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27nina27
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[1]
07.07.09, 13:55
Hallo zusammen,
bin schon ein paar Tage ziemlich frustriert und muß dem ganzen mal Luft machen. Zum besseren Verständnis vorab: mein kleiner Leonard ist jetzt 13 1/2 Monate und wird immer noch von mir gestillt und zwar morgens, vormittags, mittags, abends und nachts. Er ißt zwar auch normal mit uns, aber seine Milch braucht er noch, sonst ist er einfach unausstehlich. Habe vor kurzem versucht das stillen vormittags wegzulassen (bin dann mit im spazieren als Ablenkung), aber als er nach 14 Tagen immernoch so schlecht drauf war, habe ich wieder angefangen und siehe da, das glücklichste Kleinkind von Welt. 
Genau das habe ich meiner Freundin erzählt (hat selber zwei Kinder gestillt, aber hat früh mit Beikost angefangen und auch früh abgestillt) und die meinte:
GIB IHM DOCH KAKAO ODER VANILLEMILCH, WENN ER NOCH MILCH BRAUCHT  
Hallo? Geht's noch? Durfte mir dann auch anhören, dass ich meinen Sohn doch endlich loslassen müßte. Sie hätte gelesen, das Müttern mit Söhnen das schwerer fallen würde als Müttern mit Töchtern.
Auch sonst mußte ich mir schon so einiges anhören:
*Wie Du stillst noch? Willst Du bis zur Schule damit weitermachen?
*Paß auf, sonst stillst Du ihn noch, wenn er in den Kindergarten geht!
*Bekommt er denn schon Fruchtzwerge? Dann klappt es mit dem Abstillen Was für ne Aussage, kam übrigens von einem Mann
Und am schlimmsten sind eigentlich die Blicke, eine Mischung aus Verachtung, Mißbilligung und Unverständnis.
Ich kann das Ganze einfach nicht verstehen. Was ist daran so schlimm, wenn ich mein Kind stille. Warum wird es eher von der Gesellschaft akzeptiert, wenn man in dem Alter noch die Flasche gibt? Die anderen Kinder in der Krabbelgruppe bekommen auch noch Flaschenmilch. Und ich akzeptiere das doch auch und rede nicht schlecht über die Mütter. Warum sollte ich auf Flaschenmilch umsteigen, wenn ich doch selber noch welche 'produzieren' kann?
Ich für meinen Teil habe jetzt beschlossen, dass ich einfach über das Thema 'Leonard stillen' nicht mehr spreche. Wenn mich jemand fragt, werde ich sagen er bekommt noch Milch und Ende.
Werde mich zwar trotzdem weiter aufregen, aber was soll's?!?
Sorry für das viele und fürs zuhören
Liebe Grüße
Nina mit Leonard, der gerade in den Mittagsschlaf gestillt wurde.
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lili1978
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[2]
07.07.09, 15:37
Hallo Nina,
ich kenne sehr gut Dein Problem. Ich hatte mir das alles auch anhoeren muessen. Sogar von meiner Familie. Oft wurde ich fast behalndelt als wuerde ich mein Kind misshandeln....
Zum Schluss haben wir daraus unser kleines Geheimniss gemacht und viele dachten, wir haetten abgestillt....
Luca hat auch mit etwa 13 Monaten total viel gestillt. Es war eine Phase, dann wurde es wieder weniger.
Jetzt ist er 21 Monate alt und hat sich (fast) von alleine abgestillt...
Lass Dich nicht stressen! Das nervt nur und aendert nicht!
Ich wuensche Dir viel Kraft!
Liebe Gruesse
Lili
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drea23383
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[3]
07.07.09, 20:53
Hallo Nina,
ich bin zwar noch nicht so lange "dabei", aber ich denke auch: Lass die Leute reden..!
Klar nervt es, kann ich mir gut vorstellen.
Cedric (Zweitname Leonard ) ist jetzt 8 Monate, wurde 7 Monate voll und jetzt noch 4-5mal/24h gestillt. Ich wurde auch schon gefragt: Du hast noch Milch? War allerdings von den Uromas. Von Angebot und Nachfrage haben sie wahrscheinlich noch nichts gehört. War mir aber auch zu umständlich zu erklären und ich hab nur JA gesagt und gut war. Und wenn die Frage mal kommen sollte, wie lange ich stillen will, wird mir schon was passendes einfallen... So wie: Zum Abi will ich abgestillt haben.
Die anderen wissen ja immer am besten, was für DEIN Kind das Beste ist... 
Lass dich nicht beirren und schalt auf Durchzug und leg dir paar gute Sprüche zurecht. 
LG Drea
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seni12
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[4]
07.07.09, 22:00
Du arme, lass dich nicht ärgern. Ist aber leichter gesagt als getan. Ich stille gerade erstmal 4 1/2 Monate und darf mir schon dumme Sprüche anhören und das ich endlich mit Beikost starten soll 
Will meinen kleinen auch so lange er möchte stillen, aber weis jetzt schon das es schwer wird. Wenigstens mein Mann unterstützt mich, aber der Rest meiner Familie ist da etwas komisch. Weis noch wie sie immer über die Schwägerin meiner Schwester gelästert und gemeckert haben als sie mit 1 1/2Jahren noch nicht voll abgestillt hat. Aber was daran so schlimm ist konnten sie mir nicht sagen, meinten immer nur das wäre unnormal und sehe komisch aus.
Naja einfach auf Durchzug schalten mach ich jetzt schon, auch wenn es schwer fällt und man sich trotzdem über soviel Ignoranz und Engstirnigkeit ärgert. Bin eh jetzt schon unnormal weilich auch noch ein Tragetuch benutze 
Lg Seni
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mone2638
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[5]
08.07.09, 11:27
Hallo,
das kenne ich sehr gut, mittlerweile werde ich als Öko beschimpft, weil ich meinen fast 11monatigen Sohn noch Abends und Nachts stille. Dieses Wochenende war ich bei einem Grillfest der Familie und es kam zu einer großen Diskussion, warum er noch keine Würstchen bekommt!?!
Kopf hoch und auf Durchzug schalten.
LG
Mone
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katrin-kiel
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[6]
08.07.09, 12:24
hallo ihr lieben!
eine freundin sagte mal zu mir "wenn mich jetzt jemand fragt, ob meine tochter brei etc bekommt sage ich immer was sie hören wollen, auch wenn es nicht den tatsachen entspricht".
ich für meinen teil hatte nie vor solange zustillen. mit 5 monaten habe ich angefangen ihr erfolglos brei anzubieten. das habe ich jeden mittag und zum abend gemacht. ich habe soviel probiert.seid 3 wochen sitzt sie in ihrem stuhl und ich lasse sie am gemeinsamen essen teilhaben. noch reicht es nicht auch nur eine stillmahlzeit wegzulassen aber ich bin zuversichtlich bis gesa 1,25 jahre ist, das ich sie abgestillt habe...
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puenktchen76
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[7]
08.07.09, 13:13
Hallo,
ja ich glaub das kennen wohl viele die "lange" stillen.
Mir wurde schon gesagt als mein Kleiner 3 Monate alt war ich muß bald abstillen, ich dürfte ihn nicht so von mir abhängig machen 
Damals hab ich nicht viel dazu gesagt. Der Kleine war zu der Zeit noch ein Schreikind und wollte mind. alle 2 Stunden gestillt werden. Ich hatte einfach keine Kraft für lange Diskussionen.
Wenn ich heute angesprochen werde sage ich kurz und knapp die Wahrheit. Wer mehr wissen will kriegt auch mehr zu hören, ansonsten behalte ich den Rest für mich.
... die Sache mit dem Abi merk ich mir auf jeden Fall, falls mal wieder ein fieser Spruch kommt 
Mometan lassen mich alle in Ruhe, aber ich schätze hinter meinem Rücken wird schon ein bissi getuschelt (Er ist jetzt 13 Monate)
Manchmal weiß ich gar nicht ob die Leute auch mal ihr Hirn einschalten bevor sie reden....
Kopf hoch
Liebe Grüße
Puentkchen76
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xaida
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[8]
08.07.09, 14:52
Ach, ich bin da mittlerweile sehr gelassen. Anfangs haben mich solche unqualifizierten Kommentare auch geärgert. Mittlerweile lässt mich das kalt. Meistens gehe ich gar nicht darauf ein (muss mich doch nicht vor Hinz und Kunz rechtfertigen) oder aber ich empfehle freundlich, die Person möge ich mit qualifizierter Lektüre beschäftigen (biete dann auch gerne meine Hilfe bei der Auswahl an ) und vertage die Diskussion auf einen Zeitpunkt nach diesem Studium.
Wenn ich mal ganz zickig bin, sage ich auch der Person, dass ich sie nicht um Hilfe bei der Ernährungszusammenstellung meines Kindes gebeten habe 
Zu Herzen nehme ich es mir jedenfalls NICHT 
Liebe Grüße, Jenny mit Elena, 1 Jahr alt
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rynn3009
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[9]
08.07.09, 15:50
Hallo 
Ich hatte solche Diskussionen kaum und wenn, dann nur ganz kurz.
Jeder Kritiker wurde entweder von mir belächelt oder bekam ein "jaja" zu hören, manche Hartgesottene bekamen auch schlüssige Argumente 
Es ist oft die Frage, wie man nach außen wirkt.
Wenn man felsenfest hinter seiner Überzeugung steht und auch gute Gegenargumente hat ( die es ja beim Stillen / LZS zuhauf gibt)
dann haben es Nörgler nicht so leicht.
Außerdem kamen auch Diskussionen mit Nicht-Müttern auf, die ich sofort im Keim erstickt habe.
Man kann mit Blinden nicht über Farben reden 
Steffi
+ Stilli Sina 20 Monate
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27nina27
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[10]
09.07.09, 20:56
Guten Abend zusammen,
vielen Dank für die lieben Antworten. Manchmal muss man seinem Ärger einfach Luft machen, sonst platzt man einfach.
Wenn ich aufs Stillen angesprochen werde, frage ich dann meist 'Soll ich ihn an die Flasche zwingen, oder was?' Ich habe allerdings gestern noch ein unschlagbares Argument von meinem Hausarzt bekommen: Leonard hat Neurodermitis und mein Arzt meint, das es schlimmer wird, wenn er nicht mehr gestillt wird. Ein besseres Argument gibts doch gar nicht!?! Das zog sogar bei meinem Mann (er war bei dem Arzttermin dabei).
Die Aussage: mit Nichtmüttern diskutiere ich über sowas nicht, finde ich auch klasse. Werde ich bei nächster Gelegenheit mal anbringen, ich bin die erste in meinem Freundinnenkreis mit Nachwuchs und stoße da auf ziemliches Unverständnis.
Lieben Dank nochmal,
Nina mit Leonard
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