Jetzt muss ich einiges ändern

danamugel
Weise Eule
[1] 06.10.10, 15:21

Seit Wochen weiß ich schon nicht mehr wann ich meinen Kleinen des Hungers wegen gestillt habe, ich stille ihn nur noch wenn er müde wird weil ich ihn anders nicht zum schlafen kriege. Und dann liegt er in meinem Bett und alle 20 Minuten muss ich zu ihm weil er merkt dass sein lebender Nucki nicht mehr da is. Habe heute mit meiner Hebi telefoniert und sie sagte, das muss ich nun durchbrechen wenn ich nicht mehr glücklich bin und sie versteht dass ich das nicht mehr bin in der Stillbeziehung. Ich soll nun immer versuchen Stillabstände von 2 Stunden einzuhalten und ihn nicht mehr im Bett zu stillen. Tja, auf in den Kampf hätt ich mal gesagt, das braucht Kraft und Nerven. Mir graut es schon. Hat jemand ähnliches erlebt?

LG Daniela mit Julian, 5 Monate alt.

romyborowy
Weise Eule
[2] 06.10.10, 19:47

Wir hatten auch solche Phasen. Ich hab es mir so erklärt, dass er womöglich Zahnungsschmerzen hatte und durch Milch trinken diese gelindert wurden und er weiterschlafen konnte.

Im Nachhinein bin ich froh, dass ich immer zu ihm gegangen und ihm immer sein "Allheilmittel" gegeben habe...

zahnweh
Weise Eule
[3] 06.10.10, 20:24

Meine hatte solche Phasen immer wieder. Ich hab sie dann einfach auf dem Arm gelassen, es mir selbst gemütlich gemacht und nebenher am Computer was geschaut oder gelesen. Sie brauchte die Muttermilch ganz dringend, wenn sie gezahnt hat. Wirkte bei ihr wie ein Schmerzmittel.

Den Kampf hab ich auf anraten anderer versucht. Nee, danke. Wir waren beide gereizt und es ging gar nichts mehr.

Kaum waren die betroffenen Zähne draußen begnügte sie sich wieder mit ihrem Latexschnuller, wollte dann auch gar nicht mehr auf dem Arm einschlafen (hat sich runtergestrampelt und gemeckert) und bei den nächsten Zähnen wollte sie wieder.

danamugel
Weise Eule
[4] 06.10.10, 21:30

Es kann sein dass es seine Zähne sind... meine Hebamme meinte aber "Mensch, was hast du da angefangen". Es würde mir ja nichts ausmachen wenn ich nicht noch einen 2jährigen Knopf hätte der das nicht so geduldig nimmt dass Mama alle 20 Min abermals für 15 Min verschwindet und er so lange immer warten muss. Wäre es nur der Haushalt der auf diese Weise schon seit einem Monat lahm liegt, wäre es nicht so schlimm. Aber so bin ich nicht mehr glücklich und vor noch einiger Zeit gelang es uns ja auch dass er mit Einschlafstillen wenigstens mal seinen Mittagsschlaf von 2 Stunden am Stück gemacht hat. Ich gönne ihm ja auch sein 18Uhr Schläfchen an der Brust, da eben vorm TV auf Sofa, mein Mann is dann für den Kleinen da. Aber immer und immer wieder aufwachen, rummotzen weil er bei weitem nicht ausgeschlafen hat... das halt ich grad genauso wenig durch wie wahrscheinlich den Kampf davon weg zu kommen. Ich hoffe noch immer es is nur ne Phase wie es bei euch der Fall war.

littlelight
Weise Eule
[5] 07.10.10, 08:49

Hast du vielleicht ein Tragetuch / eine Tragehilfe? Meist schlafen die Kleinen dort und wollen dann nicht ständig stillen. Ich denke, dass er einfach Nähe will. Wenn er wirklich zahnt schläft er unruhiger und bemerkt einfacher, dass du nicht da bist. Dass er dann weint ist eigentlich normal. Was deine Hebamme sagt, von wegen "Was hast du da angefangen?" als wäre es deine Schuld, dass dein Kind zur Zeit einfach mehr Nähe braucht, halte ich für großen Blödsinn. Wir hatten auch solche Phasen, da konnte ich meinem Mann abends dann beim Aufräumen zugucken, weil ich Lukas nicht weglegen konnte. Ich versteh schon, dass du noch ein zweites Kind hast, das ist dann nicht so einfach. Daher würde ich es einfach mal mit Tragen versuchen. Ansonsten versuche deinem Großen zu erklären, dass es normal ist, dass Babys solche Dauerstillphasen haben, erklär, dass du bestimmte Sachen in der Zeit des Stillens eben nicht machen kannst. Nimm das Baby mit und dann guck dir vielleicht Bücher mit dem Großen an, erzählt euch gegenseitig Geschichten, spielt "Ich seh etwas was du nicht siehts" oder Ähnliches, was eben auch mit Baby und während des Stillens geht.

LG Tanja

danamugel
Weise Eule
[6] 07.10.10, 09:24

Hallo Tanja
ich bin ja wirklich sehr froh dass es euch genauso erging, denn oft spiegelt sich unser Tagesablauf in euren Beiträgen wieder.
Also einem 2 jährigem brauche ich nicht erklären dass das so is mit Dauerstillen ect... das versteht der natürlich nicht. Es gibt auch keinen Weg ihm das klar zu machen. Das bringt mich nicht weiter. Und ich will ja auch mit meinem Großen spielen, das macht ihm ja wahnsinn Spaß wenn sein Bruder dabei ist, er sagt ja immer, er soll mit in sein Zimmer weil es sein Kumpel ist. Aber Julian, mein kleiner, macht da nicht mit. Er hat seine präzisen Vorstellungen wie das Ablaufen soll. Er liegt in meinem Bett, ich daneben und keiner soll im Schlafzimmer sein, denn sonst wird er unruhig und fängt an zu brüllen. Dachte auch schon dran, dass mein 2jähriger uns im Elternbett mit einem Buch oder Puzzle gesellschlaft leisten könnte. Is nicht drin. Tragen im Tuch in der Wohnung is auch nicht so unser Ding, Julian hält still wenn ich draußen mit ihm im Tuch unterwegs bin aber in der Wohnung rudert und windet er sich auch da im Tragetuch. Es führt da einfach grad kein Weg raus. Es heißt für mich ausharren, es wird auch wieder anders und das beste für alle drauß machen.
Meine Hebi wollte mir bestimmt keinen Vorwurf machen aber sie sieht das eben so, dass ich ein lebender Beruhigungssauger bin und sie weiß, wie das ist mit noch kleinen Kindern im Haushalt und dass das eben nicht IMMER geht. Sie sagt, still ihn Mittags und Abends zum einschlafen, aber dann muss er lernen auch mal ne Zeit zu schlafen. Obs die Zähne sind die ihn nicht lassen???? Das geht jetzt schon über nen MOnat so.

Mensch, sorry für die vielen Fehler im Text, muss mich beeilen eh er wieder wach wird :-)

littlelight
Weise Eule
[7] 07.10.10, 09:45

Hm, das ist natürlich blöd.

Bei uns waren es nicht die Zähne, aber frag bitte nicht, woran es genau gelegen hat. Lukas hat bis heute keinen einzigen. Irgendwann ging es einfach vorbei. Ich hab aber auch nur ein Kind, da ist das sicher alles einfacher. (obwohl es mir wirklich schwerfällt, den Haushalt manchmal nicht schmeißen zu können)

Das die Kleinen schnell abgelenkt sind kenne ich... Momentan geht es, aber bei uns fing das auch so mit 5 oder 6 Monaten an, dass Lukas von allem schnell abgelenkt ist. Es gibt Orte an denen er partout nicht stillt oder nur kurz, wenn der Hunger zu groß ist. Ansonsten war er schon immer ein Zappelkasper an der Brust. Keine Ahnung was man da machen kann.

LG

zahnweh
Weise Eule
[8] 07.10.10, 10:18

Also die Zähne können es schon sein. Erst der eine, dann ein anderer..

Unsere Hebamme sagte, dass manchen Kindern der Zahneinschuss am meisten weh tut. Also dann, wenn die Zähne in den Kiefer wandern und mit der Spitze ein ganz dünnes Häutchen zertrennen.

Bei meiner dauerten die Zähne unterschiedlich lang.
Die ersten waren kein Problem, die späteren kamen dann nach einander (kaum war der eine da, eine Nacht durchschlafen und schon wurde der nächste geboren)
Bei anderen tun die ersten Zähne total weh und die späteren fallen kaum auf.

nyad
Weise Eule
[9] 08.10.10, 22:48

Hmm, wenn es dir gerade an Kraft fehlt, ist es sicher das falsche euch Beide jetzt noch mehr zu stressen, indem ihr die Stillbeziehung verändert.
Stillen ist eben nicht nur Nahrung, es ist auch Medizin, Schmerzmittel, Trost, Geborgenheit, Entspannung und Liebe.

Vielleicht würde es dir helfen ein paar andere Aufgaben etwas "liegen zu lassen" da wo es nicht so dramatisch ist, so dass du dir mehr Kraft für den Kleinen aufheben kannst.
Das ist sicher ein Schub und der wird je eher vorbeigehen, desto intensiver du auf dein Kind eingehen kannst.
Um zu verhindern, dass du im Schlaf ständig daneben liegen musst, solltest du bis zur schläfrigkeit stillen, aber ihn vor dem einschlafen von der brust lösen. das kann zwar mehrere versuche dauern, aber nach ein paar wochen ist dann die asoziation Schlaf=Brust im Mund aufgehoben und du hast schonmal etwas mehr freiraum für dich.
Die Methode wird genauer in "the-no-cry-sleep-solution" beschrieben, ich weiß nicht, ob es das buch auch auf deutsch gibt. wenn du möchtest erklär ich das nochmal genauer!
Liebe Grüße,
Nyad

gnocchy
Ehrwürdige Schildkröte
[10] 09.10.10, 14:49

Hallo!

Ich glaube nicht, das es besser wird wenn du aufhörst zu stillen und damit das Problem des immer wieder wachwerdens aufhört.
Ich erzähl einfach mal wie's bei uns war...

Als unser Kurzer so alt war, hatten wir auch eine Phase, in der ich auch alle 20/30 Minuten für 15 Minuten im Schlafzimmer verschwunden bin und gestillt habe. Das hat mich wahnsinnig gemacht.
Mein Mann hat's tapfer ertragen... doch unsere Abende waren gelaufen #schmoll

Den Satz von deiner Hebamme "Was hast du da bloß angefangen" hab ich auch gehört, allerdings von meiner Eltern, weil es sie !!#augen störte das ich abends ständig verschwand, wenn sie mal auf einem ihrer seltenen Besuchen waren. Aber das war mir eingentlich egal. Auch hatte ich kein weiteres Kind, dem ich die Situation erklären mußte. Mir tat eher mein Mann leid, der ständig das Gespräch mit mir oder den begonnen Film unterbrechen mußte, da ich -mal wieder- ins Schlafzimmer eilte.

Ich war dann aber genau in der Zeit bei einer klassischen Homöopathin (wegen anderer Probleme) und sie hat auch "dieses Problem" mit aufgenommen. Sie nannte es "Katzenschlaf". (Ständiges aufwachen und kontrollieren der Umgebung...) Nach ein paar Tagen wurde es richtig schlimm, da hab ich dann mehrere Abend nur noch im Schlafzimmer verbracht.#schwitz
Aber dann wurde es besser. :-)Die Abstände verlängerten sich und unsere Abende wurden ruhiger.

Mittlerweile ist er 16 Monate alt und wir haben Abende da schläft er 3-5 Std am Stück und dann gibt es Abende da meldet er sich nach 2 Std wieder zum stillen. Aber alles in Allem ist es so wesentlich angenehmer.
Und der Rest wird sich geben;-)

Vielleicht findes du auch Hilfe bei einem HP und wirst nochmal glücklich in eurer Stillbeziehung.:-)

lg
Gnocchy

danamugel
Weise Eule
[11] 09.10.10, 22:56

Gerade im Moment kann ich nichts mehr zu unserem "Problem" sagen da Julian nun auch noch erkältet ist und jeden Abend eigentlich alle 10 Minuten wieder wach wird. Sein Näschen läuft, er kriegt kaum noch Luft und seine Zähne, die geben ihm wohl den Rest. Heute der Tag war wieder schlimm da er ab 12 Uhr hundemüde war, ich ihn aber nicht mal durchs Stillen zum schlafen bekommen habe, er hat mich dann in die BW gebissen. Hab dann meinen Mann zum spazieren gehen losgeschickt.

danamugel
Weise Eule
[12] 09.10.10, 22:57

Zitat von nyad:
Um zu verhindern, dass du im Schlaf ständig daneben liegen musst, solltest du bis zur schläfrigkeit stillen, aber ihn vor dem einschlafen von der brust lösen. das kann zwar mehrere versuche dauern, aber nach ein paar wochen ist dann die asoziation Schlaf=Brust im Mund aufgehoben und du hast schonmal etwas mehr freiraum für dich.
Die Methode wird genauer in "the-no-cry-sleep-solution" beschrieben, ich weiß nicht, ob es das buch auch auf deutsch gibt. wenn du möchtest erklär ich das nochmal genauer!
Liebe Grüße,
Nyad

Das klingt sehr interessant und ich würde es freudig begrüßen wenn du ein paar Infos dazu schreiben könntest.

verena032
Ehrwürdige Schildkröte
[13] 10.10.10, 18:31

Zitat von danamugel:Es würde mir ja nichts ausmachen wenn ich nicht noch einen 2jährigen Knopf hätte der das nicht so geduldig nimmt dass Mama alle 20 Min abermals für 15 Min verschwindet und er so lange immer warten muss. Wäre es nur der Haushalt der auf diese Weise schon seit einem Monat lahm liegt, wäre es nicht so schlimm.
Wie gut kann ich dich verstehen.....

danamugel
Weise Eule
[14] 11.10.10, 07:51

Zitat von verena032:Zitat von danamugel:Es würde mir ja nichts ausmachen wenn ich nicht noch einen 2jährigen Knopf hätte der das nicht so geduldig nimmt dass Mama alle 20 Min abermals für 15 Min verschwindet und er so lange immer warten muss. Wäre es nur der Haushalt der auf diese Weise schon seit einem Monat lahm liegt, wäre es nicht so schlimm.
Wie gut kann ich dich verstehen.....

Ja, da haben wir ja in etwa den gleichen Abstand zwischen unseren Kindern. Es ist echt nicht einfach, also ich habe es mir leichter vorgestellt anfangs. Aber da hängt man beim Stillen ganz schön drin.