Alleinerziehend - Arbeiten

vw76
[1] 10.05.08, 19:34

Hi!

Dann stell ich doch mal eine Frage, die mir unter den Nägeln brennt...

Zur Zeit befinde ich mich in Elternzeit. Bin seit 10 Jahren in der gleichen Firma und war eigentlich immer recht zufrieden. Im September habe ich auf 400€-Basis wieder angefangen 6 h/Woche zu arbeiten. Ich war immer die rechte Hand meines Chefs, aber mit dem 400€-Job habe ich natürlich nur kleine Unterstützungsarbeiten gemacht. Aufgrund meiner vorherigen Stellung waren natürlich einige recht froh, als ich ging und haben dann auch entsprechend nachgetreten (ich konnte mich ja nicht wehren). Und auch mein Chef hat sich in meiner Abwesenheit verändert. Es gibt Leute die behaupten, er wäre nicht damit klar gekommen, dass ich weg bin (früher musste ich mich für 2 Wochen Urlaub am Stück rechtfertigen...). Seit Januar habe ich den 400€-Job gecancelt.... So viel zur Situation.

Neben der Frage, ob ich überhaupt jemals wieder dort arbeite (was aus der Vernunftsicht dumm wäre, da es ein wachsender weltweiter Konzern ist), stellt sich die Frage wie ich dort arbeite.

Zum Einen möchte ich natürlich Zeit für mein Kind haben, aber ihr im Umkehrschluss auch gewisse Dinge ermöglichen können. Nehmen wir mal den Fall, sie möchte Ballett machen oder Reiten oder sonst einen nicht so billigen Sport machen oder ein teures Instrument spielen. Ich möchte einfach nicht in der Situation sein, ihr solche Dinge nicht ermöglichen zu können. Ich will auch dem Staat nicht auf der Tasche liegen.

Wie macht ihr das? Wie arbeitet ihr? Halb, dreiviertel oder ganz? Wieviel Zeit habt/verbringt ihr mit Eurem Kind/ern?

Verena

tikileni2
[2] 10.05.08, 22:16

bei mir verhält es sich so:

ich bin noch studentin bis nächstes jahr sommer. da ich per fernstudium studiere, kann ich mir meine zeit recht gut einteilen. gerade jetzt, wo das wetter so toll ist, versuche ich dann wirklich meine maus schon 15 uhr von der tagesmutti abzuholen. dafür sitz ich dann eben bis spät abends.

allerdings befasse ich mich schon eine weile mit der frage, was dann ist, wenn felicitas 9 bis 10 stunden in die kita muss. ich brauche nen vollzeitjob um uns über wasser zu halten. zurück zu hartz4 will ich auch nicht. außerdem geht es mir wie dir, dass ich uns später auch mal was tolles leisten will. man muss also abwägen: will ich mehr zeit mit der tochter, aber dafür leben am existenzminimum oder leben wir finanziell sicher und haben recht wenig voneinander. ich finde es grauenhaft, überhaupt so denken zu müssen. ich weiß, andere kinder müssen auch so lange in die kita, aber mir zerreißt es das herz. ich finde den gedanken schrecklich!!!