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22.11.08, 01:37
Hallo,
ich heiße Steffi und bin 26 Jahre alt. Seit August 2003 bin ich mit meinem Mann Stephan verheiratet.
Im Juli 2004 habe ich erfahren das ich Schwanger bin! Wir haben uns rieseig über unseren Nachwuchs gefreut!!! Die SS verlief sehr vorbildlich und ich hatte nie große Beschwerden. In der 30.ssw hat mich mein FA ins KH überwiesen weil das Kind relativ klein war. Dort haben sie dann gesehen das die Nabelschnur nur zwei Gefäse hat und das Kind evtl. deshalb so klein ist. Daraufhin wurde ich dann in die Uniklinik überwiesen die eigentlich nur schauen sollten ob unser Sohn gut versorgt wird. Doch da bekamen wir die Schocknachricht. Unser Sohn hatte einen sehr schweren Herzfehler und muss gleich nach der Entbindung operiert werden. Ich konnte das gar nicht glauben, denn eigentlich dachte ich sei eine SS das normalste von der Welt und nach 40 Wochen hält man sein Baby in den Armen.
In der 37.ssw bekam ich Wehen und mein Mann hat mich sofort in die Uniklinik gefahren wo unser Sohn am 21.04.2005 per KS auf die Welt kam. Sie haben mir ihn nur ganz kurz gezeigt und dann sofort weggebracht.
Am nächsten Tag haben sie mich zu ihm gebracht.. da lag er in einem Brutkasten mit lauter Schläuchen die in ihm steckten und lauter Maschinen um ihn rum. Ich durfte ihn weder hochheben noch sonst was, da er im künstlichen Koma lag.
Eine Woche später meinten die Ärzte sie müssen ihn jetzt operieren, da er sonst gar keine Chance hat. Wir haben ihn dann noch Nottaufen lassen da sie meinten er hat nur ein 50%ige Chance. Einen Tag Später wurde er operiert und er hat die OP auch gut überstanden und die Ärzte haben uns noch Mut gemacht, dass wenn er sich gut erholt und schön zunimmt können wir ihn in drei Wochen mit heim nehmen. Es war die schönste Nachricht seit langem für uns und die erste nacht in der ich ruhig geschlafen habe.
In dieser Nacht am 29.04. habe ich um 1.30 einen Anruf von meinem Mann bekommen das unser Sohn verstorben ist. Ich bin wie in Trance einen Stock tiefer auf die Intensivstation zu meinem Sohn und da sah ich ihn, ohne diese Schläuche und ohne Maschinen. Er lag da wie ein kleiner Engel, es hat mir das Herz gebrochen. Da durfte ich das erste und letzte Mal unseren Etienne in den Arm nehmen.
Ich habe dieses Jahr am 08.08.2008 wieder einen kerngesunden Sohn auf die Welt gebracht der mein ganzer Stolz ist.
Aber jetzt wird mir auch schmerzlich bewusst, was ich alles mit meinem Engel verpasse und die Lücke in meinem Herzen wird wohl nie verheilen.
Sorry für das viele aber es tat gut es sich von der Seele zu schreiben.
Liebe Grüße
Steffi mit Etienne im Herzen und Elias fest an der Hand
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