Wieviel verdient man bei UPS wirklich..??

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Beitrag von sonne567 - 13.06.07 - 06:17 Uhr

Meine Frage steht ja schon oben. Also eine Bekannte von mir prolt immer ziemlich rum, dass ihr Mann ja soooooo viel verdient. Er ist Fahrer bei UPS #augen
Sorry aber ich denke mir mal sooooooooo viel kann das net sein. Wenn viel vielleicht auch ein dehnbarer Begriff ist.
Weiß es jemand von Euch vielleicht genau?

Beitrag von goldtaube - 13.06.07 - 07:30 Uhr

Mein Mann hat dort mal gearbeitet. Die haben sehr gut bezahlt. Er hat damals über 12 Euro die Stunde bekommen. Urlaubs- und Weihnachtsgeld bekam er auch und Vermögenswirksame Leistungen. Also nicht schlecht.

Beitrag von urbani - 13.06.07 - 09:11 Uhr

Mein Mann hat von Mai 1995 bis Dezember 1998 dort gearbeitet und ich empfand das damals auch als recht viel Geld. Allerdings musste er für dieses Geld täglich mindestens 1 Stunde unbezahlt arbeiten (morgens und abends Abrechnung zählte nicht als Arbeitszeit), zusätzlich hatte er tatsächlich keine Pausen. Wenn er nicht weiter mit dem Lastwagen fahren durfte, weil die Lenkzeiten überschritten waren, musste er ihn stehenlassen und durfte mit der Handkarre weiterziehen usw. Er war täglich von 7 Uhr bis 20 Uhr aus dem Haus. Hatte immer unheimlichen Zeitdruck, nahm innerhalb eines halben Jahres mehr als 20 kg ab (und er war vorher normalgewichtig, danach nur noch ein Hemdchen), sah unsere Kinder kaum noch... Tatsache, es war ein Scheißjob! Kaum jemand hielt das länger als ein paar Jahre durch und so hat auch er gewechselt.

Damals hat er ein Jahresgehalt von 62000 Euro gehabt, wohlgemerkt waren darin enthalten monatlich 30 bezahlte Überstunden zusätzlich zu all den unbezahlten!

Und das Weihnachtsgeld war auch nicht so dicke. Das gab es nach Jahren gestaffelt. Im 1. Jahr glaub ich waren es 1000 DM im 2. 1500 DM usw.

Alles in allem: Scheiße!

Beitrag von urbani - 13.06.07 - 10:00 Uhr

Sorry! Nicht 62000 Euro, sondern 62000 DM !!!!!!!

Beitrag von maritacat - 13.06.07 - 10:49 Uhr

Hatte mich auch schon gewundert, denn SOVIEL verdient ja mancher Akademiker nicht ... hätte meinen Mann dann mal überredet, bei UPS anzufangen !!!;-)

Beitrag von ghettoblaster70 - 13.06.07 - 13:17 Uhr

Hallo !
Ich arbeite seit 8 Jahren als Paketzusteller bei UPS !
Letztes Jahr habe ich dort ca. 34.000 € Brutto verdient.
Der Stundenlohn beträgt fast 13 €, dazu bekommen wir noch pro Stunde die wir auf der Straße sind 50 Cent Spesen. Ausserdem bekommen wir Urlaubsgeld (ca. 300 €) und Weihnachtsgeld (ca. 2.200 €) !
Ich finde die Bezahlung sehr gut (meine Frau meint es könnte ein bisschen mehr sein :-p !)
Meine tägl. Arbeitszeit (Mo-Fr) ist von 8:15 Uhr bis ca. 17:30 / 18:00 Uhr ( je nach Tour ) und die Zeit in der man die Abrechnung macht wird auch bezahlt (nennt sich "Nachmittag-In").
Ich mache jeden Tag meine vorgeschriebene Pause ( 1 Stunde), in der ich mich irgendwo hin setze, etwas esse und mich ausruhe.
Der Job ist, wenn man sich seine Tour richtig zurechtgelegt hat, gar nicht so stressig. Wir haben bei uns im Center Kollegen, die 15 bis 20 Jahre als Zusteller arbeiten und darunter sind einige mit Übergewicht. Ich denke, wer sowieso leicht nervös ist und psychisch nicht belastbar ist, der kommt bei keinem Beruf klar bei denen es um Termingeschäfte geht !

MfG, Stefan

Beitrag von bini31 - 13.06.07 - 22:12 Uhr

Hallo Stefan,
muss man bei ups nicht auch einen Lehrgang für Sicherheit ablegen, den man selbst zahlen muss und der auch ganz schön kostet??
Würde mich mal interessieren.

LG bini

Beitrag von ghettoblaster70 - 13.06.07 - 22:40 Uhr

Hallo,

nein davon habe ich noch nichts gehört!
Ich brauchte das damals nicht, ich habe einen 4tägigen Lehrgang gemacht (von UPS direkt, quasi Grundausbildung) der komplett mit Hotel, Fahrtkosten usw. bezahlt wurde.
Evtl. ist es möglich, das wenn man bei einem Subunternehmen von UPS anfängt, dieses selbst bezahlen muss.

Viele Grüße
Stefan

Beitrag von bini31 - 13.06.07 - 22:46 Uhr

Danke für Deine Antwort.

Beitrag von urbani - 14.06.07 - 08:14 Uhr

Hallo Stefan,

vielleicht hat sich das ja bei UPS geändert oder es ist an deinem Standort anders. Mein Mann arbeitete damals bei UPS in Bonn und hatte das Regierungsviertel zu beliefern. Es sind ja immerhin schon 12 Jahre her, als er dort anfing, aber es war wirklich fürchterlich. Und damals war das eben so mit der Abrechnung, dass die nicht als Arbeitszeit zählte. Psychisch ist mein Mann mit Sicherheit belastbar, jedoch kann man auch nicht mehr als arbeiten. Wenn die Zustellbezirke so groß sind, dass es eigentlich gar nicht zu schaffen ist, man nur rennt, dann verliert man automatisch Gewicht, das hat mit der Psyche rein gar nichts zu tun. Das so eine Arbeit aber irgendwann an die körperlichen Reserven geht, ist auch klar. Jedenfalls war es für meinen Mann, nachdem er dann umgeschult und gewechselt hatte, wie das Paradies auf Erden. Er kam in eine Firma mit gleichem Gehalt, aber festen Arbeitszeiten von 7 - 15.15 Uhr und hier möchte er nie wieder weg!

urbani