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23.04.08, 13:09
Hallo,
also ich hatte im Okt. 2006 eine Fehlgeburt. Danach hat man festgestellt, dass ich eine Blutgerinnungstörung habe. Deshalb musste ich dann bei meiner 2. SS, die Ende März 2007 festgestellt wurde von Anfang an Heparin spritzen.
Im Mai 2007 wurde dann noch eine SS-Diabetes festgestellt, die ich aber über die Ernährung in den Griff bekommen habe. In das Buch, in das ich täglich meine Blutzuckerwerte eintragen musste, habe ich dann auch immer täglich meinen Blutdruck eingetragen. Lag immer etwas unter der Grenze.
Am 20.08.07 (Montag) hatte ich in Düsseldorf einen Termin zur Feindiagnostik. Der Arzt meinte, das Kind wäre sehr klein, müsste weiter überwacht werden. Er hat dann auch einen Blick in mein Zucker-Buch geworfen und war von den Blutdruckwerten alarmiert. In der SS ist nämlich wohl der 2. Wert der "Wichtige" und der lag bei mir immer so um die 100. Er hat mir geraten, ich solle meinen FA mal nach einer Langzeitblutdruckmessung fragen.
Ich habe mir dann direkt am nächsten morgen eine Überweisung vom FA geholt und bin drirekt zu meinen Hausarzt getrabt. Ich hatte Glück, ein Patient hatte gerade seine Langzeitmessung abgesagt und so war ein Gerät frei.
Als sie es mir angelegt haben wurde erst mal eine Probemessung gemacht. Und die war sehr hoch. Der Hausarzt meinte ich solle mich schon mal auf einen Klinikaufenthalt einstellen. Er hat mir ein Rezept gegeben, ich sollte direkt eine Blutdrucksenkende Tablette einnehmen. Da Gerät sollte dann am nächsten morgen wieder ab kommen.
Am Nachmittag des selben Tages rief jedoch der Hausarzt bei mir an. Ich solle sofort in die Praxis kommen. Er habe sich überlegt, das sie Sache zu "heiß" sei. Als ich dann da war, hat er die bis dahin gesammelten Werte ausgewertet. Ich weiß nur noch den Spitzenwert: 210/128!!!
Also Einweisung in die Hand gedrückt und ab durch die Mitte. Wir haben nur kurz zuhause angehalten um Klamotten zu holen und waren dann am 21.08.07 (Dienstag) abends um 17:00 Uhr im KH.
Da ich in der 25. SSW war habe ich als allererstes die Lungenreifungsspritze bekommen. Dann sagte die Ärztin mir: "Ich weiß, jetzt geht es ihnen noch gut, aber gleich nicht mehr. Sie bekommen jetzt Medikamente, von denen Ihnen schlecht wird und sie Kopfschmerzen kriegen".
Das war die Untertreibung des Jahrhunderts. Die Nacht habe ich gar nicht geschlafen. Mir platze der Schädel, mein Herz hat gerast, ich habe geschwitzt wie ein Stier, musste mich übergeben und alle paar Stunden kam jemand zu CTG.
Ich lag dann die ersten 2 Tage komplett im Wehenzimmer bei den Kreißsäälen, bis der Blutdruck einigermassen im Griff war und ich auf die Gyn verlegt wurde.
Jeden Tag wurde 1-2 mal CTG gemacht und alle 2 Tage wurd ein Feindiagnostik-Ultraschall gemacht um zu gucken, wie es meinem kleinen Würmchen ging. Jeden Tag wurde 2 x Blut abgenommen.
Am 01.09.07 kam dann um 13:00 Uhr ein Artz zu mir. Meine Leberwerte sind explosionsartig nach oben geschossen (drohendes Leberversagen). Und meine Trombozyten (Normalwert 150.000) waren auf 70.000 gefallen. Wie ich hinterher erfuhr, kann, wenn sie so schnell fallen, und die Trombos bei 20.000 sind, die Blutgerinnung aussetzen. Hätten sie also noch länger gewartet, wäre ich dann auf dem OP-Tisch verblutet. Deshalb ist es immer so eilig.
Um 14:03 Uhr kam meine Tochter Leana dann halt per Not-Kaiserschnitt zur Welt. Sie wog 720 g und war 37 cm groß. ABER: sie ist topfit und gesund!!! (Bis auf den Ductus)
Sie lag dann 7,5 Wochen auf der Frühchen-Intensiv und 5,5 Wochen auf der "normalen" Frühchen-Station. Fotos siehe VK.
Mir ging es nach der Entbindung sehr schlecht. Ich lag 2 Tage auf der Intensiv-Station und wäre fast gestorben. Das schlimmste aber war, als ich wach wurde: Ich habe gefragt: "Lebt mein Baby?" und keiner konnte mir was sagen. Erst als nach einer Stunde mein Mann zu mir durfte, habe ich erfahren das sie lebt, was sie wiegt und dass sie am Anfang selbständig geatmet hat.
Nach einer Woche wurde ich entlassen und nach einer weiteren Woche war mein Blutdruck wieder völlig normal.
Beim FA (vor der Entbindung) habe ich überigens immer nur leicht erhöhten Blutdruck gehabt. Ich hatte einmal etwas Eiweiß im Urin und Wassereinlagerungen hatte ich überhaupt nicht.
Aber die Hauptsache: Am Ende war alles gut. Mutter und Kind wohlauf
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