HUSTENMITTEL

sali123
[1] 04.03.09, 06:42

Drosera: klassisches Kindermittel bei heftigen Hustenanfällen besonders nach dem Niederlegen. Die krampfartigen Hustenattacken können zu Atemnot führen, bis hin zu einem Brechreiz.

Spongia: krampfartiger, trocken-bellender Hustenreiz, besonders nachts (aber auch tags vorkommend). Typisch ist die aufkommende Ängstlichkeit der Kleinkinder (die wiederum die Kurzatmigkeit verstärkt). Typisch auch die Besserung durch Trinken. Bewährter Klassiker bei Pseudokrupp-Anfällen.

Ipecacuanha: Typisch ist das mit dem Husten einhergehende Würgen und Erbrechen. Die Kleinkinder stecken dazu manchmal die Finger oder gar die ganze Hand in den Mund. Die Atmung / der Husten sind rasselnd, der Kinderarzt hört ein feines Giemen im Stethoskop. Achten Sie auf die Launenhaftigkeit der Kinder, sowie auf die rosige Zungenspitze.

Phosphorus: Quälender, nicht stillbarer Husten. Die normalerweise quicklebendigen Kinder sind typischerweise in einer Art Angsstarre. Sie haben großen Durst auf kühle Getränke. Phosphorkinder sind im Kleinkindalter infektanfällig und neigen auch zur Lungenentzündung (Pneumonie).

Rumex: passend, wenn ein zäh-trockener Husten durch kalte Luft (z.B. frühmorgends) verstärkt wird.

Lobelia inflata: Zweitmittel - wenn Drosera nicht (mehr) wirkt. Langwierige Hustenattacken mit angestrengten, erschwerten Atemzügen und abschließendem Brechreiz. Kinder leiden an einer Erstickungsangst.

Coccus cacti: weitere wertvolle Alternative bei heftigen Hustenattacken, mit roter oder bläulicher Gesichtsfarbe. Brechreiz, Trinken bessert (wie bei Spongia).

Sticta pulmonaria: "Anfangsmittel", wenn sich aus der Erkältung ein in die Bronchien wandender Schleim-Husten entwickelt.

Dulcamara: sehr passend, wenn der Husten durch Feuchtigkeit oder einen Wetterwechsel von warm zu kalt ausgelöst wird. Milder gelb-grünlcher Schnupfen, gefolgt von zunehmenden Husten. Die Kinder reagieren launisch, trotzig.

Kalium jodatum: zäher, dick-stockender Schnupfen, der einen (teilweise schmerzhaften) trockenen Husten hervorruft. Wichtiges Mittel bei der Rhinobronchitis, Tubenmittelohrkatarrh und hypertrophierten Adenoiden.


Hier noch ein paar bewährte Hausmittel:

Brustwickel mit Quark
Anwendungsmöglichkeit:
Infekt der Atemwege: entkrampfend, schleimlösend, hustenstillend.
Vorgehensweise:
Eine feine alte Baumwollwindel einmal falten und 50 -100 g frischen Magerquark - im Wasserbad auf Körpertemperatur erwärmt - 1 cm dick darauf streichen (ca. 10 cm hoch), so daß die Quarkfläche den Brustkorb umschließt.
Anschließend die Quarkoberfläche mit der restlichen Windelfläche (oder einer zweiten Baumwollwindel) dünn abdecken und zügig auf die Brust Ihres Kindes legen.
Danach den Oberkörper in ein längsgefaltetes Frotteetuch wickeln. Decken Sie Ihr Kind mit einer Wolldecke fest zu.
Dauer: Der Wickel kann mindestens eine Stunde, aber auch die ganze Nacht liegenbleiben. Wird er als unangenehm empfunden, oder friert Ihr Kind darin, sofort abnehmen.

Schwarzer-Rettich-Hustensaft
Anwendungsmöglichkeit:
Reizhusten: schleimlösend, bakteriostatisch
Vorgehensweise:
Kopf des Schwarzen Rettichs als „Deckel“ herunterschneiden, Rettich aushöhlen und mit 5 - 10 EL Honig auffüllen. Deckel wieder aufsetzen und 1½ Stunden stehen lassen. Der Honig im Rettich verwandelt sich in Hustensaft. Die Flüssigkeit in ein Gefäß geben und kühl stellen.
Dosierung:
Kinder ab 2 Jahren: 4 x 1-3 Teelöffel.

Halswickel bei Halsentzündungen / Halsschmerzen
Anwendungsmöglichkeit:
Akute Hals- und Rachenentzündung; Lymphknotenschwellungen (ab dem 2. Lebensjahr): abschwellend, entzündungshemmend.
Vorgehensweise:
Leinentuch längs falten, in kühles (handwarmes) Salzwasser (1 Esslöffel Meersalz auf ½ Liter Wasser) tauchen, leicht auswringen (so dass es nass ist ohne zu tropfen).
Den Wickel von vorne bis zur Seite auf den Hals legen, dass die Lymphknoten mit einbezogen sind. Darüber Heilwolle und ein Wolltuch zum Abdichten rund um den Hals wickeln. Nach 20 - 40 Minuten wieder abnehmen und mit Wärme (Schal oder Rollkragen) noch 1 Stunde nachbehandeln. 3 x täglich wiederholen.

- ausreichend Schlaf, vitaminreiche Kost und regelmäßig an die frische Luft gehen
- durch die vorbeugende Einnahme von zerkleinerten Bakterienhüllen (sog. Bakterienlysate), wie z. B. Bronchovaxom oder Luivac kann die Abwehrleistung der kindlichen Atemwege gesteigert werden
- eine wertvolle Unterstützung ist auch die Gabe von Probiotika (z. B. Symbioflor 1) oder Autovaccinen
In Einzelfällen kann man bei Kindern eine immunmodulierende Wirkung der Umckaloabo-Tropfen, (aus der südafrikanischen Pflanze Pelargonium sidoides) feststellen.

mfg Franzy

anjita
[2] 06.03.09, 23:08

Vielen lieben Dank Franzy für die ausführliche Liste!!!!!!!!!!!!!!

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