|
teli
|
[1]
30.01.12, 11:44
Hallo Ihr Lieben,
habe mich in diesem Forum nie abgemeldet, da ich ja eigentlich ne LZS-Mami bin. Meine Süsse "Große" ist nun 2 1/4 und würde am liebesten den ganzen Tag stillen. Bin seit dem 17.01. nun wieder Mama einer zweiten Prinzessin und weis überhaupt nicht weiter. Meine Große ist sehr verzweifelt, anhänglich, untröstlich, zickig alles in einem. Mama war und ist bisher ihr Mittelpunkt und nun???  . Alles zum . Sie hatte gerade als ich aus dem Krankenhaus raus bin den Novo Virus, ganz schlimm  . Durfte sie dann wegen Ansteckungsgefahr nicht stillen, wisst ihr wie schlimm das für sie und mich war - die Hölle  . Und jetzt - kann soll ich weiter stillen, habe aber Angst wie das dann in der Nacht gehen soll, meine Kleine ist noch oft wach in der Nacht, da kann ich nicht stundenlang zur Großen oder wie in´sBett bringen, zwei gleichzeitig stillen???, ach man bin total überfordert, müde und unglücklich. Wenn man sich Rat holen möchte, bekommt man gesagt - na das hätten sie sich ja denken können , so lange stillen ist nicht normal , so lange stillen ist nicht gesund , hätten sie wissen müssen. NEIN!!! Habe es mir nicht so vorgestellt und meine Hebi meint auch ich soll jetzt hart bleiben, die Kleine b raucht die Milch . Was mach ich nur, ich bin UNGLÜCKLICH und meine Maus auch!!! Hat jemand einen Rat aus Erfahrung. Bitte!!!
Vielen lieben Dank teli
|
|
tina4370
|
[2]
30.01.12, 21:20
Hallo, teli!
Mensch, wie schade, dass das bei Euch so blöd läuft! 
Meine Große trinkt immer noch morgens zum Kuscheln und mittags und abends vor dem Einschlafen, und meine Kleine wird trotzdem sehr gut satt. Also, dass die Milch nicht reicht für zwei, ist wohl eher nicht die Regel, denn die Brust stellt sich ja drauf ein und die Nachfrage regelt hier das Angebot.
Ja, es ist kräftezehrend (ich nehme trotz Schoki und Chips nicht zu, sondern eher ab), aber es ist nicht unmöglich.
Allerdings ist meine Große auch so gut wie gar nicht eifersüchtig - obwohl ich nach der Geburt nochmal ins Krankenhaus mnusste und da natürlich nur die Kleine mitnehmen durfte. Naja, Du warst eben zu Hause und sie durfte trotzdem nicht trinken; vielleicht liegt es daran.
Ins Bett bringen tu ich sie je nach Müdigkeit. Eigentlich schläft die Kleine zuerst (dann spielt die Große so lange noch in ihrem Zimmer), aber wenn das nicht der Fall ist, kommt die Kleine so lange ins Laufgitter, bis die Große fertig ist mit stillen. Meist klappt das ganz gut. Falls nicht und die Kleine jammert, darf die Große eben nur kurz stillen. Die hört dann auch von alleine auf, weil sie es nicht mag, wenn ihre Schwester weint.
Die Große schläft in ihrem eigenen Bett in ihrem Zimmer, die Kleine neben meinem Bett. Da die Große nur selten wach wird (und dann auch nicht mehr gestillt wird), gibt es da kein Problem - wenn man mal vom Schlafdefizit absieht...
Ich drücke Dir feste die Daumen, dass es sich bei Euch bald alles gut einspielt und dass Du die Große nicht "mit Gewalt" abstillen musst, damit es ruhiger wird. Vielleicht versteht sie ja, dass das Baby mehr Milch braucht, wenn Du es ihr erklärst (dass sie nämlich schon alles essen kann, das Baby aber noch nicht) und wenn ihr vielleicht vereinbart, dass sie nur noch zu festen Zeiten trinken darf (vielleicht so wie bei uns?).
Ganz liebe Grüße!
Tina mit Maria *10.09.09 und Anna *26.07.11
|
|
kaa83
|
[3]
31.01.12, 13:08
Hallo Teli
Ich möchte dir gerne etwas Mut zusprechen 
Ich bin auch ein Tandem-Stillmami. Ganz so traurig uns stressig hab ich die erste Zeit nicht in Erinnerung, doch auch sehr anstrengend... 
Meine Grosse schlief, zur Zeit, als mein Sohn zur Welt kam, eigentlich seit einigen Monaten im eigenen Zimmer. Durch das nächtliche Weinen aber war sie so oft wach, und ich rannte zwischen zwei weinenden Kindern hin und her, dass wir beschlossen zu Viert im Familienbett zu nächtigen, siehe da, alle schlafen besser/mehr. Meine Tochter erwachte innert kurzer Zeit gar nicht mehr wenn das Baby weinte.
Eifersüchtig war die Grosse eigentlich nie... Meine Hebamme hat mir vorsorglich "die drei goldenen Regeln" gegen Eifersucht mitgegeben. Vielleicht hilft es euch!
- Alle (Du, Papi, Besucher,...) sollen die "Reihenfolge/Rangordnung" bei der Begrüssung einhalten. Zuerst begrüssen sich die Erwachsenen, dann wird das grosse Kind begrüsst und zuletzt das Baby. (So ähnlich wie in einem WolfsRudel)
Sag das allen die Babywatching machen kommen! Meist stürmen alle auf das süsse Kleine und das Grosse wird "vergessen"
- Wenn das Baby weint, du aber gerade mit dem älteren Geschwister beschäftigt bist (Buch lesen oder so), nicht gleich loslaufen sondern abwarten, bis das grosse Kind reagiert (vielleicht sagt, Mami das Baby weint) dann kannst du fragen wollen wir schauen was los ist/ soll Mami schauen was es barucht o.ä.
- wenn das Grosse, das Kleine schlägt, kneift, beisst o.ä. abwarten bis das Baby selbst reagiert (losschreit) bevor du schimpfst. Es wir erschrecken über seine Tat und zu trösten versuchen (vielleicht dauert es zwei oder drei Mal)
Ich weiss es ist schwierig, vor allem der letzte Punkt aber ich weiss nun einige bei denen sich die Eifersucht der Grossen innert kurzer Zeit legte.
Allgemein würde ich so viel als möglich Körperkontakt/ Nähe zum Grossen suchen, es zu sättigen versuchen.
Zur "Milchproblematik": Ich hatte selber stets genug oder eher zu viel Milch. Dennoch habe ich konsequent die Regel eingehalten, dass meine Tochter immer nur nach dem Kleinen "austrinken" durfte, also auch nur die Brust die das Baby bereits getrunken hat. Es kommt immer mal wieder vor, dass sie reklamiert, die Brust sei bereits leer, dann erkläre ich ihr, dass das kleine Baby die Milch braucht und sie später, wenn es wieder mehr hat auch wieder bekommt.
und noch etwas: schau dir mit ihr Fotos oder Videos an, als sie selbst noch ein Baby war (als ihr stillt, sie auf dir schäft oder ähnliches). Versuch ihr aufzuzeigen, dass sie einmal genau so war wie nun das kleine Baby
und die lieben Hormone.... es wird sich einpendeln du wirst sehen 
schlaft wann immer ihr könnt!!

alles gute
Karin mit Sheryl (22.03.09) und Maël (07.01.2011)
|
|
kaa83
|
[4]
31.01.12, 13:10
und...
hab ich ganz vergessen...
Ich habe meine Sohn meist den ganzen Tag im Tuch getragen und meine Tochter und sogar ich haben fast vergessen, dass er da ist und wir haben unseren normalen Rhythmus weitergelebt (natürlich mit vielen Still- und Wickelpausen
|
|
lexiflex
|
[5]
04.02.12, 21:58
hallo,
ach du arme! so unglücklich 
ich bin auch eine tandemstillerin und kenne die probleme die du hast. leg dir mal das buch "gestillte sehnsucht" zu. das handelt vom tandemstillen.
mein grösstes problem war "welches kind/wessen bedürfnisse stille ich zuerst". bezogen auf stillen, essen, wickeln, alltag, anziehen, spielzeug geben etc. meine grosse konnte sich ja, allein weil sie schon so gross war, sich viel mehr durchsetzen und war viel viel präsenter. doch es ist das kleine neugeborene, das mehr fürsorge braucht. ich wusste das, aber dies umzusetzen ist mir so schwer gefallen.
also, mein bester tip: schlafe mit beiden kindern im familienbett. dann sind deine nächte ruhiger und deine grosse fühlt sich nicht ausgeschlossen sondern wieder mehr eingebunden. bei mir war mein mann ein grosses problem. er wurde ständig wach, weil einer von uns halt immer wach war. er hat dann immer gemeckert so in der art von "ich muss morgen arbeiten....bitte seit leise". das hat mich immer total gestresst. also bin ich mit den beiden kindern ins sog. "stillzimmer" (unser gästezimmer) für ca. 6-8 wochen gezogen. dorthin habe ich mich auch zurückgezogen wenn ich den kleinen tagsüber gestillt habe. die grosse musste dann kurz alleine spielen. und manchmal, wenn sie gar nicht "brav" sein wollte, durfte sie auch TV gucken. ok, pädagogisch nicht wertvoll, aber halt unglaublich effektiv. eine kurze zeit wird das ihre entwicklung nicht gestörrt haben.
das du zuwenig milch hast ist völliger quatsch! sonst wären alle zwillinge dieser welt verhungert. nee, da brauchst du dir keine sorgen machen. aber deine kraftreserven sind natürlich schneller aufgebraucht.
ich habe es so geregelt, dass meine grosse erst dann an die brust durfte, wenn der kleine satt war. sie hat sich dann auch oft beschwert, dass die brust leer war, aber sie hat sich dann mit nuckeln zufrieden gegeben. letztendlich brauchte sie ja auch mehr das nuckeln, die nähe zu mir und nicht die milch. und das habe ich konsequent durchgezogen. also stillen nach bedarf des baby. nach diesem rythmus musste sich die grosse richten. das allein hat unglaublich viel kraft/diskussionen gekostet. aber es war halt wichtig, dass sie begriff, dass sie im bezug aufs stillen nicht mehr die taktgeberin/cheffin war.
so im nachhinein war das ein erste jahr sehr sehr anstrengend. aber ich glaube das ist es immer. und meine grosse tochter liebt ihren bruder unglaublich stark. sie betüdelt ihn wo sie nur kann und darf. eifersüchtig ist sie auch, aber wirklich im akzeptablen rahmen. in den ersten wochen hat sie ihren bruder auch oft gestillt wenn er schrien hat. das war sooo süss. schau dir mal in meinem profil das bild dazu an
du kannst mich gerne mal anrufen. schick mir dann ruhig eine mail, dann tauschen wir die nr. aus.
alles gute!
lexi
|
|
lexiflex
|
[6]
04.02.12, 22:00
achso, und nochwas:
manchmal, wenn so gar nichts mehr ging, habe ich auch beide kinder gleichzeitg an die brust genommen.
|
|
teli
|
[7]
06.02.12, 15:52
Hallo Ihr Lieben,
als erstes möchte ich sagen für die Antworten. Ich war heute beim Arzt und aus meiner Verzweiflung ist nun eine Depression geworden. SUPER , soll Antidepressiva nehmen und zum Pshychiater gehen. Ich bin sehr traurig und habe das Gefühl, mir kann keiner helfen. Mein Partner ist sehr liebevoll und unterstützt mich wo er nur kann - und ich - ich krieg einfach nichts auf die Reihe.  . Dieses verdammte Schlafdefizit - wie lange hält man so was eigentlich durch??? Schafft das mein Körper, schafft es meine Seele? Eigentlich müsste ich es doch wissen, habe schon 2 Kinder ABER NEIN , ich sitze in meinem schwarzen Loch und sehe kein Licht. Habt ihr vielleicht noch ein paar Tipps für mich, möchte doch nur ein bisschen Sonnenschein in meinem .
Vielen Dank für LESEN und da sein - hier kann man sich wenigstens mal  
teli mit familie
|
|
lexiflex
|
[8]
07.02.12, 09:51
hallo teli,
halte durch, das alles wird sich wieder ändern und vor allem....wunderbar einspielen. das sind anfangsschwierigkeiten. das legt sich, ganz sicher! gegen den schlafmangel hilft nur eins: leg dich mit deinen kindern zusammen ins bett damit beide ruhiger schlafen. auch tagsüber! auf jeder seite ein kind, das geht wirklich gut! und richte dir direkt neben deinem bett einen wickeltisch ein. bei mir war das ein ausrangierter küchentisch mit dicker wolldecke und moltontuch drauf. dann hast du nicht so lange wege zu gehen und kannst direkt weiterschlafen nach dem wickeln. von psyschopharmaka würde ich die finger lassen....dann kannst du gar nicht mehr stillen und dein kind vor allem nicht mehr zu dir ins bett nehmen. besprech das ganz ganz gründlich mit deinem arzt bevor du das wirklich nimmst!
und wie gesagt....ich habe anfangs auch oft beide kinder gleichzeitig an die brust genommen. eine brust reichte meinem sohn völlig aus zum sattwerden.
alles gute!
lexi
|
|
kaa83
|
[9]
08.02.12, 16:45
Liebe Teli
Es tut mir sehr leid, dass du solch eine Diagnose bekommen hast 
Nein, du kannst es nicht besser wissen und du musst es auch nicht besser können!! Wenn es so ist, und du an einer postpartalen Depression leidest, musst du wissen, es ist eine Krankheit und sie ist behandelbar! Du bist nicht schuld und auf keinen Fall eine schlechte Mutter oder (Ehe-) Frau!
Doch möchte ich dir dringend raten eine zweite Meinung einzuholen. Ich persönlich würde mich nach einer kompklementärmedizinischen Alternative umsehen.
Nach der Geburt meiner grossen Tochter, hatte ich einen ganz schlimmen, langanhaltenden Babyblues (begann erst ca. 10 Tage nach der Geburt). Mein Arzt redete von einer Depression und riet mir zu Antidepresiva. Er liess mir aber noch etwas Zeit und ich habe mich umgehend in einer sehr guten (naturmedizinisch ausgerichteten) Drogerie beraten Lassen. Sie haben mir eine Therapie aus Vitaminen /Aufbaumitteln, Tee's und noch irgend etwas (weiss gard nicht mehr was, vielleicht waren es Bachblüten??) zusammengestellt.
Nach etwa drei Wochen war alles vorbei und ich habe mich im Alltag mit Baby bestens zurecht gefunden und konnte mein frisches Mami sein geniessen. 
Es wird sich einpendeln, ganz bestimmt (mit oder ohne Chemie) 
Das mit dem lieben Schlaf... Es sind wohl keine zehn Nächte die ich im vergangenen Jahr mal vier Stunden am Stück oder mehr geschlafen habe... Jeder Mensch ist anderst, jedes Kind ist anderst. Ich komme mit dem Schlafdefizit aus würde mir aber mehr Schlaf wünschen 
Versuche so viel es geht zu schlafen, lass den Haushalt liegen und leg dich zu deinen Kindern.
Geht immer mal wieder (kurz) raus an die frische Luft und Sonne.
Ich wünsche euch von alles Gute und dass du bald ausgiebig lachen kannst und mit staunen das Wachsen deiner Kinder beobachtetst
|
|
katrin-kiel
|
[10]
09.02.12, 10:44
Ach mensch!
Hast du deine Hebamme noch? Hebammen kennen sich mit den Wochenbettdeprisonen sehr gut aus.
Ich würde an deiner Stelle eine Hebamme zu rate holen. Die kommt zu dir und hat meistens noch eine Ausbildung in Naturheikunde.
Alles liebe
Katrin
|