Frage zu Alg 2 und Versicherung

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Beitrag von hurricane80 - 12.06.07 - 14:27 Uhr

Hallo liebe Urbianer,

die Situation, die ich im folgenden beschreibe hat zwar noch ziemlichen "hätte, werde, wenn, vielleicht Status", aber ich möchte mich trotzdem schon einmal informieren.

Mein Mann hat kürzlich sein Studium beendet, ich stehe kurz davor. Bisher finanzieren wir uns über drei 400 Euro Jobs + Kindergeld. Die Eltern meines Mannes bezahlen netterweise die Krankenversicherung für meinen Mann und meinen Sohn, da die Jobs immer so gerade an der 400 Euro Grenze vorbeischrammen und somit keine Pflichtbeiträge für die gesetzliche Krankenkasse abgeführt werden. Bei mir ist es genauso, momentan bin ich über eine Anwartschaft in der Privatkasse meiner Mutter versichert, die aber jetzt ausläuft. Mein Mann bleibt noch bis zum 31. September inmatrikuliert und macht auch die beiden Jobs bis dahin weiter.
Danach will er seinen Doktor machen und hat dafür auch schon eine Stelle gefunden, welche aber mit Drittmitteln gefördert wird. Das heißt er muss warten, bis der Antrag bei der Deutschen Forschungsgesellschaft genehmigt wird. Da dies leider immer ein wenig dauert, sind wir wahrscheinlich für einen kurzen Zeitraum (3 - 4 Monate) auf Alg2 angewiesen. Ich selbst würde meinen Job natürlich behalten.
Soviel zum Status quo, jetzt meine eigentliche Fragen.

1. Ist es möglich, sich über die Gesamtsumme der beiden Jobs, bei denen er ungefähr 780 Euro verdient gesetzlich versichern zu lassen?
2. Falls dies möglich ist, könnte ich dann über diese Versicherung mitversorgt sein?
3. Wie reagiert die Arge darauf, dass Leistungen beantragt werden, obwohl man eigentlich schon einen Job in Aussicht hat, nur nicht weiß wie lange es bis zum tatsächlichen Arbeitsbeginn dauert? Muss er dann Bewerbungsaktivität nachweisen und Jobangebote in dieser Zeit annehmen? Das wäre ja an sich kein Problem, aber wenn man dann beispielsweise für zwei Monate umziehen muss, oder ähnliches?
4. Wie lange im Voraus sollte der Antrag gestellt werden? Ist das überhaupt möglich solange man noch eingeschrieben ist? Oder reicht das Diplomzeugnis als Nachweis für die Beendigung des Studiums.

Ich hoffe, ihr versteht die Problematik.
Über sämtliche Anregungen und Tipps bin ich sehr dankbar.

Viele Grüße,
Katrin

Beitrag von silkstockings - 12.06.07 - 20:24 Uhr

Am Besten geht ihr zur ARGE vor Ort und fragt da nach.

Beitrag von hurricane80 - 13.06.07 - 08:03 Uhr

Hallo,

das werden wir natürlich auch machen!!

Danke für deine Antwort.

Liebe Grüße,
Katrin

Beitrag von chimera666 - 12.06.07 - 20:59 Uhr

Mal so ganz nebenbei: wenn dein Mann 2 Minijobs gleichzeitig hat, insgesamt 780 Euro verdient und keine Sozialabgaben zahlt, ist das nicht ganz legal, was er da macht.

Sobald das Gesamteinkommen der beiden Minijobs die 400-Euro-Grenze überschreitet werden BEIDE Jobs sozialversicherungspflichtig. Damit hätte sich dann übrigens auch die Frage nach der Krankenversicherung geklärt. ;-)

LG

Beitrag von hurricane80 - 12.06.07 - 21:26 Uhr

Danke für deine Antwort.

Er führt auf jeden Fall Sozialversicherungs- und Rentenversicherungsbeiträge ab. Sag mit jetzt bitte nicht, dass wir jahrelang umsonst teure Kassenbeiträge bezahlt haben. Das wäre ja echt ärgerlich. Ich dachte immer, Krankenversicherungsbeiträge werden erst ab 400 Euro fällig. Die Jobs laufen auch beide auf Lohnsteuerkarte.

Na ja, ich mach mich noch mal schlau.
Danke nochmal für die Anregung.

Katrin

Beitrag von goldtaube - 12.06.07 - 21:43 Uhr

Ihr habt umsonst die Versicherung bezahlt. Denn bei zwei Minijobs, die in der Summe über 400 Euro ergeben, werden beide sozialversicherungspflichtig und dann ist man auch krankenversichert.

Beitrag von hurricane80 - 13.06.07 - 08:02 Uhr

Hallo Goldtaube,

danke für deine Antwort. Kannst du mir vielleicht noch kurz sagen, wie jetzt das Prozedere ist? Die Arbeitsverträge und Gehaltsabrechnungen zur gewählten Krankenkasse mitnehmen und einen Wechsel beantragen?

Nochmals danke!!

Katrin