Sind eure auch so verändert durch die Medikamente?

sunstar1981
[1] 08.06.08, 12:36

Hallo
Wir machen uns momentan ein wenig Sorgen über unsere grosse die im Oktober 3 Jahre alt wird. Sophie hat seitdem sie 16 Monate alt ist mit Epilepsie zu tun. Sie war bei den ersten Anfällen bewusstlos machmal u bekam dann nur mal Fieberkrämpfe wonach dann die Dosis der Medikamente erhöht wurde. Sie bekommt morgens 150mg Orfiril u Abends 300mg. Sie ist super unausgeglichen, spielt selten allein, totaaaaaal knatschig und weiss mit sich selber nichts anzufangen. Klar spielen wir auch mit ihr, es wird quasi der ganze Tag nach ihr geplant aber wir haben seit Januar noch ein Baby was ja auch ihre Bedürfnisse erfüllt bekommen möchte. Klar steckt Sophie jetzt total in der Trotzphase, aber das war auch schon so bevor die kleine kam. Sie hat stark Stimmungsschwankungen und weint für jedes bisschen. Sie ist ein ganz anderer Mensch geworden seitdem sie die Medikamente nimmt, nach der Erhöhung der Dosis wurd es noch schlimmer. Ist das das die normale Entwicklung oder liegt es wirklich an den Medikamenten? Ich find es so schade das sie immer so traurig ist, das ist doch nicht normal. Ihre Schwester liebt sie abgöttisch u ein bisschen Eifersucht ist bestimmt auch dabei aber wie gesagt es war schon so seitdem sie die Medikamente nimmt. Sie puzzelt gern, knetet, malt,zählt, schaut super gern Bücher an, zählt, sagt sogar schon ein bisschen das Alphabeth aber sowas wie Bobbycar und so interessiert sie nicht. Aufs Fahrrad setzt sie sich mal, auch aufs Laufrad aber das ist nach 5 Minuten uninteressant. Das Essen ist die reinste Matscherei wo wir gar nicht mehr wissen was wir machen sollen. Sie hört kein bisschen aber das schiebe ich auf ihr Alter. Sind eure auch so oder muss ich mir ernsthaft Gedanken machen? Denke auch das sie kindergartenreif ist, kann ihr zu Hause anscheinend nicht mehr das richtige Programm bieten aber da bammelt es mir schon vor wenn sie dort so knatschig ist, haben die Erzieherinnen bestimmt schnell die Nase voll:-( Was können wir tun???
LG Jenny mit Sophie 2,5 und Leonie Marie 5Monate

manu135135
[2] 08.06.08, 19:56

Hallo Jenny,

das gleiche Problem hatten wir auch mit Sebastian. Er wurde total gereizt, hat bei jeder Kleinigkeit geweint (teilweise richtige Schreikrämpfe bekommen, bei denen er nicht mehr aufhören konnte zu weinen).
Er hat damals auch Orfiril long bekommen.
Als wir den Spiegel überprüft haben lag der bei 115!!!! Wir hatten damals ein neues Medikament dazu bekommen (Zonigran).Jetzt vemuten wir, dass dieses Mittel den Spiegel vom Orfiril so nach oben getrieben hat.
Als wir es reduziert haben wurde es deutlich besser, jetzt haben wir es ganz abgesetzt und haben ein ganz anderes aufgewecktes, gutgelauntes Kind. (ist auch schon in der Schule aufgefallen)
Auf der anderen Seite denke ich auch, dass Sophie jetzt langsam in das Alter kommt, in dem es auch andere Kinder zum Spielen braucht.
Auch das Geschwisterchen ist noch mals eine neue Situation für sie. Sebastian liebt seine Schwester auch total, möchte aber auch mal Mama und Papa für sich haben.
Dann kann er schon mal recht trotzig werden.
Kommt Sophie denn bald in den Kindergarten? Ich denke wegen den Erzieherinnen brauchst du dir keine Gedanken zu machen. Die Kleine ist dort bestimmt ganz anders.
(war zumindest bei uns so)
Wenn es gar nicht besser werden sollte sprich doch noch mal mit den Ärzten, ob sie das Orfiril wieder etwas herunterreduzieren können.

Kopf hoch es wird schon wieder besser!

Einen schönen Abend wünscht dir Manu

sunstar1981
[3] 09.06.08, 21:59

Hallo
Danke für die lieben Worte, im Moment ist es echt eine anstrengende Zeit. Wir sollen nach den Sommerferien wieder zum EEG da werd ich das spätestens mal ansprechen. Aber denke nicht, dass sie die Medikamente runterschrauben, weil sie ja erst im Februar erhöht wurden. Ach Mensch manchmal ist es echt grausam, wenn man ihr nicht helfen kann.
LG JEnny

sunstar1981
[4] 09.06.08, 22:05

Ach ja wir haben noch keinen Bescheid wegen Kindergarten. Ist angemeldet aber.... Gehe mal davon aus das es bestimmt nächstes Jahr wird.

krokolady
[5] 15.06.08, 22:16

so eine extreme Zickenphase mach ich mit Kimberly auch grad durch.

Seit Ende Mai sind wir im Medi-Wechsel....bzw. haben ihn jetzt durch.

Keppra kam raus, und statt dessen Orfiril Long rein, dazu bekommt sie Stiripentol - ein Medi extra für Kinder mit Dravet-Syndrom.
Und seit 2 -3 Wochen ist Kimy echt sooooo ätzend.
sie heult bei jeder Kleinigkeit....ihr liebstes Wort ist "NEIN"......bockt rum, hört nicht......

Ich weiss nicht obs auf den Keppra-Entzug zu führen ist, oder das Orfiril, oder das Stiripentol.....oder einfach nur da drauf das sie 3 geworden ist.....

elishababy
[6] 16.06.08, 13:05

Hallo Jenny,

meine Tochter ist 5 1/2 Jahre alt und bekommt seit sie 4 ist Orfiril, morgens 120 mg, abends 180. Ihr Spiegel ist immer an der untersten Grenze meistens so 45.
Sie ist auch einerseits sehr bockig, wenn ihr irgendwas nicht passt, dann kreischt sie rum, was echt nervig ist. Sie heult beim anziehen, beim wickeln, wenn ich ihr den Orfiril Saft mir der Spritze in den Mund gebe, ja und wenn etwas nicht nach ihrem Kopf läuft.

Ich finde es echt schwierig zu deuten was von dem Medikament kommt und was ein normaler Entwicklungsstadium ist. Ich habe noch zwei weitere Kinder (jünger als sie) und eigentlich merkt man schon das sie älter ist, nicht an ihrem Entwicklungsstand aber an dem wie und was sie spricht.

Ich hoffe das wir das Medikament im Oktober ausschleichen können und bin dann echt gespannt wie sich das auf ihr Verhalten auswirkt.

Übrigens ist sie in einem integrativen Kindergarten da ist das Personal einfach auf besondere Kinder besser eingestellt wie in einem normalen Kindergarten. Schon vom Personalschlüssel her. Seit sie dort ist bein ich ruhig und gelassen, wenn sie im Kindi ist, als sie noch im Regelkindergarten war, musste ich immer erreichbar sein falls was ist oder sie in die Windeln gemacht hatte. War echt ne stressige Zeit die aber GSD vorbei ist.

LG Irene