Arbeitgeber"kulanz" nach Elternzeit

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Beitrag von babylovechild - 11.06.07 - 21:03 Uhr

Hallo!!
Muss jetzt leider an dieser Stelle mal meinen Frust rauslassen und ordentlich meckern!!!
Ich arbeite seit 3 Jahren für ein großes Filialunternehmen. Dies habe ich bis zu meiner Elternzeit mit großem Engagement gemacht, hier mal Überstunden, da mal zurückgetreten usw. Was man eben so macht, wenn man gerne die Karriereleiter erklimmen möchte.
Seit meiner Schwangerschaft änderte sich das gute Verhältnis zwischen dem Arbeitgeber und mir leider drastisch. So habe ich am eigenen Leib erfahren, wie Frauen für ihre Schwangerschaft gemobbt werden und das vom Feinsten!
So, damit hatte ich abgeschlossen. Nun möchte ich aber gerne wieder arbeiten gehen... Tja, aber das geht leider nur in einer Filiale, die von meinem Wohnort zu weit weg ist. Denn meine alte Filiale ist geschlossen worden.
Jetzt habe ich um eine Versetzung in eine andere Filiale gebeten, die besser zu erreichen wäre...
Und??? Natürlich geht das nicht.
Tja, mein Fazit, so ganz persönlich ist: Bist du eine Mama, kannst du deinen Job vergessen. So was ist einfach nicht gerne gesehen. Frauen, die Kinder kriegen, haben in diesem unternehmen nichts zu suchen. Irgendwie scheint diese ganz politische aktuelle Diskussion für meinen Arbeitgeber nicht existent bzw. nicht relevant zu sein.
Zu gerne würde ich ja meinen Chef outen, lasse ich aber lieber sein. Brauche ja noch ein gutes Zeugnis:-D
Ich frage mich und euch Mamis: Habt ihr ähnliche Erfahrungen? Oder hatte ich in dem Fall einfach nur Pech?
Liebe Grüße und euch allen einen schönen Abend noch

Beitrag von ninimom - 11.06.07 - 21:27 Uhr

Ja, kann das nur bestätigen. Vorher war ich stellvertretende Filialleiterin, heute bin ich Sachbearbeiterin...

... meinen alten Job hätte ich nur unter sehr ungünstigen Bedingungen erhalten können.

Heute habe ich gleitende Arbeitszeit, keinerlei Druck mehr, was Absatzzahlen anbelangt und bin daher besser dran als vorher.

Außerdem konnte ich an der neuen Stelle meine Arbeitszeit reduzieren (von 100 auf 85 Prozent), das wäre vorher immer aus betrieblichen Gründen abgelehnt worden.

Kannst du nicht versuchen, die neue Stelle anzunehmen und später versuchen, dich intern zu bewerben?

Ich war vor 8 Jahren auch furchtbar enttäuscht, heute bin ich froh, daß alles so gekommen ist.

Drück dir die Daumen.

LG

ninimom

Beitrag von maritacat - 11.06.07 - 22:09 Uhr

... ein gutes Zeugnis MUSS Dir Dein Chef sowieso ausstellen, darauf kannst du bestehen, wäre für mich kein Grund, auf Forderungen zu verzichten!

Beitrag von mamastern77 - 12.06.07 - 12:43 Uhr

Hi,

hm, schwer zu sagen, ob man dich nur mobben will oder ob tatsächlich nichts frei ist.

Du hast eben nur einen Anspruch auf eine Stelle in dem Unternehmen. WO diese ist, kannst du leider nicht bestimmen.

Mir wird es auch so ergehen und ich arbeite im öfftl. Dienst.

Ich weiß bereits, dass ich den Arbeitsplatz, den ich 9 Jahre inne hatte, nicht zurückbekomme, weil ich nur noch Teilzeit arbeiten will.

Dort ist aber nur Platz für Vollzeitkräfte. Also werde ich versetzt. Wohin, weiß ich noch nicht.

Und wenn deine Filiale geschlossen und deine Wunschfiliale voll ist, hat es nix mehr mit Mobbing zu tun.

Gruß, Nicole

Beitrag von morgause - 12.06.07 - 12:50 Uhr

Hallo Babylovechild und alle anderen.

Ich bin eigentlich "froh", dass es auch andere gibt, welche während der Schwangerschaft gemobbt werden. Ich habe auch schon befürchtet, dass ich mir das einbilde. Bin jetzt im sechsten Monat und meine Chefin setzt mich jeden Tag unter extremen Stress!! Ich könnt eigentlich nur heulen nach der Arbeit. Leider habe ich einen etwas älteren Frauenarzt und ich glaube, der hat das Wort Mobbing noch nie gehört und reagiert auch nicht entsprechend.
Es gibt mit Sicherheit viele Mami´s oder werdende Mami´s denen es ebenso ergeht. Auch kann man sich leider an die "Hilfsstellen" nicht so einfach wenden, die meisten interessiert es auch nicht.
Zum Glück muss ich nur noch diese und die nächste Woche überstehen!!!
Liebe Grüße auch von mir und einen schönen Tag noch.

Beitrag von liesschen_1980 - 12.06.07 - 19:33 Uhr

Hallo,
ich kann es nicht bestätigen.
Mein alter Chef kam noch in der Elternzeit bei mir vorbei, um mich zu fragen, ob ich Interesse an einer Halbtagsstelle nach dem einen Jahr Elternzeit hätte...
Ich glaube, ich hatte aber auch nur Glück.
Da wurden während (und teils auch dadurch bedingt) meiner Schwangerschaft und Elternzeit Aufgabenbereiche umverteilt.
Er brauchte jemanden, der den Job kannte und da genug Erfahrungen und Hintergrundwissen mitbrachte.
Puh #schein
Es wäre zu einem anderen zeitpunkt ganz sicher nicht so gut gelaufen. Denke, keiner hätte gewusst, wohin mit mir.
Geht vielen Frauen bei uns so, dass Ihnen defintiv keine Halbtagstelle angeboten wird.
LG Anne