum und unseren Arzt sprechen. Habe allerdings von vielen Eltern schon gehört, dass das von KH zu KH verschieden gehandhabt wird. Auch, ob die Mamas bei der MCU dabei sein dürfen... Ich durfte bislang immer bei Nils bleiben, auch bei den MAG III´s. Ich gkaube, dass das auch ein Grund ist, warum er sich nicht so aufgeregt hat und geweint hat. wenn du noch Fragen hast, schreib mir. ich helfe dir gerne weiter...
Liebe Grüße Alex

Beitrag von celina79 20.06.07 - 08:14 Uhr

Hallo Alex,
lieben DAnk für deine Antwort...bisher durfte ich immer dabeisein mit meiner großen die jetzt 5 ist und beidseits operiert wurde durfte ich immer dabeisein..mit der kleinen die ist jetzt 1 Jahr hatten wir erst eine in der Uniklinik in Würzburg. Wir kommen allerdings aus Köln.Sie bekommt im Moment halt diese Dauerprophylaxe?! und wir hoffen dass es gut wird wobei ichnicht so sehr dran glaube...sie hat zur Zeit auch wieder einen Infekt trotz Antibiotikum....es kommt halt nun alles wieder hoch . Bei der ersten ist mir fast das Herz zerissen als sie die Kleine immer untersuchen mussten . Bei dem 2ten KInd nun auch aber es ist etwas besser weil ich die ganze Geschichte ja kenne..Nun denn ob es so gut ist so lange Antibiotikum zu geben ...da hab ich auch so meine Zweifel. Ist Euer NIls operiert??Die große hat eine SEite *richtig* operiert die andere wurde unterspritzt.
lg Melanie

Beitrag von fibi7 20.06.07 - 19:09 Uhr

Schreib dir mal eine pn , ist etwas persönlicher... :)
Alex

Beitrag von fibi7 20.06.07 - 19:20 Uhr

Ah, persönliche Nachricht geht hier nicht, also dann schreib ich das Ganze halt so im Groben so rein.
Warum seid ihr in Würzburg? Hat die Klinik einen so guten Ruf? Für die "größeren" Sachen sind wir in Erlangen bei Dr. Dötsch. Naja, die Reinfektionsprophylaxe soll eben Infekte verhindern und man hofft, dass sich geringgradige Refluxe auswachsen. Ist ja bei kleinen Kindern relativ häufig der Fall. Nils bekommt auch AB, Trimethoprim, hat aber zum Teil massive Probleme mit der Verdauung, aber das ist ein anderes Problem. Generell wird die Prophylaxe gut vertragen, manchmal kommt es allerdings zu Resistenzen. Was bekommt deine Tochter? Nils ist nicht operiert, der reflux ist momentan nicht das größte Problem. Er hat nur noch eine Niere, diese hat auch Zysten, und eine sog. Urethrozele, die bei ihm den geringgradigen Reflux verursacht. Bislang hatten wir unter der Prophylaxe keine Infekte mehr. Er ist nur laufend krank, so dass sie das notwendige MCU, die dyn. Nierenszinitgraphie und das i.v. Py laufend wieder verschieben, weil das Infektionsrisiko zu groß wäre. Was hast du für Erfahrungen mit der Defluxunterspritzung, man hört da ja verschiedenes und unser Cha ist auch nichtbgrad begeistert, er ist mehr fürs "richtige" operieren. Die nächsten Untersuchungen entscheiden dann über den weiteren Therapieverlauf... Also abwarten.
Liebe Grüße Alex