Beikoststart, ich mag aber gar nicht...

nebelung
[1] 02.12.08, 10:44

Hallo.

Meine Kleine ist nun 6 Monate alt und wegen des Eisenhaushaltes werden wir wohl bald mit Beikost anfangen. Ich hab nur so rein gar keine Lust. :-(
Ziemlich egoistisch, oder? #kratz
Vielleicht mag ich nicht, weil es bei meinem Sohn ein einziger K(r)ampf war und wir wirklich ALLE Breie ausprobiert hatten und er nichts davon wollte. Oder liegt es vielleicht daran, dass meine Tochter mein letztes Baby sein wird und ich nicht loslassen kann?

Naja, hier (lebe in Norwegen) fängt man mit Getreidebrei (Hafer, Reis, Weizen) an am Abend, damit die Kinder besser schlafen. #klatsch
Ich werde aber mit Möhren anfangen, wenn schon, denn schon.

Ich hätte nur gern ein paar Tipps zum Beikoststart, dann fange ich sozusagen bei null an und es klappt vielleicht besser als bei meinem Sohn.

Einen schönen Tag noch euch allen und liebe Grüsse aus den Bergen.
#snowy
Claudia

xaida
[2] 02.12.08, 13:02

Huhu,

darf ich mich an Deine Frage mit dranhängen? Meine Tochter ist nämlich jetzt 5 Monate alt und der Beikoststart steht bei uns in einem Monat ebenfalls an. Ich hab noch überhaupt keine richtige Ahnung, wie das funktionieren soll. Wie habt ihr das gemacht? Habt ihr nach der Breimahlzeit immer noch Stillen angeboten? Und wenn eine Mahlzeit irgendwann komplett ersetzt ist, wann fängt man dann an, die zweite zu ersetzen? Wie macht ihr Langzeitstillmamis das eigentlich? Was für Mahlzeiten bekommen eure Kinder so am Tag?

Fragen über Fragen zu dem Thema :-)

Liebe Grüße,

Jenny

springtiger
[3] 02.12.08, 13:07

So richtig lange stille ich ja noch nicht, aber ich habe schon das Gefühl, dass alle anderen mit der Beikosteinführung weiter sind als wir. Helenes Freund(innen) sollen alle bald abgestillt werden, ich denke aber noch nicht dran!
Helene ist jetzt 9 Monate alt, und bekommt mittags Gemüse-Kartoffel-(Fleisch)-Brei. Vormittags mal Getreide-Obst-Brei oder auch nur Obst. Nachmittags wieder GOB, abends um 18 Uhr stille ich sie, und natürlich nachts.
Ich wollte auch erst nicht gerne Beikost einführen, kann die Gefühle gut nachvollziehen. Ungefähr 2 Wochen lang habe ich mittags nach dem Brei noch gestillt. Bei Einführung des GOB danach nicht mehr.
Wenn noch Fragen sind: gerne.
Viele grüsse
Springtiger

martina1234
[4] 02.12.08, 14:11

Hallo

Also ich hab bei meiner Tochter mit 6 Monaten zu mittag mit Karotten angefangen würde ich nicht mehr machen Karotten stopfen und sie hat so Bauchweh bekommen und mir dan nichts mehr gegessen habe sie dann 17 Monate fast voll gestillt und dan hat sie entlich angefangen ein wenig zu essen.
Bekomme jetzt bald mein 2 Kind und fange auch wieder so mit 6 Monaten zu mittag mit ein paar Löffel an mehr solte es die erste woche nicht sein so 3-4 löffel da fange ich aber mit Kürbis an ist besser zum vertauen weiß nicht warum sie immer von den Karotten anfangen steht sogar auf den Gläsern drauf das sie stopfend sind.
Wenn das Baby dan mal etwas mehr ist und gut kann man Abends einen Gedreidebrei geben.
Aber alle Kinder sind nicht gleich die einen können gar nicht genug vom essen grigen die anderen spucken alles aus und wollen lieber gestillt werden das sucht sich dann das Kind aus und gebt ihnen das was sie wollen die Zeit ist e so schnell vorbei ich freu mich schon wieder so aufs stillen wahrscheindlich auch weil es das letzte mal ist.

LG
Martina

ratpanat75
[5] 02.12.08, 14:53

Hallo Claudia,
mach dir doch keinen Stress daraus !
Wenn du das Gefühl hast, dass dein Kind beikostreif ist, dann kannst du es ja mal anbieten.
Wenn er nicht möchte oder noch gar kein Interesse zeigt, dann lass es halt eine zeitlang wieder bleiben.
Er MUSS ja auch keinen Brei essen, wenn er ihn nicht mag.

Meine Kinder wollten nie Brei essen, mussten sie auch nicht.
Ich habe einfach weiter gestillt und sie haben fingerfood bekommen.
So richtig angefangen zu essen, haben beide aber erst nach dem ersten Geburtstag.

Dafür essen beide jetzt alles sehr gerne (viel zu gerne #augen#mampf) und wir hatten nie Stress !
Wegen dem Eisenhaushalt musst du dir auch nicht unbedingt Gedanken machen.
Muttermilch enthält zwar nicht allzuviel Eisen, dafür wird es aber optimal verwertet.
Meine Tochter hatte nach 1 Jahr fast voll stillen sehr gute Hb- Werte.

flukka
[6] 02.12.08, 16:44

Zitat von ratpanat75:Hallo Claudia,
mach dir doch keinen Stress daraus !
Wenn du das Gefühl hast, dass dein Kind beikostreif ist, dann kannst du es ja mal anbieten.
Wenn er nicht möchte oder noch gar kein Interesse zeigt, dann lass es halt eine zeitlang wieder bleiben.
Er MUSS ja auch keinen Brei essen, wenn er ihn nicht mag.

Meine Kinder wollten nie Brei essen, mussten sie auch nicht.
Ich habe einfach weiter gestillt und sie haben fingerfood bekommen.
So richtig angefangen zu essen, haben beide aber erst nach dem ersten Geburtstag.

Dafür essen beide jetzt alles sehr gerne (viel zu gerne #augen#mampf) und wir hatten nie Stress !
Wegen dem Eisenhaushalt musst du dir auch nicht unbedingt Gedanken machen.
Muttermilch enthält zwar nicht allzuviel Eisen, dafür wird es aber optimal verwertet.
Meine Tochter hatte nach 1 Jahr fast voll stillen sehr gute Hb- Werte.

Hallo,

hast du dir wegen dem ausschließlichen Stillen keine Gedanken gemacht?

Wir stillen jetzt seit fast 8,5 Monaten zu 99% da Bastian keine Anstalten macht zu essen. Ich biete ihm meist nur noch Fingerfood an und hin und wieder mal püriertes Gemüse, dass er aber meistens ablehnt.

Jetzt bin ich aber ein bisschen verunsichert, weil ich immer wieder lese, wie andere Stillpaare nach 6 Monaten ganze Stillmahlzeiten ersezten, nur wir schaffen das nicht!

Was gibt es denn für einen Trick, da gelassener zu sein?#schmoll

LG Jenny mit Bastian

buffke
[7] 02.12.08, 17:52

Hallo Claudia,
ratpanat hat völlig Recht! Mach dir keinen Stress! Erstmal nur ein, zwei Löffelchen anbieten und sehen, ob dein Kind überhaupt vom Löffel essen will und das angebotene Essen mag. Würde auch nicht mit Möhren beginnen, zu empfehlen ist eher Pastinake oder Kürbis oder Fenchel. Und dann natürlich Kartoffeln. Aber wie gesagt erst nur wenig und dann stillen und Tag für Tag etwas mehr geben, wenn das Kind es möchte. Anfangs lutschen sie es ja vom Löffel, dann haben sie irgendwann den Bogen raus. Man kann auch einiges noch im Internet zu Beikoststart finden. Würde aber nicht vor dem 7. Lebensmonat beginnen.
Gruß Buffke

big03
[8] 02.12.08, 18:19

was bietet ihr denn als fingerfood an???

danisahne24
[9] 02.12.08, 18:46

Zitat von flukka:Zitat von ratpanat75:Hallo Claudia,
mach dir doch keinen Stress daraus !
Wenn du das Gefühl hast, dass dein Kind beikostreif ist, dann kannst du es ja mal anbieten.
Wenn er nicht möchte oder noch gar kein Interesse zeigt, dann lass es halt eine zeitlang wieder bleiben.
Er MUSS ja auch keinen Brei essen, wenn er ihn nicht mag.

Meine Kinder wollten nie Brei essen, mussten sie auch nicht.
Ich habe einfach weiter gestillt und sie haben fingerfood bekommen.
So richtig angefangen zu essen, haben beide aber erst nach dem ersten Geburtstag.

Dafür essen beide jetzt alles sehr gerne (viel zu gerne #augen#mampf) und wir hatten nie Stress !
Wegen dem Eisenhaushalt musst du dir auch nicht unbedingt Gedanken machen.
Muttermilch enthält zwar nicht allzuviel Eisen, dafür wird es aber optimal verwertet.
Meine Tochter hatte nach 1 Jahr fast voll stillen sehr gute Hb- Werte.

Hallo,

hast du dir wegen dem ausschließlichen Stillen keine Gedanken gemacht?

Wir stillen jetzt seit fast 8,5 Monaten zu 99% da Bastian keine Anstalten macht zu essen. Ich biete ihm meist nur noch Fingerfood an und hin und wieder mal püriertes Gemüse, dass er aber meistens ablehnt.

Jetzt bin ich aber ein bisschen verunsichert, weil ich immer wieder lese, wie andere Stillpaare nach 6 Monaten ganze Stillmahlzeiten ersezten, nur wir schaffen das nicht!

Was gibt es denn für einen Trick, da gelassener zu sein?#schmoll

LG Jenny mit Bastian

Also zur TE:
Du musst gar nichts - achte auf dein Kind. Ist es schon beikostreif? Der Zungenreflex (wie hieß der nochmal??? #kratz ) ist nicht mehr da? Dein Baby kann sitzten? es nimmt Nahrung als solches an und nicht als Spielzeug?

Der Eisenspeicher deines Kindes ist mit sicherheit noch nicht aufgebraucht. Zumindest ist dies sehr selten bei Stillkindern. Juliana ist jetzt fast 12 Monate alt - davon 7,5 vollgestillt - stillt jetzt immer noch min. alle 3 Stunden. Keine Mahlzeit ist ERSETZT. Es heißt ja auch BEIkost und nicht ERSATZkost.

Wenn ihr euch nicht sicher seid, dass euer Kind gut versorgt ist (es entwickelt sich weiter, bekommt Zähne, wächst, sieht rosig aus und ist ansonsten fit und fiedel), dann lasst einfach mal ein Blutbild machen.
Dann seid ihr beruhigt und euer Kind kann stillen.

wie man gelassener werden kann??? Gute Frage. Mich machen die Ärzte an: Mein Kind sei Mangelernährt.
Aber:
- Sie wollen kein Blutbild machen
- sie ist fitter als manch anders Kind in dem alter ( das sagen selbst die Ärzte)
- hat 6 Zähne - den nächsten 3 sind im Anmarsch, sie kann fast alleine Laufen, "sagt" was sie will und reagiert auf meine Fragen.

Also, habe ich mich gefragt - Was wollen die ÄRZTE? Ich finde Ärzte sind zum heilen von Krankheiten da. Stillberaterinnen sind dafür da um zu sagen, was in Sachen Stillen gut ist und was nicht?

Ich bin selber schnell traurig und habe meinem Kind was "schlechtes" zun geben. Aber ich sehe es an ihr - ist ist so ein süßes, kleines lebendiges Ding. Wir haben so viel Spaß miteinander. sie zeigt mir, dass ich das richtige tue!
Ich kann nur sagen - Vertraut euch und euren Babys. Ihr macht das schon!

LG
Dani

ssf74
[10] 02.12.08, 19:03

Ganz ehrlich...ich würde warten. Warum willst Du mit Beikost anfangen, wenn Ihr beide noch nicht soweit seid? Und das mit dem fehlenden Eisen ist echt ein altes Ammenmärchen. Ich habe Anna 8 Monate voll gestillt und stille heute noch oft (weil sie einfach nicht viel isst und gerne an der Brust trinkt). Ihr fehlt null und gar nix. Im Gegenteil. Sie ist super gesund, war bis jetzt noch nicht einmal ernsthaft krank und hat den Herbst/Winter bisher ohne Erkältung und Infekt überstanden. Ausserdem wiegt sie über 12 Kilo. Also meine Tochter widerlegt die "Märchen" rund um Eisenmangel durch Muttermilch etc. völlig.
Mach´Dir keinen Stress und stille weiter. Du wirst schon merken, wann Dein Baby beikostreif ist....ganz sicher :-)
LG Steffi

missrocket
[11] 02.12.08, 21:24

Hallo
Ja das Gefühl kenne ich :-D
Ich hab so ums Stillen gekämpft und hatte Angst das sich Aileen vorzeitig abstillt.
Babys unter einem Jahr stillen sich selten von alleine ab.
Wenn du Beikost als solche behandelst d.h. wenn dein Baby immer auch noch die Brust angeboten bekommt und du keine Mahlzeiten ersetzt, kannst du noch lange stillen.
Mir hat das Buch "Babyernährung gesund und richtig" von Gaby Eugster sehr geholfen.
Sie geht darin sehr schön auf die Wichtigkeit des Stillens im ersten LJ ein.
Viele Stillkinder wissen außerdem was gut ist und behalten ihre Brustmahlzeiten bei;-)
LG Anja und Aileen fast 16 Monate stillend

ratpanat75
[12] 02.12.08, 22:16

Zitat von flukka:Zitat von ratpanat75:Hallo Claudia,
mach dir doch keinen Stress daraus !
Wenn du das Gefühl hast, dass dein Kind beikostreif ist, dann kannst du es ja mal anbieten.
Wenn er nicht möchte oder noch gar kein Interesse zeigt, dann lass es halt eine zeitlang wieder bleiben.
Er MUSS ja auch keinen Brei essen, wenn er ihn nicht mag.

Meine Kinder wollten nie Brei essen, mussten sie auch nicht.
Ich habe einfach weiter gestillt und sie haben fingerfood bekommen.
So richtig angefangen zu essen, haben beide aber erst nach dem ersten Geburtstag.

Dafür essen beide jetzt alles sehr gerne (viel zu gerne #augen#mampf) und wir hatten nie Stress !
Wegen dem Eisenhaushalt musst du dir auch nicht unbedingt Gedanken machen.
Muttermilch enthält zwar nicht allzuviel Eisen, dafür wird es aber optimal verwertet.
Meine Tochter hatte nach 1 Jahr fast voll stillen sehr gute Hb- Werte.

Hallo,

hast du dir wegen dem ausschließlichen Stillen keine Gedanken gemacht?

Wir stillen jetzt seit fast 8,5 Monaten zu 99% da Bastian keine Anstalten macht zu essen. Ich biete ihm meist nur noch Fingerfood an und hin und wieder mal püriertes Gemüse, dass er aber meistens ablehnt.

Jetzt bin ich aber ein bisschen verunsichert, weil ich immer wieder lese, wie andere Stillpaare nach 6 Monaten ganze Stillmahlzeiten ersezten, nur wir schaffen das nicht!

Was gibt es denn für einen Trick, da gelassener zu sein?#schmoll

LG Jenny mit Bastian


man kann ja sowieso nichts machen, wenn das Kind nicht essen möchte, also bleibt ja gar nichts anderes übrig ;-).
Und wenn du dazu noch siehst, dass dein Kind fit, gesund und fröhlich ist, dann gehst du einfach gelassen damit um.
Und beim zweiten Kind noch mehr :-).

ratpanat75
[13] 02.12.08, 22:21

Zitat von big03:was bietet ihr denn als fingerfood an???
Das erste, was mein Sohn gegessen hat, war Avokado.
Danach Kartoffel, weiche Birne, ein paar Reiskörner, Brokkoli, Reiswaffel, später Brot, Wassermelone, etc.

xaida
[14] 02.12.08, 23:58

Vielen Dank für die vielen Antworten. Da eröffnen sich ja plötzlich völlig neue Möglichkeiten. Ich hab immer gedacht, man darf nur 6 Monate voll stillen, weil MuMi dann nicht mehr ausreicht. Das wird ganzt oft so vermittelt, oder ich habs einfach nur falsch verstanden. Ich werde Elena im neuen Jahr mal ein bissel Pastinake oder Kürbis anbieten. Mal sehen, wie sie es findet und dann sehen wir weiter. Voll stillen kann ich leider nicht länger als 9 Monate, weil ich dann wieder voll arbeiten gehe und das mit dem Abpumpen ist für nich nicht praktikabel. Insofern hoffe ich, dass sie bis dahin wenigstens eine Mahlzeit am Tag annimmt.

Danke nochmal für euren Rat.

Liebe Grüße

Jenny (mit Elena *29.06.2008)

nebelung
[15] 03.12.08, 14:01

DANKE! euch allen.

Ich stille dann einfach noch weiter.
Nächstes Jahr werde ich dann Fenchel geben. Hab mich sowieso schon gewundert, wieso man immer gesagt bekommt, nur EINE neue Zutat und alles, was man hier zu kaufen bekommt, enthält mindestens 2, also Karotte/Kartoffel oder Apfel/Mango, also koche ich selbst.
Das Buch hab ich bestellt.
Werde das jetzt ganz ruhig angehen, bis Mai ist ja noch eine Weile hin, dann muss ich wieder voll arbeiten.

LG, Claudia