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11.02.10, 18:10
Hallo ihr Lieben,
leider haben auch wir ein Sternchen (Diagnose FG am 19.1., AS am 22.1.) und ich bin immer noch sehr traurig.
Seit Mitte letzten Jahres bin ich mit meinem Mann verheiratet und für uns war immer klar, dass wir uns beide eine Familie mit Kindern wünschen. Daher haben wir pünktlich nach der Hochzeit auch mit der Verhütung aufgehört. Als wir aus den Flitterwochen wiederkamen, in denen aber auch leider nicht so geherzelt werden konnte, wie man sich das so vorstellt (ich war krank), begrüßten uns mein (deutlich jüngerer) Schwager und seine damalige Freundin freudig mit einem US-Bild ihres Sprösslings... Natürlich haben wir uns riesig gefreut, aber eigentlich wollten doch wir ss aus der Flitterei wieder kommen...Obwohl das natürlich Quatsch ist, habe ich mich irgendwie um meine eigene SS bestohlen gefühlt...
Naja, nachdem ich mich mal intensiver damit beschäftigt hatte, wann ich eigentlich meinen ES habe, hat es dann auch direkt im 3. ÜZ geklappt. 3 Tage vor Weihnachten habe ich einen Test gemacht. Im Moment, als der SS-Test 2 dicke fette Striche anzeigte, war ich verwirrt, ängstlich, glücklich und stolz... Juhu, wir hatten es geschafft, wir waren wirklich ss. Aber: Können wir überhaupt so gute Eltern sein, wie ich mir das wünschen würde? Würden wir die ganzen Anforderungen bewältigen können, die auf uns zukommen würden? Und vor allem: würde unser kleiner Schatz überhaupt bei uns bleiben wollen und 9 Monate später geboren werden? Ich weiß nicht warum, aber ich hatte von der ersten Sekunde an Angst, dass etwas nicht gut gehen würde... Direkt nach Weihnachten sind wir in den Skiurlaub gefahren, wo ich aber artig auf das Skifahren verzichtet habe und anstatt dessen lange Spaziergänge mit unserem Hund unternommen habe. Nach dem Urlaub hatte ich dann den ersten, ersehnten aber auch mit Angst behafteten Termin bei meiner FÄ. Aber siehe da: entgegen aller Ängste war es da, unser Baby. Man sah es ganz deutlich auf dem US und das kleine Herzchen pochte ganz fleißig und regelmäßig. Wir waren auch schon in der 9. SSW. Ich war sooo unendlich glüklich, dass sich mein schlechtes Gefühl nicht bestätigt hatte und furchtbar stolz, sich ein Baby meinen Mann und mich als Eltern ausgesucht hatte. Den ganzen Tag über war ich wie angesäuselt und einfach nur glücklich. Allerdings verflüchtigte sich das schöne Gefühl in den nächsten Tagen nach und nach und ich bangte dem nächsten Termin entgegen. 2 Wochen nach dem ersten Termin war es dann so weit. Ich hatte die ganze Nacht schlecht geschlafen und unglaublich Angst. Die FÄ hat mir bei der Vorbesprechung Mut gemacht und gesagt, dass sie nach dem letzten US sehr optimistisch ist, dass alles mit dem Baby wunderbar sein wird und wir am besten sofort schallen, damit ich keine Sorgen mehr haben brauche. Als sie anfing, habe ich sofort den Kopf weggedreht, weil ich irgendwie gespürt habe, dass ich etwas Schlimmes sehen würde. Meine FÄ war sehr still und hat ca. 15 Min. sehr intensiv geschallt. Dann hat sie den Bildschirm zu mir umgedreht und gesagt, dass der Embryo ganz in der Ecke sitzt, aber irgendwas mit der SS nicht in Ordnung ist. Sie hat mein Baby vermessen und gesagt, dass es viel zu klein ist und nach dem letzten Termin kaum gewachsen sei. Zudem könne sie keine Herzaktivitäten finden. Ich war wie erfroren und bin innerlich total erstarrt... Auch meiner FÄ standen tatsächlich die Tränen in den Augen... Ich konnte gar nichts sagen... Nachdem ich mich wieder angezogen hatte, hat sie noch ein sehr liebes Gespräch mit mir geführt und mir gesagt, dass sie mir eine AS in 3 Tagen empfehlen würde, damit ich erst in Ruhe Abschied nehmen könnte...Im KH würde dann auch nochmal ein US gemacht, damit man ganz sicher gehen würde, sie wolle mir aber keinerlei Hoffnung machen... Als ich draußen war, bin ich im Auto weinend zusammengebrochen. Es tat sooo weh... Am nächsten Tag bin ich dann in die Klinik, um den Kontroll-US zu machen. Auch hier waren alle Ärzte unglaublich lieb, allerdings wurde die Diagnose bestätigt. 2 Tage später kam dann die AS, die ich körperlich gut verkraftet habe. Dieses Forum hier hilft mir sehr, mit der Trauer umzugehen - zumal ich jeden Tag meine Schwägerin mit ihrem immer dicker werdenden Bauch sehe (ET ist in 5 Wochen) Aber ich bin natürlich immer noch ganz oft traurig und werde unser 1. Baby nie vergessen...
Ich hoffe sehr, dass sich bald ein anderer Engel auf den Weg zu uns machen wird... Ebenso drücke ich allen anderen Sternenmamis ganz fest die Daumen, dass ihr alle bald ss werdet...
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