Was/wer hilft/half euch in eurer Situation ? (Tipps)

zoroor78
[1] 22.07.08, 04:59

Ich hoffe, ich kann einen der wichtigsten Threads anfangen. Es würde mich brennend interessieren, was hat euch bis jetzt geholfen, damit ihr in eurer Situation fertig werdet ? um nicht verrückt zu werden, um weiterzukommen...? .....(Schreiambulanz, Gedanken, konkrete Personen..blabla...)?

1. Als meine Tochter so heftig schrie, war ich so verzweifelt, weil sie nit richtig schlafen konnte, ich ernte von einer Hebamme ,,DAS PUCKEN´´...mit Hilfe eines Tragetuchs wurde meine Tochter so festgebunden..fixiert...dass sie sich nicht mehr bewegen konnte...es sah so grausig aus, half aber enorm...nachdem ich es gelernt habe, waren die Nächte für uns nie wieder ein Problem, sie schleif mehrere Stunden, einschlafen war auch kein Thema mehr...ein richtiger Wunder...ich pucke sie seit 2 Wochen nicht mehr und sie schlöft wunderbar...(hoffe es bleibt so)

2. Es wird jezt paradox klingeln, mir half aber ein Gedanke...Ich war enorm gestresst von der Vorstellung, immer da sein zu müssen, immer sie beruhigen zu müssen, wenn sie schreit...wir waren zusammen4mal be einemPsychologen und der sagte: sie müssen auch lernen, dass sie ihre Tochter nicht helfen knnen...Zuhause habe ich dann mit meinem mann besprochen, dass wenn ich nicht mehr kann, dann lasse ich sie eben weinen....Ich musste es in den 3Wochen 3mal tun...Ich machte es nach dem Essen, machte meinen Angelcare an und ging schlafen...zweimal beruhigte sie sich, eina,l ging es nicht so gut aus...Schon dieser GEDANKE..die Freiheit zu haben...sie nicht immer beruhigen zu mpssen und auch mal die Tür zumachen zu können hilft mir irgendwie wahnsinnig obwohl ich nur 3mal davon Gebrauch gemacht habe....

wie ist es bei euch ?

LG H.

-froeschi-
[2] 22.07.08, 08:42

Das Pucken hat uns auch sehr geholfen, vor allem tagsüber. Mit normalem hinlegen konnte man nichts erreichen. Gut verschnürt schlief er wenigstens ein. Nachts hatte ich nie Probleme.

Der Artikel "tränenreiche Kinderzeit" hat mir auch geholfen. Nachdem ich den Artikel gelesen hatte, ließ ich den kleinen nicht mehr alleine schreien und versuchte ihn auch nicht zu beruhigen. Ich setzte mich bequem in einen stillen Raum und nahm ihn so das er weder Arme noch beine Bewegen konnte und der Kopf auf meiner Brust lag. Bei den ersten Versuchen wird das Schreien dadurch intensiver, weil er dann alles rauslassen kann. Später wurden die "Schreistunden" immer kürzer. Es war schwer aber mit Unterstützung meiner Hebamme und meines Partners konnte ich das ertragen.

Ein fester Tagesablauf hilft dem Kind auch. Leichte Abweichungen führen auch heute noch zu schlimmen Schrei Attacken. Erst das Kind einen Rhythmus finden lassen und sich nach dem Kind richten.

As es richtig schlimm war habe ich den kleinen auch zu Hause sowie unterwegs ins Tragetuch gepackt und bei mir behalten. Mag nach verwöhnen klingen und ist anstrengend aber heute kann ich sagen das er keinesfalls nur rum getragen werden will.

Stressige Situationen, wie z.B. einkaufen im Supermarkt, vermeiden. Wenn man sich selber mit geschlossenen Augen in den Supermarkt stellt, kann man erahnen was das Kind da durchmacht. Spaziergänge lieber in die Natur verlegen!

Ich hoffe es sind nützliche Tipps dabei die bei euren Kleinen auch helfen ;-)

mellchen1983
[3] 22.07.08, 12:12

Scließe mich da Fröschli an, ich kann allerdings das Tragetuch super empfehlen.
Bin ja schon recht alteingesessen, da meiner ein halbes Jahr wird und ich das Problem immernoch hab, allerdings in einer anderen Form...

3 Monats Koliken?
Nö, Koliken zwar keine sondern eine Regulationsstörung.
Aber nach ziemlich genau 3 Monaten + 3 Wochen(die er eher kam) änderte sich das Ganze.
Das Schreien hörte auf, will aber permanente Aufmerksamkeit, kann immernoch nicht schlafen, ist deshalb viel müde und meckert.
Meckern und zornig werden tut er in Moment den ganzen Tag.
Zwischendrin wars mal ne Woche echt gut mit ihm.
Ist grade aber wie ne Säge.
Ritsch-Rassch, Ritsch-Ratsch#klatsch

Irgendwie kommt es oft zu dieser "Reizüberflutung", wenn die Babys müde werden.


Also mir hat am besten geholfen:

-Tragetuch

-Viel draussen sein, selbst Bewegung haben

-Wenn ich es geschafft hatte das er schlief, dann wurde es wieder besser.
Also war das dann immer mein Ziel.

-Bloß nicht drinnen bleiben, das hat mich echt depri gemacht

-Auch mal beriet sein, das Kind einen Tag abzugeben um Kraft zu tanken

- Lernen, das die Famile eine Gemeinschaft ist, in die sich DAS KIND einfügen muß, auch wenn der Anfang schwer ist.
Nicht die Mutter/ Familie dem Kind zu fügen hat.

-Ich hab ihn nicht schreien lassen, ich konnte es einfach nicht.
Das Schreien ist nämlich ein Ruf nach Nähe, Liebe. In dem Alter ist das Bewußtsein noch nicht soweit ausgeprägt, das die Babys das mit Absicht machen.
Und anders kann das Kleine das nicht äußern.
Wenn es alleine im Bett liegt und schreit, erfüllt man genau das Gegenteil davon.
Also einfach ins Tragetuch packen und man kann diese Bedürnisse leichter erfüllen und es ist viel ruhiger,nervenschonender.

-Hoffnung nicht aufgeben das es besser wird.;-)


Hoffe ich konnte paar Tipps geben#klee

lucca77
[4] 22.07.08, 13:04

Hallo,

also mir hilft momentan auch ein Gedanke, den ich lettens irgendwo im Netz gelesen habe:

Sich nicht verpflichtet fühlen, das Baby trösten zu müssen, sondern das Schreien als Ausdrucksform zu akzeptieren...aber für das Baby da sein. Ich habe meine KLeine jetzt einfach fest im Arm, atme tief und sage mir, dass die Schreiattacke irgendwann vorbeigeht. Und vor allem, dass das Geschrei nichts mit mir als Mama zu tun hat. Dadurch weint Lara zwar nicht weniger aber ich mache mir nicht mehr soviel Druck.

Tagesstruktur finde ich auch superwichtig - nur finde ich die bei meiner Maus nicht ganz recht, durchs Stillen kommt sie mal alle Stunden oder auch mal weniger oft und so ist vieles jeden Tag anders.

Rausgehen ist bei uns immer ein Problem, weil mein Großer nach einer halben Stunde Geschrei hinter sich (Geschwisterwagen) auch das Weinen anfängt. Tragetuch geht irgendwie gar nicht... Ich habe jetzt bemerkt, dass Lara weniger weint, wenn sie permanente Aufmerksamkeit hat. Geht aber nur am WE, ich kann ja meinen Großen nicht in die Ecke stellen.

LG Annett

mellchen1983
[5] 22.07.08, 15:22

Respekt!#pro
Mit zwei Kindern, da ist das sicher etwas anderes.
Und wie bekommst du den Rest bei dem Stress so hin?
Ich meine, hast ja sicher zuhause auch noch einiges zu tun.

lucca77
[6] 22.07.08, 18:59

Hallo,

naja, der Haushalt schleift bzw. wird erledigt, wenn die Mäuse schlafen. Mein Mann unterstützt mich zum Glück ganz toll! Luca läuft oft "nebenher", das frustriert mich schon, lässt sich aber kaum ändern. Unsere Familien wohnen weit weg - deshalb habe ich gelegentlich eine Babysitterin oder unsere Nachbarin nimmt mir die Kleine mal zum Spazierengehen ab. Die Zeit verbringe ich dann ganz intensiv mit dem Großen...

LG Annett

pjd
[7] 02.08.08, 21:46

Möchte auch ganz kurz antworten:

1. WER: Mein Mann (der Gott sei Dank nach der Entbindung 2 Monate Urlaub hat) und meine Eltern, die viel mit Eliana unternehme (die "grosse" Schwester), so dass sie nicht zu kurz kommt und nicht immer in dieser Schrei-Atmsphäre sein muss.

2. WAS: Kinderwagen-Tragetasche!!! Ruben will nicht gehalten werden, oder besser gesagt, schläft im Arm nicht ein. Er beruhigt sich sehr, wenn wir ihn in die Tragetasche legen und rumtragen. Oben ein Tuch halten, so dass es abedunkelt ist. Auch das Tragetuch mag er nicht, hab sowieso das Gefühl, dass er dieses eingeengt sein nicht mag; auch weil er oft krampft und Blähungen hat.

Pina