Familienleben

Hier sind Tipps aus der Praxis von anderen Müttern Gold wert und können die Perspektive noch mal ändern: Wenn Kleinkind und Baby da sind, läuft das oft nicht so rund, wie man sich das gedacht hat. - Zeit, die Ansprüche an sich selbst herunterzuschrauben?
Ein Tipp vom urbia Team

  • 14.02.17 - 21:14
    anngre (1)

    Überfordert, werde keiner gerecht

    Hallo ihr lieben,
    Meist bin ich nur stille Mitleserin, aber heute fasse ich mir mal ein Herz und Klage euch mein "Leid". Vielleicht geht es mir besser, wenn ich es nur mal runter schreibe; vielleicht hat die ein oder andere ja einenicht tip für mich.

    Meine beiden Mädels sind 3 jahre und 3 Monate alt.

    Leider habe ich das Gefühl und mein Mann bestätigte mir auch das es so ist. Das ich einfach nicht mehr den beiden gerecht werde. Die große ist, natürlich auch aufgrund ihres Alters, momentan sehr schwierig. Sie quengelt nur noch und testet ihre Grenzen. Ich denke aber da ich kaum noch Zeit habe mich vernünftig mit ihr zu beschäftigen, verschlimmert das ihre schlechte Laune natürlich. Sobald ich mich mit ihr hinsetze um was zu spielen oder basteln, schreit die kleine los. Und da liegt momentan mein größtes Problem. Die Kurze schreit meist weil sie müde ist und nie länger als 30 min am stück schläft
    Ich habe schon vieles ausprobiert das sie öänger schläft aber es hilft alles nicht. Und diese 30 min reichen natürlich nicht um vernünftig mit der großen zu spielen. Kaum sitzen wir muss ich ihr wieder sagen das ich mich erst um die kurze kümmern muss. Gleichzeitig wird die aber auch nur "am Leben gehalten", was heißen soll: füttern, wickeln und sicher ablegen solange sie nicht weint. Also um sie kann ich mich auch nicht richtig kümmern. Nur sind ihre SpielBedürfnisse nicht so anspruchsvoll.

    Ich liege nachts stundenlang wach weil ich überlege wie ich es schaffen kann wieder mehr Zeit für die große zu haben. Wie sie wieder besserer Laune wird. Was ich machen kann damit die kleine nicht zu kurz kommt. Und wie ich es schaffe das sie vielleicht wenigstens einen längeren Mittagsschlaf macht. Ich gehe ein vor schlechten gewissen.

    Vielleicht kann mir jemand helfen von euch?!

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    • 14.02.17 - 21:25

      Meine Kinder sind weiter auseinander. Aber versuch doch deine große Tochter mehr mit einzubeziehen. Z.b. Wenn die kleine gewickelt werden muss kann die Große ja ihre Puppe wickeln. Auch Babymassage. Du die Kurze, sie ihre Puppe...
      Vielleicht wäre das eine Alternative?

      • 14.02.17 - 21:33

        Sie hilft mir oft beim wickeln und ist immer dabei. Aber sie mit der puppe machen zu lassen habe ich noch nicht versucht. Werde ich mal probieren. Könnte ihr gefallen

      14.02.17 - 21:28

      >>>Leider habe ich das Gefühl und mein Mann bestätigte mir auch das es so ist.<<<

      Wenn dein Mann so viel zu Hause ist, dass er das miterlebt, warum kümmert er sich nicht mehr um die Kinder?


      • 14.02.17 - 21:35

        Nein er ist nicht viel zuhause. Momentan kommt er immer erst um 18 Uhr wieder. Um 19:30 sind beide meist im bett.

        Er merkt hat wie die große sich verändert hat. Sie war früher sehr viel ausgeglichener und fröhlicher. Naja und ich war entspannter.

      Hallo du,
      kann es denn sein, dass du vor allem dir selber zur Zeit nicht gerecht wirst? Wenn die Kleine nicht mehr als 30 Minuten am Stück schläft - weia #zitter!

      Hast du mal ein Tragetuch ausprobiert? Die kleine Schwester muss ja nicht schlafen, damit du was mit der Größeren machen kannst, oder? Sie kann ja dabei sein. Oder bei Papa, Oma, Babysitter...

      Wie wäre es mit einem Date mit deiner "Großen" in der Woche? Oder vielleicht möchte Papa seine Tochter mal ausführen?

      Ich kenne das schlechte Gewissen, das du hast, genau :-(. Bei unserer Großen war die Lösung gar nicht, mehr Zeit mit ihr zu verbringen. Ihre Bedürfnisse sind anders, das hat mir das Buch "Die 5 Sprachen der Liebe" erklärt. Unser Jüngster genießt gemeinsame Zeit umso mehr. Im Alltag mal alleine mit Mama Kakao und Kekse oder mit Papa im Keller werkeln tut ihm total gut. Und ab und zu bekommen alle Kinder ein "Einzelkind-Wochenende" mit Mama oder Papa. Auch die Große! Schließlich ist es auch für uns Eltern ein Bedürfnis, mal Zeit und Ruhe mit nur einem Kind zu haben.
      Hast du denn auch Zeit mal nur für dich?
      Ich wünsche dir viel Kraft, Geduld und Liebe für deine beiden Töchter! Anna

      • Ja... ???? also ich bin die letzte an die ich im Moment denke. Obwohl ich merke das ich ganz dringend wieder mal nur was für mich tun müsste. Aber wann das den?

        TrageTuch findet sie absolut sch.... Das habe ich mehrfach ausprobiert. Keine Chance.

        ICh habe endlich wieder angefangen mit der großen zu ihrem geliebten Mama Kind turnen zu gehen, leider schaffen wir es nicht so regelmäßig. das machte ihr auch riesig Spaß.

        • Ach schade, dass ihr das Tragetuch nicht gefällt! Wenn du noch Kontakt zu einer Hebamme hast, kannst du dir vielleicht bei Gelegenheit mal eine andere Bindetechnik zeigen lassen.
          Ansonsten, Achtung, WICHTIG:
          Wenn Mama nicht glücklich ist, ist niemand glücklich!!!
          Hat dein Mann denn auch bei DIR die Veränderung bemerkt? Was würdest du denn gerne mal wieder ganz für dich machen?

          14.02.17 - 22:48

          Ich hab mich mit Tragetüchern auch nicht so richtig wohl gefühlt.

          Als ich die Kleine bekommen habe (gleicher Abstand wie bei Dir etwa), war ich bei einer Trageberatung und hab den Bondolino für uns entdeckt. Das Ding war weit mehr als Gold wert.

          Meine Kleine hat viel Zeit glücklich und zufrieden im Bondolino verbracht und sich bei Ausflügen nur ab und zu mal gemeldet, wenn sie stillen wollte. Ansonsten konnten wir auch locker 5 Stunden durch den Zoo marschieren oder so etwas.

      14.02.17 - 21:36

      Hast du mal ein Tragetuch probiert? Darin konnte meine stundenlang schlafen, hatte Körperkontakt und Geborgenheit und man hat die Hände frei für alles andere.

      Meine beiden sind 22 Monate auseinander. Der Große darf die Windel wegbringen wenn ich den Kleinen wickel. Oft müssen wir mit dem Kleinen spazieren gehen, dass er einschläft. Der Große darf den Wagen schieben. Und wenn der Große springt, freut sich der Kleine wie bekloppt. 2 Fliegen mit einer Klappe- der Kleine freut sich und der Große macht sich müde ;-)

      Wo ist der Papa? Ist er arbeiten? Kann er nicht mal die kleine Maus bespaßen wenn er zu Hause ist? Dann kannst du dich um die Große kümmern.

      14.02.17 - 21:40

      Ich würde mir die Unterstützung von meinem Mann holen. Während er sich um die Kleine kümmert, kannst du Zeit mit deiner Großen verbringen. Das geht wahrscheinlich hauptsächlich abends, da ich davon ausgehe, dass dein Mann tagsüber auf der Arbeit ist. Habt ihr noch eine Oma etc. vor Ort?
      Ich hatte 2 Kinder im Abstand von nur 16 Monaten. Hatte die Kleine meistens auf dem Arm dabei. Man kann auch auf einem Arm das Baby halten und mit dem anderen Arm mit der Großen malen, puzzeln etc. Oder die Kleine auf der Krabbeldecke oder in der Wippe neben euch. Dann kann sie euch zuschauen.

      Alles Liebe

      Ich würde wirklich versuchen die Große für ein paar Stunden in den Kindergarten/Spielgruppe ect zu geben und Währenddessen kannst du mal mit der kleinen singen/kuscheln ect...
      Nachmittags würde ich versuchen die Kleine ins Tragetuch ect zu packen und mit der Großen Ausflüge zum Spielplatz o.ä. machen. Abends wenn dein Mann da ist könnt ihr bestimmt auch mal ein Spiel oder puzzle machen, sonst stelle ich mir das auch sehr schwierig.vor.

      Ansonsten:
      Deine Aufgabe ist NICHT immer der Spielpartner zu sein. Du tust schon viel wenn du deinen Töchtern angemessene Spielsachen bereitstellst und ihnen so die Chance gibst selbst etwas zu lernen/basteln/usw...
      Du musst nicht immer mitspielen!
      Es gibt viele gute Eltern die trotzdem fast nie mit ihren Kindern spielen!

      Hallo,

      1. das schlechte Gewissen der Kleinen gegenüber würde ich getrost vertagen: mit 3 Monaten braucht ein Baby noch nicht so viel Bespaßung. Sie wird gefüttert, gewickelt, sauber und warm gekleidet und ansonsten ist sie dabei: liegt vielleicht auf einer Decke neben euch, während du mit der Großen spielst...? Alles chic.

      2. Schreit die Kleine viel? Ansonsten kannst du doch mit der Großen spielen oder basteln, während sie wach daneben liegt? Möglichst nah bei euch, also evtl mal auf dem Boden basteln und die Decke der Kleinen ganz nah ran holen.

      3. Versuch, manches gleichzeitig zu tun: Stillst du? Man kann prima beim Stillen Bücher angucken. Meine Große kam immer angerannt, wenn sie sah, daß ich meinen Pulli hochschiebe und rief "Buch, Buch!" Oder mit duplo bauen und gleichzeitig dem Baby den Bauch massieren/Bäuerchen machen...

      Oder schnell abwechseln: Turnübungen und erst darf die Große auf Mamas Beine, dann das Baby, dann wieder die Große, dann Baby... im Abstand von 10 Sekunden ;-)

      4. Hast du eine Tragehilfe? Hatte ich auch so wirklich erst beim 2.Kind: Baby ist still oder schläft sogar und man kann sich um die Große kümmern. Geht natürlich nicht so gut beim basteln, aber auf dem Spielplatz, beim Laufrad fahren..

      5. Und der Tipp, die Große mit einzubeziehen ist natürlich uralt: sie kann die Windeln auffalten, Tücher aus dem Schrank holen, frischen Body aussuchen...

      Und wenn mein Baby geschrien hat und ich alles stehen und liegen lassen mußte, habe ich meiner Großen immer erklärt, dass man trösten muß, wenn jemand weint und daß ich das bei ihr ja auch mache. Ehrlich, sie war beunruhigter, wenn ich das Baby wirklich mal kurz schreien gelassen habe, als wenn ich von ihr wegrannte.

      Bleib cool, das pendelt sich alles ein! Ihr seid ja gerade erst 4 Wochen aus dem Wochenbett raus, ihr werdet euer Miteinander schon finden!

      LG!

      14.02.17 - 21:52

      Hallo,

      habt Ihr für Eure kleine Tochter ein Tragetuch oder eine Babytrage? Hat uns bei allen Kindern (auch schon beim ersten) gute Dienste geleistet. So konnte das Baby jeweils dabei sein und fühlte sich geborgen, wenn mein Mann und/oder ich uns um das/die älteren Kinder gekümmert haben.

      Geht Eure ältere Tochter in den Kindergarten? Dann hättest Du ja vormittags ausreichend Zeit, Eure kleine Tochter zu "betüddeln", so dass sie nicht nur versorgt und dann wieder abgelegt werden muss.

      30 Minuten halbwegs konzentrierte Spielzeit mit einer Dreijährigen ist doch völlig okay- wenn diese täglich klappt. Da solltest Du Dich nicht ZU sehr unter Druck setzen. Wichtig finde ich davon abgesehen tägliche Rituale für Eure "große" Tochter wie z.B. abends vor dem Schlafen gehen kuscheln und vorlesen o.ä. . Davon abgesehen helfen Dreijährige doch auch ganz gern im Haushalt, so dass man sie da immer mal einbeziehen kann.

      Wann ist denn Dein Mann zu Hause? Er sollte sich dann entweder um Euer Baby kümmern oder um Eure ältere Tochter- da kann man sich sehr gut abwechseln.

      Habt Ihr eine Oma/Tante/Freundin in der Nähe, die hin und wieder mit der Kleinen einen Spaziergang machen könnte? Das wäre Entlastung für Dich und/oder Mama-Zeit für Eure ältere Tochter.

      Für Mittagschlaf finde ich ein drei Monate altes Baby noch zu klein. In dem Alter haben die Zwerge tagsüber meist noch keine verlässlichen Schlafenszeiten. Diese entwickeln sich aber bei ganz vielen Babies immer konkreter: zuerst zu einem "Schläfchen" vor- und einem nachmittags, aus dem dann irgendwann "Richtung" des ersten Geburtstages ein etwas längerer Mittagschlaf wird. Da braucht Ihr einfach noch etwas Geduld, bis die Kleine einen halbwegs verlässlichen Rhythmus hat ;-).

      Wenn die "Große" unausgeglichen und nörgelig ist: Baby in die Trage oder den Kinderwagen- und gemeinsam an die frische Luft. Trefft Ihr andere Mütter und Kinder? Kinderturnen o.ä. bieten sich in dem Alter an, die "großen" Zwerge haben "input", man selbst kommt auf andere Gedanken, das Baby kann mitkommen.

      Vielleicht hilft Dir das ein wenig weiter. Davon abgesehen: durchhalten, es wird stetig einfacher mit zwei Kindern! Und so oft wie möglich die schönen, entspannten Augenblicke einfach genießen :-)!

      Viele Grüße,

      Kathrin

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