Wie ist Eure erfahrung? unterschiede zwischen 1.,2.,3. kind?

petramaria79
[1] 27.07.09, 11:04

hallo...

ich hab mir grad die beiträge " Wie versucht wird, Stillen zu verdrängen..." durch gelesen, das mir zu denken geben und da ab ich mich gefragt wie es bei anderen Mütter wohl war oder ist ?

Was hat euch beinflusst?

Habt ihr immer alles gleich gemacht?

... möchte euch nun von mir erzählen, wie es bei so war:

Als ich 18 war, bekam ich mein 1. Kind (1998).... während der SS, hat gar keiner darüber geredet ob das Baby gestillt wird oder nicht, im Krankhaus wurde es dann so halbherzig und naja als eher unwichtig dar gestelllt,und ausserdem wurde ich da nicht ernst genommen... auch mit dem Baby in einem Bett schlafen war ein Tabu, im Krankhaus sagt mir sogar ne K-Schwester, das man nicht tut; das baby soll in seinem Bettchen schlafen... Aber auch dann zuhause, ja nicht mit dem Baby im selben Bett schlafen, ganz zu schweigen im selben Zimmer... von anfang an im eigenem Kinderzimmer... und stillen, naja, war nicht groß thema, ich bekam 2 wochen nach der geburt Fieber, so richtiges hohes mit 41 C°... im Krankenhaus hieß sofort das kommt vom stillen, obwohl mir die brust nicht weh tat oder irgendwelche rote stellen bzw. harte stellen hatte es war halt die einfachste erklären... und statdessen sie mich so behandelten das ich weiter stillen konnte hieß es ich muß sofort abstillen... Dann wie nach Plan die flasche geben, alle 4 Stunden genauso ml wie auf der packung steht. Nachdem 4. Monat das erste Gläschen, dan den ersten Brei... und genauso weiter gemacht bis keine Fertigprodukt für die Kleine mehr gibt... und bei hipp geht das so glaub ich fast bis zu 3. Lebensjahr....

Mit 20 bekam ich dann mein 2. Kind (2000) und das ganze wiederholte sich dann nochmal, obwohl ich diesmal eine Krankenschwester hatte die meinte ich könnte dann Zuhause mit dem stillen wieder anfangen, müsste das baby nur wieder anlegen... aber ich es nicht getan, weil angst hatte, wegen der Medikamente die nahm und genommen hab... hat ja keiner erklärt... hieß immer, sei froh, das mit der flasche ist eh feiner... Bist nicht so gebunden!

mit 24 bekam ich dann das 3. kind (2004) und diesmal wollte ich unbedingt stillen und es machen wie ich es wollte. Ich stillte zwar wieder nur 6 wochen. Diesmal war es mein Partner der sich dagegen stellte... Brei gab es dann erst im 7. Monat und das auch nur aus obst... und mit 1 Jahr saß er dann mit seinem Essen am Familientisch... Geschlafen hat er bis zum ende 9. Monat bei mir im Bett, wäre sicher länger gewesen, wenn ich nicht wegen einem Notfall ins Krankenhause mußte... und sein Vater konnte neben ihm nicht schlafen, hatte angst das er sich auf sein Sohn legt wenn er schläft....

Beim 4. Kind war ich dann 26 (2006) und hatte beschloßen einfach nach meinem Bauch zumachen. Natürlich sagt ich, ich werd nur so lange stillen oder solange. Schlußendlich stille ich immernoch! Hauptsächlich nur noch abends zum schlafen gehen. aber auch wenn sich mein Spatz nicht gut fühlt oder ich einfach das gefühl hab das er es braucht. Ich sage aber in gewissen Situationen "Nein". Schlafen tut er nachwievor bei uns... zuerst in unserem Bett und jetzt steht sein Bett neben unserem... er schläft hauptsächlich in seinem... mit dem Essen machte ich diesmal auch anders... ich stillte fast 8 Monate voll... dann erst begann ich mit brei... Wir haben ihn überall kosten lassen wenn er es wollte und ich muß auch sagen das er seit er sitzten kann im Hochstuhl am Familientisch sitzt...

Ich finde das es mit meinem 4 Sohn am einfachsten war... ich hörte hauptsächlich auf meinem Bauch... und wenn ich rat brauchte, dann ging ich in Mütterberatungsstelle bei mir um die ecke ... und seit ich Internet wieder hatte auch auf Urbia.

Ich würde jeder werdender Mutter, die nach meiner Meinung fragt sagen, Stille solange, wie es Dir und deinem Kind Spaß macht und ihr es beide genießt! Richtig finde ich wenn eine Frau sie möchte nicht stillen, weil sie sich zum Beispiel damit nicht wohl fühlt, oder weil sie Raucht - gibts ja auch. Zufüttern würd ich erst, wenn das Kind Interesse am essen zeigt... Schlafen... würde ich es ganuso machen, wie wir es jetzt haben...

sorry, das es so lang geworden ist und ich könnte euch noch soviel sagen und erzählen... vieleicht gibt es ja den ein oder anderen der die selben erfahrungen gemacht haben...

ganz liebe grüße Petra:-D

sharee
[2] 27.07.09, 23:58

Vielen Dank für Deinen Beitrag, ich fand es wirklich interessant zu lesen und es ist interessant, darüber nachzudenken, wie man eigentlich mit dem Thema Stillen in Berührung kam (da fällt mir wieder meine Frage ein, sollte ich wohl als einzelne Diskussion eröffnen)... welche Gedanken man während der Schwangerschaft hatte und wie sich alles weiter entwickelt hat...
Erstmal finde ich's prima, dass Du mit jedem Kind neue Wege gegangen bist und es ist doch wirklich UNFASSBAR, welche Steine man in den Weg bekommt, wenn man das Pech hat, an die falschen Personen zu geraten. Was einem da vermasselt werden kann ist einfach nur enorm! Ich glaube, im Nachhinein wäre ich so sauer, dass ich alle Beteiligten irgendwie zur Rechenschaft ziehen wollte... #wolke

Nun zu meiner "Geschichte" ..

Während der Schwangerschaft war es für mich klar, dass ich stillen werde und ich erinnere mich noch daran, wie eine Kollegin sagte "...das beeindruckenste war für mich, meine Kinder zu stillen. Das sie nur von meiner Milch wachsen und gedeihen, das ist doch wunderbar."
"Hm, ja kann sein.." dachte ich und fand die Aussage irgendwie übertrieben!
Meine Kleine musste per Einleitung früher als gedacht den Weg nach draußen an treten und da passend zu diesem Zeitpunkt ein Umzug statt fand, hatte ich einfach kaum Zeit, mich großartig mit Stillen zu beschäftigen. Aber ich schnappte vorher noch irgendwo auf, dass es ganz wichtig sei, dass Kind gleich nach der Geburt an die Brust zu nehmen.
Und das habe ich mir sowas von gemerkt!!! Nach der Geburt bzw. als ich dann endlich in Ruhe gelassen wurde (die Näherei war schlimmer, als alles vorher, aber das hat man von einer 3 1/2 Std. Geburt #hicks) überließ ich meiner Tochter die Brust........ die wühlte und schleckte und es war einfach TOLL! #liebdrueck Nach all den Schmerzen.
Das war auf dem Gang vorm Kreißsaal und ich hörte am anderen Ende des Flures die Hebamme eine andere frisch-Mama fragen "Wollen sie stillen, oder die Flasche geben?" Antwort: "Die Flasche!" Hebamme: "Okay, ich mache eine fertig" und ich dachte "WIE KANN DIE NUR OKAY SAGEN???? " Kann sie nicht wenigstens sagen "Schade" oder "Warum?" #kratz
Die Tage und Nächte im KH hatte ich meine Tochter fast ausschließlich bei mir im Bett und stillte, stillte, stillte, auch wenn das Andocken jedes Mal so scheiße weh tat, da sie mir natürlich gleich mal ein paar Blasen drauf gezogen hat (oder ich mir selbst? ;-) )
und ich schaute sie an.... betrechtete jeden Millimeter..immer und immer wieder. und verliebte mich unsterblich in Sie #herzlich Hachja ... :-)
Auch zu Hause stillte ich sie dauerhaft, was erstmal eher negative Reaktionen in meinem Umfeld hervor rief "Die kann doch nicht schon wieder Hunger haben!" ...aber sie haben sich alle schnell daran gewöhnt, dass ich sie oft stille (z.Z. immernoch ca. alle 2 - 3 Stunden), sie oft Trage und sie bei uns im Bett schläft, und, dass es das beste ist, was ich meiner Tochter geben kann :-)
Erst nach und nach habe ich mich dann in das Thema eingelesen...

Ein paar Gedanken begleiten mich oft... "Ich bin sooo froh, dass ich stillen kann!" "Wie machen das nur dir Mütter mit Flasche??" ;-)

Und auch wenn es "gemein" klingt, aber wenn ich mir ansehe, wie ein Baby mit der Flasche gefüttert wird, finde ich es auf seine Art Eklig... Dieser Saugeraufsatz soll eine Brustwarze imitieren??? ..und ich empfinde Mitleid für's Baby, dass es sich mit so einem Ding zufrieden geben muss...

sharee
[3] 28.07.09, 00:02

...achja und bitte wegen dem letzten Absatz nicht angegriffen fühlen ;-)

Wenn's stillen nicht geht, gehts nicht.. aber ich finde, man sollte alles in dieser Richtung versuchen!

sbine79
[4] 28.07.09, 08:18

Hallo!

Beim ersten Kind hat sonst keiner aus meiner Umgebung gestillt. Ich war schon Exot, weil ich es überhaupt probieren wollte. Ich war 23 und hatte absolut keine Infos über das Stillen. Nach zwei Wochen, als die Brust nur noch auslief, habe ich es bleiben lassen. Und das obwohl ich genug Milch hatte, keine Schmerzen, nichts. ABER es war mir unangenehm zu stillen, wenn wer anderer anwesend war. Hatte richtig Hemmungen.

Nun bei der Zweiten - mittlerweile bin ich 30 - bin ich ganz zwanglos an die Sache rangegangen. Wollte es wieder probieren. Allerdings habe ich mich diesesmal schon vorher um Stillshirts gekümmert. Ist einfach nichts für mich, gleich nach der Geburt meinen Schwabbelbauch zu entblösen. #schäm
Ich hatte ganz viele Infos. Also habe ich nicht aufgegeben, als die Brustschmerzen wund wurden, oder als sie abends 3 Stunden durchnuckelte. Meine Mutter sagte nämlich sofort: zu wenig Milch.

Und dann habe ich mir einfach keinen Kopf mehr darüber gemacht. Denn wenn es am Anfang funktioniert hat, warum hätte es dann auf einmal nicht mehr gehen sollen? Und so haben wir jetzt schon knapp 6 Monate hinter uns.

LG
Sabine