Hier treffen sich die Eltern, die ihre Kinder bei Krankheiten Evidenz-basiert behandeln und Komplementär"medizin" kritisch gegenüberstehen. Wer sich auch schon rechtfertigen musste, warum denn das Kind gegen den Husten nicht "erstmal was Sanftes" bekommt und einen Platz sucht, der von A wie Ayurveda bis Z wie Zuckerkugeln Quacksalber-frei ist, ist hier richtig. "Aussteigewillige" die nach Infos und Unterstützung suchen, sind ebenfalls willkommen.

Entstehungsgeschichte / Motivation

Vor ein paar Jahren landete ich nach einer harten Nacht, in der meine Tochter 4 Stunden durchgehustet hatte, bei der Vertretung meines Kinderarztes, die mir Lavendelöl in die Hand drückte. Als ich fragte, wozu das denn sei, schaute sie mich an, als müsste sie das Jugendamt rufen. Dabei brauchte eben mein Kind MEDIZIN, die ihr Schlafen hilft und nicht ein Wellness Produkt.

Es ist anscheinend allgemeiner Konsenz, auch unter vielen Ärzten, aber vor allem unter Müttern, dass man Kinder vor allen wirksamen/Wirkstoff haltigen Medikamenten (im Jargon "Chemiehammer") beschützen und alles (sowohl echte Krankhheiten als auch Dinge wie "Schüchternheit") "erstmal sanft" angehen muss. Mich nervt das:

Wellness kann ich selber, sanft bin ich auch. Ein verkühltes Kind kommt mit einer Wärmflasche ins Bett und braucht weder Aromatherapie noch Schüsslersalze, das kriegen wir selber hin. Und bei echten Krankheiten gibt es eben auch echte Medizin, ohne zu lange zu fackeln. Ein Antibiotikum zu geben, ist kein "Versagen".

Glücklicherweise habe ich auf Urbia schon viele Frauen gefunden, die ebenso denken und hoffe, dass wir im neuen Club uns offen gegenseitig unterstützen und gemeinsam die absurdesten "Heilmittel" verhackstücken können.